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Brot selber backen – gesund, lecker und einfach zu lernen

Schritt für Schritt erklärt - der Weg zum perfekten Brot mit und ohne Hefe

Überleg mal….was ist besser: das Brot aus der Brottheke oder ein selbstgemachtes Brot, mit eigenen ausgewählten Zutaten und ohne Zusatzstoffe - im heimischen Backofen hergestellt? Der Duft von Brot, der durchs Haus zieht. Und dann die erste Scheibe, noch lauwarm und dick mit Butter bestrichen….

Ich muss da nicht lang überlegen… allein schon die unzähligen Möglichkeiten, ein Brot zu variieren - als Brötchen zum Frühstück, als Fladenbrot zum indischen Curry, als Vollkornbrot oder als Kräuterbrot zum Grillen bzw. fürs nächste Party-Buffet. Oder lieber Stockbrot beim nächsten Lagerfeuer?

Das perfekte daran: du kannst selbst wählen, welche Zutaten du verwendest - gerade bei Unverträglichkeiten ist das Gold wert - statt Weizen lieber Dinkel? Du verträgst keine Hefe? Du willst keinen Zucker im Brot? Oder ernährst dich Low Carb oder glutenfrei? Alles kein Problem... es gibt für jede Zutat eine Alternative.

Brot backen ist einfach und auch für Anfänger geeignet. Wir geben dir noch ein paar Tipps an die Hand und beantworten die gängigsten Fragen. Dazu gibt es zwei einfache Grundrezepte mit wenigen Zutaten und viele Ideen für alle möglichen Varianten. Also los, worauf noch warten? Einfach mal loslegen!

Auf diese Themen im Beitrag kannst du dich freuen:

Mein erstes Brot - welche Utensilien und Zutaten brauche ich?

Welche Triebmittel gibt es -  Frische Hefe, Trockenhefe, Sauerteig, Backpulver, Natron, Backferment

Welches Mehl nimmst du zum Brot backen?  - Brot mit Dinkel, Weizen oder Roggen 

Schritt für Schritt Anleitung - das einfache Grundrezept für ein Brot mit Hefe

Eure Fragen - unsere Tipps für ein perfektes Ergebnis

Lust, mal ein Brot mit Sauerteig zu backen?

Brot backen ohne Hefe - mit Backpulver oder Natron

Wie bekomme ich eine knusprige Kruste beim Brot backen? Hier gibt es dazu 4 Tipps

Brot backen in der Form - Kastenform, Baguette-Blech, im Topf/Römertopf

Alternativen zum Backofen - Dampfgarer, Pfanne, Thermomix® oder Brotbackautomat

Outdoor Backen - Brot im Dutch oven, auf dem Grill oder am Lagerfeuer

Gibt es Brot auch in Low Carb?

Was kannst du noch in den Teig geben? Von Gewürzen über Haferflocken und Nüssen bis hin zu Käse

Auf den Geschmack gekommen? Ganz viele leckere Brot-Rezepte zum Ausprobieren und Genießen

Und was gibt es dazu? Rezept-Ideen für Brotbeläge, Aufstriche, Dips und Konfitüren

 

Mein erstes Brot - welche Utensilien und Zutaten brauche ich?

Im Prinzip brauchst du für ein einfaches Brot nicht viel: Die Zutaten bestehen aus Mehl, Wasser, ein Triebmittel und Salz. Als Zubehör reicht erstmal eine große Schüssel für den Teig, ein Tuch zum Abdecken, ein Rührlöffel oder ein Handmixgerät mit Knethaken und ein Backofen mit Backblech. 

Wenn dich das Brotback-Fieber gepackt hat, - und das wird es bestimmt - dann sind die Möglichkeiten natürlich groß. Wenn du mal im Internet schaust, dann findest du jede Menge Zubehör fürs Brot backen. Aber für dein erstes Brot benötigst du das erstmal nicht.

Welche Triebmittel gibt es - frische Hefe, Trockenhefe, Sauerteig, Backpulver, Natron, Backferment

Um ein lockeres Brot zu bekommen, ist es nötig, ein Triebmittel in den Teig zu geben, das durch die Gasbildung für das Volumen des Brotes sorgt. Dafür gibt verschiedene Möglichkeiten:

Hefe: Für selbst gebackene Brote aus feinen Mehlen wie z.B. Weizen oder Dinkel und auch süße Backwaren wie Osterzopf oder Brötchen wird meist Hefe verwendet. Hefe ist ein einzelliger Pilz, der sich von Kohlenhydraten wie Zucker ernährt. Zusammen mit Sauerstoff bildet sich ein Gas, welches den Teig aufgehen und locker werden lässt. Damit genug Sauerstoff in den Teig kommt, muss dieser ausgiebig geknetet werden. Es gibt Trockenhefe und frische Hefe im Würfel (42 g), die unterschiedlich verarbeitet werden. Während die Trockenhefe einfach so in den Teig und nicht mit Wasser gemischt wird, muss die frische Hefe in etwas Wasser und einer Prise Zucker oder Honig angerührt werden und kurz vorgehen.

Für ganz Ambitionierte: Hier gibt es ein Rezept, wie du Hefe selbst herstellst: Hefe erstellen.

Sauerteig: Sauerteig ist ein aus Mehl und Wasser saurer und gegärter Teig. Das Brot wird durch Sauerteig aromatischer und bekömmlicher als mit Hefe und hält länger frisch. Er eignet sich am besten für schwere Teige aus Roggenmehl oder Dinkelvollkornmehl. Sauerteig besteht aus Milchsäurebakterien, Essigsäure und wilden Hefepilzen..

Tipp: Stelle den Sauerteig selbst her. Folge unserer Anleitung dazu:

1. Tag: Du verrührst 100 ml warmes Wasser und 100 g Roggenmehl und deckst die Schüssel mit einem sauberen Tuch locker ab. Wichtig ist, dass der Teig nicht luftdicht verschlossen ist und atmen kann. Stelle den Ansatz an einen warmen Ort (ca. 25 Grad). Nach 12 Stunden wird der Teig einmal gerührt und dann wieder 12 Stunden ruhen gelassen.

2. Tag: Nun wird der Ansatz “gefüttert”: Dazu gibst du nochmals 100 ml lauwarmes Wasser und 100 g Roggenmehl dazu, rührst kurz um und lässt den Ansatz jetzt 24 Stunden an seinem warmen Ort gehen.

3. und 4. Tag: Die Vorgehensweise vom Tag 2 wird auch am 3. und 4. Tag wiederholt.

5. Tag: Der Teig sollte nun Bläschen haben und leicht sauer riechen. Wenn er faulig riecht oder sich verfärbt hat, dann entsorge ihn und versuche es nochmal. Der Ansatz kann nun fürs Brotbacken verwendet werden.

Da beim Backen nicht der gesamte Teig verwendet wird und ein Rest für den nächsten Ansatz übrig bleibt und weiter gefüttert wird, kann so ein Sauerteig-Ansatz einige Jahre halten und lässt sich auch einfrieren oder an Freunde verschenken.  

Backpulver: Wenn es schnell gehen soll oder Hefe nicht vertragen wird, dann ist es auch möglich, Brote mit Backpulver zu backen. Backpulver besteht aus Natriumhydrogencarbonat, einer Säure und Stärke. Da Backpulver nicht so eine große Triebkraft hat wie Hefe oder Sauerteig, werden diese Brote feinporiger und fester.

Natron: Auch Natron ist perfekt zum schnellen Brötchen backen. Der Unterschied zwischen Backpulver und Natron ist, dass Backpulver eine Säure und Stärke enthält, Natron besteht dagegen nur aus Natriumhydrogencarbonat. Deshalb musst du beim Backen mit Soda immer ein Säuerungsmittel wie Buttermilch oder Essig zugeben.

Backferment: Backferment wird aus Getreide, Honig und Hülsenfrüchten hergestellt. Daraus entsteht eine Gärung, die durch Milchsäurebakterien in Gang gesetzt wird. Der Geschmack wird dadurch milder. Aber Achtung: Diese Brote sind trotzdem nicht hefefrei.

Welches Mehl nimmst du zum Brot backen? Brot mit Dinkel, Weizen oder Roggen

Du kannst Weizenmehl, Dinkelmehl und Roggenmehl zum Brot backen verwenden. Alle anderen Mehle wie Hirse, Hafer, Gerste, Buchweizen und Amaranth haben nicht genug Kleberanteile und können nur in kleinen Menge zu den oben genannten zugesetzt werden. Roggenmehl muss aufgrund der geringen Kleber-Eigenschaft mit Sauerteig verarbeitet werden. Meist wird Roggenmehl mit Weizenmehl als Roggen-Mischbrot gemischt.

Die Mehle werden nach ihrem Ausmahlungsgrad benannt, je niedriger die Zahl, desto heller das Mehl. Die Vollkornmehle haben keine Typennummer und werden immer aus dem vollen Korn gewonnen und fein gemahlen, grob gemahlen werden sie Vollkornschrot genannt. 

Weizen:  für helle Brote wie z.B. Osterzopf, Stuten, Toastbrot usw. kannst Du Weizenmehl vom Typ 405 und 550 nehmen, für etwas kräftigere Brote 1050 und für Vollkornbrot das Weizenvollkornmehl (ohne Typbezeichnung).

Dinkel: Hier ist es ähnlich wie beim Weizenmehl, die Typenbezeichnung für helles Mehl sind hier 630 und 812, das etwas kräftigere ebenfalls 1050. 

Roggen: Fein gemahlen und gängig für Roggenmischbrote sind die Typen 997, 1150 und 1370. Das Roggenvollkornmehl wird für Vollkornbrote und Mischbrote genommen.

Tipp: Es gibt für jede Art des Gebäcks das passende Mehl - so würde man einen Osterzopf nicht mir Roggenmehl backen. Da halte dich immer an die Rezepte. Weizen kannst du immer durch Dinkel austauschen, es verhält sich ähnlich. Achte auch darauf, dass du mehr Wasser zugibst, wenn du weißes Mehl durch Vollkornmehl ersetzt.

Wenn du dich low carb ernährst, dann kannst du Mehl auch durch Leinsamen und Nüsse ersetzen – dazu weiter unten mehr.

Schritt für Schritt Anleitung - das einfache Grundrezept für ein Brot mit Hefe

Zutaten: 500 g Weizenmehl Typ 1050, 1/2 Würfel frische Hefe, ½ TL Zucker, 1 ½ TL Salz oder 1 TL Brotgewürz, 250 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

  1. Den halben Würfel Hefe in etwas Wasser und einem halben TL Zucker in einem Glas verrühren, bis sie sich aufgelöst hat und an einem warmen Ort aufgehen lassen. Bitte darauf achten, dass die Hefe wirklich frisch ist. 
  2. Das Mehl in eine große Schüssel geben, eine Mulde in der Mitte formen und dort das Hefe-Gemisch, Wasser, Salz und Zucker dazugeben und alles zunächst mit dem Knethaken des Handrührgeräts und anschließend mit den Händen mindestens 10 Minuten kneten, bis der Teig schön geschmeidig ist.
  3. Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. Dabei sollte sich das Volumen des Teiges verdoppeln. Die ideale Temperatur ist 25 Grad und Zugluft sollte unbedingt vermieden werden. 
  4. Wenn der Teig gut genug aufgegangen ist, dann nochmals gut durchkneten, zu einem Laib formen, für einen schönen Glanz mit Wasser bestreichen, mit einem Messer mehrmals einschneiden und auf ein Backblech legen. Nun muss das Brot zugedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen. 
  5. Im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C/Gas: Stufe 3) wird das Brot ca. 40-45 Minuten gebacken. 

Eure Fragen - unsere Tipps für ein perfektes Ergebnis:

Welche Temperatur ist die richtige? Wenn du ein Brot backst, das in den vorgeheizten Ofen kommt, dann heize den Ofen mit Ober- und Unterhitze auf ca. 250 Grad auf und stelle die Temperatur auf 200 Grad zurück, wenn das Brot im Ofen ist.

Auf welcher Schiene backe ich das Brot? Ein Brot mit krosser Kruste erhältst du, wenn du das Brot auf dem Gitter auf mittlerer Schiene im Ofen backst, so kann sich die heiße Luft und der Dampf am besten um das Brot verteilen.

Wann ist das Brot fertig? Dreh das Brot um und klopfe von unten gegen das Brot. Wenn es hohl klingt, dann ist es fertig und du kannst genießen.

Geht ein Hefeteig auch komplett ohne eine Prise Zucker?  Ja, das ist auch möglich, dann dauert es nur etwas länger, weil die Kohlenhydrate aus dem Mehl in Form von Stärke für den Gärprozess erst aufgespalten werden müssen. Der Eigengeschmack wird allerdings durch die längere Gärung intensiver.

Wieviel Hefe braucht man für 500 g Mehl? Grundsätzlich nimmt man für 1 kg Mehl einen Würfel Frischhefe. Du brauchst also für 500 g Mehl einen halben Würfel oder eine Tüte Trockenhefe.

Wie bekomme ich meine Brötchen auch von unten knusprig? Um ein knuspriges Ergebnis zu bekommen, würde ich empfehlen, die Brötchen wie oben bei den Tipps für eine krosse Kruste beschrieben, auf einem Pizzastein zu backen, damit sie von unten viel Hitze bekommen.

Wie bekomme ich ganze Körner im Brot "weich"? Die Körner sollten mindestens 12 Stunden (am besten über Nacht) in Wasser quellen. Du kannst sie auch den Tag vorher weich kochen und über Nacht im Sud auskühlen lassen. Am nächsten Tag absieben und unter den Teig mischen. 

Lust, mal ein Brot mit Sauerteig zu backen? 

Nun hast du ja schon gelernt, wie du einen Sauerteig-Ansatz herstellst. Dann wird es Zeit, diesen auch bei einem Brotrezept auszuprobieren. Hier ist ein einfaches Rezept für ein Roggenmischbrot mit Sauerteig.

Zutaten: 100 g Sauerteig-Ansatz Roggen, 300 ml lauwarmes Wasser, 500g Roggenmehl Type 1150, 10 g Salz oder 1 TL Brotgewürz                              

Zubereitung:  Den Sauerteig-Ansatz in Wasser einrühren, anschließend Mehl und Salz dazugeben und gut vermischen. Der Teig muss nicht geknetet werden.
Nun muss der Teig ca. 4 Stunden abgedeckt an einem warmen Ort ruhen. Wenn sich das Volumen verdoppelt hat, den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche zu einem Laib formen und in eine Kastenform geben. Abgedeckt nun nochmal 20 Minuten gehen lassen.
Im vorgeheizten Backofen wird das Brot ca. 30 Minuten gebacken, bis die Oberfläche leicht braun wird. Mit auf 150 Grad reduzierter Hitze in 30 Minuten fertig backen.       

Brot backen ohne Hefe - mit Backpulver oder mit Natron   

Ups, da hat sich spontan Besuch angekündigt, die Läden haben zu - schnell ein paar Brötchen backen? Aber mit Hefe dauert es zu lang? Dann nimm Backpulver oder Natron, dann muss der Teig nicht gehen und die Brötchen oder das Brot sind im Handumdrehen fertig. Auch perfekt für Menschen, die keine Hefe vertragen und trotzdem nicht auf Brot verzichten möchten…

Brötchen mit Natron sind da schnell gemacht:

Zutaten: 600 g Weizen- oder Dinkelmehl, 500 ml Buttermilch (oder wenn keine Buttermilch mehr da ist 1 EL Zitronensaft oder Essig in Milch geben und ca. 5 Minuten ruhen lassen, damit die Milch gerinnt), 1 TL Natron, 1,5 TL Salz    

Zubereitung: Als erstes den Backofen auf 220 C Umluft einstellen und dann mit dem Teig beginnen: Mehl mit Natron und Salz in einer Schüssel gut vermengen. Buttermilch oder die geronnene Milch dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren, ohne den Teig lang zu kneten. Aus dem Teig 9 Brötchen formen und auf ein mit Backpapier Backblech legen. Die Brötchen mit einem scharfen Messer oben kreuzweise einschneiden. Nun kannst du sie noch mit Mohn, Sesam oder Sonnenblumenkernen bestreuen und dann geht es schon ab in den Ofen. In 10 bis 15 Minuten kannst du die leckeren Brötchen schon servieren.   

Und hier noch ein tolles Rezept für Brötchen ohne Hefe: Unsere Quarkbrötchen mit Backpulver, schnell und einfach.

                                            

Wie bekomme ich eine knusprige Kruste beim Brot backen? Hier gibt es dazu 4 Tipps 

  • Vorheizen: Heize den Backofen auf 230 Grad vor und schiebe das Brot in den heißen Ofen. So kann sich die äußere Porenschicht sofort schließen. Die Temperatur auf 160 bis 180 Grad reduzieren.
  • Brotbackstein: Hier kann ein dicker Pizzastein, eine Granitplatte oder ein Brotbackstein wahre Wunder wirken... den Stein vorab mit aufheizen, dann das Brot darauf legen und die Hitze reduzieren.
  • Wasserdampf: Sorge für Feuchtigkeit im Ofen. Stelle dazu eine feuerfeste Schüssel mit Wasser auf den Boden des Backofens, damit das Wasser verdampfen kann. Alternativ kannst du auch mit einem Wassersprüher den heißen Ofen mit einigen Sprühstößen an die Wände bedampfen. Eine weitere Möglichkeit ist, einige Eiswürfel auf den Boden zu legen.
  • Bestreichen: Wenn du das Brot aus dem Ofen holst, dann bestreiche es sofort mit Wasser, damit du ein eine glänzende Kruste bekommst. Wenn du es schön findest, dass die Oberfläche gelb glänzt, dann füge dem Wasser ein verquirltes Eigelb hinzu. Für eine dunkle Oberfläche gib dem Wasser schwarzem Kaffee zu.

Brot backen in einer Form - Kastenform, Baguette-Backblech, im Topf/Römertopf

Für den Anfang reicht es sicherlich, das Brot zu formen und einfach auf einem Backblech zu backen. Wenn du dich weiter mit dem Brot backen beschäftigen möchtest, dann gibt es noch unzählige weitere Möglichkeiten, um das Brot in einer Form zu backen, um noch schönere Ergebnisse zu erzielen:

Kastenform: ist gut geeignet für flüssigere Brote mit Nüsse und Samen, die sonst auseinanderlaufen würden. Auch Toastbrot bekommt dadurch seine typische Form.

Baguette-Backblech: Diese Form ist speziell für Baguettes gemacht, damit sie ihre längliche Form behalten und eine knusprige Kruste bekommen - meist mit Antihaft-Beschichtung und einer löchrigen Struktur. 

Im Topf: Im Trend ist es gerade, das Brot in einem Topf zu backen. Dieser wird in den Backofen gestellt. Hier muss der Topf dafür geeignet sein und darf keine Kunststoffgriffe oder andere nicht hitzebeständige Elemente enthalten oder beschichtet sein. Für den Anfang reicht ein herkömmlicher nicht zu dünner Edelstahl-Topf. Für ein besseres Ergebnis eignen sich schwere Töpfe aus Gusseisen (in den vorgeheizten Ofen) oder ein Römertopf aus Ton (immer in den kalten Ofen schieben!).

Denkbar sind weiter auch Formen aus Glas, Silikon oder Keramik. 

Alternativen zum Backofen - Dampfgarer, Pfanne, Thermomix® oder Brotbackautomat

Du bist jetzt richtig neugierig geworden, was sonst noch so geht? Du musst dein Brot nicht im Backofen backen. Es gibt Haushaltsgeräte, die du dafür nutzen kannst:

Im Thermomix®: Mit diesem tollen Gerät sparst du dir das Teigkneten per Hand. Das tolle daran: das Mehl kann vorab aus dem vollen Korn gemahlen werden. Dann die Zutaten in den Thermomix® geben und das Teigprogramm starten. Das Brot wird dann aber im Backofen gebacken.

Im Brotbackautomat: das ist der Klassiker, wenn du nicht viel Arbeit mit dem Brot backen haben möchtest. Hier werden die Zutaten eingefüllt und das gewünschte Programm gestartet. Das Brot ist am Ende fertig gebacken.

In der Pfanne: Probiere mal ein Naan-Brot aus der Pfanne.

Im Dampfgarer: Auch wenn es erstmal unlogisch klingt, ein Brot mit krosser Kruste im Dampfgarer zu backen - auch das geht wunderbar gerade durch den Dampf (siehe Tipps für eine krosse Kruste).

Outdoor Backen - Brot im Dutch oven, auf dem Grill oder am Lagerfeuer

Immer mehr Leute entdecken die Möglichkeit, Brot auch über offenem Feuer zu backen. Das macht Spaß und ist perfekt beim Camping-Urlaub.

Auf dem Grill im Dutch oven: Du bist fertig mit grillen und die Kohle glüht noch (wenn sie schon zerfällt, dann wird das eher nix mehr) - diese Restwärme kannst du perfekt nutzen, um noch das Brot fürs nächste Frühstück zu backen - nachhaltiger geht es nicht... Das klappt am besten im Dutch oven - ein gusseiserner Topf, den du fest verschließen kannst. Dazu den Dutch oven schon auf dem Grill vorheizen, den Teig hineingleiten lassen, Deckel schließen und ca. 35-45 Minuten in der Hitze backen. Den Dutch oven kannst du direkt in die Kohle stellen und auch noch von oben mit Kohle bedecken, dann ist die Temperatur überall schön gleichmäßig verteilt.

Auf dem Grill im Topf: Du brauchst fürs Backen das Brots einen feuerfesten Topf oder Kunststoffteile und auf jeden Fall einen Grill mit einem Deckel, den du schließen kannst, so dass sich die Wärme rund ums Brot gut hält. Einen normalen Topf darfst du nicht direkt in die Kohle stellen, er könnte Schaden nehmen. Stelle ihn besser aufs Grillrost.

Auf dem Grill ohne Topf: Wenn du keinen Topf zur Hand hast, dann gehe so vor: teile den Teig in mehrere Teile, drücke oder walze sie platt und pinsel sie mit Öl ein. Direkt auf dem Rost gebacken, brauchen die Fladen ca. 10 Minuten.

Als Stockbrot am Lagerfeuer: Meine Kinder haben es immer geliebt und es durfte auf keinem Geburtstag fehlen: am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot backen. Das macht Spaß und der Teig schnell gemacht. Hierfür verwende am besten das Grundrezept mit Hefe, besorge lange Stöcke, die vorn an der Spitze etwas gereinigt werden. Den Teig in Kugeln einteilen und dann geht es los: den Teig zu einem Strang formen, oben beginnend den Teig dann um den Stock herumwickeln und unten festdrücken. Je dicker der Teig ist, desto länger dauert es, also darauf achten, möglichst dünn und gleichmäßig den Teig zu verteilen. 10 Minuten ins Feuer gehalten - drehen nicht vergessen - und dann kann das Brot abgezogen oder direkt nach kurzem Abkühlen abgeknabbert werden. Beliebte Variante meiner Kinder: ein kleines Würstchen mit einwickeln, das gibt dann Brot mit Einlage. Als Nachtisch können Marshmallows gebacken werden.

Gibt es Brot auch in Low Carb?

Aber sicher, du kannst das Mehl ersetzen durch Nüsse und Samen. Hier ein einfaches Rezept für ein Nuss-Samen-Brot:

Zutaten: 5 Eier, 1/2 TL Salz, 50 ml Öl, 100 g gemahlene Leinsamen, 200 g Nüsse nach Wahl, am besten gemischt aus Haselnüssen, Cashewkerne, Mandeln, Walnüssen, 50 g Kürbiskerne, 100 g Sonnenblumenkerne, 50 g Chiasamen 

Zubereitung: Die Eier mit Salz und Öl in einer Schüssel vermischen und die restlichen Zutaten zugeben. Die Masse in eine gefettete Kastenform füllen, etwas ruhen lassen und dann im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad eine Stunde backen.

Du interessierst dich für Low Carb Brote? Dann probiere auch das Low-Carb-Fitnessbrot.

Was kannst du noch in den Teig geben? Von Gewürzen über Haferflocken und Nüsse bis hin zum Käse

Um ein Brot noch interessanter zu machen, kannst du natürlich noch viele Extras mit in den Teig geben. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bei einigen Zutaten solltest du aber die Flüssigkeitsmenge anpassen.

Bei süßen und hellen Teigen: Rosinen, Schokolade, Safran, Zimt, Bananen, Äpfel

Bei herzhaften Teigen: Hier hast du sehr viele Möglichkeiten, das Brot geschmacklich aufzupeppen... lass dich inspirieren:

Gewürze: Bio-Brotgewürz, Knoblauch, Zwiebelgranulat, Majoran, Oregano, Rosmarin, Kräuter der Provence, Bio Mama Mia Gewürz

Nüsse und Saaten: Haselnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, Mohn, Chia-Samen, Flohsamenschalen, Leinsamen

sonstige Extras: Haferflocken, geraspelter Käse, Schafskäse, Quark, Buttmilch, Joghurt, Möhren, Kürbis, Kräuter

Tipp für noch mehr Aroma: Wenn du noch altes trockenes Brot über hast, dann gib dies zerkleinert mit in den Brotteig - so erhältst du zusätzlich ein würziges Aroma.

Auf den Geschmack gekommen? Ganz viele leckere Brot-Rezepte zum Ausprobieren und Genießen

Wenn du jetzt noch mehr ausprobieren willst als ein einfaches Brot, dann teste doch einige unserer Rezepte. Hier kommen unsere Vorschläge:

Wie wäre es zum Frühstück mit leckeren Sonntagsbrötchen oder Brioche-Brötchen? Als Vollkorn-Variante gibt es ein Rezept für Dinkel-Walnuss-Brötchen.

Ein Highlight zum Oster-Brunch wäre ein Osterzopf.

Eine herzhafte Variante zum Grillen oder fürs Buffet mit leckerem Dip sind unsere Rosmarin-Käse-Brötchen. Ebenso perfekt passt dazu unser Kräuterfaltenbrot mit einer leckeren Kräuter-Füllung oder das Handbrot mit Käse und Schinken.

Ein einfaches Ciabatta-Baguette passt immer - ob zur Suppe oder zum Dippen. Auch lecker als Zwiebel-Baguette.

Liebhaber kräftiger Brote sollten einmal dieses skandinavische Roggenbrot oder das Schwarzwälder Landbrot ausprobieren.

Du suchst ein rustikales Brot ohne Hefe? Da wäre das Bierbrot genau das Richtige.

Und zum Schluss möchte ich dir ein leckeres süßes Brot vorschlagen, das ohne Zucker auskommt und supersaftig ist: das Kürbis-Bananenbrot

Und was gibt es dazu? Rezept-Ideen für Brotbeläge, Aufstriche, Dips und Konfitüre

Brot allein schmeckt zwar auch, aber der Belag macht die Sache noch interessanter. Wir haben hier noch viele Ideen für Brotbeläge:

Honig mal anders: Zimt-Honig  

Mega-lecker sind unsere Marmeladen:
Vanille-Zimt-Konfitüre
Rote Vierfrucht-Marmelade
Beschwipste Erdbeer-Marmelade
Apfel-Glühwein-Gelee
Rhabarber-Aprikosen-Marmelade
Erdbeermarmelade mit Vanille
Blaubeer-Marmelade

Wenn du nicht so der Marmeladen-Typ bist, dann gibt es auch eine  süße Alternative: Vegane Schokocreme.

Oder magst du lieber Dips? Probiere dann unseren Kräuter-Dip oder ttenkäse-Curry-Dip.

Zum indischen Fladenbrot passt hervorragend ein Dattel-Honig-Dip.

Zum Grillen darf natürlich die Kräuter- oder Knoblauchbutter oder ein schmackhaftes Tsatziki nicht fehlen.

Und als Krönung empfehle ich ein fluffiges Rührei. Wie du das hinbekommst, zeigen wir dir hier: Das perfekte Rührei.

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