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Zucker reduzieren ohne Verzicht? So gelingt’s!

Zucker im Alltag reduzieren: Vorteile, Tipps und leckere Rezepte, mit denen es klappt!

Nach den süßen Festtagen steht bei vielen der Wunsch im Raum, wieder etwas bewusster zu essen.

Aber wie soll das funktionieren, ohne die Freude am Genuss zu verlieren? Denn schließlich führen strikte Diäten oder radikale Zuckerverbote nur selten zum Ziel. Und dann gibt es da ja auch noch den unliebsamen Heißhunger, der sich untertags gerne mal einschleicht...

Deutlich erfolgsversprechender ist daher ein anderer Ansatz: Zucker bewusst zu reduzieren, ohne komplett darauf zu verzichten!

Wie dir das gelingen kann, erfährst du in diesem Beitrag! Viel Spaß beim Lesen und Genießen! 

Was dich in diesem Beitrag erwartet:

Warum es sich lohnt, Zucker zu reduzieren

Zucker reduzieren: 7 Tipps für den Alltag

Heißhunger verstehen und clever vorbeugen

Zucker reduzieren? Mit den richtigen Rezepten klappt es!

Warum es sich lohnt, Zucker zu reduzieren

Zucker – wir lieben ihn, unser Körper verlangt manchmal regelrecht danach, und doch wissen wir gleichzeitig: Zu viel davon tut uns nicht gut. Deshalb ist der Jahreswechsel für viele ein willkommener Anlass, um auf Zucker zu verzichten und so vielleicht auch das ein oder andere dazu gewonnene Weihnachtspfund wieder loszuwerden. 

Doch wenn du schon mal versucht hast, Zucker vom Speiseplan zu streichen, weißt du auch, dass das gar nicht unbedingt so einfach ist. Aber woran liegt das und was kannst du tun?

Zunächst einmal ist es hilfreich zu wissen, dass Zucker nicht grundsätzlich schlecht ist. Im Gegenteil: Unser Körper braucht Zucker (genauer gesagt Glukose) sogar als wichtige Energiequelle. Sie versorgt unser Gehirn, die Muskulatur und viele Organe mit „Brennstoff“ und spielt damit eine zentrale Rolle in unserem Stoffwechsel. Der Appetit auf Süßes und Energiereiches hat also durchaus sinnvolle Vorteile.

Auch in zunächst nicht offensichtlich süßen Lebensmitteln wie Obst, Milch, Hülsenfrüchten oder Vollkornprodukten steckt natürlicher Zucker, eingebettet in ein wertvolles Nährstoffpaket aus Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen.

Das Problem liegt also nicht im Zucker an sich, sondern vor allem in der Menge und der Art, wie wir ihn heute üblicherweise konsumieren.

Beim heutzutage allgegenwärtigen Industriezucker handelt es sich um ein stark verarbeitetes Produkt, das außer Kalorien keine weiteren Nährstoffe liefert. Da er vielen Lebensmitteln zugesetzt wird, summiert sich der aufgenommene Zucker im Alltag oft schneller, als es unserem Körper eigentlich guttut.

Ein dauerhaft zu hoher Zuckerkonsum kann den Blutzuckerspiegel schwanken lassen, was Energiespitzen und -tiefs, Heißhunger sowie Konzentrationsprobleme begünstigen und langfristig gesundheitliche Beschwerden wie Übergewicht oder Karies nach sich ziehen kann. 

Trotz dieser Tatsachen führen strikte Zuckerverbote oder Diäten meistens eher dazu, dass sich der Appetit auf Zucker verstärkt. Und nach einer Phase der eisernen Disziplin werden schließlich all die guten Vorsätze über Bord geworfen.

Wir möchten dir daher einen anderen Ansatz vorschlagen: Balance statt Verzicht! Denn häufig genügt bereits ein bewussterer Umgang mit Zucker, um die aufgenommene Menge zu reduzieren, ohne das Gefühl zu haben, dass etwas fehlt.

Zucker reduzieren: 7 Tipps für den Alltag 

Das Schöne ist: Ein bewussterer Umgang mit Zucker lässt sich erlernen! Bereits kleine Veränderungen im Alltag können eine große Wirkung haben und dir helfen, Schritt für Schritt zu einer ausgewogenen Ernährung zu finden.

Die folgenden 7 Tipps sollen dafür eine Starthilfe bieten:

1. Zutatenlisten checken

Bereits unsere Großeltern wussten: "Halte dich an Lebensmittel, die keine Zutatenliste brauchen." Ein zeitloser Ratschlag, der heute wichtiger scheint, denn je. Denn Zucker steckt in vielen Lebensmitteln – auch dort, wo man ihn nicht unbedingt vermuten würde. So enthalten beispielsweise nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Herzhaftes wie etwa Fertiggerichte, Saucen, Senf, Dressings oder TK-Gemüsemischungen oftmals zugesetzten Zucker.

Wirf daher beim Einkauen einen genauen Blick auf die Zutatenlisten und Nährwerttabellen. Dabei gilt folgende Faustregel: Je weiter oben Zucker in der Zutatenliste aufgeführt ist, desto mehr davon ist im Produkt enthalten. Die Nährwerttabelle liefert dir hingegen einen Aufschluss über die Zuckerart, also ob es sich um natürlichen oder zugesetzten Zucker handelt.

Außerdem wichtig zu wissen: Zucker trägt je nach Zuckerart verschiedene Namen, weshalb du auch nach folgenden Begriffen Ausschau halten solltest:

  • Saccharose (Haushaltszucker)
  • Glucose/ Dextrose (Traubenzucker)
  • Fructose (Fruchtzucker)
  • Lactose (Milchzucker)
  • Maltose/ Maltoseextrakt (Malzucker)
  • Gerstenmalz/ Gerstenextrakt 
  • Sirup (z.B. Zuckerrübensirup, Karamellsirup)
  • Süßmolkenpulver

2. Essverhalten analysieren

Im zweiten Schritt geht es darum, dein eigenes Essverhalten ehrlich zu analysieren, um Zuckerfallen im Alltag zu entlarven: „Was esse und trinke ich an einem typischen Tag? Wie viel davon? Und in welchen dieser Lebensmitteln steckt Zucker?“

Du kannst die Analyse auch gerne schriftlich festhalten und wirst schnell merken, an welchen Stellschrauben du in Zukunft drehen kannst, um übermäßigen Zuckerkonsum im Alltag zu reduzieren.

3. Auf Zucker bewusst verzichten 

Wusstest du, dass du dir das Bedürfnis nach Süßem an- und auch abtrainieren kannst? Das liegt daran, dass unsere Geschmacksnerven sich bei regelmäßigem Verzehr von Zucker an ein gewisses „Süße-Level“ gewöhnen. Verzichtest du aber eine Weile (für 1-3 Wochen) konsequent auf Zucker, desensibilisierst du deine Geschmacksnerven und plötzlich kann es sein, dass ein Naturjogurt mit frischen Beeren wieder süß genug schmeckt.

Viele stellen nach einer solchen "Zuckerpause" sogar fest, dass das Verlangen nach Süßem insgesamt zurückgeht und bisher geliebte Süßigkeiten als „zu süß“ empfunden werden. Folglich fällt es deutlich leichter, weniger Zucker zu sich zu nehmen.

4. Frisch kochen aus unverarbeiteten Lebensmitteln

Ein weiterer einfacher Trick, um Zucker in der Ernährung zu reduzieren ist es, möglichst oft selbst zu kochen. So behältst du die Kontrolle darüber, was in deinen Mahlzeiten steckt.

Greife dafür am besten zu frischen, unverarbeiteten Zutaten wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und hochwertigen Ölen. Zwar liefern diese zum Teil ebenfalls Zucker (z.B. Fruchtzucker), jedoch in natürlicher Form. Zusätzlich bringen sie wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe oder Ballaststoffe mit, halten dich länger satt und ermöglichen es dir, die Zuckeraufnahme insgesamt besser einzugrenzen.

5. Getränke unter die Lupe nehmen

Ein großer Teil des täglichen Zuckerkonsums landet nicht nur auf dem Teller, sondern kommt unbemerkt in flüssiger Form daher: Limonaden, Fruchtsäfte, Milchmixgetränke, Energy-Drinks oder Eistees enthalten oft mehrere Stück Würfelzucker pro Glas.

Setze stattdessen lieber auf Wasser, ungesüßte Tees oder sogenannte „Infused Waters“, die du mit frischen Früchten, Gurkenscheiben oder Minze natürlich in Sekunden aufpeppen kannst. Wenn du es etwas spritziger magst, kannst du Mineralwasser mit einem kleinen Schuss Saft kombinieren – so bekommst du Geschmack, aber mit deutlich weniger Zucker.

6. Zucker gezielt ersetzen

Statt strikt auf Zucker zu verzichten, kann es auch eine kluge Strategie sein, ihn gezielt zu ersetzen. Je nach Bedarf bieten sich dafür z.B. unraffinierte Süßungsmittel an, wie frische oder getrocknete Früchte, Honig, Ahornsirup, Dattelsirup oder Kokosblütenzucker. Diese liefern zwar ebenfalls Kalorien und Zuckermoleküle, enthalten im Gegensatz zu raffiniertem Haushaltszucker aber noch einige Mineralstoffe und sorgen selbst sparsam verwendet für ein volles, aromatischeres Geschmackserlebnis.

Auch püriertes Obst wie Banane oder Apfelmus sind geeignete Ersatzstoffe beim Backen, für Nachspeisen oder im Joghurt.

Möchtest du hauptsächlich Kalorien einsparen, kannst du auch die Tafelsüße Erythrit ausprobieren. Diese enthält keine Kalorien, kann aber wie Zucker verwendet werden, z.B. zum Süßen von Desserts, Gebäck oder Getränken. Beachten solltest du, dass die Süßkraft gegenüber normalem Zucker geringer ausfällt (sie liegt bei ca. 70%) und du somit für den Ersatz von 100 g herkömmlichem Zucker etwa 125 g Tafelsüße benötigst. 

>> Mehr Infos zu Erythrit findest du hier

7. Natürlich süßen mit Gewürzen

Manchmal braucht es gar keinen Zucker, um Speisen eine angenehme Süße zu verleihen. Einige Gewürze können das mindestens genauso gut!

Vanille, Zimt, Tonkabohne, Kardamom, Muskat oder auch eine Prise Kakao geben vielen Rezepten ein interessantes Aroma und eine völlig natürliche, dezente Süße. Besonders in Kombination mit Milchprodukten, Porridge, Gebäck oder Heißgetränken entfalten sie ihr volles Aroma, sodass du den ein oder anderen Löffel Zucker problemlos weglassen kannst.

Probiere ruhig ein bisschen aus. Möglicherweise wirst du überrascht sein, wie viel Geschmack in so mancher Prise Gewürz steckt!

Heißhunger verstehen und clever vorbeugen

Wenn du dir vorgenommen hast, Zucker in deiner Ernährung zu reduzieren, kann es ab und zu vorkommen, dass sich Heißhunger einschleicht. Dieses intensive Verlangen nach bestimmten, oft zuckerhaltigen Lebensmitteln wird gerne als Zeichen von mangelnder Disziplin gedeutet, obwohl es sich eigentlich um eine ganz normale Reaktion des Körpers handelt. Diesen Mechanismus zu durchschauen kann dir helfen, die Signale deines Körpers besser verstehen und Heißhunger gezielt vorzubeugen.

Häufig tritt Heißhunger dann auf, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark schwankt, z.B. nach dem Verzehr von zuckerreichen Lebensmitteln oder längeren Essenspausen. Das hat vereinfacht gesagt zur Folge, dass der Blutzucker rasant abfällt und der Körper ein SOS-Signal ans Gehirn sendet mit der dringenden Bitte um schnellen Nachschub an Energie. Und da Zucker eine einfach verfügbare Energiequelle ist, greift unser Körper in diesem Falle bevorzugt zu Süßem. Leider hat die kurzfristige Erleichterung ihren Preis, denn meist dauert es nicht lange, bis die nächste Blutzuckerspitze folgt, und das Auf-und-Ab von vorne beginnt.

Doch glücklicherweise kannst du selbst dazu beitragen, Heißhunger aktiv vorzubeugen. Hilfreich ist es, deinen Blutzucker möglichst stabil zu halten. Das gelingt am besten, wenn du regelmäßig isst und deine Mahlzeiten ausgewogen zusammenstellst. Eine Kombination aus vitamin- und ballaststoffreichem Gemüse, komplexen Kohlenhydraten (z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte), Eiweiß (z.B. Joghurt, Fisch, Eier, Tofu) und gesunden Fetten (z.B. Nüsse, Avocado, Olivenöl) sorgt für eine langsamere Energieabgabe und hält dich länger satt.

Auch Schlaf und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielen übrigens eine wichtige Rolle, denn Müdigkeit und Durst können vom Gehirn leicht mit Hunger verwechselt werden. Bist du dagegen gut ausgeruht und hydriert, hat es der Heißhunger umso schwerer. 

Tipp: Lass dich nicht verunsichern, wenn sich untertags doch der Süßhunger meldet. Greife in solchen Momenten statt zum Schokoriegel lieber zu einem Snack wie frischem Obst, Joghurt, gefriergetrockneten Früchten, ein paar Nüssen oder etwas Rohkost. Auch Kakaonibs oder ein kleines Stück Zartbitterschokolade, das du dir langsam auf der Zunge zergehen lässt, kann helfen, die Lust auf Süßes zu bändigen. 

Zucker reduzieren? Mit den richtigen Rezepten klappt es!

Um dir den Start in eine bewusstere Ernährung zu erleichtern, findest du auf unserem Blog bereits viele zuckerarme Rezepte, die nicht nur alltags - und familientauglich sind, sondern auch köstlich schmecken!

Ob gesundes Frühstück, leichtes Mittagessen, Gebäck oder kleiner Snack für zwischendurch, schau gerne vorbei und lass dich inspirieren!

Frühstücks-Rezepte: 

Rezepte für Mittag- und Abendessen 

Snacks, Süßes & Desserts

Brot, Aufstriche & Co

Zucker reduzieren: Auf die Balance kommt es an!

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Zucker zu reduzieren kein kurzfristiges Ziel, sondern ein langfristiges Projekt ist. Setze dich also nicht unter Druck, von heute auf morgen alles perfekt zu machen und sei nicht zu streng mit dir, wenn du doch mal in alte Gewohnheiten zurückfällst. Es geht nicht um Verbote, wohl aber um eine gesunde Balance, bei der jeder Schritt zählt und auch kleine Ausnahmen in Ordnung sind.

Hier und da ein Stück Kuchen mit der Familie, ein Eis an einem schönen Sommertag, ab und zu Popcorn im Kino? Das darf sein, solange die Basis stimmt! Denn achtsamer Genuss ist ein wichtiger Teil einer gesunden Ernährungsweise, die nicht nur satt, sondern auch glücklich macht!

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