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Plätzchen Rezepte: 12 Weihnachtsplätzchen zum Nachbacken

Plätzchen Rezepte für Weihnachtsplätzchen: Kekse backen wie bei Oma, mit Mengen, die beim ersten Blech gelingen

Plätzchen Rezepte holen jedes Jahr denselben Nachmittag zurück: Butter und Vanille duften durchs ganze Haus, auf dem Küchentisch liegen die Ausstechformen, und jeder hat seinen Lieblingsstern. Die erste Dose ist dann schneller leer als gefüllt.

Und dann gibt es dieses eine Blech: Sterne, die zerlaufen sind, Kipferl, die beim Wälzen zerbrechen, Zimtsterne hart wie Stein. Kennt fast jeder. Gegessen wird es natürlich trotzdem, meist schon, bevor es ganz abgekühlt ist.

Hier findest du 12 Weihnachtsplätzchen mit genauen Mengen, das Mürbeteig-Grundrezept und die fünf Fehler, an denen Plätzchen am häufigsten scheitern, jeweils mit der Lösung. So gelingt dir die Keksdose schon beim ersten Blech.

Weihnachtlicher Plätzchenteller mit Zimtsternen, Vanillekipferln und Schoko-Schnecken

Fragt an Heiligabend jemand: „Was ist da drin? Die schmecken anders!“, weißt du die Antwort. Ein halber Teelöffel Kardamom, eine Prise Salz, echte Vanille statt Aroma: kleine Dinge, die du in jedem Bissen schmeckst.

Das erwartet dich in unserem Beitrag rund um "Plätzchen Rezepte":

Plätzchenteig: das Mürbeteig-Grundrezept

Die 12 besten Plätzchen Rezepte von Butterplätzchen bis Lebkuchen-Plätzchen

Wie viel Gewürz gehört in den Plätzchenteig?

Plätzchen backen: 5 typische Fehler und wie du sie vermeidest

Plätzchen Rezepte abwandeln: vegan, glutenfrei & low carb

Plätzchen aufbewahren, vorbereiten und einfrieren

Plätzchenteig: Mürbeteig als Grundrezept für Ausstechplätzchen

Du liebst es, wenn Plätzchen regelrecht „auf der Zunge zergehen“? Das liegt am Mürbeteig. Viele klassische Plätzchensorten werden daraus zubereitet, seien es die bei Kindern beliebten „Ausstecherle“, Omas Spritzgebäck oder mit Marmelade gefüllte Spitzbuben.

Praktisch: Mürbeteig lässt sich einfach und aus wenig Zutaten zubereiten. Mürbeteig ist ein Knetteig aus Mehl, Butter und Zucker, der beim Backen kaum aufgeht und deshalb zart „mürbe“ zerfällt. Die Basis ist ein simples „3-2-1-Prinzip“, was nichts anderes bedeutet als „3 Teile Mehl, 2 Teile Fett und 1 Teil Zucker“.

Hier das Mürbeteig-Grundrezept (1 Backblech, etwa 35–40 Plätzchen à 5 cm):

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Verknete alle Zutaten mit kühlen Händen nur so lange, bis sie gerade zusammenhalten. Je kürzer, desto mürber werden die Plätzchen.
  2. Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und im Kühlschrank für 30-45 Minuten kaltstellen.
  3. Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ca. 0,5 cm dick ausrollen. So brauchst du kein zusätzliches Mehl, das die Plätzchen trocken macht.
  4. Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
  5. Plätzchenförmchen zur Hand nehmen und aus dem Teig Plätzchen ausstechen.
  6. Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen für 8-10 Minuten backen, bis die Plätzchen angenehm duften und eine leicht goldbraune Oberfläche haben.
  7. Abkühlen lassen und nach Belieben verzieren.

Tipps für leckere Mürbeteig Varianten:

  • Vanille-Butterplätzchen: Füge dem Teig ½ TL Vanillepulver hinzu
  • Zitronen-Plätzchen: Gib den Abrieb von einer unbehandelten Bio-Zitrone zum Teig
  • Schoko-Kekse: Mische 1 EL dunkles Kakaopulver unter den Teig
  • Quark-Mürbeteig: Ergänze den Teig um 100 g Quark. Die Butter kannst du in diesem Fall auf 50 g reduzieren. Quark-Mürbeteig macht deine Plätzchen besonders weich und soft
  • Spekulatius-Teig: 1–1½ TL Spekulatiusgewürz in den Teig, das schmeckt nach Weihnachtsmarkt
  • Tonka-Plätzchen: Die Tonkabohne ist der Samen eines südamerikanischen Baums, du reibst sie wie Muskat. ¼ Tonkabohne fein in die kalte Butter reiben. Sie schmeckt wie Vanille mit einem Hauch Marzipan.

Mürbeteig für Plätzchen zwischen Backpapier ausgerollt mit Ausstechformen

Die 12 besten Plätzchen Rezepte: Butterplätzchen, Vanillekipferl, Zimtsterne & neue Lieblinge

Acht Klassiker, wie Oma sie gebacken hat, und vier kreative Plätzchen, die auf deinem Plätzchenteller neu sind. Gute Plätzchen Rezepte erkennst du an genauen Mengen, die leckersten Plätzchen an dem einen Gewürz, das keiner errät. Deshalb steht bei jedem Rezept, welches Gewürz den Unterschied macht und worauf du achten musst, damit es beim ersten Mal klappt.

Unser Vorschlag für eine Keksdose mit Abwechslung: eine Sorte zum Ausstechen (Butterplätzchen), eine gefüllte (Spitzbuben), eine nussige (Vanillekipferl oder Zimtsterne) und eine würzige (Spekulatius oder Lebkuchen-Plätzchen).

1. Butterplätzchen: kunterbunt & zuckersüß

Sie zählen zu den beliebtesten Plätzchen und versetzen dich direkt zurück in Kindertage: kunterbunte Butterplätzchen.

Bereite einen Mürbeteig nach dem Grundrezept oben zu, bewaffne dich mit Ausstechförmchen deiner Wahl und deck dich mit Zuckerperlen, Streuseln & Co ein. Und schon kann das große Backen beginnen.

Am schönsten werden Butterplätzchen mit Deko. Beim Dekorieren der Weihnachtskekse sind Kinder kaum zu bremsen, und die Hälfte der Zuckerperlen landet sowieso im Mund. Zwei Ideen für den Anfang: Für den Zuckerguss rührst du 200 g Puderzucker mit 3 EL Wasser oder Zitronensaft glatt.

Für einen optischen Wow-Effekt kannst du dem Zuckerguss noch Lebensmittelfarbe oder 1 TL Rote-Beete-Pulver unterrühren.

Damit die Formen scharf bleiben: Lege die ausgestochenen Plätzchen auf dem Blech noch 10 Minuten in den Kühlschrank. Kalte Butter hält Sterne, Tannen und Herzen in Form.

Das ausführliche Rezept mit allen Varianten findest du hier: Butterplätzchen Rezept, mit einem Teig ohne Ei und vielen Gewürz-Ideen.

Butterplätzchen mit Zuckerguss und bunten Streuseln auf dem Kuchengitter

2. Spitzbuben: fruchtige Doppeldecker

Ob man sie nun Spitzbuben, Doppeldecker oder Terrassen nennt, gemeint ist immer dasselbe: zwei Mürbeteig-Plätzchen, die eine süße Marmeladenschicht zusammenhält.

Oft befindet sich im oberen Plätzchen ein kleines Loch, das den Blick auf das fruchtige Innere freigibt.

Der Unterschied zum einfachen Mürbeteig: Gemahlene Mandeln und Puderzucker machen den Teig zarter, deshalb zerfallen Spitzbuben auf der Zunge, statt zu knacken. Die Vanille rundet die Säure der Johannisbeere ab.

Alternativ schmecken die Kekse auch mit einer Füllung aus geschmolzener Schokolade.

Rezept für Spitzbuben (ca. 30 Stück):

Zubereitung:

  1. Alle Teigzutaten rasch verkneten, flach drücken und 1 Stunde kalt stellen.
  2. Teig zwischen Backpapier 2–3 mm dünn ausrollen, Kreise (Ø 5 cm) ausstechen. Bei der Hälfte mit einem kleinen Ausstecher ein Loch in die Mitte stechen.
  3. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 8–10 Minuten hell backen und auf dem Gitter abkühlen lassen.
  4. Gelee kurz aufkochen. Warm verstrichen läuft es glatt und klebt die Hälften fest zusammen.
  5. Die Deckel mit Loch zuerst mit Puderzucker bestäuben und dann aufsetzen. So bleibt das Fenster leuchtend rot.

Spitzbuben mit Johannisbeergelee und Puderzucker

3. Kokosmakronen, die auf der Zunge zergehen

Saftige Kokosmakronen sind genau das Richtige für alle, die Kokosgeschmack lieben. Für die lockere Konsistenz sorgt das geschlagene Eiweiß.

Hier das Rezept für saftige Kokosmakronen (ergibt ca. 40 Stück)

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
  2. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft dabei untermengen. Zum Schluss auch die Kokosraspeln vorsichtig unterheben.
  3. Die Oblaten auf einem mit Backpapier belegten Blech platzieren.
  4. Kokosmasse in einen Spritzbeutel füllen und damit kleine „Häufchen“ auf die Oblaten spritzen. Alternativ die Masse mithilfe von zwei Löffeln daraufsetzen.
  5. Die Kokosmakronen für 15 Minuten backen. Achte darauf, dass sie nicht zu dunkel werden, und hol sie notfalls etwas früher heraus.

Unser Tipp: Röste die Kokosraspeln vorher 3 Minuten in einer Pfanne ohne Fett, bis sie hell duften. Die Makronen schmecken dann nussiger. Wer einen Hauch Marzipan mag, reibt ¼ Tonkabohne in die Masse.

Alle Varianten mit Quark, Schokolade und Tonkabohne findest du im ausführlichen Kokosmakronen Rezept.

Kokosmakronen auf Oblaten mit goldbraunen Spitzen

4. Spritzgebäck - eines der beliebtesten Plätzchen Rezepte

Oma wusste, wie man köstliches Spritzgebäck zubereitet, das auf der Zunge zergeht. Für echte Naschkatzen wird eine Plätzchenseite noch in dunkle Schokolade getunkt. Fast zu gut, um wahr zu sein.

Wichtig: Für Spritzgebäck muss die Butter weich sein, anders als beim Mürbeteig. Sonst bekommst du den Teig nicht durch die Spritztülle. Oma nahm dafür oft den Fleischwolf mit Spritzgebäck-Vorsatz.

>> Zum Rezept für klassisches Spritzgebäck

Spritzgebäck-Kringel mit Zartbitterschokolade auf dunklem Teller

5. Cookies mit Schokolade, Zimt oder Minze

Cookies schmecken eigentlich das ganze Jahr über, doch zum gemütlichen Adventskaffee passen sie erst recht.

Verfeinert mit weihnachtlichen Gewürzen wie z.B. Zimt, Lebkuchengewürz und Kakao werden die Kekse noch festlicher schmecken.

>> Zum Rezept für weihnachtliche Schoko-Cookies

Wie Cookies außen knusprig und innen weich werden, steht in unserem Beitrag Cookies backen: Grundrezept, Tipps und Variationen.

Du hast Lust auf ein bisschen Abwechslung in der Keksdose? Dann probiere unser Rezept für Cookies mit Schokolade und Minze. Klassische Kekse mit raffiniertem Twist, super lecker.

6. Nussecken mit gemahlenen Mandeln & Marmelade

Nussecken dürfen zur Weihnachtszeit nicht fehlen. Die Kombination aus aromatischen Nüssen und fruchtig süßer Marmelade harmoniert geradezu perfekt und versetzt einen schon beim ersten Bissen in heimelige Weihnachtsstimmung.

Welche Nüsse du wählen solltest? Sehr gut bieten sich gemahlene Mandeln, Haselnüsse oder eine Mischung daraus an.

Als Marmelade passen die Sorten Aprikose oder Orange hervorragend.

>> Zum Rezept für Nussecken mit Aprikosenmarmelade

7. Vanillekipferl Rezept: wie von Oma gebacken

Mürbe, zart, zuckrig, mit einem Hauch Vanille: Vanillekipferl schmecken nach Backen mit Mama oder Oma.

Der Handgriff, an dem es meistens hängt: Wälze die Kipferl nicht heiß, sondern nach etwa 5 Minuten, wenn sie nur noch lauwarm sind. Dann brechen sie nicht, und der Vanillezucker schmilzt ganz leicht an und bleibt haften.

Das ganze Rezept mit Mengen, veganer Variante, Kipferlform und allen Rettungstipps findest du hier: Vanillekipferl nach Omas Rezept: zart, mürbe und ohne Bruch.

Vanillekipferl mit Puderzucker und Vanilleschote auf Holzbrett

8. Zimtsterne mit Glasur, die weiß bleibt

Zimtsterne sind für viele der Inbegriff der Weihnachtszeit. Kein Wunder, dass das sternförmige Gebäck mit dem intensiven Zimt-Aroma alle Jahre wieder hoch im Kurs steht.

Unser Tipp: Bei Zimtsternen spielt der Zimt die Hauptrolle, also schmeckst du ihn in jedem Bissen. Ceylon-Zimt schmeckt fein und klar, Cassia-Zimt dagegen kräftig und leicht brennend. Für Zimtsterne nehmen wir deshalb immer Ceylon.

Noch mehr Varianten findest du in unserem Rezept für weihnachtliche Zimtsterne.

Rezept für Zimtsterne (ca. 40 Stück):

Zubereitung:

  1. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Puderzucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse fest ist und glänzt.
  2. 5 EL Eischnee für die Glasur in eine kleine Schüssel geben und abdecken.
  3. Mandeln, Zimt und Nelken unter den restlichen Eischnee kneten. Der Teig darf leicht kleben. Stell ihn 1 Stunde kalt.
  4. Arbeitsfläche mit Mandeln bestreuen, Teig zwischen Backpapier 1 cm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Den Ausstecher zwischendurch in kaltes Wasser tauchen, dann löst sich der Teig sauber.
  5. Glasur mit einem Teelöffel oder Pinsel bis in die Spitzen streichen.
  6. Bei 150 °C Ober-/Unterhitze 10–12 Minuten backen. So bleibt die Glasur weiß und die Sterne innen weich.

Zimtsterne mit weißer Eiweißglasur und Sternanis

9. Heidesand: Plätzchen mit gebräunter Butter

Heidesand ist ein norddeutsches Butterplätzchen. Den Namen hat es von seiner sandig-krümeligen Struktur. Genau richtig, wenn du es schlicht magst. Den Unterschied macht gebräunte Butter. Sie duftet nach Karamell und Haselnuss und gibt den Keksen ihre sandige, zart zerbröselnde Struktur. Dazu nur Vanille und eine Prise Salz, mehr braucht es nicht.

Rezept für Heidesand (ca. 50 Stück):

Zubereitung:

  1. Butter in einem hellen Topf schmelzen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sie haselnussbraun ist und nussig duftet. In eine Schüssel gießen und im Kühlschrank wieder fest werden lassen (ca. 1 Stunde).
  2. Die feste Butter mit Zucker, Vanille und Salz cremig rühren, Milch und Mehl rasch unterkneten.
  3. Teig zu zwei Rollen (Ø 3 cm) formen, in Zucker wälzen, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
  4. Rollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit Abstand aufs Blech legen.
  5. Bei 175 °C Ober-/Unterhitze 10–12 Minuten backen, bis die Ränder gerade hellgold werden.

Heidesand Plätzchen mit Zuckerrand und gebräunter Butter im Topf

10. Spekulatius-Plätzchen aus dem Mürbeteig

Für klassischen Spekulatius brauchst du ein Holzmodel, also eine geschnitzte Holzform, die das Bild in den Teig prägt. Für diese Spekulatius-Plätzchen reicht dir ein ganz normaler Ausstecher. Der Geschmack ist derselbe: zimtbetont, warm, mit Nelke, Kardamom und Muskat. Unser Spekulatiusgewürz bringt diese Mischung fertig mit, eine Dose statt fünf.

Rezept für Spekulatius-Plätzchen (ca. 40 Stück):

Zubereitung:

  1. Mehl, Gewürz, Backpulver und Salz mischen. Butter in Stücken, Zucker und Ei dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. 1 Stunde (besser über Nacht) kalt stellen, dann zieht das Gewürz durch.
  2. Teig zwischen Backpapier 3 mm dünn ausrollen und Plätzchen ausstechen.
  3. Mandelblättchen auf das Blech streuen und die Plätzchen daraufdrücken, sodass die Mandeln unten kleben.
  4. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 8–10 Minuten backen, bis die Ränder dunkler werden.

Spekulatius-Plätzchen mit Mandelblättchen und Zimtstangen

Lust auf Spekulatius mit Holzmodel, als Taler aus der Rolle oder vom Blech? Das ausführliche Spekulatius Rezept mit eigener Gewürzmischung zeigt dir alle Wege.

11. Kardamom-Orangen-Taler

Diese Taler sind die Überraschung auf dem Plätzchenteller. Kardamom schmeckt süßlich-scharf und leicht kühl, die Orangenschale bringt eine frische, leicht bittere Zitrusnote dazu. Dass die beiden so gut zusammenpassen, liegt am Kardamom selbst. Er trägt einen zitronig-blumigen Duft in sich, und die Orange greift ihn auf. Zusammen schmeckt das nach skandinavischer Weihnachtsbäckerei, und kaum jemand errät, was drin ist.

Rezept für Kardamom-Orangen-Taler (ca. 40 Stück):

  • 250 g Mehl
  • 175 g kalte Butter
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
  • ½ TL Kardamom, gemahlen
  • 1 TL Orangenschale, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • Für den Guss: 100 g Puderzucker und 1–2 EL Orangensaft

Zubereitung:

  1. Alle Teigzutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Zu einer Rolle (Ø 4 cm) formen, in Folie wickeln und 1 Stunde kalt stellen.
  3. Rolle in 5 mm dünne Scheiben schneiden und aufs Blech legen.
  4. Bei 175 °C Ober-/Unterhitze 10–12 Minuten hell backen und abkühlen lassen.
  5. Puderzucker mit Orangensaft dickflüssig verrühren und mit einem Löffel in feinen Linien über die Taler ziehen.

Kardamom-Orangen-Taler mit Orangenguss und grünen Kardamomkapseln

12. Weiche Lebkuchen-Plätzchen mit Honig

Lebkuchen-Plätzchen werden mit der Zeit besser. Nach ein paar Tagen sind sie weich, und das Lebkuchengewürz hat sich im ganzen Teig verteilt. Backe sie deshalb als Erste.

Rezept für Lebkuchen-Plätzchen (ca. 35 Stück):

Zubereitung:

  1. Honig, Zucker und Butter in einem Topf erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Lauwarm abkühlen lassen und das Ei unterrühren.
  2. Mehl, Lebkuchengewürz, Kakao, Natron und Salz mischen und mit der Honigmasse zu einem weichen Teig verkneten. Abgedeckt 1 Stunde kalt stellen.
  3. Teig 5 mm dick ausrollen und Herzen, Sterne oder Männchen ausstechen.
  4. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 8–10 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie sich noch weich anfühlen. Beim Abkühlen werden sie fest.
  5. Nach Belieben mit Zuckerguss oder geschmolzener Zartbitterschokolade überziehen. In einer Dose mit einem Apfelschnitz werden sie nach 2–3 Tagen schön weich.

Weiche Lebkuchen-Plätzchen mit Honig und Zartbitterschokolade

Diese Zutaten & Gewürze brauchst du für Plätzchen Rezepte

Der 1. Advent rückt näher und du kannst es gar nicht abwarten, die ersten Vanillekipferl des Jahres zu probieren?

Dann lohnt es sich, die heimische Weihnachtsbäckerei mit ein paar Grundzutaten aufzurüsten, aus denen sich diverse Kekssorten zaubern lassen.

Hier eine kleine Übersicht der wichtigsten Zutaten für deine Plätzchen Rezepte:

  • Mehl: Die Basis für deinen Plätzchenteig. Welches Mehl du wählst, hängt zum einen vom jeweiligen Rezept, zum anderen von deinem persönlichen Geschmack ab. In vielen Rezepten wird ein helles Weizenmehl (Typ 405) bevorzugt, das besonders gut für zartes und feines Gebäck geeignet ist. Natürlich spricht aber auch nichts dagegen, Plätzchen Rezepte mit Dinkelmehl oder kräftigem Vollkornmehl umzusetzen.
  • Butter: Gerade für Plätzchen aus Mürbeteig eine unverzichtbare Zutat. Wenn du deine Plätzchen vegan zubereiten möchtest, kannst du ohne Probleme auf Margarine ausweichen.
  • Zucker: Er macht deine Weihnachtskekse schön süß. Hervorragend geeignet ist z.B. Rohrohrzucker, der deinen Keksen ein leichtes Karamellaroma verleiht. Als alternative Süßungsmittel bieten sich für viele Plätzchen Rezepte auch Kokosblütenzucker, Honig, Ahornsirup oder die Zuckeralternative Erythrit an.
  • Nüsse: Ob gemahlen im Teig oder ganz als Dekoration auf deinen fertigen Plätzchen: Nüsse sollten in keiner Weihnachtsbäckerei fehlen. Meist werden Mandeln, Walnüsse und Haselnüsse benötigt.
  • Marmelade: Sie bringt Frucht und eine feine Säure in gefüllte Plätzchen. Ob Erdbeere, Orange, Aprikose, Quitte oder Johannisbeere? Am besten, du bevorratest dich gleich mit verschiedenen Sorten.
  • Schokolade: Eine elementare Zutat jeder Weihnachtsbäckerei und ideal, um deine Plätzchen in einen leckeren Guss zu hüllen. Da viele Rezepte bereits sehr süß sind, wird oft Zartbitterkuvertüre der Vorzug gegeben. Sie enthält weniger Zucker als Vollmilch oder weiße Schokolade.
  • Puderzucker: Leise rieselt...der Puderzuckerschnee. Perfekt zum Bestäuben deiner fertigen Kekse oder zum Anrühren von Zuckerguss.
  • Prise Salz: Bringt die Süße von Weihnachtsgebäck noch besser zur Geltung.
  • Bunte Streusel, Zuckerperlen & Co: Zum Aufhübschen deiner Kekse. Denn das Auge isst ja bekanntlich mit.

Diese Gewürze bringen den Weihnachtsduft. Wir beschreiben sie so, wie wir sie als Gewürzhändler beim Öffnen der Tüte riechen. Zugegeben, im Dezember riechen wir sowieso überall Zimt.

  • Ceylon-Zimt: fein, süß-würzig und klar. Der Klassiker für Zimtsterne, Spekulatius und Zuckerguss.
  • Vanille: Bourbon-Vanille schmeckt warm und rund, Tahiti-Vanille blumiger. Für Teig ist Vanillepulver am einfachsten, zum Wälzen der Bourbon-Vanillezucker.
  • Lebkuchengewürz: warm, würzig, leicht süßlich, für Lebkuchen-Plätzchen, Pfeffernüsse und würzige Butterplätzchen.
  • Spekulatiusgewürz: zimtbetont mit Nelke, Kardamom, Muskat und Macis (der Muskatblüte, dem roten Mantel um die Muskatnuss). Macht aus jedem Mürbeteig Spekulatius.
  • Kardamom: süßlich-scharf und leicht kühl. Kleine Mengen, große Wirkung, vor allem mit Orange.
  • Tonkabohne: Vanille, Bittermandel und ein warmer Rumton, frisch gerieben und sehr sparsam. Sie duftet selbst nach Vanille, dazu nach frischem Heu, den du vom Waldmeister kennst. Deshalb passt sie überall, wo Vanille passt.
  • Orangenschale: fruchtig mit feiner Bitternote. Gemahlen ist kein Abreiben nötig.
  • Nelken: intensiv, gemahlen nur messerspitzenweise, sonst schmeckt der Teig bitter. Nelke und Vanille sind enge Duftverwandte, aus dem Hauptduftstoff der Nelke lässt sich sogar Vanillearoma gewinnen. Eine winzige Prise im Vanilleteig schmeckt deshalb nicht nach Lebkuchen, sie macht die Vanille wärmer.
  • Sternanis: kräftige Anisnote, eher für Glühwein und Punsch als für den Teig.
  • Kakao: vollmundig schokoladig, für Schwarz-Weiß-Gebäck und Lebkuchen.

Gewürz-Tipp: Kennst du schon unser Glühwein- & Punschgewürz? Die Mischung aus Zimt, Nelken, Muskat und Rohrohrzucker ist für Glühwein gedacht. Ein Teelöffel davon im Mürbeteig schmeckt aber genauso weihnachtlich.

Gewürze für Plätzchen: Ceylon-Zimt, Nelken, Kardamom und Lebkuchengewürz

Wie viel Gewürz gehört in den Plätzchenteig?

Die Faustregel: 1–2 Teelöffel vom Hauptgewürz auf ein Blech Plätzchen (300 g Mehl), bei kräftigen Gewürzen wie Kardamom, Nelke oder Tonka deutlich weniger. Die Mengen unten beziehen sich auf das Mürbeteig-Grundrezept mit 300 g Mehl; die Rezepte oben halten sich daran.

Gewürz Menge auf 300 g Mehl passt besonders zu
Ceylon-Zimt 1–2 TL Zimtsterne, Zuckerguss, Butterplätzchen
Vanillepulver ½ TL (oder Mark ½ Schote) Vanillekipferl, Spitzbuben, Heidesand
Bourbon-Vanillezucker 2 TL im Teig, 2 EL zum Wälzen Kipferl, Kokosmakronen
Spekulatiusgewürz 1–1½ TL Spekulatius-Plätzchen, Mandelkekse
Lebkuchengewürz 1–2½ TL (je würziger, desto mehr) Lebkuchen-Plätzchen, Pfeffernüsse
Kardamom ¼–½ TL Orangen-Taler, Butterplätzchen
Tonkabohne ¼ Bohne, frisch gerieben Butterplätzchen, Kokosmakronen
Orangenschale 1 TL Kardamom-Taler, Spitzbuben, Schoko-Kekse
Nelken 1 Messerspitze Lebkuchen, Zimtsterne

Drei Handgriffe, mit denen deine Plätzchen nach mehr schmecken

  • Gewürz zur Butter, nicht zum Mehl: Die Aromen lösen sich im Fett. Rühre Zimt, Vanille oder Kardamom zuerst mit Butter und Zucker an, dann verteilt sich der Duft im ganzen Plätzchen.
  • Eine Nacht Ruhe: Würzige Teige (Spekulatius, Lebkuchen) schmecken nach einer Nacht im Kühlschrank runder. Butterplätzchen brauchen das nicht.
  • Der Duft-Test: Öffne die Dose. Riecht das Gewürz kaum noch, schmeckst du es auch im Plätzchen nicht. Dann lieber eine frische Packung, als die Menge zu verdoppeln.

Wenn du deine Mischung lieber selbst zusammenstellst: Hier steht, wie du Lebkuchengewürz selber machen kannst.

Plätzchen backen: 5 typische Fehler und wie du sie vermeidest

Die meisten Plätzchen scheitern nicht am Rezept, sondern an Temperatur und Timing. Diese fünf Fragen tauchen jedes Jahr wieder auf. Hier sind die Antworten.

Warum zerlaufen Plätzchen beim Backen?

Weil die Butter zu warm war. Mürbeteig gehört nach dem Kneten mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank, ausgestochene Plätzchen am besten noch einmal 10 Minuten aufs kalte Blech. Auch zu viel Backpulver lässt Mürbeteig breit laufen. Im Grundrezept brauchst du gar keins.

Warum werden Plätzchen hart?

Meist ist es zu viel Kneten, zu viel Mehl beim Ausrollen oder eine Minute zu lang im Ofen. Knete nur, bis der Teig zusammenhält, und rolle zwischen Backpapier aus. Hol die Plätzchen heraus, wenn die Ränder gerade hellgold sind, denn sie backen auf dem heißen Blech noch nach.

Warum klebt der Teig beim Ausrollen?

Er ist zu warm geworden. Teile den Teig in zwei Portionen und lass die zweite im Kühlschrank, während du die erste ausrollst. Zwischen zwei Lagen Backpapier klebt nichts am Nudelholz.

Warum schmecken Plätzchen nach nichts?

Es fehlt die Prise Salz, oder das Gewürz ist alt. Salz hebt Butter und Zucker hervor, ohne dass du es schmeckst. Und ein Zimt, der beim Öffnen kaum noch duftet, bringt auch im Teig nichts mehr.

Warum werden Plätzchen ungleich braun?

Unterschiedlich große Plätzchen auf einem Blech, oder das Blech sitzt zu hoch. Backe eine Größe pro Blech, auf der mittleren Schiene, bei Ober-/Unterhitze. Mit Umluft (20 °C weniger) kannst du zwei Bleche gleichzeitig backen.

Plätzchen Rezepte abwandeln: Vegan, glutenfrei & low carb

Du ernährst dich vegan, glutenfrei oder low carb? Kein Problem.

Plätzchen Rezepte „veganisieren“ (ohne Butter, Ei & Milch):

Möchtest du vegane Plätzchen backen, tausche die Butter gegen Margarine und eventuell benötigte Milch gegen Pflanzendrink aus. Die im Rezept erwähnten Mengenangaben kannst du dabei gleich lassen.

Eier kannst du durch Apfelmus oder Bananenmark ersetzen. 1 Ei entspricht dabei 1 gehäuften EL Fruchtmark.

Plätzchen Rezepte glutenfrei abwandeln:

Für ein gelingsicheres Backvergnügen greife am besten auf glutenfreies Mehl zurück, das sich für die Herstellung von Feingebäck eignet.

Im gut sortierten Supermarkt oder Reformhaus erhältst du sogenanntes „Kuchen- und Keksmehl“ in glutenfreier Zusammensetzung, welches bereits die idealen Backeigenschaften mitbringt.

Low Carb Plätzchen backen (ohne Zucker und Mehl):

Auch hier hilft ein kleines Austauschprogramm. Halte dich an Plätzchen Rezepte, die mit wenig bis gar keinem Mehl auskommen.

Gut geeignet sind z.B. Plätzchen mit einem hohen Anteil an gemahlenen Nüssen. Zucker kannst du durch Erythrit ersetzen. Nimm etwa ein Drittel mehr als Zucker, weil Erythrit weniger süßt (statt 100 g Zucker also 130–150 g).

Rezept-Tipp: Hast du schon unsere Low-Carb-Schokotaler probiert? Unbedingt nachbacken, sie sind so lecker.

Vanille-Schokotaler mit Schokoladenspirale auf Holzteller

Plätzchen richtig aufbewahren: Mit diesen Tipps bleiben sie frisch

Nach dem großen Backen stellt sich die Frage, wie man die kleinen Kunstwerke am besten lagert.

Für Plätzchen aus Mürbeteig haben sich die folgenden Aufbewahrungs-Tipps bewährt:

  • Lagere deine Plätzchen am besten in Blech- bzw. Keksdosen, deren Deckel sich gut und fest schließen lässt. So bleiben sie vor Luft geschützt und dadurch bis zu 4 Wochen schön knusprig.
  • Lasse deine Kekse immer erst vollständig abkühlen (und Deko wie z.B. Zuckerguss komplett trocknen), bevor du sie in die Dose legst, damit nichts aneinanderklebt.
  • Wähle für jede Sorte eine eigene Dose. Sind nicht genügend Behältnisse vorhanden, trenne die Plätzchen in der Dose mithilfe von Butterbrotpapier voneinander.
  • Trockene und feuchte (bzw. gefüllte) Plätzchen solltest du nicht gemeinsam in einer Dose aufbewahren. Insbesondere die trockenen Kekse bleiben dann nicht knusprig.
  • Weiche Plätzchen wie Lebkuchen dürfen einen Apfelschnitz mit in die Dose bekommen (alle 2–3 Tage tauschen), knusprige Sorten nie.

Wie lange vorher kann man Plätzchen backen?

Butterplätzchen, Spritzgebäck und Heidesand halten in der Blechdose 3–4 Wochen. Du kannst also Ende November backen. Lebkuchen-Plätzchen und Zimtsterne werden sogar besser, wenn sie eine Woche durchziehen. Gefüllte Sorten wie Spitzbuben schmecken in den ersten zwei Wochen am besten.

Kann man Plätzchen einfrieren?

Ja. Rohen Mürbeteig kannst du flach gedrückt in Folie bis zu 3 Monate einfrieren und über Nacht im Kühlschrank auftauen. Gebackene Plätzchen ohne Guss und Füllung halten gefroren etwa 2 Monate; lass sie in der geschlossenen Dose auftauen, dann bleiben sie knusprig. Glasur, Puderzucker und Marmelade kommen erst nach dem Auftauen dazu.

Vanillekipferl-Dessert mit Sahnecreme im Glas

Mal was anderes als Plätzchen: Rezepte für weihnachtliche Leckereien

Dir ist nach etwas anderem zum Adventskaffee oder als Dessert für Weihnachten? Diese Rezepte passen dazu:

Marzipan-Spekulatius-Dessert

Schneller Spekulatius Cheesecake

Vanillekipferl-Keks-Dessertcreme

Gebrannte Mandeln

Gefüllter Bratapfel mit Vanillesauce

Schmalzküchlein aus Hefeteig wie vom Weihnachtsmarkt

Lebkuchenmänner

Marzipan selber machen

Stollen nach klassischem Rezept

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Plätzchen sind das schönste Mitbringsel: In unserem Beitrag essbare Weihnachtsgeschenke aus der Küche findest du Ideen zum Verpacken und Verschenken. Und welche Gewürze jetzt in die Küche gehören, steht in den Top 10 der Herbstgewürze von Muskat bis Zimt.

Lust auf echtes „Weihnachtsmarktfeeling für Zuhause“ - inklusive Glühwein, Punsch & herzhafter Rezepte wie z.B. Flammkuchen und Handbrot? Dann schau unbedingt auch mal HIER vorbei.

Am Ende des Nachmittags duftet die Küche nach Butter und Vanille, und die erste Dose ist schon halb leer. Fang mit den Butterplätzchen an, der Teig ist in 10 Minuten geknetet, und während er kühlt, suchst du die Ausstechformen heraus.

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