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Vegane Kuchen: Rezepte & Tipps zum Backen ohne Ei, Butter und Milch

Leckere vegane Kuchen selber backen – einfach und schnell, mit und ohne Zucker, Low Carb, glutenfrei oder im Thermomix®

„Backe, backe...vegane Kuchen!“ Einem allseits bekannten Kinderlied nach benötigt ein richtig guter Kuchen ja nur sieben Zutaten: Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl...und Safran, denn der macht den Kuchen gehl! ;-)

Doch was macht man eigentlich, wenn der Kuchen vegan sein soll? Wie funktioniert das Backen so ganz ohne Eier, Butter und Milch? Geht das überhaupt? Und – die vielleicht noch wichtigere Frage: Schmeckt das?

Beides können wir schon mal vorab mit einem klaren JA beantworten. Denn wer sich rein pflanzlich ernährt, muss auf ein köstliches Stück Kuchen nicht verzichten! Ganz im Gegenteil: Vegane Kuchen können sooo unfassbar lecker sein, dass es selten bei einem Stück bleibt...! ;-)

In diesem Artikel nehmen wir euch deshalb mit in unsere vegane Backstube und verraten euch alles, was ihr wissen müsst, um leckere vegane Kuchen zu zaubern:

Wir starten mit ein paar allgemeinen Infos zum veganen Backen und unseren besten Tipps für ein kleines, veganes „Austauschprogramm“: Ihr lest, wie ihr tierische Zutaten beim Backen ganz einfach durch pflanzliche Alternativen ersetzen könnt. Außerdem sehen wir uns an, ob ihr spezielle Küchengeräte benötigt und worauf ihr noch so achten müsst, wenn euer Kuchen nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei sein sollte.

Anschließend wird es richtig köstlich, denn wir teilen mit euch einige unserer liebsten Rezepte für vegane Kuchen: Vom einfachen und schnellen Sandkuchen über beliebte Kuchen-Klassiker bis hin zum feierlichen Gebäck mit veganer Tortencreme ist bestimmt für jeden Geschmack und Anlass etwas dabei!

Na, wenn einem da nicht schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft...;-)

Das erwartet euch in diesem Beitrag:

Vegane Kuchen backen – ein paar allgemeine Infos für Einsteiger*innen

Mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als sich an einem sonnigen Nachmittag ein feines Stück Lieblingskuchen auf der Terrasse zu gönnen? Dazu eine Tasse Kaffee und der kleine Genussmoment ist perfekt! Für die meisten Gebäcke benötigen wir noch nicht mal ausgefallene Zutaten: Aus Mehl, Milch, Butter, Eier und Zucker entsteht im Handumdrehen ein schneller Rührteig, der sich im Ofen schon kurze Zeit später in einen köstlichen Kuchen verwandelt. Kommen dann noch ein paar Jahre Backerfahrung dazu, genügt oft ein einziger Blick, um die perfekte Teigkonsistenz zu erkennen: Wir wissen z.B. sofort, ob der Teig noch etwas mehr Mehl oder Flüssigkeit vertragen kann, damit der Lieblingskuchen auch perfekt gelingt.  
Wer jedoch zum ersten Mal versucht, vegane Kuchen zu backen, stößt schnell an gewisse Grenzen. Denn bei den Zutaten geht es ja bereits los: Was nehme ich statt Butter? Wie ersetze ich Eier und Milch? Und Honig kommt auch nicht in Frage? Ohjeee!

Doch keine Sorge, denn letztlich lässt sich für all das eine leckere Lösung finden: Für nahezu jeden Lieblingskuchen gibt es ein veganes Rezept – sei es ein schokoladiger Marmorkuchen, eine fruchtige Apfeltarte oder ein süßer Zwetschgendatschi vom Blech. Auch, wenn es vielleicht etwas anders schmeckt als das Original, ist es nicht weniger köstlich!

Super wichtig ist es an dieser Stelle, sich ein Stück von den bisherigen Backgewohnheiten zu lösen und auf Neues einzulassen. Denn veganes Backen funktioniert! Aber es ist eben eine „kleine Wissenschaft für sich“, die vom traditionellen Backhandwerk etwas abweicht.

Unser Tipp für alle Einsteiger*innen: Geht euer veganes Back-Projekt mit Spaß, Neugier und Experimentierfreue an und lasst euch überraschen, was es dabei so alles zu entdecken gibt! Haltet euch für den Anfang am besten an vegane Backrezepte, die euch eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung zum gelingsicheren Backen geben. Je mehr Erfahrung ihr im Lauf der Zeit sammelt, desto mehr könnt ihr euch allmählich von festen Rezepten lösen und auf eigene Faust testen, was gut klappt und schmeckt.

Ihr werdet sehen: Mit dem nötigen „veganem Back-Know-How“, ein paar bewährten Tipps und etwas Übung werdet ihr ganz bald schon bald köstliche vegane Kuchen zaubern – versprochen!

Kleines Austauschprogramm: Unsere besten Tipps für die vegane Backstube

Wer schon als Kind der Mama oder Omi beim Kuchenbacken über die Schulter schauen durfte, weiß: Jede Zutat im Rezept erfüllt auch einen bestimmten Zweck!

Eier sorgen beispielsweise für eine gute Bindung, Triebmittel wie Backpulver und Hefe lassen den Teig aufgehen und schenken ihm eine luftig-lockere Konsistenz und Butter macht den Kuchen nicht nur saftig, sondern veredelt ihn auch mit einem typischen, feinen Geschmack.

Möchte man für vegane Kuchen nun auf tierische Zutaten verzichten, ist es nicht damit getan, sie einfach wegzulassen: Die Herausforderung besteht viel mehr darin, tierische Lebensmittel gezielt durch pflanzliche Alternativen mit ähnlicher Backeigenschaft zu ersetzen. Denn nur so erhält man später auch ein zufriedenstellendes Ergebnis und ärgert sich nicht über einen trockenen Brösel-Kuchen, der beim Anschneiden auseinanderfällt. 

Ein wichtiger Schlüssel zum veganen Kuchenglück ist es deshalb, den Zweck einer Zutat zu begreifen, um sie dann sinnvoll ersetzen zu können. Unser kleines "Austauschprogramm" soll euch dabei unterstützen:

Welches Öl verwende ich am besten für vegane Kuchen?

Fett zählt zu den essenziellen Bestandteilen eines Kuchens: Es macht den Teig nicht nur schön elastisch und saftig, sondern intensiviert auch den Geschmack. Da für vegane Kuchen die tierischen Fette wie Butter oder Schmalz nicht in Frage kommen, dürfen wir uns nach pflanzlichen Alternativen umsehen.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

Margarine:

Der wohl einfachste Weg, Butter auf rein pflanzliche Art zu ersetzen! Margarine sieht nämlich nicht nur aus wie Butter, sie schmeckt auch so und besitzt noch dazu fast dieselben Backeigenschaften. Um euren Kuchen oder auch anderes Gebäck zu „veganisieren“, könnt ihr also einfach die im Rezept angegebene Buttermenge durch Margarine ersetzen. Den Unterschied werdet ihr kaum bemerken. Kauft sie am besten in Bio-Qualität, dann umgeht ihr unnötige Zusatzstoffe.

Pflanzliches Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

In manchen Rezepten könnt ihr statt Margarine auch Pflanzenöl als vegane Alternative verwenden. Das klappt v.a. dann gut, wenn es keine große Rolle spielt, ob das Fett im Teig fest oder flüssig ist. Damit euer Kuchen später nicht ungewollt nach Oliven oder Kürbiskernen schmeckt, empfehlen wir euch für süßes Gebäck ein möglichst geschmacksneutrales Öl, z.B. Sonnenblumenöl. Möchtet ihr dagegen etwas Herzhaftes backen (z.B. Brot oder eine Gemüse-Quiche), könnte ein hochwertiges Olivenöl geschmacklich sogar äußerst passend sein.

Kokosöl

Kokosöl ist in der pflanzlichen Küche sehr beliebt und ein wahrer Allrounder: Ihr könnt damit nämlich nicht nur wunderbar kochen und braten, sondern es auch hervorragend zum Backen verwenden! Wie bei allen anderen Ölen gibt es auch bei Kokosöl erhebliche Qualitätsunterschiede. Mit einem möglichst naturbelassenen, nativen Kokosöl in Bio-Qualität seid ihr in jedem Fall gut beraten.

Für Mürbeteig eignet sich Kokosöl besonders gut, da es dem Gebäck eine leicht „brüchige“, aber dennoch stabile Konsistenz gibt. Sogar eine vegane „Schokoglasur“ lässt sich mit Kokosöl herstellen (mehr dazu lest ihr etwas weiter unten im Artikel). Da ihr Kokosöl sowohl fest, als auch flüssig benutzen könnt, richtet euch am besten nach der Angabe im jeweiligen Rezept.

Gut zu wissen: Naturbelassenes Kokosöl zeichnet sich durch ein natürliches Kokosaroma aus. Dieses bleibt auch nach dem Backen ganz dezent erhalten, was mit vielen süßen Gebäcken geschmacklich wunderbar harmoniert. Mögt ihr die Kokosnote nicht so gerne oder empfindet ihr sie als unpassend, könntet ihr auf sogenanntes desodoriertes Kokosöl zurückgreifen. Diesem wurden die Aromastoffe entzogen, sodass es nicht mehr nach Kokos schmeckt oder riecht, aber trotzdem genauso verwendet werden kann.

Vegane Kuchen backen ohne Milch? So klappt´s!

Milch dient in klassischen Kuchenrezepten als optimaler Flüssigkeitslieferant und macht den Teig schön geschmeidig. Zudem unterstützt sie durch den natürlicherweise enthaltenen Milchzucker (Laktose) besonders Hefegebäck dabei, aufzugehen.

Um vegane Kuchen ohne Milch zu backen, könnt ihr ganz einfach auf sogenannte Pflanzendrinks umsteigen: Diese rein pflanzlichen Alternativen zu Milch werden entweder auf Basis von Wasser und Getreide, Nüssen oder Hülsenfrüchten hergestellt und ähneln der tierischen Milch in Optik, Geschmack und Konsistenz so sehr, dass ihr sie für euer Rezept sogar 1:1 ersetzen könnt. Inzwischen ist die Auswahl an veganen Alternativen zu Milch so groß wie nie zuvor, weshalb ihr sie in nahezu jedem Supermarkt und sogar beim Discounter findet.

Hättet ihr´s gewusst? Obwohl man oft von „Sojamilch“ oder „Mandelmilch“ hört, ist das eigentlich nicht korrekt: Denn der Begriff „Milch“ ist in Deutschland aus gesetzlichen Gründen ausschließlich tierischen Erzeugnissen von Kuh, Schaf, Ziege und Pferd vorbehalten. Daher sind die pflanzlichen Alternativen unter Begriffen wie „Hafer-, Mandel- oder Sojadrink“ und erhältlich.

Unser Tipp: Viele Pflanzendrinks sind mit Süßungsmitteln wie Rohrzucker oder Agavensirup angereichert. Werft deshalb beim Kauf am besten immer einen kurzen Blick auf die Zutatenliste und wählt ggf. ein Produkt ohne Zuckerzusatz. Denn eine natürliche Süße bringen die meisten Pflanzendrinks ohnehin bereits mit!

Was kann ich für vegane Kuchen als Ersatz für Eier nehmen? Vom Apfelmus über Banane bis zum Seidentofu

Kuchen ohne Eier? Das ist für viele passionierte Bäcker*innen kaum vorstellbar! Eier sorgen schließlich nicht nur für eine optimale Teigbindung, sondern machen einen Kuchenteig zudem richtig schön locker und saftig.

Die gute Nachricht: Eier lassen sich für vegane Kuchen wirklich leicht ersetzen! Ihr braucht dafür noch nicht einmal spezielles, teures „Ei-Ersatz-Pulver“, das es inzwischen in vielen Supermärkten zu kaufen gibt, sondern könnt auf ganz natürliche, günstige und rein pflanzliche Alternativen setzen. Hierzu gibt es viele, verschiedene Möglichkeiten; welche davon sich am besten eignet, hängt vom jeweiligen Kuchen und dem gewünschten Ergebnis ab. Wir stellen euch nachfolgend 6 der beliebtesten und größtenteils regionalen Ei-Ersatzmöglichkeiten vor:

Leinsamen & Chiasamen

Eine äußerst einfache und wirkunsvolle Methode ist es, Eier durch Leinsamen zu ersetzen: Dafür nehmt ihr pro Ei einfach 1 EL gemahlenen Leinsamen und vermengt diesen in einer kleinen Schale mit 3 EL Wasser. Diese Mischung lasst ihr für mind. 15 Minuten quellen und gebt sie anschließend zum Kuchenteig.

Alternativ könnt ihr statt Leinsamen auch Chiasamen nehmen. Diese Lösung ist zwar nicht regional, funktioniert aber genauso gut. Auch hier nehmt ihr pro Ei, das ihr ersetzen möchtet, 1 EL ganze Chiasamen und vermengt diesen mit 3 EL Wasser. Lasst sie einige Minuten quellen und gebt sie dann einfach zum Kuchenteig dazu.

Apfelmus & Apfelmark  

Eine weitere Möglichkeit, Eier für vegane Kuchen zu ersetzen, ist Apfelmus bzw. Apfelmark. Äpfel enthalten Pektin, ein natürliches Bindemittel, das im Kuchenteig für eine gute Bindung sorgt. 1 Ei könnt ihr mit etwa 70-80 g Apfelmus austauschen. Das Schöne: Apfelmus ist nach dem Backen relativ geschmacksneutral, bringt euch aber eine angenehme, natürliche Süße mit, wodurch ihr für einige Kuchen sogar deutlich weniger Zucker benötigt. Wenn ihr es ganz ohne Zucker mögt, greift am besten zu Apfelmark – im Gegensatz zu Apfelmus enthält es nämlich keinen zugesetzten Zucker.

Reife Bananen

Reife Bananen eignen sich ebenfalls hervorragend als Ei-Ersatz für vegane Kuchen. Verglichen mit Apfelmus sind sie zwar keine regionale Lösung, dafür aber eine ebenso gute Möglichkeit, um Zucker einzusparen. Den Reifegrad einer Banane erkennt ihr an den dunklen Punkten auf der Bananenschale. Hier gilt: Je reifer die Banane (und je mehr Punkte sie hat), desto besser! ;-) 1 reife Banane ersetzt euch etwa 2 normal große Eier. Da der Bananengeschmack auch nach dem Backen erhalten bleibt, eignet sich dieser vegane Ersatz am besten für Kuchen, die eine fruchtige Note vertragen können.

Zarte Haferflocken

Eine super einfache und zudem günstige Ei-Alternative sind Haferflocken. Sie besitzen eine ausgezeichnete Bindefähigkeit und sind problemlos und lange lagerfähig – ein großer Vorteil gegenüber Eiern, die ja immer frisch sein müssen. Pro Ei benötigt ihr etwa 3-4 EL Haferflocken. Wir empfehlen euch, zarte Haferflocken zu verwenden, da diese den geringsten Eigengeschmack besitzen. Sehr gut passen Haferflocken in eher flüssige Teige wie z.B. Pfannkuchen- oder Waffelteig. Aber auch für diverse vegane Kuchen, Muffins, Brownies oder Keksteige könnt ihr sie einsetzen!  

Sojamehl

Ein richtiger Geheimtipp fürs vegane Kuchen-Backen ist Sojamehl, das aus der Sojabohne gewonnen wird. Aufgrund seiner guten Bindeeigenschaft lassen sich Eier damit sehr leicht und fast unbemerkt austauschen. Pro Ei nehmt ihr einfach 2 EL Sojamehl und verrührt es mit 1 EL Wasser, ehe ihr es zum Teig gebt. Wenn ihr sprudelndes Mineralwasser verwendet, wird euer Teig durch die Kohlensäure zusätzlich schön locker. Sojamehl ist nicht nur lange haltbar, sondern auch glutenfrei. Eine hervorragende Universal-Lösung für alle, die sich nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei ernähren möchten oder müssen.

Seidentofu

Tofu im Kuchen? Zugegeben, das klingt erst mal ein wenig seltsam. Bedenkt man aber, dass Tofu ungewürzt ein äußerst geschmacksneutrales Lebensmittel ist, wird das Ganze schon interessanter. Tatsächlich ist der sogenannte „Seidentofu“ in der veganen Backstube ein sehr beliebter und effektiver Ei-Ersatz. Verglichen mit anderen Tofu-Sorten enthält er relativ viel Flüssigkeit und ist besonders für cremiges Gebäck wie z.B. veganen „Käsekuchen“ geeignet. Um 1 Ei zu ersetzen, benötigt ihr etwa 60-70 g Seidentofu. Diesen püriert ihr erst zu einer feinen Masse und fügt ihn anschließendem dem Kuchenteig zu.

Datteln, Früchte, Erythrit: Vegane Kuchen ohne Zucker süßen

Der Kuchen soll nicht nur vegan, sondern am besten auch ohne Zucker sein? Auch das ist kein Problem! Inzwischen gibt es ja sehr viele, tolle Möglichkeiten, Zucker im Kuchenrezept zu ersetzen.

Hier sind nur einige Vorschläge:

Roh-Rohrzucker:

Roh-Rohrzucker ist etwas weniger raffiniert als der weiße Haushaltszucker und schmeckt leicht nach Karamell. Da Volumen und Süßkraft vergleichbar mit normalem Zucker sind, lässt er sich problemlos austauschen.

Kokosblütenzucker:

Er wird aus getrocknetem Kokosblütennektar gewonnen und ist in Geschmack, Aussehen und Konsistenz mit Roh-Rohrzucker vergleichbar. Hochwertiger Kokosblütenzucker ist definitiv eine schöne, naturbelassene Zucker-Alternative!

Frische Früchte:

Der wohl natürlichste Weg, Süße in einen Kuchen zu bringen! Frische Früchte süßen zwar weniger stark als Zucker, sind dafür ein vollwertiges Süßungsmittel und liefern nicht nur leere Kalorien, sondern auch Ballaststoffe. Ideal geeignet sind beispielsweise pürierte Bananen oder Apfelmark – die gleichzeitig auch als Ei-Ersatz fungieren.

Datteln & Trockenfrüchte:

Ein ebenfalls sehr naturbelassenes Süßungsmittel. Die meisten Trockenfrüchte werden von der Sonne getrocknet, wie etwa getrocknete Datteln, die wegen ihrer hohen Süßkraft besonders gut zum Kuchenbacken geeignet. Außerdem gibt es noch die sogenannten gefriergetrockneten Früchte (in ganzen Stücken oder als Pulver), die sich in Puncto Nährwert und Geschmack nur wenig von frischen Früchten unterscheiden. Ob gefriergetrocknete Bananen, Blaubeeren, Erdbeeren oder Kirschen - nahezu alle Sorten eignen sich super zum kreativen, veganen Backen und liefern eine natürliche, zuckerfreie Süße!

Erythrit:

Erythrit ist eine Zucker-Alternative, die immer bekannter und beliebter wird. Die Tafelsüße wird über einen aufwendigen Fermentations-Prozess aus reifen Früchten gewonnen, sieht ähnlich aus wie Zucker und ist etwa 70 % so süß. Der große Unterschied: Erythrit ist kalorienfrei – ein enormer Pluspunkt für alle, die auf eine schlanke Linie achten und trotzdem nicht auf Süßes verzichten wollen.

Ahornsirup & Agavendicksaft:

Wer auf Zucker verzichten möchte, greift häufig zu Honig, der jedoch als tierisches Produkt für vegane Kuchen nicht in Frage kommt. Als pflanzliche Alternative bieten sich Ahornsirup oder Agavendicksaft an. Da sie ähnlich wie Zucker viele Kalorien enthalten und auch Karies begünstigen können, denkt daran, sie nur sparsam zu verwenden.

Geht es auch glutenfrei? Vegane Kuchen ohne Weizen, Dinkel & Co

Für die meisten Kuchenrezepte wird glutenhaltiges Mehl aus z.B. Weizen oder Dinkel verwendet. Wer kein Gluten verträgt, kann für vegane Kuchen auf glutenfreies Mehl, z.B. Buchweizen-, Reis- oder Hirsemehl zurückgreifen. Beachten müsst ihr hierbei nur, dass diese Mehle andere Backeigenschaften haben als glutenhaltiges Mehl. Sie sind durch das fehlende Gluten beispielsweise weniger bindefähig, können leichter trocken und bröselig werden und verzeihen daher eher wenig Experimente. Bioläden und Reformhäuser bieten mittlerweile ein großes Sortiment glutenfreier Mehle, mit denen sich einwandfrei backen lässt - schaut euch dort einfach mal um und lasst euch beraten.

Ein weiterer sinnvoller Mehl-Ersatz sind auch gekochte und pürierte Hülsenfrüchte, z.B. Kidneybohnen oder Kichererbsen. Diese sind von Natur aus glutenfrei und verlieren im gebackenen Zustand ihren Eigengeschmack nahezu völlig. Dafür machen sie das Gebäck schön saftig und sorgen zudem noch für eine gute Bindung - ein erwünschter Nebeneffekt, da beim veganen Backen ja auch auf Eier als Bindemittel verzichtet wird.

Unsere Empfehlung: Haltet euch beim Kuchenbacken exakt an die Zutaten und Mengenangaben im Rezept – dann wird euer Kuchen auch glutenfrei super gelingen und lecker schmecken!

Welche Zutaten sollte ich für vegane Kuchen zuhause haben?

Spontaner Besuch kündigt sich an und es ist kein Kuchen im Haus? Macht nichts! Denn der große Vorteil beim veganen Backen ist ja, dass ihr in der Regel gar keine leicht verderblichen Zutaten wie Eier oder Milch benötigt! Wer also einige Basis-Zutaten immer vorrätig hat, kann daraus ohne viel Aufwand und Zeit leckere vegane Kuchen zaubern. Die nachfolgende Liste gibt euch eine kleine Übersicht über nützliche Vorräte für eure vegane Backstube:

  • Mehl (unterschiedliche Getreidesorten, Typzahlen & Vollkornmehl)
  • Haferflocken
  • Ganze & gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln, Walnüsse, Cashewkerne)
  • Zucker bzw. alternative Süßungsmittel (z.B. Kokosblütenzucker, Rohrzucker, Erythrit-Tafelsüße, Ahornsirup)
  • Pflanzendrinks (z.B. Hafer-, Soja- oder Reisdrink)
  • Backpulver (Weinstein)
  • Trockenfrüchte
  • Dunkles Kakaopulver
  • Kokosmilch
  • Neutrales Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • Kokosöl (nativ, Bio-Qualität)
  • Margarine
  • Puderzucker
  • Zimt (am besten die Sorte „Ceylon“)
  • Vanille (gemahlen bzw. Vanillestange)
  • Leinsamen
  • Chiasamen
  • Apfelmus bzw. Apfelmark
  • Sojamehl
  • Seidentofu
  • Marmelade
  • Salz

Wenn euch das Thema vegane Ernährung näher interessiert, haben wir auf unserem Blog bereits weitere, informative Artikel für euch, z.B. über vegane Snacks und vegane Blitzgerichte - lest doch gerne mal rein!

Backofen & Thermomix®: Welche Küchengeräte brauche ich für vegane Kuchen?

Um vegane Kuchen zu backen, benötigt ihr in der Regel keine anderen Küchengeräte als fürs klassische Backen. Empfehlenswert sind sicherlich ein Backofen mit Ober-Unterhitze bzw. Umluft-Einstellung, zudem ein Handrührgerät, ein Pürierstab und ein leistungsstarker Mixer, der z.B. auch mal Nüsse klein bekommt.

Außerdem sind Löffel in unterschiedlichen Größen (Ess- bzw. Teelöffel), ein scharfes Messer, Messbecher, Schneebesen, Backformen (Kasten- und Springform), Sieb und Pinsel zum Ein- und Bestreichen nützliche Küchenutensilien.

Wer von euch gerne, oft und viel backt, kann sich über die Anschaffung eines hochwertigen Küchenhelferleins a la Thermomix® Gedanken machen. Dieser nimmt euch viele Arbeitsschritte ab und erleichtert das Backen dadurch enorm – super hilfreich, wenn ihr beispielsweise eine ganze Familie mit selbstgemachtem Gebäck versorgt!

Rezept: Vegane Kuchen Creme & vegane Schokoglasur – mit Kokosöl, ohne Soja

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber selbst für die Herstellung einer üppigen Sahnetorte, eines cremigen Schmandkuchens mit Mandarinen oder Cupcakes mit sahnigem Frosting gibt es vegane Alternativen!

Das Beste: Sowohl vegane Kuchencreme als auch Glasur könnt ihr ganz einfach selbst herstellen! Und weil sie so lecker sind, wird man am Kuchenbuffet wahrscheinlich noch nicht mal bemerken, dass es sich um veganes Gebäck handelt! ;-)

Als Basis benötigt ihr in der Regel weiche Margarine, die ihr mit einem Handrührgerät locker aufschlagen könnt. Eine neutrale vegane Alternative zu Frischkäse oder Creme Fraiche, Kokosmilch, Kokosöl, sowie Puderzucker, Kakao und etwas gemahlene Vanille sind ebenfalls nützlich, um im Handumdrehen eine leckere Kuchencreme oder eine vegane Schokoladenglasur anzurühren.

Nachfolgend findet ein einfaches Grundrezept für eine vegane Kuchencreme im Buttercreme-Syle und eine vegane Schokoladenglasur:

Grundrezept: Vegane Kuchencreme/ Tortencreme („Buttercreme-Style“)

Zutaten:

  • 200 g Margarine (weich, in Flöckchen)
  • 150 g vegane Alternative zu „Frischkäse“ (weich)
  • 450-500 g Puderzucker
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 1-2 Msp. gemahlene Vanille

Zubereitung:

Die weiche Margarine in eine Rührschüssel geben und mit einem Handrührgerät aufschlagen. Nun die Frischkäse-Alternative dazugeben und beides gleichmäßig verrühren. Puderzucker sieben und langsam zusammen mit dem Zitronensaft dazugeben. Wird die Creme zu fest, etwas mehr Zitronensaft nehmen – ist sie zu weich, nehmt etwas mehr Puderzucker. Zum Schluss die vegane Kuchencreme mit gemahlener Vanille verfeinern.

Rezept: Vegane Schokoglasur

Zutaten:

Zubereitung:

Kokosöl in einen kleinen Topf geben und schmelzen lassen. Nun das Kakaopulver, das Süßungsmittel hinzugeben und alles zu einer gleichmäßigen Glasur anrühren. Wer die Glasur süßer mag, kann entsprechend mehr Süßungsmittel verwenden. Lecker schmeckt die vegane Schokoglasur auch mit 1 Msp. gemahlener Vanille verfeinert.

Einfach, schnell & beliebt: Vegane Kuchen Rezepte ohne viel Aufwand

Es gibt gewisse Kuchen, die eigentlich jeder mag: Sei es ein klassischer Marmorkuchen wie von Omi, ein cremiger Käsekuchen oder ein heller Sandkuchen ohne viel Schnickschnack. Dazu noch ein Klecks (vegane) „Schlagsahne“ und das Kuchenglück ist perfekt! Auch wir haben auf unserem Rezepte-Blog einige solcher Kuchen-Klassiker für euch, die entweder bereits vegan sind, oder sich mit wenigen Handgriffen einfach „veganisieren“ lassen:

Wie wäre es z.B. mit einem fantastischen, veganen Schokoladenkuchen? Im Teig befinden sich u.a. Apfelmus, Mandeldrink und Kokosöl, die den Schokokuchen richtig schön saftig machen. Verfeinert wird das vegane Schokoträumchen mit einer Glasur aus Zartbitterschokolade und knackigen Kakaonibs – genau das Richtige für überzeugte Schoko-Liebhaber!

Auch unser veganer Streuselkuchen mit Kirschen schmeckt einfach köstlich! Die klassischen „Butter-Streusel“ lassen sich für die vegane Variante einfach mit Margarine oder Kokosöl herstellen. Statt der Kirschen könnt ihr auch anderes Obst verwenden. Hervorragend schmeckt der Streuselkuchen z.B. mit Äpfeln oder Zwetschgen!

Und für einen veganen Sandkuchen ersetzt ihr die beiden Eier im Teig einfach durch eine der oben genannten Ei-Alternativen (z.B. Apfelmus) und tauscht die Milch gegen Pflanzendrink aus!

Weniger Kohlenhydrate: Vegane Low-Carb Kuchen Rezepte

Da beim Backen nicht unbedingt an Mehl und Zucker gespart wird, sind viele klassische Kuchen zwar lecker, aber natürlich auch echte Kohlenhydratlieferanten. Wer generell auf eine eher kohlenhydratarme Ernährung setzt, muss selbstverständlich trotzdem nicht auf ein leckeres Stück Kuchen verzichten. Denn auch vegane Kuchen lassen sich in einer Low-Carb-Variante herstellen, bei der die Menge an Kohlenhydraten überschaubar bleibt.

Gerade für vegane Low-Carb-Kuchen bietet es sich z.B. wunderbar an, einen Teil des Mehls durch pflanzliche Proteine (z.B. pürierte Hülsenfrüchte, entöltes Nussmehl, Kokosmehl oder Eiweißpulver) oder sogar geschmacksneutrales Gemüse (z.B. Zucchini) zu ersetzen. Und wer dann noch herkömmlichen Zucker durch fruchtzuckerarmes Obst oder Erythrit ersetzt, kann doppelt Kohlenhydrate einsparen.

Ein super beliebtes Low Carb Rezept für vegane Kuchen ist z.B. unser veganer Cookie-Dough – eine Art roher „Keksteig“ auf Basis von Kichererbsen, Kokosmilch, Kokosblütenzucker und Zartbitterschokolade. Zum Weglöffeln lecker!

Auch unser Low Carb Zucchinikuchen ist eine feine Sache: Hier steckt neben einer ordentlichen Portion Gemüse entöltes Nussmehl und Kokosöl drin, was dem Kuchen eine saftige Konsistenz und ein mildes Kokosaroma verleiht. Die drei Eier lassen sich wunderbar durch eine beliebige vegane Ei-Alternative ersetzen. Der Zucchinikuchen schmeckt nicht zu süß, ist reich an Ballaststoffen und richtig lecker!

Geburtstag, Buffet & Co: Vegane Kuchen Rezepte für feierliche Anlässe

Ein simpler Kastenkuchen ist lecker, keine Frage. Aber zum Geburtstag, zur Taufe oder für die nächste Garten-Party soll es doch was Besonderes sein? Kein Problem! Denn natürlich gibt es für jeden feierlichen Anlass passende Rezepte für vegane Kuchen, Kleingebäck und sogar Torten.

Gewisse Klassiker kommen ja auf den meisten Festen und Feierlichkeiten gut an: Wie wäre es z.B. mit unserem himmlischen veganen „Cheesecake“? Das Rezept lässt sich schnell und einfach in einen veganen Creme Kuchen mit Mandarinen verwandeln oder mit fruchtigen Erdbeeren kombinieren.

Auch unsere veganen Schoko-Kirsch-Brownies sind der Hit auf jedem Kuchenbuffet und noch dazu schön handlich! Dank Sauerkirschen, Banane und gemahlenen Nüssen werden sie wunderbar saftig und überzeugen mit ihrer unwiderstehlichen Schokoladennote jeden vom veganen Kuchenglück. Wer Kaffeearoma liebt, dem werden unsere veganen Espresso-Brownies gefallen. Probiert auch unbedingt unsere süßen Mini-Zimtschnecken und Franzbrötchen aus Blätterteig - vegan, lecker und blitzschnell gezaubert!

Wenn es festlicher sein darf, ist eine vegane Torte die richtige Wahl. Das mus keinesfalls kompliziert sein! Manchmal reicht es bereits, einen schlichten Kuchen mit einer veganen Tortencreme zu bestreichen und ihn hübsch zu dekorieren, z.B. mit bunten Zuckerlinsen, Schokostreuseln oder farbenfrohem Fruchtpulver.

Ihr könnt eine vegane Kuchencreme auch nutzen, um mehrere Kuchenböden aufeinander zu schichten und daraus eine Torte zu zaubern, die ihr nach Herzenslust mit Marzipanrosen oder essbaren Blüten verzieren könnt. Natürlich eignet sie sich auch wunderbar als Füllung für Gebäck oder um veganen Cupcakes ein hübsches Häubchen zu verpassen!

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