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Szegediner Gulasch Rezept

Szegediner Gulasch Rezept

Szegediner Gulasch schnell und einfach selber machen: original mit Schwein, Sauerkraut und Paprika

Szegediner Gulasch ist das Gericht, bei dem sich im Topf zwei Lieblinge treffen: zartes Schweinegulasch mit viel Paprika und mildes, sämiges Sauerkraut. Zum Schluss rührst du saure Sahne unter, und alles wird rosa, cremig und duftet nach Kümmel. Ein Topf, eine Gabel, und die Familie fragt nach dem zweiten Teller.

Viel Arbeit macht das nicht. Du schneidest Zwiebeln und Fleisch, der Rest schmort von allein. Das Rezept reicht für 4 Personen und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser. Unten findest du außerdem unsere schnelle Variante mit Hähnchen.

Szegediner Gulasch mit Sauerkraut, Fleischwürfeln und Schmand im Topf

Das erwartet dich in diesem Beitrag

Szegediner Gulasch Rezept original

Zubereitung 25 Minuten, Schmorzeit etwa 1¾ Stunden. Du brauchst einen großen Topf mit Deckel, am besten einen schweren Bräter oder Schmortopf.

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitung

  1. Das Fleisch trocken tupfen. Schmalz im Topf erhitzen und die Würfel in zwei Portionen kräftig anbraten, dann herausnehmen. In kleinen Portionen bräunt das Fleisch, statt im eigenen Saft zu kochen.
  2. Im Bratfett die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten goldgelb dünsten. Knoblauch und Tomatenmark kurz mitrösten.
  3. Den Topf vom Herd ziehen und das Paprikapulver einrühren. Paprika verbrennt bei großer Hitze schnell und wird dann bitter.
  4. Sofort mit der Brühe ablöschen. Fleisch, Kümmel, Majoran, Lorbeer und Wacholder dazugeben, salzen und pfeffern.
  5. Zugedeckt bei kleiner Hitze 1 Stunde schmoren lassen.
  6. Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und locker zupfen. Wer es milder mag, spült es vorher kurz mit kaltem Wasser ab. Dann unter das Gulasch heben und weitere 45 Minuten schmoren, bis das Fleisch zart ist.
  7. Saure Sahne mit dem Mehl glatt rühren, ein paar Löffel heiße Sauce einrühren und alles unter das Gulasch ziehen. Noch 5 Minuten leise köcheln lassen, dann mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika abschmecken.

TIPP: Das Mehl in der sauren Sahne verhindert, dass sie in der heißen Sauce ausflockt. Gib einen Klecks Schmand und ein paar Kümmelkörner obendrauf, dann sieht der Teller aus wie im Wirtshaus.

Nährwerte pro Portion (ca.)

Nährwert Menge
Kalorien 726 kcal
Eiweiß 56g
Kohlenhydrate 23g
davon Zucker 8g
Fett 46g
davon gesättigte Fettsäuren 17g
Ballaststoffe 9g
Salz je nach Sauerkraut und Brühe

Berechnet aus den Zutaten des Original-Rezepts für 4 Portionen, ohne Beilage. Je nach Fleischstück und Sauerkraut leicht abweichend.

Woher kommt Szegediner Gulasch? Ursprung und Aussprache

Szegediner Gulasch ist ein ungarisches Schmorgericht, hat aber mit der Stadt Szeged nichts zu tun. In Ungarn heißt es Székelygulyás, benannt nach dem Schriftsteller József Székely. Der Legende nach kam er spät in ein Budapester Gasthaus, als nur noch Gulasch und Sauerkraut übrig waren, und ließ sich beides zusammen bringen.

Aus „Székely“ wurde im deutschsprachigen Raum irgendwann „Szegediner“. Bei der Aussprache sagst du „Segediner“, denn das ungarische „sz“ klingt wie ein scharfes s. In Tschechien und der Slowakei kennt man es als Segedin oder Segedínský guláš, dort fast immer mit Serviettenknödeln. Die gleiche Familie wie das klassische ungarische Gulasch, nur säuerlicher und cremiger.

Welche Gewürze gehören ins Szegediner Gulasch?

Ins Szegediner Gulasch gehören vor allem Paprika und Kümmel. Lorbeer, Wacholder und ein wenig Majoran runden das Sauerkraut ab, ohne vorzuschmecken. Das Gericht lebt vom Spiel zwischen säuerlichem Kraut und herzhafter, tiefer Fleischsauce. Schärfe spielt kaum eine Rolle, darum reicht ein Teelöffel rosenscharf.

  • Paprika: Edelsüß bringt die rote Farbe und einen süßlich-warmen Geschmack, rosenscharf eine leichte Schärfe. Unsere Sorten edelsüß und rosenscharf stammen aus Kalocsa in Ungarn, also genau aus der Ecke, aus der dieses Gericht kommt.
  • Kümmel: Er gehört zu Sauerkraut wie der Deckel zum Topf. Leicht angedrückt gibt er mehr Aroma ab.
  • Lorbeer und Wacholder: Sie geben dem Kraut eine harzig-würzige Tiefe, die du vom klassischen Sauerkraut kennst.
  • Gulasch Gewürzmischung: Wenn es schnell gehen soll, ersetzt unsere paprikabetonte Mischung das Paprikapulver und den Majoran. Nimm 3 EL auf 1kg Fleisch, Kümmel gibst du trotzdem extra dazu.

Geräucherte Paprika ist im Original nicht üblich. Ein Teelöffel davon gibt dem Gulasch aber eine feine Rauchnote, die gut zum Sauerkraut passt. Probier es einmal aus, wenn du Kasseler oder Speck magst.

Szegediner Gulasch mit Hähnchen: die schnelle Variante

Mit Hähnchen ist das Szegediner Gulasch leichter und schneller fertig, weil Geflügel kürzer schmoren muss. So haben wir es für unsere Fotos gekocht, mit Salzkartoffeln als Beilage.

Zutaten für 4 Portionen

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln pellen, würfeln und in etwas Sonnenblumenöl glasig dünsten.
  2. Das Hähnchenfleisch hinzugeben und scharf anbraten (Hitze erhöhen).
  3. Das Fleisch mit dem Paprikapulver bestäuben, mit Salz und Pfeffer würzen, das Tomatenmark kurz mitrösten und mit der Brühe ablöschen. Die Pimentkörner dazugeben.
  4. Das Gulasch ca. 40 Minuten auf kleiner Hitze gar schmoren lassen.
  5. Parallel das Sauerkraut mit Salz, Pfeffer, den Wacholderbeeren, den Lorbeerblättern und ca. 100ml Gemüsebrühe 1 Stunde köcheln lassen. Am besten setzt du es deshalb schon vor dem Fleisch auf.
  6. Nun das Sauerkraut unter das Gulasch geben und nochmals abschmecken.

Statt Würfeln kannst du auch Streifen aus Hähnchen- oder Schweinefleisch nehmen. Dann wird daraus ein Szegediner Geschnetzeltes, das nach 25 Minuten fertig ist.

Was passt zu Szegediner Gulasch?

Als Beilage empfehlen wir, entweder traditionell, Böhmische Serviettenknödel oder, wie bei uns angerichtet, Salzkartoffeln. Serviettenknödel sind große Brotknödel, die in einem Tuch gegart und dann in Scheiben geschnitten werden. Sie saugen die Sauce besonders gut auf.

Ein Stück kräftiges Bauernbrot oder cremiges Kartoffelpüree passen genauso. Wie gut Serviettenknödel zu Paprikasauce schmecken, zeigt auch unser Paprikahähnchen mit Serviettenknödel.

Szegediner Gulasch mit Schweinewürfeln, Sauerkraut und Knödelscheiben

Häufige Fragen zu Szegediner Gulasch

Welches Fleisch nimmt man für Szegediner Gulasch?

Am besten Schweineschulter oder Schweinenacken, weil diese Stücke beim Schmoren saftig bleiben. Magere Stücke wie Schnitzelfleisch werden schnell trocken. Rindfleisch geht auch, braucht aber etwa eine halbe Stunde länger.

Muss man das Sauerkraut vorher waschen?

Nein, nur wenn es dir zu sauer ist. Gewaschenes Sauerkraut schmeckt milder, verliert aber auch etwas Aroma. Abtropfen lassen solltest du es immer.

Kann man Szegediner Gulasch mit Gurken kochen?

Ja, wer es noch säuerlicher mag, gibt am Ende 2–3 gewürfelte Gewürzgurken dazu. Im Original sind sie nicht drin, sie passen aber gut zum Sauerkraut.

Kann man Szegediner Gulasch einfrieren?

Ja, es lässt sich gut einfrieren und hält etwa 3 Monate. Friere es am besten ohne saure Sahne ein und rühre sie erst beim Aufwärmen unter. Aufgetaut schmeckt es fast noch besser, weil Fleisch und Kraut durchgezogen sind.

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Wenn der Deckel vom Topf kommt und dir Paprika, Kümmel und Sauerkraut entgegenduften, weißt du, dass sich das Warten gelohnt hat. Koch gleich die doppelte Menge, denn am zweiten Tag ist Szegediner Gulasch am besten. Das wissen meistens auch die, die sich nachts heimlich noch eine Gabel aus dem Kühlschrank holen.

Wir wünschen dir einen guten Appetit und viel Freude beim Kochen. Wenn dir dieses Rezept geschmeckt hat, dann tagge uns mit deiner Kreation bei Instagram und Facebook. Probiere doch gerne auch weitere unserer Gulasch-Rezepte.

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