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Kokosmakronen Rezept: saftig, mit und ohne Oblaten

Kokosmakronen backen: saftig, mit oder ohne Oblaten, auch ohne Rührgerät

Kokosmakronen brauchen nur drei Zutaten: Eiweiß, Zucker und Kokosraspeln. Mehl und Butter kommen gar nicht hinein. Nach 12 bis 15 Minuten im Ofen sind die Spitzen goldbraun, und innen bleiben die Häufchen weich, genau wie aus Omas Keksdose.

Zerlaufen deine Makronen auf dem Blech oder werden sie steinhart, liegt das fast immer an zwei kleinen Handgriffen. Mit dem Topf-Rezept unten gelingen sie dir schon beim ersten Blech. Ein Rührgerät brauchst du dafür nicht, Topf und Kochlöffel reichen.

Die zwei Handgriffe vorab: Eiweiß wird beim Schlagen nur fest, wenn Schüssel und Rührbesen fettfrei sind. Wisch beides deshalb mit etwas Zitronensaft aus. Und Makronen laufen breit, wenn du die Kokosraspeln einrührst statt sie vorsichtig unterzuheben. Beides umgehst du mit dem Rezept aus dem Topf, denn dort wird nichts geschlagen, und die Masse behält ihre Form.

Kokosmakronen mit goldbraunen Spitzen auf Oblaten auf dem Kuchengitter

Das erwartet dich in diesem Beitrag

Kokosmakronen aus dem Topf, ohne Rührgerät (ca. 40 Stück)

Für dieses Rezept brauchst du nur einen Topf, einen Kochlöffel und zwei Teelöffel. Eiweiß, Zucker und Kokos werden im Topf erwärmt, bis die Masse bindet. Konditoren nennen das „abrösten“. Dabei zieht der gelöste Zucker in die Kokosraspeln. Deshalb behalten die Makronen im Ofen ihre Form und bleiben innen besonders saftig.

Kokosmakronen-Masse wird im Topf abgeröstet

Zutaten

Backoblaten sind dünne, runde Scheiben aus Mehl und Wasser, fast ohne eigenen Geschmack. Du findest sie im Supermarkt beim Backzubehör. Sie sind eine essbare Unterlage, damit nichts am Blech klebt. Es geht aber auch ohne. Wie, steht bei den Varianten.

Zubereitung

  1. Die Eier trennen: Das Eiweiß kommt in den Topf, das Eigelb in eine Tasse. Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenschale und Kokosraspeln dazugeben und verrühren. Das Eiweiß wird hier nicht geschlagen.
  2. Bei kleiner bis mittlerer Hitze 5–7 Minuten ständig rühren, bis die Masse zusammenklebt und sich vom Topfboden löst. Sie soll heiß werden, aber nicht kochen, sonst brennt der Zucker an.
  3. Die Masse in eine Schüssel füllen und 10 Minuten abkühlen lassen. So lässt sie sich formen, ohne dass du dir die Finger verbrennst. Inzwischen den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 140 °C).
  4. Mit zwei Teelöffeln walnussgroße Häufchen auf Oblaten oder Backpapier setzen: Mit dem einen Löffel nimmst du die Masse, mit dem anderen schiebst du sie herunter. Mit feuchten Fingern zu kleinen Spitzen formen.
  5. Auf mittlerer Schiene 12–15 Minuten backen, bis Spitzen und Ränder goldbraun sind.
  6. Auf dem Blech abkühlen lassen. Warm sind die Makronen noch weich, beim Abkühlen werden sie fest.

Mit Spritzbeutel: Ein Spritzbeutel ist ein Beutel mit Metallspitze, der Tülle, durch die du Masse in Form drückst. Mit einer großen Sterntülle werden die Makronen zu hübschen Rosetten. Ein Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke tut es auch, dann werden sie rund.

Nährwerte pro Stück (ca.)

Nährwert Menge
Kalorien 59 kcal
Eiweiß 0,7 g
Kohlenhydrate 5,7 g
davon Zucker 5,6 g
Fett 3,6 g
davon gesättigte Fettsäuren 3,4 g
Ballaststoffe 0,8 g
Salz unter 0,1 g

Berechnet aus den Zutaten der Makronen aus dem Topf (ca. 40 Stück, mit Oblaten), je nach Größe und Zutaten etwas abweichend.

Klassische Kokosmakronen mit Eischnee (ca. 35 Stück)

Das ist das Rezept aus vielen Familienkochbüchern, die Makronen werden etwas luftiger und heller. Du brauchst dafür Eischnee: Eiweiß, das so lange geschlagen wird, bis es ein fester weißer Schaum ist. Mit dem Handrührgerät dauert das 3–4 Minuten. Mit dem Schneebesen von Hand sind es 8–10 Minuten. Hol dir ruhig Hilfe zum Abwechseln.

Zutaten

  • 4 Eiweiß (Größe M, ca. 120 g), zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 180 g Zucker
  • 2 TL Bourbon-Vanillezucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 200 g Kokosraspeln, fein
  • ca. 35 Backoblaten (5 cm) oder Backpapier

Zubereitung

  1. Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 130 °C). Ein Blech mit Oblaten oder Backpapier belegen.
  2. Das Eiweiß mit dem Salz in einer fettfreien Schüssel steif schlagen. Fertig ist es, wenn beim Herausziehen der Rührbesen kleine Spitzen stehen bleiben.
  3. Zucker und Vanillezucker esslöffelweise einrieseln lassen und 3–4 Minuten weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Dann hat sich der Zucker gelöst. Den Zitronensaft kurz unterschlagen.
  4. Die Kokosraspeln in zwei Portionen unterheben: Mit einem Teigschaber (einem flachen Gummispatel) oder einem großen Löffel von unten nach oben durch die Masse ziehen. Nicht rühren, sonst fällt der Schaum zusammen.
  5. Mit zwei Teelöffeln walnussgroße Häufchen auf die Oblaten setzen und zu kleinen Spitzen formen.
  6. Auf mittlerer Schiene 15–18 Minuten backen, bis die Spitzen goldbraun sind. Die Seiten dürfen hell bleiben.
  7. 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen. Der Gitterrost aus dem Ofen tut es auch.

TIPP: Probier nach dem Abkühlen die erste Makrone. Ist sie innen noch klebrig, backst du das nächste Blech 2 Minuten länger. Ist sie trocken, holst du es 2 Minuten früher heraus. Nach dem ersten Blech kennst du deinen Ofen.

Backzeiten auf einen Blick

Rezept Ober-/Unterhitze Umluft Backzeit
Aus dem Topf 160 °C 140 °C 12–15 Min.
Mit Eischnee 150 °C 130 °C 15–18 Min.
Mit Quark 175 °C 155 °C 18–20 Min.

Kokosmakronen-Varianten: ohne Oblaten, mit Quark, mit Schokolade

Kokosmakronen ohne Oblaten

Ja, Kokosmakronen gelingen auch auf Backpapier. Die Masse aus dem Topf hält dort am besten ihre Form. Lass die Makronen ganz auskühlen, denn warm kleben sie am Papier. Klebt es trotzdem, ziehst du das Backpapier auf ein feuchtes Küchentuch und wartest 2 Minuten. Die Feuchtigkeit löst den Zucker von unten.

Gut zu wissen: Ohne Oblate enthalten Kokosmakronen kein Mehl. Deshalb passen sie auch in die Dose, wenn du für Gäste glutenfrei backen möchtest. Prüf dafür die Zutatenliste deiner Kokosraspeln.

Kokosmakronen mit Quark (ca. 25 Stück)

Quark-Makronen sind die softe Schwester der Klassiker: innen fast wie Käsekuchen, außen leicht gebräunt. Sie kommen mit weniger als der Hälfte des Zuckers aus. Eiweiß schlagen musst du nicht, eine Schüssel und ein Löffel genügen.

Weiche Kokosmakronen mit Quark auf Backpapier, eine aufgebrochen

  1. Den Quark 15 Minuten in einem Sieb abtropfen lassen. Zu nasser Quark ist der häufigste Grund, warum Quark-Makronen zerlaufen.
  2. Quark, Ei, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale glatt rühren.
  3. Die Kokosraspeln unterrühren und 10 Minuten quellen lassen. Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 155 °C).
  4. Mit feuchten Händen walnussgroße Kugeln formen und auf Backpapier setzen.
  5. 18–20 Minuten backen, bis die Makronen goldbraun sind.

Weil sie saftiger sind, halten Quark-Makronen im Kühlschrank nur 4–5 Tage. Sie sind also eher etwas für den Adventskaffee als für die Keksdose bis Silvester.

Schoko-Kokosmakronen

Schokolade und Kokos gehören zusammen wie Advent und Kerzenschein! Entweder tauchst du die fertigen Makronen in Schokolade, oder du färbst schon die Masse mit Kakao. Beides klappt mit jedem Grundrezept.

Kokosmakronen mit Schokolade

  • 150 g Zartbitterschokolade (zum Tauchen) oder
  • 2 EL Kakao, ungesüßt und 20 g Zucker zusätzlich (für dunkle Makronen)
  • 2 EL Kakaonibs zum Bestreuen

  1. Getaucht: Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Dafür eine Schüssel auf einen Topf mit wenig heißem, nicht kochendem Wasser setzen. Die kalten Makronen mit dem Boden eintauchen und auf Backpapier fest werden lassen. Gleich ein paar Kakaonibs aufstreuen. Das sind kleine Stücke gerösteter Kakaobohnen, knackig und herb.
  2. Dunkle Masse: Den Kakao mit den Kokosraspeln mischen und wie im Rezept weiterarbeiten. Den zusätzlichen Zucker mit dem übrigen Zucker zugeben, denn ungesüßter Kakao ist herb. Fertig sind sie, wenn die Spitzen trocken und fest sind.

Welche Gewürze passen zu Kokosmakronen?

Kokos schmeckt mild und leicht nussig. Deshalb mag es Gewürze, die selbst warm und süßlich sind. Ohne Würze schmecken Makronen schnell nur nach Zucker. Die Mengen gelten für ein Rezept mit 200–220 g Kokosraspeln. Misch das Gewürz zuerst unter die Kokosraspeln, dann verteilt es sich gleichmäßig.

Gewürze für Kokosmakronen: Bourbon-Vanillepulver, Tonkabohnen, Kardamom und Ceylon-Zimt

  • Vanille, der runde Klassiker: das Mark einer halben Bourbon-Vanilleschote oder ½ TL Bourbon-Vanillepulver statt Vanillezucker. Für das Mark schneidest du die Schote längs auf und schabst die schwarzen Körnchen mit dem Messerrücken heraus. Bourbon-Vanille schmeckt warm und rund. Tahiti-Vanille wirkt blumiger, hier reicht eine Viertelschote.
  • Tonkabohne für Makronen mit Marzipan-Note: ¼ Tonkabohne, fein gerieben. Sie ist der dunkle, runzlige Samen des Tonkabaums aus Südamerika. Sie schmeckt nach Vanille, Bittermandel und einem warmen Rumton. Darunter liegt ein feiner Heuduft, derselbe wie im Waldmeister. Du reibst sie wie Muskatnuss auf der feinsten Seite einer Küchenreibe. Nimm nicht mehr, sonst wird das Aroma bitter. Mehr dazu steht im Beitrag Tonkabohne: Infos und Rezepte.
  • Kardamom und Orange, frisch und nordisch: ½ TL Kardamom gemahlen und 1 TL Orangenschale gemahlen. Kardamom stammt aus kleinen grünen Kapseln und steckt oft in skandinavischem Gebäck. Er schmeckt kühl, leicht nach Eukalyptus, und hat dazu eine zitronig-blumige Seite. Darum verschmilzt er mit der Orangenschale, statt mit ihr zu streiten. Zusammen wirken die Makronen weniger süß.
  • Ceylon-Zimt für feine Weihnachtsmakronen: 1 TL Ceylon-Zimt. Er schmeckt feiner und milder als der übliche Cassia-Zimt, deshalb bleibt die Kokosnuss im Vordergrund.
  • Lebkuchengewürz, wenn es kräftig sein darf: ½ TL Lebkuchengewürz. Die fertige Mischung bringt die typische Weihnachtswürze auf einmal, mit einer Dose statt vieler.
  • Zitrone, wenn dir Makronen zu süß sind: 1 TL gemahlene Zitronenschale statt Zitronensaft. Die feine Säure macht jede Makrone leichter.

Und die Prise Salz? Die macht die Makronen nicht salzig, sondern lässt die Kokosnuss runder schmecken.

Warum zerlaufen Kokosmakronen oder werden hart? Die 6 häufigsten Fehler

1. Warum wird das Eiweiß nicht steif?

Wisch Schüssel und Rührbesen mit Zitronensaft aus, denn schon eine Spur Fett oder Eigelb verhindert festen Schaum. Trenn die Eier kalt, dann reißt das Eigelb seltener. Plastikschüsseln halten Fett gern fest, nimm lieber Metall, Glas oder Porzellan. Oder du backst gleich aus dem Topf, da muss nichts steif werden.

2. Warum laufen die Makronen breit?

Heb die Kokosraspeln nur unter und setz die Häufchen sofort aufs Blech. Eingerührt oder zu lange stehen gelassen, wird die Masse flüssig. Läuft es trotzdem, nimm beim nächsten Mal das Rezept aus dem Topf.

3. Warum fällt der Eischnee zusammen?

Lass den Zucker erst einrieseln, wenn das Eiweiß steif ist, und dann nur esslöffelweise. Auf einmal hineingekippt, drückt er den Schaum zusammen.

4. Warum werden Kokosmakronen hart?

Hol sie heraus, sobald die Spitzen goldbraun sind. Ist die ganze Makrone braun, ist sie innen schon trocken. Innen dürfen sie noch weich sein, beim Abkühlen werden sie fest.

5. Warum hält die Masse nicht zusammen?

Nimm feine Kokosraspeln und lass die Masse 5–10 Minuten quellen. Grobe Kokoschips nehmen zu wenig Feuchtigkeit auf und halten nicht zusammen.

6. Warum werden die anderen Plätzchen weich?

Gib jeder Sorte ihre eigene Dose. Makronen geben Feuchtigkeit ab, daneben werden Butterplätzchen weich und die Makronen trocken.

Kokosmakronen aufbewahren und einfrieren, und wohin mit dem Eigelb?

In einer gut schließenden Blechdose halten Kokosmakronen kühl und trocken 2–3 Wochen. Sind sie zu fest geworden, leg für einen Tag einen Apfelschnitz mit in die Dose. Die Makronen ziehen die Feuchtigkeit und werden wieder weicher. Einfrieren kannst du sie bis zu 3 Monate, die Lagen durch Backpapier getrennt. Nach einer Stunde bei Zimmertemperatur schmecken sie wie frisch gebacken.

Hübsch verpackt sind Kokosmakronen eines der schönsten essbaren Weihnachtsgeschenke aus der Küche. Schoko-Makronen friert man am besten ohne Schokolade ein und taucht sie erst nach dem Auftauen.

Kokosmakronen in einer Blechdose als Geschenk verpackt

Das übrige Eigelb: Nach beiden Grundrezepten bleiben vier Eigelb übrig, und die schauen dich vorwurfsvoll aus der Tasse an. Zwei davon wandern in Butterplätzchen mit Eigelb, die dadurch besonders mürbe und goldgelb werden. Mit den anderen beiden kochst du eine Vanillesauce mit Eigelb. Umgekehrt bleiben nach einer Crème brûlée acht Eiweiß übrig. Das reicht für zwei Bleche Kokosmakronen.

Häufige Fragen zu Kokosmakronen

Wie viel Eiweiß braucht man für 200 g Kokosraspeln?

Du brauchst vier Eiweiß, also etwa 120 g. Als Faustregel gilt ein Eiweiß auf 50 g Kokosraspeln und 45–50 g Zucker. So kannst du jedes Rezept leicht halbieren oder verdoppeln.

Ober-/Unterhitze oder Umluft?

Für ein Blech ist Ober-/Unterhitze besser, weil sie gleichmäßiger bräunt. Für zwei Bleche nimmst du Umluft, bei der ein Ventilator die heiße Luft verteilt. Stell den Ofen dann 20 Grad niedriger ein und tausche die Bleche nach der Hälfte der Zeit.

Was ist der Unterschied zwischen Kokosmakronen und Kokosplätzchen?

Kokosmakronen bestehen aus Eiweiß, Zucker und Kokos, Kokosplätzchen aus Mürbeteig mit Kokosraspeln. Makronen sind innen weich, Kokosplätzchen werden ausgestochen und sind mürbe und knusprig.

Kann man weniger Zucker nehmen?

Ja, bis etwa 150 g pro Rezept. Der Zucker hält die Masse zusammen, mit noch weniger werden die Makronen bröselig. Wer es deutlich weniger süß mag, backt die Quark-Variante. Mit Rohrohrzucker werden sie etwas dunkler und schmecken leicht nach Karamell.

Warum sind Kokosmakronen innen nass?

Sie waren zu kurz im Ofen oder zu groß. Setz sie nicht größer als eine Walnuss aufs Blech und gib ihnen 2–3 Minuten mehr. Ein wenig Feuchtigkeit gleicht sich über Nacht noch aus.

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Am nächsten Morgen hängt noch ein Hauch gerösteter Kokosnuss in der Küche, und die Dose ist schon halb leer. Mehr Lob brauchen Makronen nicht. Fang mit dem Rezept aus dem Topf an. In 40 Minuten liegt das erste Blech zum Abkühlen bereit. Und wenn du magst, zeig uns deine Makronen bei Instagram oder Facebook.

Zubereitungszeit: 00 H 40 M

Portionsanzahl: 40 Portionen

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