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Steak richtig braten – Rezept

Steak aus der Pfanne in den Ofen Rezept

Das perfekte Steak. Manchmal ist es wirklich Kunst, das perfekte Steak zu braten. Welches Fleisch ist das richtige? Welche Temperatur muss das Steak haben und wie muss ich ein Steak würzen.
Fragen über Fragen. Die passenden Beilagen gibt es bei uns im Blog.
Kennst du schon das Curry-Paprika-Brot oder das Bubble-Brot?

Steak braten heißt: Die Pfanne zischt laut, wenn das Fleisch hineinkommt, und nach zwei Minuten liegt eine dunkle, duftende Kruste obenauf. Innen bleibt es rosa und saftig. Dafür brauchst du kein Steakhaus, sondern eine schwere Pfanne, deinen Backofen und ein einfaches Bratenthermometer.

So kannst du jedes Rindersteak zubereiten, ob nur in der Pfanne oder in Pfanne und Ofen, auch wenn du zum ersten Mal ein Steak brätst. Hier bekommst du das Grundrezept, die Garzeiten nach Dicke, alles zum Hüftsteak und die Antwort auf die ewige Frage, ob man vor oder nach dem Braten würzt.

Gebratenes Steak mit Rosmarin in Knoblauchbutter

Das erwartet dich in diesem Beitrag

Zutaten

  • 1 TL Olivenöl
  • 1 Steak, etwa 250g und 2,5–3 cm dick (Hüftsteak, Rumpsteak, Ribeye, Rinderfilet)
  • Salz/Pfeffer

Zubereitung

  1. Das Steak sollte 1-2 Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen werden. Der enorme Temperaturunterschied ist nicht gut für das Fleisch.
  2. In eine Pfanne einen 1 TL Öl geben
  3. Die Pfanne sollte sehr heiss werden.
  4. Sobald die Pfanne heiss ist, das Stück Fleisch hineingeben und von beiden Seiten scharf anbraten.
  5. Es ist wirklich kein Problem, wenn ein Fleisch-Thermometer benutzt wird.
  6. Folgende Temperatur: Rare (Innen roh): 48-52°C. Medium Rare (roher Kern): 52-55 °C. Medium (halb durchgebraten): 55-59 °C. Well Done (ganz durchgebraten): 60-62°C.
  7. Nachdem das Fleisch scharf angebraten wurde, kann das Fleisch im Backofen bei kleiner Temperatur weiter ziehen.
  8. Bei ca. 100° C weitere 10-15 Minuten drin lassen, jedoch immer auf die gewünschte Kerntemperatur achten.
  9. Nachdem das Fleisch seine Kerntemperatur erhalten hat ist es wichtig, dieses noch Ruhen zu lassen. So wird es zarter.
  10. Serviere dein Lieblings-Steak nur mit Salz oder Pfeffer oder sogar beides.

Tipps:

Ein perfektes Steak kann man auch mit Kräuterbutter oder Knoblauchbutter genießen.

Zum Würzen empfehlen wir unser Flor de Sal, Fermentierten Pfeffer und den Steakpfeffer!

Übrigens: Das Stück mit dem Fettdeckel, das in Brasilien als Picanha auf den Grill kommt, ist bei uns der Tafelspitz. Gekocht wird daraus der Wiener Tafelspitz.

Hüftsteak braten: so wird es zart

Ein Hüftsteak brätst du am besten genau wie im Rezept oben: scharf anbraten und bei 100 °C im Ofen fertig ziehen lassen. So kannst du ein Hüftsteak in Pfanne und Ofen zubereiten, ohne dass es trocken wird. Das Hüftsteak kommt aus der Rinderhüfte. In Österreich heißt es Hüferlsteak, beim Metzger oft auch Steakhüfte. Es ist mager, kräftig im Geschmack und günstiger als Filet.

Weil kaum Fett darin steckt, verzeiht es wenig. Brate ein Rinderhüftsteak deshalb höchstens medium, also bis zu einer Kerntemperatur von 55–59 °C. Schneide es nach dem Ruhen quer zur Faser in Scheiben, dann bleibt es zart.

Hüftsteak in der Pfanne, ganz ohne Ofen

Ein Hüftsteak bis 2 cm Dicke gelingt auch nur in der Pfanne. Brate es bei starker Hitze 2 Minuten pro Seite an. Dann stellst du die Hitze auf mittel, gibst 1 EL Butter, einen Zweig Rosmarin oder Thymian und eine angedrückte Knoblauchzehe dazu. Jetzt die schäumende Butter 1–2 Minuten mit einem Löffel immer wieder über das Steak gießen. Köche nennen das Arrosieren. Es gart das Fleisch sanft von oben und gibt Aroma.

Hüftsteak vom Jungbullen

Jungbullen-Hüftsteak stammt von jungen männlichen Rindern. Das Fleisch ist feinfaserig und sehr mager. Es brät sich wie jedes Hüftsteak, nur etwas kürzer, weil es oft dünner geschnitten ist. Prüfe deshalb schon nach 1½ Minuten pro Seite.

Wie lange muss ein Steak braten?

Ein 3 cm dickes Steak braucht 2 Minuten pro Seite in der sehr heißen Pfanne und danach 10–15 Minuten bei 100 °C im Ofen. Entscheidend ist die Dicke, nicht das Gewicht. Die Zeiten in der Tabelle gelten für medium rare und sind Richtwerte, das Thermometer hat immer das letzte Wort.

Dicke Pfanne je Seite danach Ziel medium rare
2 cm 1½–2 Min. 5–8 Min. bei 100 °C oder 1–2 Min. mit Butter in der Pfanne 52–55 °C
3 cm 2 Min. 10–15 Min. bei 100 °C 52–55 °C
4 cm 2–3 Min., Ränder kurz mitbraten 15–20 Min. bei 100 °C 52–55 °C
5 cm, z. B. Filet 2–3 Min., Ränder kurz mitbraten 20–30 Min. bei 100 °C 52–55 °C

Für medium rechnest du im Ofen etwa 5 Minuten mehr, für rare etwas weniger.

Kerntemperatur Steak: die Übersicht

Die Kerntemperatur misst du mit einem Bratenthermometer, das du seitlich bis in die Mitte des Steaks steckst. Nimm das Steak 1–2 Grad vor dem Ziel heraus. Beim Ruhen steigt die Temperatur noch etwas.

Garstufe so sieht es aus Kerntemperatur
Rare (blutig) innen roh und rot 48–52 °C
Medium rare Kern rosa-rot, sehr saftig 52–55 °C
Medium (rosa) rosa, halb durchgebraten 55–59 °C
Well done (durch) ganz durchgebraten, grau 60–62 °C

Steak würzen: vor oder nach dem Braten?

Salz kommt vor dem Braten ans Steak, Pfeffer erst danach. Salz kannst du direkt vor dem Braten streuen oder schon eine Stunde vorher, wenn das Steak ohnehin aus dem Kühlschrank kommt. Zuerst zieht das Salz etwas Saft heraus, nach etwa 40 Minuten ist er wieder im Fleisch. Tupfe das Steak vor dem Braten trocken, dann bekommt es eine bessere Kruste.

Pfeffer verbrennt in der heißen Pfanne und wird bitter. Mahle ihn deshalb erst beim Ruhen oder auf dem Teller frisch darüber. Das gilt auch für Pfeffermischungen. Wann würzt man ein Steak also? Kurz gesagt: Salz vorher, Pfeffer nachher.

Welche Gewürze passen zu Steak?

Ein gutes Steak braucht wenig. Neben Salz und Pfeffer aus der Mühle passen kräftige Kräuter wie Rosmarin und Thymian, die in der Butter am Ende mitbraten. Eine Zehe Knoblauch gehört bei vielen dazu.

Wer es pfeffriger mag, nimmt unseren Meisterpfeffer: geschrotet, warm und leicht harzig, kurz vor dem Servieren darübergestreut. Langer Pfeffer wird frisch gerieben und schmeckt scharf, warm und leicht süßlich. Für Steaks vom Grill passt ein Rub mit Rauchnote wie unser BBQ Rib Rub. In der sehr heißen Pfanne streust du ihn besser erst beim Ruhen darüber, weil Mischungen mit süßer Note schnell zu dunkel werden.

Für die Butter obendrauf rührst du unser Kräuterbutter Gewürz oder Café de Paris in weiche Butter.

Steakpfeffer, langer Pfeffer und Rosmarin als Gewürzhaufen

Welches Öl zum Steak braten?

Zum Steak braten nimmst du ein Fett, das große Hitze verträgt: raffiniertes Rapsöl, Erdnussöl oder Butterschmalz. Unser Rezept oben kommt mit einem Teelöffel Olivenöl aus, und das funktioniert, weil du nur wenig brauchst und das Steak sofort hineinlegst. Lass Olivenöl aber nie qualmen, sonst wird es bitter.

Butter allein verbrennt bei dieser Hitze. Gib sie deshalb erst zum Schluss dazu, wenn du die Hitze herunterschaltest.

Steak grillen

Auf dem Grill funktioniert das gleiche Prinzip wie mit Pfanne und Ofen. Das Steak kommt zuerst über die volle Glut oder den heißesten Brenner, 2 Minuten pro Seite. Danach zieht es in der indirekten Zone ohne Glut darunter bei geschlossenem Deckel weiter, bis es die gewünschte Kerntemperatur erreicht. Die Werte aus der Tabelle oben gelten auf dem Grill genauso.

Hüftsteak, Rumpsteak, Entrecôte oder Filet?

Jedes Steak brätst du nach dem Rezept oben. Die Stücke unterscheiden sich aber in Fett, Zartheit und Dicke.

Steak woher so ist es darauf achten
Hüftsteak Hüfte mager, kräftig, preiswert höchstens medium braten
Rumpsteak hinterer Rücken (flaches Roastbeef) kräftig, mit Fettrand Fettrand alle 2 cm einschneiden, damit es sich nicht wölbt
Entrecôte, Ribeye vorderer Rücken (hohe Rippe) stark marmoriert, sehr saftig verträgt mehr Hitze, gut als medium
Rinderfilet Lende sehr zart und mild dick schneiden, länger im Ofen

Das ganze Stück vom Rücken, aus dem Rumpsteaks geschnitten werden, gart am Stück als Roastbeef im Ofen. Dann wird es erst nach dem Garen in dünne Scheiben geschnitten.

Häufige Fragen zum Steak braten

Wie oft wendet man ein Steak?

Einmal wenden reicht. Wer alle 30 Sekunden wendet, bekommt ein etwas gleichmäßiger gegartes Steak, die Kruste wird dafür etwas heller. Beides ist richtig.

Wie lange muss ein Steak ruhen?

Ein Steak ruht 3–5 Minuten, locker mit Alufolie abgedeckt. Kommt es aus dem 100-Grad-Ofen, reichen 2–3 Minuten, weil es dort schon sanft gegart ist. Zugegeben, das Warten ist bei diesem Duft der schwierigste Teil des Rezepts.

Warum wird mein Steak grau und zäh?

Meist war die Pfanne nicht heiß genug oder zu voll. Dann kocht das Fleisch im eigenen Saft, statt eine Kruste zu bekommen. Brate höchstens zwei Steaks gleichzeitig, tupfe sie trocken und schneide quer zur Faser.

Kann man ein gefrorenes Steak braten?

Besser nicht. Lass es über Nacht im Kühlschrank auftauen und tupfe es vor dem Braten gründlich trocken.

Wie erkenne ich ohne Thermometer, ob ein Steak medium ist?

Mit der Druckprobe: Gibt das Steak auf Fingerdruck federnd nach, ist es etwa medium. Fühlt es sich weich an wie ein entspannter Handballen, ist es noch rare. Sicherer ist ein Thermometer.

Welche Pfanne ist die beste für Steak?

Eine schwere Pfanne aus Gusseisen oder Edelstahl. Sie speichert viel Hitze und kühlt nicht ab, wenn das kalte Fleisch hineinkommt. Beschichtete Pfannen vertragen die nötige Hitze meist nicht.

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Leg das Steak nach dem Ruhen auf ein vorgewärmtes Brett, schneide es quer zur Faser in Scheiben und stell das Brett mitten auf den Tisch. Ein Klecks Kräuterbutter schmilzt auf dem rosa Fleisch, daneben dampfen die Bratkartoffeln, und um die letzte Scheibe wird höflich, aber bestimmt verhandelt.

Kennst du schon das Curry-Paprika-Brot, Bubble-Brot oder Kräuterfaltenbrot?

Wir wünschen dir einen guten Appetit und viel Freude beim Braten. Wenn dir dieses Rezept geschmeckt hat, dann tagge uns mit deiner Kreation bei Instagram und Facebook. Probiere doch gerne auch unsere anderen Kreationen.

Zubereitungszeit: 00 H 15 M

Portionsanzahl: 1 Portionen

Produktideen

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