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Maronensuppe Rezept: cremig, festlich, in 35 Minuten fertig

Maronensuppe und Maronenschaumsuppe: samtig aus vorgegarten oder frisch gerösteten Maronen

Maronensuppe schmeckt, wie es auf dem Weihnachtsmarkt riecht, wenn die Maronen in der heißen Trommel knacken: nussig, leicht süß und so warm, dass du die Hände um die Tasse legen möchtest. Im Teller wird daraus eine samtige Suppe mit einem Klecks Sahne und ein paar knusprig gebratenen Stückchen obendrauf.

Schreckt dich das Schälen ab? Brauchst du gar nicht. Vorgegarte Maronen im Vakuumpack gibt es im Herbst und Winter in fast jedem Supermarkt, und damit steht die Suppe in 35 Minuten auf dem Tisch. Hast du frische Maronen, zeigen wir dir weiter unten, wie sie im Backofen weich werden und sich leicht schälen lassen.

Cremige Maronensuppe mit Sahnespirale, Maronenstücken und Thymian

Maronensuppe Rezept: das Grundrezept

Zubereitung 15 Minuten, Kochzeit 20 Minuten. Als Hauptgericht reicht der Topf für 4 Personen, als Vorsuppe im Festmenü für 6 bis 8 kleine Portionen.

Zutaten für 4 Personen

  • 400g Maronen, vorgegart und geschält (oder 600g frische Maronen, siehe unten)
  • 1 Zwiebel
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 100g Knollensellerie
  • 2 EL Butter
  • 900ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ TL getrockneter Thymian oder 2 frische Zweige
  • 150ml Sahne
  • Salz und weißer Pfeffer
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Für das Topping: 4 Maronen, 1 TL Butter, 1 Prise Zimt

Zubereitung

  1. Zwiebel, Apfel und Sellerie schälen und klein würfeln. Die Maronen grob hacken und 4 Stück für das Topping zur Seite legen.
  2. Die Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel darin 3 Minuten glasig dünsten. Apfel, Sellerie und Maronen dazugeben und 3 bis 4 Minuten mitbraten, bis die Maronen an den Kanten leicht Farbe nehmen. Diese Röstnoten machen die Suppe später tiefer im Geschmack.
  3. Mit der Brühe ablöschen, Lorbeer und Thymian dazugeben. Mit Deckel 20 Minuten leise köcheln lassen.
  4. Lorbeerblatt und Thymianzweige herausfischen. Die Sahne angießen und alles mit dem Stabmixer, also dem Pürierstab, 2 bis 3 Minuten sehr fein pürieren. Ohne Stabmixer geht es im Standmixer in zwei Portionen. Den Deckel dabei mit einem Tuch festhalten, denn heiße Suppe drückt nach oben.
  5. Mit Salz, weißem Pfeffer, Muskat und einem Spritzer Zitrone abschmecken. Die Säure hebt die Süße der Maronen und lässt die Suppe frischer schmecken. Ist sie zu dick, gibst du noch etwas heiße Brühe dazu.
  6. Für das Topping die übrigen Maronen klein schneiden, in Butter 2 bis 3 Minuten knusprig braten und mit einer Prise Zimt bestäuben. Die Suppe in Teller füllen, einen Löffel Sahne daraufgeben und die Maronenstücke darüberstreuen.

TIPP für die Maronenschaumsuppe: Gib kurz vor dem Servieren 2 EL eiskalte Butter oder 50ml kalte Sahne in die heiße Suppe. Halte den Stabmixer schräg knapp unter die Oberfläche und mixe 30 Sekunden. So zieht er Luft hinein, und auf der Suppe steht ein lockerer Schaum wie im Restaurant.

Nährwerte pro Portion (ca.)

Nährwert Menge
Kalorien 446 kcal
Eiweiß 4g
Kohlenhydrate 56g
davon Zucker 20g
Fett 22g
davon gesättigte Fettsäuren 13g
Ballaststoffe 10g
Salz je nach Brühe

Berechnet aus den Zutaten des Grundrezepts für 4 Personen, ohne Topping. Je nach Größe von Apfel und Sellerie und je nach Brühe leicht abweichend.

Alles weitere in diesem Beitrag

Maronen zubereiten: frische Maronen rösten, kochen und schälen

Frische Maronen schneidest du an der gewölbten Seite kreuzweise ein und röstest sie 20 bis 25 Minuten bei 200 °C im Backofen. Der Schnitt ist wichtig: Ohne ihn baut sich in der Schale Dampf auf, und die Frucht kann im Ofen platzen.

  1. Mit einem kleinen, spitzen Messer ein Kreuz in die Schale ritzen, etwa 1 cm lang. Leg die Marone dafür flach auf ein Brett, dann rutscht das Messer nicht ab.
  2. Die Maronen mit der Schnittseite nach oben auf ein Blech legen. Eine ofenfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden stellen. Der Dampf hält die Maronen saftig.
  3. Bei 200 °C Ober- und Unterhitze 20 bis 25 Minuten rösten, bis die Schale am Kreuz aufspringt.
  4. Die heißen Maronen in ein feuchtes Küchentuch wickeln und 5 Minuten ruhen lassen. Dann lassen sie sich warm am besten schälen. Zieh dabei auch die dünne, pelzige Innenhaut ab, sie schmeckt bitter.

Rechne beim Schälen damit, dass ein paar Maronen den Topf nie erreichen. Irgendwer muss ja probieren, ob sie gar sind.

Methode Zeit gut für
im Backofen bei 200 °C 20–25 Minuten Röstaroma, zum Naschen und für die Suppe
in kochendem Wasser etwa 20 Minuten weiche Maronen für Püree und Suppe
in der Pfanne mit Deckel 15–20 Minuten, öfter schütteln kleine Mengen ohne Ofen

Auch fürs Kochen ritzt du die Maronen vorher ein. Aus 600g frischen Maronen bekommst du nach dem Schälen etwa 400g, genau die Menge für die Suppe.

Geröstete Maronen mit aufgesprungenem Kreuzschnitt auf einem Teller

Maronen oder Esskastanien: Was ist der Unterschied?

Maronen sind besonders große, ausgesuchte Sorten der Esskastanie, auch Edelkastanie genannt. Sie sind herzförmig, haben eine glatte Schale und lassen sich leichter schälen. Esskastanien sind meist kleiner und flacher. Für die Suppe kannst du beide nehmen, deshalb heißt dasselbe Gericht auch Kastaniensuppe oder Maronencremesuppe.

Wichtig beim Sammeln im Park: Die Rosskastanie ist nicht essbar. Ihre grüne Hülle trägt nur wenige, kurze Stacheln, die Früchte sind rund und glänzend ohne Spitze. Esskastanien stecken in einer Hülle mit sehr vielen feinen, langen Stacheln und haben oben eine kleine Spitze mit Härchen.

Welche Gewürze passen zu Maronensuppe?

Zu Maronensuppe passen warme, leise Gewürze, die ihre nussige Süße begleiten, statt sie zu überdecken. Muskat, Lorbeer und Thymian gehören in den Topf, eine Prise Zimt kommt erst aufs Topping.

  • Muskatnuss: süß-warm und leicht harzig. Sie ist der Klassiker zu allem Cremigen. Reib sie frisch und erst am Ende, eine Prise reicht für den ganzen Topf.
  • Lorbeer: ein Blatt gibt der Brühe eine kräutrige Tiefe. Nach dem Kochen herausnehmen, bevor du pürierst.
  • Thymian: bringt eine herzhafte, leicht herbe Note und holt die Suppe aus der Dessert-Ecke. Mit Lorbeer zusammen ergibt er das klassische Kräuterpaar der französischen Brühe.
  • Weißer Pfeffer: würzt geradlinig und bleibt in der hellen Suppe unsichtbar.
  • Zimt: eine Prise auf den gebratenen Maronen erinnert an den Weihnachtsmarkt. In der Suppe selbst wird er schnell zu süß.
  • Rosmarin und Orangenschale: für Varianten. Rosmarin passt zu Pilzen und Speck, ein Hauch Orange zur Kürbis-Version.

Maronen schmecken mild nussig und leicht süß, fast wie eine Mischung aus Kartoffel und Haselnuss. Deshalb lieben sie Partner mit etwas Säure oder Würze: Apfel, Sellerie, Pilze, Speck, Rotkohl oder Rosenkohl.

Muskatnuss, Lorbeer, Thymian und weißer Pfeffer als Gewürzhaufen

Warum wird Maronensuppe mehlig oder zu süß?

Maronensuppe wird mehlig, wenn sie zu kurz püriert wird oder zu wenig Flüssigkeit hat. Maronen sind stärkehaltig wie Kartoffeln. Püriere deshalb wirklich 2 bis 3 Minuten und gib so lange heiße Brühe dazu, bis die Suppe vom Löffel fließt.

  • Zu süß: Ein Spritzer Zitrone oder ein Schuss trockener Weißwein bringt Gleichgewicht. Der säuerliche Apfel im Rezept hilft schon dabei.
  • Zu fad: Fehlt meist Salz. Erst salzen, dann noch einmal probieren, bevor du nachwürzt.
  • Bitter: Die pelzige Innenhaut frischer Maronen ist mitgekocht. Beim nächsten Mal warm schälen, dann geht sie leichter ab.
  • Zu dick am nächsten Tag: Die Suppe zieht im Kühlschrank nach. Beim Aufwärmen mit etwas Brühe oder Milch verdünnen.

Maronensuppe Varianten: vegan, mit Kürbis, mit Pilzen

Vegane Maronensuppe

Nimm 2 EL Rapsöl statt Butter und 150ml pflanzliche Kochcreme oder Haferdrink statt Sahne. Die Maronen bringen so viel Cremigkeit mit, dass du den Unterschied kaum merkst. Fürs Topping die Maronen in Öl braten.

Maronensuppe mit Kürbis

Ersetze den Sellerie durch 300g Hokkaido-Kürbis mit Schale und nimm nur 300g Maronen. Die Suppe wird orange und etwas fruchtiger. Eine kleine Prise Orangenschale passt hier besonders gut. Mehr Ideen findest du bei der fruchtigen Kürbissuppe aus Hokkaido.

Mit Pilzen oder Speck als Topping

Brate 150g Champignons oder Kräuterseitlinge in Scheiben scharf an, würze sie mit Salz und einer Prise Rosmarin und setze sie statt der Maronen auf die Suppe. Oder du lässt 4 Scheiben Frühstücksspeck in der Pfanne knusprig werden und bröselst sie darüber. Weitere Pilzgerichte stehen in unseren herzhaften Pilz Rezepten für den Herbst.

Als Vorsuppe im Weihnachtsmenü

Serviere die Maronenschaumsuppe in kleinen Gläsern oder Espressotassen. Die Suppe lässt sich am Vortag kochen, nur das Aufschäumen machst du kurz vor dem Servieren. Ideen für die übrigen Gänge findest du in unserem Beitrag Rezepte für dein Weihnachtsmenü.

Maronenschaumsuppe und Maronensuppe mit Pilzen in kleinen Gläsern

Häufige Fragen zur Maronensuppe

Kann man Maronensuppe einfrieren?

Ja, am besten ohne Sahne. Friere die pürierte Suppe portionsweise ein, sie hält etwa 3 Monate. Nach dem Auftauen erhitzen, Sahne einrühren und noch einmal kurz pürieren.

Wie viele Maronen pro Person?

Für die Suppe rechnest du 100g geschälte Maronen pro Person als Hauptgericht. Als Vorsuppe reichen 50 bis 70g. Zum Naschen aus dem Ofen sind 150 bis 200g frische Maronen mit Schale pro Person üblich.

Wie lange müssen Maronen kochen?

Eingeritzte frische Maronen kochen etwa 20 Minuten in sprudelndem Wasser. Vorgegarte Maronen aus der Packung sind schon gar und brauchen in der Suppe nur noch die 20 Minuten Köcheln, damit sie weich genug zum Pürieren werden.

Wozu passen Maronen sonst noch?

Maronen passen zu Rotkohl, Rosenkohl, Wild, Ente und Gans. Glasiert mit Butter und etwas Zucker sind sie eine feine Beilage, zum Beispiel in den Rosenkohl Rezepten. Gehackt geben sie Füllungen Biss, und in Kuchen ersetzen sie einen Teil der Nüsse.

Kann man die Suppe am Vortag kochen?

Ja, sie schmeckt am nächsten Tag sogar runder. Lass sie abkühlen, stell sie abgedeckt kalt und erwärme sie langsam. Weil sie nachdickt, brauchst du beim Aufwärmen meist einen Schuss Brühe.

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Beim nächsten Topf probierst du eine der Abwandlungen: mit Kürbis und einem Hauch Orangenschale oder mit Pilzen, Speck und etwas Rosmarin. Die Basis aus vorgegarten Maronen und Apfel bleibt dieselbe, und jede Version schmeckt nach einem anderen Festessen.

Zubereitungszeit: 00 H 35 M

Portionsanzahl: 4 Portionen

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