logo

Indische Gewürze und indische Kräuter – ein Überblick und leckere Rezepte

Die wichtigsten indische Gewürze einfach erklärt und Rezepte für die typischen Gewürzmischungen und Pasten zum Selbermachen

Ich bin schon lange Jahre fasziniert von der indischen Küche - mit den vielen aromatischen Gewürzen und den unfassbar leckeren Gerichten - und das Schöne: sowohl Fleischliebhaber als auch Vegetarier kommen hier voll auf ihre Kosten.

Das richtige Würzen spielt dabei eine große Rolle und erfordert ein bisschen Übung. Wir verschaffen dir in diesem Beitrag einen Überblick über typisch indische Gewürze, Gewürzmischungen und Gewürzpasten. Und wenn du auf den Geschmack gekommen bist und in die indische Küche mit ihren aromatischen und duftenden Rezepten eintauchen willst, dann schau bei unserem Beitrag über Indische Gerichte vorbei: Indische Küche - Aromatische Rezepte aus dem Land der Gewürze.

Welche indischen Gewürze gibt es? 17 indische Gewürze im Überblick

Tipps und Tricks für die Verwendung der indischen Gewürze

Indische Gewürzmischungen - Garam Masala, Tandoori, Curry und Makwash

Indische Gewürzpasten ganz einfach selbst herstellen

Welche indische Gewürze gibt es? 17 indische Gewürze im Überblick

Bist du auch manchmal überwältigt von der großen Anzahl der indische Gewürze in den Rezepten? Meist sind sehr viele verschiedene Gewürze aufgelistet, denn erst dessen Kombination bringt diesen typischen aromatischen indischen Geschmack. Hier bekommst du einen Überblick über typisch indische Gewürze:

Indische Gewürze Nr. 1: Ajwein / Ajowan - indischer Kümmel

Ajowan wird in der ayurvedischen Ernährung viel verwendet und ist in Indien ein gängiges Gewürz. Er ist mit Kümmel und Kreuzkümmel verwandt und wird auch Königskümmel oder indischer Kümmel genannt. Durch die heilende Wirkung bei der Verdauung ist er ein altbekanntes medizinisches Heilmittel in Indien und zu Zeiten von Hildegard von Bingen auch in Deutschland. Der Geschmack ist ähnlich wie Thymian, allerdings etwas intensiver. 

Geeignet für: alle indische Gerichte mit Hülsenfrüchten und Wurzelgemüsen sowie für indische Pakoras, Pilaws und indische Gewürzmischungen

Indische Gewürze Nr. 2: Amchur/Mangopulver

Aus getrockneten unreifen Mangos wird das indische Gewürz Amchur hergestellt und es hat einen süß-säuerlichen Geschmack ähnlich wie bei uns die Zitrone.

Geeignet für: die saure Komponente für indische Currys, indische Gemüsegerichte mit Kartoffeln, Auberginen, Blumenkohl und Bohnen, für Dals, für indische Chutneys und für indische Marinaden zu Geflügel und Fisch

Indische Gewürze Nr. 3: Bockshornklee 

Dieses Gewürz war schon in der Antike als Heilmittel bekannt und hat von Indien den Weg in die ganze Welt genommen. Er zeichnet sich durch seinen typischen bitteren aber auch aromatischen Geschmack aus, der an Sellerie oder Liebstöckel erinnert. Da der Geschmack der Samen sehr intensiv ist, sollten sie erstmal sparsam verwendet werden. Bockshornklee ist ein typischer Bestandteil vieler indischer Gerichte.

Geeignet für: indische Currys und indische Gewürzmischungen. In der Heilkunde wird daraus auch Tee bereitet - er soll eine positive Wirkung auf Haut und Haar haben. Deshalb haben sich auch Haarspülungen und Umschläge mit Bockshornklee bewährt.

Indische Gewürze Nr. 4: Chili

Zuerst gab es in Indien den Schwarzen Pfeffer und erst später kamen die roten Chilischoten dazu, die fein gemahlen zum Chilipulver ungefähr dem Schärfegrad des Cayennepfeffer entsprechen, welcher für indische Gerichte genommen werden kann. 

Geeignet für: indische Gewürzmischungen und herzhafte indische Gerichte, vorsichtig dosieren!

Indische Gewürze Nr. 5: Curryblätter - frisch, kräftig, scharf

Die Curryblätter ähneln vom Aussehen den Lorbeerblättern aus der deutschen Küche, schmecken aber würzig, nussig und scharf. Sie werden meistens frisch verwendet, die getrockneten Blätter verlieren schnell an Aroma. Beim Kochen werden ca. vier Blätter für ein Gericht verwendet und diese werden für ein kräftigeres Aroma kurz angebraten, dann im Gericht mitgekocht und am Schluss wieder entfernt, können aber auch mitgegessen werden.

Geeignet für: indische Gerichte wie Suppen, Gemüseeintöpfe und vegetarische indische Currys sowie für indische Chutneys

Indische Gewürze Nr. 6: Fenchel, Fenchelsaat, Fenchelsamen

Noch aus Kindertagen kennt wohl fast jeder Fencheltee bei Bauchschmerzen. Die indische Küche verwendet Fenchel zum Kochen, denn das Gewürz hat eine intensive Anis Note und verleiht den indischen Gerichten eine feine Süße. Vor Gebrauch sollte er erst kurz vorher mit dem Mörser zerstoßen werden, um sein tolles Aroma zu entfalten. Als Bestandteil von Mukhwas, eine indische Körnermischung nach dem Essen, dient Fenchel als Verdauungshilfe und gibt einen frischen Atem. 

Geeignet für: indische Gewürzmischungen, deftige Currys mit Hülsenfrüchten, indische Hähnchengerichte und Tees sowie nach dem Essen als Verdauungshilfe.

Indische Gewürze Nr. 7: Ingwer - fruchtig und scharf

Der Ingwer wird meist frisch als Knolle verwendet und ist in Indien sehr beliebt und somit in fast jedem Gericht vorhanden. Er hat eine fruchtige und angenehme Schärfe und wird vor dem Rösten fein geschnitten mit den anderen Gewürzen im Mörser zu einer Paste verarbeitet. Wenn du keinen frischen Ingwer zur Hand hast, dann nimm Ingwerpulver

Geeignet für: indische Currys, Chutneys, Samosas, Dals, indische Fleischgerichte und viele andere herzhafte Gerichte

Indische Gewürze Nr. 8: Kardamom - edel wie Safran oder Vanille

Kardamom könnte man schon als sehr edles Gewürz bezeichnen und er kann sich durchaus bei Safran und Vanille einreihen, was die Kostbarkeit angeht. Es gibt ihn in zwei Sorten: 

Grüner Kardamom: In den dunkelgrünen frischen Kapseln des grünen Kardamoms sitzen die kleinen schwarzen Samen, die für den aromatischen süß-scharfen Geschmack sorgen, der an eine Mischung aus Ingwer, Eukalyptus und Zitrone erinnert. Du kannst die Kapseln im Ganzen mitkochen oder erst aufbrechen, dann mörsern und anrösten. Oder du zerdrückst die Samen mit einem Nudelholz. 

Geeignet für: Grüner Kardamom kommt in vielen Süßspeisen vor. Probiere unbedingt mal ein Kardamom-Eis oder ein Kardamom-Kaffee/Tee-Getränk. Außerdem macht er sich gut in herzhaften Gerichten mit Wild oder Fisch. Er kommt auch in Reisgerichten und Gewürzmischungen vor.

Schwarzer Kardamom: Er ist doppelt so groß wie der grüne Kardamom, schwarz, runzelig und durch das Trocknen über offenem Feuer bekommt schwarzer Kardamom ein stark rauchiges Aromen.

Geeignet für: alle herzhaften indische Gerichte

Indische Gewürze Nr. 9: Koriander - als Samen, Pulver oder frisch

Koriander wird in drei Formen verwendet - als ganze Samen, gemahlen als Pulver und meist als Dekoration zum Schluss als grünes frisches Kraut, das ein bisschen wie Petersilie aussieht. In Indien werden vor allem die getrockneten Koriander-Samen verwendet. Koriander zeichnet sich durch sein herb würziges Aroma nach Nüssen und mit einem süßen Nachgeschmack aus und wird oft in Kombination mit Kreuzkümmel verwendet. Vor der Verwendung mörsern und leicht anrösten. 

Geeignet für: indische Fleisch- und Geflügelgerichte sowie Fisch, Currys oder für Saucen, Chutneys und indische Gebäck-Variationen.

Indische Gewürze Nr. 10: Kreuzkümmel (Cumin) - kräftig und fein herb

Kreuzkümmel spielt in der ayurvedischen Küche eine große Rolle, da er genau wie Zimt, grüner Kardamom und Koriander zu den wärmenden Gewürzen gehört. Die Kreuzkümmelsamen sollten braun und intakt sein und werden erst vor Gebrauch im Mörser zerstoßen und in der Pfanne geröstet - so entfaltet er sein kräftiges, würziges und fein herbes und leicht scharfes Aroma.

Geeignet für: indische Gerichte mit Geflügel und Lamm sowie Meeresfrüchte und Fisch. Außerdem für viele indische Gewürzmischungen, Currys und in Salaten mit Hülsenfrüchten.

Indische Gewürze Nr. 11: Kurkuma (Gelbwurz) - eine Knolle mit großer Wirkung

Diese knallorange Knolle ist aufgrund seiner positiven Eigenschaften auf die Gesundheit mittlerweile auch bei uns schon sehr beliebt und ist schon seit langem als einzigartiges Heilmittel bekannt. Es zeichnet sich durch seine attraktive gelbe Farbe und einen angenehm holzig-blumigen Geschmack aus. Als Pulver gemahlen ist Kurkuma fast immer Bestandteil einer Curry-Gewürzmischung und kommt in vielen indischen Gerichten vor. Besonders durch die immer beliebter werdende Goldene Milch zog Kurkuma auch bei uns in die Küchen ein. 

Geeignet für: indische Gerichte mit Geflügel, Reis und Fisch. Außerdem für indische Gewürzmischungen und Pasten wie zum Beispiel dieser hier. Es ergänzt indische Gerichte mit Hülsenfrüchten, Chutneys und Pickles und findet auch in indischen Süßspeisen Verwendung.

Tipp: Du interessierst dich für noch mehr Infos zu diesem tollen vielseitigen Gewürz? Dann schau bei diesen Beiträgen vorbei: Kurkuma-Rezepte - alle Infos zum Einsatz von Kurkuma, Kurkuma Pulver Qualitäten und Fälschungen, eine Übersicht über alle Kurkuma-Rezepte. Du willst mal Goldene Milch probieren? Dann stöbere in unserem Beitrag über Goldene Milch und probiere das Rezept aus. Außerdem haben wir eine leckere fertige Goldene-Milch-Gewürzmischung  und ganz viele Rezepte mit Goldener Milch für dich.

Indische Gewürze Nr. 12: Muskat - würzig und scharf

Die Muskatnuss ist die Saat des Muskatnussbaums und stammt ursprünglich aus Indoniesien. Sie hat einen sehr stark würzigen, scharfen und erdigen Geschmack. Deshalb reicht beim Würzen meist eine Prise aus, frisch gerieben oder als Pulver. Um das Aroma besonders hervorzuheben, ist eine Kombination mit Zimt, Lorbeer und Piment sehr passend. Die Muskatnuss hat viele positive Eigenschaften auf deinen Körper und wird gern wegen der heilenden Wirksamkeit verwendet.

Geeignet für: indische Gemüsecurrys mit Blumenkohl oder Spinat, indische Gewürzmischungen, in der Goldenen Milch

Tipp: Du bist auf der Suche nach einer richtig tollen Gewürzmühle? Wir haben eine der besten Reiben der Welt, in der du ganze Muskatnüsse, Kardamom, Pfeffer, Tonkabohnen oder auch Zimtstangen zu feinem Pulver vermahlen kannst.

Indische Gewürze Nr. 13: Nelken - süß und scharf

Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des immergrünen Nelkenbaums. Sie enthalten große Menge ätherischer Öle, denen eine sehr gute Heilwirkung nachgesagt wird. Sie zeichnen sich durch einen aromatisch süßen Geruch und durch einen starken brennenden Geschmack aus. Da Nelken sehr intensiv sind, sollten sie in den Gerichten sparsam eingesetzt werden, sonst übertönen sie die anderen Gewürze. 

Geeignet für: indische Reisgerichte oder Tee, vor allem dem Chai-Tee, aber auch für indische Gewürzmischungen

Indische Gewürze Nr. 14: Schwarzer Pfeffer - König der Gewürze

Der Schwarze Pfeffer wird in Indien auch “König der Gewürze” genannt und ist besonders edel. Er zeichnet sich durch seine angenehme Schärfe und gleichzeitig geschmackliche Frische aus. Da er beim Kochen an Aroma verliert, erst zum Ende hin zum Essen zugeben.

Geeignet für: Schwarzer Pfeffer ist für fast alle indische Gerichte geeignet. 

Indische Gewürze Nr. 15: Senfkörner/Senfsaat - intensiv und scharf

Es gibt Senfsaat in gelb, braun oder schwarz und er wird in Indien in fast allen Curry-Gerichten verwendet. Wenn die Senfkörner mit dem mild-nussigen Aroma geröstet und im Mörser zerstoßen werden, entfaltet sich der intensiv scharfe Geschmack. In Indien werden die Senfkörner in wenig heißem Öl erhitzt, bis sie platzen und dann mit dem Öl zum Gericht gegeben.

Geeignet für: indische Currys, Chutneys und viele vegetarische indische Gerichten.

Du findest hier jede Menge Rezepte und Tipps für die Herstellung von Chutneys.

Indische Gewürze Nr. 16: Tamarinde - die indische Dattel

Dieses Gewürz wird aus den braunen Schoten des Tamarindenbaums gewonnen, wo bis zu zwölf Samen in einem datteln ähnlichen Fruchtfleisch eingebettet sind. Deshalb wird es auch indische Dattel genannt. Es gibt asiatischen Gerichten durch das mild süß-säuerlichen, aber auch fruchtig-leicht-herben Aroma den typischen Geschmack. In Indien wird daraus ein milder Essigersatz hergestellt.

Geeignet für: indische Paste, Extrakt, püriert oder getrocknet für indische Würzsoßen, Chutneys oder in Limonade

Indische Gewürze Nr. 17: Zimt - perfekt für Süßspeisen

Im Grunde ist Zimt nichts anderes als getrocknete Baumrinde und hat einen intensiven süß-würzigen Geschmack. Es gibt zwei Arten: Ceylon-Zimt und den günstigeren Cassia, der auch in der Qualität und im Geschmack minderwertiger ist. Wir empfehlen auf jeden Fall, den hochwertigeren Ceylon-Zimt zu verwenden. Er kann als Zimtstange mitgekocht werden oder pulverisiert Bestandteil einer Gewürzmischung sein. 

Geeignet für: indische Gewürzmischungen, Tee, indische Fleischgerichte sowie Currys und natürlich auf jeden Fall für Süßspeisen.

Tipps und Tricks für die Verwendung von indische Gewürze

  • Kaufe immer qualitativ hochwertige indische Gewürze.
  • Benutze die Gewürze möglichst im Ganzen und zerstoße sie erst kurz vor dem Gebrauch im Mörser, damit sich dann die ätherischen Öl und Aromen entfalten können. Sie schmecken dann viel intensiver.
  • Lagere die Gewürze kühl und trocken und verbrauche sie möglichst innerhalb eines halben Jahres. Bei längerer Lagerzeit verlieren sie ihr Aroma.
  • Röste die Gewürze vorher in einer Pfanne ohne Fett an. Dadurch werden sie aromatischer im Geschmack - und die Wohnung duftet schon mal herrlich nach Gewürzen, was die Vorfreude auf das Essen steigert...

Indische Gewürzmischungen - Garam Masala, Tandoori, Curry, Makwash

Garam Masala - zimtig und perfekt für Eintöpfe und Currys

Die wohl wichtigste indische Gewürzmischung ist das Garam Masala mit seiner intensiven Zimt-Note. Bei unsere eigenen Kreation des Garam-Masala Pulver handelt es sich um eine typisch indische Gewürzmischung aus hochwertigen Zutaten, die Ihren Gerichten ein leicht scharfes und zugleich würzig-warmes Aroma verleiht.

Geeignet für: Diese besondere indische Gewürzmischung wird zum direkten Würzen von Suppen, Eintöpfen oder Currys genutzt. Probiere doch mal unsere Eigen-Kreation bei deinem nächsten Curry aus. Du kommst hier zum Garam Masala.

Du suchst indische Rezepte mit Garam Masala? Wie wäre es mit Spinat-Curry mit Palak Paneer?

Hier ist das Rezept.

Tandoori Masala - Gewürzmischung für zartes Fleisch im Ofen gebacken

Diese indische Gewürzmischung passt gut zu Gerichten, die im Ofen gebacken werden und ist perfekt für eine Joghurt-Marinade für zartes Fleisch. Besonders lecker finde ich die roten Tandoori-Hähnchenflügel. Diese indische Gewürzmischung besteht aus Kreuzkümmel, Kurkuma, Knoblauch, Ingwer, getrockneter Tamarindenschale, Koriander und Cayennepfeffer. In einigen Mischungen sind auch Zimt, Safran, Nelken oder Chilipulver und für die rote leuchtende Farbe rote Lebensmittelfarbe oder Paprika. Indische Gerichte mit Tandoori schmecken eher mild, exotisch und fruchtig.

Du kannst die Tandoori-Gewürzmischung leicht selbst machen. Hier ist ein einfaches Grund-Rezept. Ein weiteres Rezept für eine Tandoori-Mischung findest du hier.

1.: Mische dafür folgende Gewürze: 2 EL Kreuzkümmel, 2 EL Koriander, 1 EL Kurkuma, 1 EL Ingwerpulver, 2 EL schwarze Pfefferkörner, 4 EL Knoblauch, 4 EL Zwiebeln, 4 bis 6 getrocknete Chilischoten, 2 EL Paprikapulver, edelsüß, 2 EL Salz.

Tipp: Um den Geschmack zu intensivieren, kannst du die Kreuzkümmel- und Koriandersamen, die Pfefferkörner und die Chilischoten in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie zu duften anfangen. Nach dem Abkühlen mit den andern Zutaten vermischen.

2.: Alle Gewürze fein mahlen und im Schraubglas luftdicht abfüllen.

Jetzt willst du bestimmt unbedingt mal was kochen mit dem Tandoori-Gewürz... dann probiere dieses tolle indische Rezept aus: Tandoori-Joghurt-Curry.

Das Rezept für dieses leckere indische Curry findest du hier.

Indiens goldene Gewürzmischung: Currypulver

Viele denken, dass Curry ein eigenes Gewürz ist. Es ist in Wirklichkeit eine Mischung aus vielen Gewürzen und es gibt nicht das eine richtige Curry-Pulver. Jedes Land und jede Familie hat ihr ganz eigenes Rezept. Die Hauptbestandteile sind aber meist immer vertreten. Es gibt grob gesagt drei Curry-Arten:

Englisches Currypulver: In England entstand dieses klassische Currypulver aus Kurkuma, Koriander, Senfkörner, Bockshornklee, Chilli und Knoblauch. Es ist eine Abwandlung der indischen Curryvariante und dann an die europäischen Geschmäcker angepasst, also deutlich milder und leichter.

Indisches Madras-Curry: In Indien ist das Currypulver sehr viel schärfer und wird meist mit Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Senfkörner, Chilipulver und schwarzem Pfeffer gemacht.

Thai-Curry: Vom Geschmack her ist das Thai-Curry scharf-würzig, fruchtig und aromatisch und meist schärfer als das indische Madras-Curry. Die Bestandteile sind vorwiegend Kurkuma, Paprika, Koriander, Senfkörner, Bockshornklee, Chili, Lorbeerblätter, Ingwer und eventuell Zitronenschale oder Knoblauch

Unser Currypulver aus eigener Produktion ähnelt dem Madras-Curry und besitzt eine angenehme Schärfe und wird dominiert vom intensiven, aromatischen Charakter des Koriander. Es enthält kein Salz wie andere günstigere Angebote und eignet sich perfekt für viele indische Gerichte. Du findest es hier.

Mukwhas - der indische Atemerfrischer nach dem Essen

Als ich mal beim Inder zum Nachtisch ein Schälchen Mukwhas auf den Tisch gestellt bekommen habe, wusste ich erstmal nichts damit anzufangen. Es wurde mir dann erklärt, ich habe es probiert und es war sehr lecker -  und es macht durchaus Sinn. Denn nach dem köstlichen indischen Essen wird gern Mukhwas gereicht - das ist eine Kräuter- und Samenmischung aus beispielsweise Fenchelsamen, Anissamen, Sesam, Kokosnuss usw. - manchmal sind sie noch zusätzlich mit Zucker überzogen und mit ätherischen Ölen wie Pfefferminze oder Eukalyptus aromatisiert

Die Samen werden langsam und ausgiebig gekaut und dann mit Wasser nachgespült, so dass sich das Aroma im Mund voll entfalten kann. Die Wirkung dieser indischen Gewürzmischung soll gut für die Verdauung sein und für einen guten Atem sorgen. Eine tolle Sache…

Es gibt unzählige Variationen für ein Mukhwas und du kannst es nach Belieben zusammenstellen. Wir haben hier ein Rezept für ein einfaches indisches Mukwhas, das du beliebig abwandeln kannst. Bewahre es in einem Schraubglas auf und nimm nach dem Essen 1 TL zu dir. 

Rezept für das indische Mukwhas ohne Zucker und Aromastoffe

1.: Mische 20 g Fenchelsamen, 20 g Anissamen, 20 g Ajoran/indischer Kümmel, ersatzweise Kreuzkümmel und 20 g Sesam. 

2.: In einer weiteren Schale rührst du 4 g Lakritz-Pulver / Süssholz-Pulver, 1 TL Kurkuma und etwas Salz mit 2 EL Wasser an. 

3.: Vermenge alle Zutaten miteinander, gib die Mischung in eine Pfanne ohne Fett und röste die Gewürze bei mittlerer Hitze, bis die Samen knusprig sind. Auskühlen lassen.

Alternative: Mische zu gleichen Teilen Fenchelsamen, Anissamen, Koriander und Sesam, röste diese in einer Pfanne an und mische sie nach dem Abkühlen mit etwas Salz und zerkleinerten getrockneten Pfefferminzblätter. 

Tipp für eine süße indische Variante: Wenn du es süß magst, dann köchel ½ EL Fenchelsamen mit ½ Tasse Wasser und 4 EL Rohrzucker für 20 Minuten leicht vor sich hin, siebe dann das Zuckerwasser ab und lass die Fenchelsamen auf einem Backblech trocknen. Zum Schluss gibst du sie zu der Gewürzmischung dazu.  

Ayurvedische Gewürzmischung Cumin, Koriander, Muskat

Gerade in der indischen ayurvedischen Küche haben die drei Gewürze Cumin, Koriander und Muskat einen festen Platz. Deshalb haben wir diese leckere Gewürzmischung in unser Sortiment aufgenommen. Du kannst damit ganz leicht leckere Dips, Brotaufstriche oder Salatdressings würzen. Gib dafür einfach 3 Messerspitzen der Gewürzmischung in Joghurt, Wasser oder dein Smoothie. Dieses Trio harmoniert ebenfalls perfekt als Marinade oder Gewürz in herzhaften Fleischgerichten. Du kommst hier zu unserer ayyurvedischen Gewürzmischung.

Indische Gewürzpasten ganz einfach selbst herstellen

In Indien spielen Gewürzpasten eine große Rolle - sie geben dem Gericht die richtige Würze und Feuchtigkeit. Es gibt gelbe, grüne und rote indische Gewürzpaste, die sich in der Schärfe unterscheiden. Dabei ist die gelbe Paste am mildesten, die anderen sind schärfer. Im Handel sind unzählige indische Sorten zu bekommen wie z.B. Tamarindenpaste, Vindaloo-Curry-Paste, Ingwer Paste, Garam-Masala-Paste, Tikka-Masala-Curry-Paste, Korma-Curry-Paste oder Butter-Chicken-Paste. Du kannst die indische Paste auch selbst herstellen.

Hier ein Rezept für eine scharfe rote indische Gewürzpaste, die toll zu Curry-Gerichten passt.

1.: Hacke 10 rote Chilischoten im Blitzhacker klein.

2.: Schneide 3 Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen und 50 g frischen Ingwer in kleine Würfel.

3.: Nimm 3 Kaffirblätter und zerkleinere sie grob.

4.: Bei 2 Stangen Zitronengras die äußeren harten Blätter entfernen und den weichen Teil klein schneiden.

5.: Die klein geschnittenen Zutaten mit 1 TL Kurkuma, 1 EL Koriander, 1 TL Kreuzkümmelsamen und 2 EL Öl im Blitzhacker zu einer feinen Paste verarbeiten und eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einem Schraubglas aufbewahren.

Die indische Gewürzpaste hält einige Zeit im Kühlschrank, kann aber für eine längere Haltbarkeit eingefroren werden - praktisch im Eiswürfel-Behälter kannst du sie portionsweise entnehmen und verwenden.

Nun bist du gewappnet fürs indische Kochen - leg los. Rezepte findest du im Beitrag “Indische Küche - Aromatische Rezepte aus dem Land der Gewürze” und in unserem Rezepte-Blog. Viel Spaß!

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, dann tagge uns mit deinen Kreationen für indische Gewürzmischungen bei Instagram und Facebook. Und wenn du Lust auf Indische Küche hast, dann schau mal hier vorbei. An dieser Stelle möchten wir dir auch unsere kostenlose Koch- und Backgruppe bei Facebook empfehlen, in der du dich mit vielen anderen leidenschaftlichen Hobby-Köchen austauschen kannst. Rezepte - Kochen & Backen mit Azafran & Friends! Vorbeischauen lohnt sich :-)

Produktideen

Kurkuma-Kurkuma.jpg
Unser Kostenloses
Rezeptheft zum Download!
Lade dir unser Rezeptheft
runter und bekomme
regelmäßig neue Inspirationen.

Versprochen: Wir geben Deine Email Adresse niemals an Dritte weiter und versenden auch keinen Spam. Du kannst unser Rezeptheft natürlich auch ohne Eintragung erhalten.

Schreibe uns einfach eine Email mit dem Betreff Rezeptheft Anforderung. Weitere Infos (z.B. zur Datenspeicherung) findest du unter Datenschutz

Unsere Facebook Gruppe
für Fans und Kochbegeisterte!
Die 5 neusten Artikel

Dirk Schneider

Geld sparen durch Großpackungen!

Meisterhaften Genuss - bezahlbar erleben!

Dirk Schneider, Gründer Über uns

Kundenbewertungen von Azafran.de einsehen