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Haselnussmakronen Rezept: saftig, mit oder ohne Oblaten

Haselnuss Makronen backen: außen zart knusprig, innen saftig, mit Zimt und gerösteten Nüssen

Haselnussmakronen duften schon, während sie noch im Ofen sind: nach gerösteter Nuss, ein wenig nach Zimt und nach Advent. Kaum liegt das Blech auf dem Gitter, knistern die kleinen Häufchen beim Abkühlen. Die ersten zwei probiert man natürlich warm, nur zur Qualitätskontrolle.

Vielleicht hast du Respekt vor Eischnee, oder deine Makronen sind schon einmal flach wie Pfannkuchen geworden. Mit diesem Rezept gelingen sie dir trotzdem, sogar ohne Handrührgerät. Du brauchst nur vier Zutaten, eine Stunde Zeit und den Trick mit den gerösteten Nüssen. Dazu findest du Varianten mit Schokolade, Mandeln und Lebkuchengewürz und die Antworten auf die Fragen, warum Makronen zerlaufen oder hart werden.

Haselnussmakronen mit ganzer Haselnuss auf einem Teller

Das erwartet dich in diesem Beitrag

Haselnussmakronen Rezept: das Grundrezept

Das Rezept ergibt etwa 40 Makronen. Arbeitszeit 25 Minuten, Backzeit 20 Minuten pro Blech.

Zutaten für etwa 40 Haselnussmakronen

  • 3 Eiweiß (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz
  • 180g Zucker
  • 250g gemahlene Haselnüsse
  • ½ TL Ceylon-Zimt
  • 1 Msp. Vanillepulver (optional)
  • 40 Backoblaten (50 mm) oder Backpapier
  • 40 ganze Haselnüsse zum Verzieren

Zubereitung

  1. Die gemahlenen Haselnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten rösten, bis sie duften. Ständig rühren, denn sie werden schnell zu dunkel. Danach auf einem Teller vollständig abkühlen lassen.
  2. Den Backofen auf 150 °C Ober- und Unterhitze (130 °C Umluft) vorheizen. Die Oblaten auf zwei Bleche mit Backpapier legen. Oblaten sind dünne, essbare Scheiben aus Mehl und Wasser, auf denen die Makronen nicht ankleben.
  3. Das Eiweiß mit dem Salz in einer sauberen, fettfreien Schüssel steif schlagen.
  4. Den Zucker esslöffelweise einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt und feste Spitzen bildet. Das dauert mit dem Handrührgerät etwa 5 Minuten.
  5. Nüsse, Zimt und Vanille mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Nicht rühren, sondern von unten nach oben falten, damit die Luft im Eischnee bleibt.
  6. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf die Oblaten setzen und in jedes eine ganze Haselnuss drücken.
  7. Im unteren Drittel des Ofens 18 bis 20 Minuten backen. Die Makronen sind fertig, wenn sie außen trocken und leicht gebräunt sind. Innen dürfen sie noch weich sein.
  8. Auf dem Blech 5 Minuten ruhen lassen, dann auf einem Gitter ganz abkühlen lassen.

Ohne Oblaten: Setz die Häufchen direkt auf Backpapier. Löse sie erst ab, wenn sie ganz kalt sind, dann bleibt nichts kleben. Die Makronen werden am Boden etwas knuspriger.

Wie schmecken Haselnussmakronen?

Haselnussmakronen schmecken süß und tief nussig, fast buttrig, obwohl keine Butter darin ist. Das Rösten der Nüsse bringt eine leichte Karamellnote dazu. Zimt und Vanille sind dabei ein eingespieltes Paar: Sie runden die Nuss warm ab, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Wer mehr Spannung mag, gibt eine Prise gemahlene Orangenschale in die Masse oder taucht die Böden in Zartbitterschokolade.

Nährwert je Makrone Menge
Kalorien 58 kcal
Kohlenhydrate 5g
davon Zucker 4,8g
Fett 3,8g
Eiweiß 1,2g

Berechnet aus den Zutaten des Grundrezepts für 40 Makronen, ohne Oblaten. Je nach Größe der Häufchen leicht abweichend.

Geröstete Haselnüsse werden unter steifen Eischnee gehoben

Eischnee ohne Handrührgerät: so klappt es

Mit einem Schneebesen schaffst du steifen Eischnee auch von Hand, es dauert nur länger. Rechne mit 8 bis 10 Minuten und wechsle ruhig den Arm. Diese drei Dinge helfen am meisten:

  • Fettfreie Schüssel: Schon ein Rest Eigelb oder Fett verhindert, dass das Eiweiß steif wird. Wische die Schüssel vorher mit etwas Zitronensaft aus.
  • Eier mit Zimmertemperatur: Warmes Eiweiß schlägt sich schneller auf als kaltes aus dem Kühlschrank.
  • Erst schlagen, dann süßen: Gib den Zucker erst dazu, wenn das Eiweiß schon weiß und schaumig ist, und dann langsam.

Die Probe: Dreh die Schüssel kurz um. Bleibt der Eischnee drin, ist er fest genug.

Und wohin mit den drei Eigelben? Sie werden zu einer cremigen Vanillesoße mit Eigelb, die zum Bratapfel passt.

Warum zerlaufen Makronen oder werden hart?

Warum zerlaufen meine Haselnussmakronen?

Makronen zerlaufen, wenn der Eischnee nicht fest genug war oder die Nüsse zu kräftig untergerührt wurden. Schlage das Eiweiß so lange, bis es Spitzen bildet, und hebe die Nüsse nur locker unter. Auch noch warme, frisch geröstete Nüsse lassen die Masse zusammenfallen.

Warum werden meine Makronen hart?

Sie waren zu lange oder zu heiß im Ofen. Nimm sie heraus, sobald sie außen trocken sind, auch wenn sie sich noch weich anfühlen. Beim Abkühlen werden sie fester.

Warum kleben die Makronen am Backpapier?

Meist wurden sie zu früh abgelöst. Lass sie vollständig auskühlen. Kleben sie dann noch, waren sie zu kurz im Ofen.

Varianten mit Schokolade, Mandeln und Gewürzen

Haselnussmakronen sind ein guter Grundteig für eigene Ideen. Die Mengen gelten jeweils für das Grundrezept.

Schoko-Haselnussmakronen

Rühre 1 EL Kakao unter die Nüsse. Nach dem Backen und Abkühlen tauchst du den Boden in 100g geschmolzene Zartbitterschokolade. Mit Backpapier statt Oblaten sieht das besonders schön aus.

Lebkuchen-Makronen

Statt Zimt kommt 1 TL Lebkuchengewürz in die Masse. Die Makronen schmecken dann warm und würzig, fast wie kleine Elisenlebkuchen.

Mit Tonka oder Kardamom

Reibe ¼ Tonkabohne fein in die Masse, sie bringt einen Duft nach Vanille und Bittermandel. Oder nimm eine Messerspitze gemahlenen Kardamom, der sich mit der Haselnuss überraschend gut versteht.

Mandel- oder Walnussmakronen

Ersetze die Haselnüsse durch die gleiche Menge gemahlene Mandeln für feine, milde Mandelmakronen. Mit gemahlenen Walnüssen werden sie kräftiger und etwas herb. Ganze Mandeln oder Nüsse mahlst du kurz im Blitzhacker, aber nur so lange, bis sie wie grober Sand aussehen. Sonst werden sie ölig.

Mehr Plätzchen aus Eischnee findest du bei unseren Kokosmakronen.

Nussmakronen mit Schokoladenboden auf Teller, Blechdose dahinter

Häufige Fragen zu Haselnussmakronen

Wie lange sind Haselnussmakronen haltbar?

In einer gut schließenden Blechdose halten sie sich 2 bis 3 Wochen. Lagere sie getrennt von weichen Plätzchen wie Lebkuchen, sonst werden sie zu weich.

Kann man Haselnussmakronen ohne Oblaten backen?

Ja, auf Backpapier gelingen sie genauso. Lass sie nur ganz abkühlen, bevor du sie ablöst.

Sind Haselnussmakronen glutenfrei?

Die Masse selbst enthält kein Mehl. Die Oblaten bestehen aber aus Weizenmehl. Wer auf Gluten achten muss, backt auf Backpapier und prüft die Zutatenliste der gemahlenen Nüsse.

Wie viel Eiweiß wiegt ein Ei?

Das Eiweiß eines Eis der Größe M wiegt etwa 30 bis 35g. Für das Rezept brauchst du also rund 100g Eiweiß.

Kann ich weniger Zucker nehmen?

Ein wenig, bis etwa 150g. Der Zucker macht den Eischnee stabil. Mit deutlich weniger Zucker zerlaufen die Makronen leichter.

Deine Plätzchendose wartet

Außen zart knusprig, innen weich und voller Duft nach gerösteten Haselnüssen: So schmecken Makronen, die es in keiner Tüte gibt. Gönn den Nüssen in der Pfanne ruhig die eine Minute mehr, und beim zweiten Blech darf eine Prise Lebkuchengewürz mit in den Eischnee.

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Zubereitungszeit: 00 H 45 M

Portionsanzahl: 40 Portionen

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