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Low Carb Plätzchen: 6 Rezepte mit Mandeln und Erythrit

Low Carb Plätzchen backen: Butterplätzchen, Vanillekipferl, Zimtsterne und Makronen mit Mandeln statt Mehl

Low Carb Plätzchen duften im Ofen genauso nach Advent wie die von Oma: geröstete Mandeln, Butter, ein Hauch Vanille und Zimt. Wenn das erste Blech herauskommt und die Küche nach Weihnachtsbäckerei riecht, merkt niemand, dass kein Gramm Weizenmehl im Teig steckt.

Vielleicht hast du es schon einmal versucht und die Plätzchen sind beim Herausnehmen zerbröselt. Das liegt nicht an dir, sondern am fehlenden Klebereiweiß aus dem Mehl. Mit gemahlenen Mandeln, kaltem Teig und einem kleinen Trick beim Abkühlen werden sie mürbe und bleiben ganz. Hier findest du 6 Rezepte, alle mit Erythrit gesüßt, und alles, was du dafür wissen musst.

Teller mit Plätzchen: Sterne, Kipferl, Makronen und Schokoplätzchen

Das erwartet dich in diesem Beitrag

6 Low Carb Plätzchen Rezepte für die Weihnachtszeit

Alle Rezepte kommen mit normaler Küchenausstattung aus: eine Schüssel, ein Löffel oder deine Hände, Backpapier und ein Glas als Ausstecher. Ein Handrührgerät brauchst du nur für die Zimtsterne und die Makronen. Backpapier ist bei allen Pflicht, denn Mandelteig klebt gern am Blech.

1. Low Carb Butterplätzchen zum Ausstechen (Grundteig)

Der Grundteig für alle Ausstechformen. Er schmeckt buttrig und leicht nussig, und mit Gewürzen wird er zu Spekulatius-Talern oder Orangenplätzchen (siehe Rezept 6).

Zutaten für etwa 35 Plätzchen

  • 250g gemahlene blanchierte Mandeln (ohne Haut, dann bleiben die Plätzchen hell)
  • 80g weiche Butter
  • 60g Erythrit, möglichst fein gemahlen
  • 1 Ei (Größe M)
  • ¼ TL Vanillepulver
  • 1 TL gemahlene Flohsamenschalen (optional, macht den Teig bindiger)
  • 1 Prise Salz

  1. Butter, Erythrit, Ei, Vanille und Salz in einer Schüssel mit einem Löffel glatt rühren. Mandeln und Flohsamenschalen dazugeben und mit den Händen zu einem Teig kneten.
  2. Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen. Kalter Teig lässt sich ausrollen, warmer zerfließt.
  3. Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze (150 °C Umluft) vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier 4–5 mm dick ausrollen. Das obere Papier abziehen und Plätzchen ausstechen. Kein Ausstecher da? Ein kleines Glas oder ein Schnapsglas tut es auch.
  4. Die Plätzchen mit einem Messer vorsichtig auf ein Blech mit Backpapier heben und 9–11 Minuten backen, bis die Ränder zart golden sind.
  5. Auf dem Blech vollständig abkühlen lassen. Warm sind sie noch weich und brechen, kalt werden sie fest und mürbe.

Ausgestochene Butterplätzchen als Sterne und Tannen auf Backpapier

2. Low Carb Vanillekipferl

Die Kipferl schmelzen auf der Zunge wie das Original. Gemahlene Mandeln und Haselnüsse geben ihnen den feinen, nussigen Biss.

Zutaten für etwa 30 Kipferl

  • 150g gemahlene blanchierte Mandeln
  • 50g gemahlene Haselnüsse
  • 100g kalte Butter, in Würfeln
  • 40g Erythrit, fein gemahlen
  • 1 Eigelb
  • ½ TL Vanillepulver
  • Zum Wälzen: 3 EL fein gemahlener Erythrit mit 1 Prise Vanillepulver

  1. Alle Teigzutaten schnell mit den Händen verkneten und 30 Minuten kalt stellen.
  2. Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig daumendicke Rollen formen, in 5 cm lange Stücke schneiden und zu Hörnchen biegen.
  3. 10–12 Minuten backen, bis die Spitzen leicht golden sind. 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen.
  4. Noch warm sehr vorsichtig im Vanille-Erythrit wälzen. Wer es ganz sicher mag, bestäubt sie stattdessen durch ein Sieb.

Das klassische Rezept mit Mehl und Puderzucker findest du bei den Vanillekipferln nach Omas Rezept.

3. Low Carb Zimtsterne

Zimtsterne kommen schon im Original ohne Mehl aus, sie bestehen fast nur aus Mandeln und Eischnee. Deshalb gelingen sie mit Erythrit besonders gut.

Zutaten für etwa 25 Sterne

  • 2 Eiweiß (Größe M), 1 Prise Salz
  • 120g Erythrit, fein wie Puderzucker gemahlen
  • 250g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Zimt

  1. Eiweiß mit Salz mit dem Handrührgerät steif schlagen. Den Erythrit löffelweise einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt.
  2. 4 EL Eischnee für die Glasur beiseitestellen. Mandeln und Zimt unter den Rest kneten. Der Teig ist klebrig, das ist richtig. 30 Minuten kalt stellen.
  3. Backofen auf 150 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig zwischen Backpapier 7–8 mm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Den Ausstecher zwischendurch in kaltes Wasser tauchen, dann klebt nichts.
  4. Die Sterne mit dem beiseitegestellten Eischnee bestreichen und 10–12 Minuten backen. Die Glasur soll weiß bleiben. Wird sie gelblich, den Ofen 10 Grad herunterdrehen.

Zimtsterne mit weißer Glasur, Mandelblättchen und Zimtstangen

4. Low Carb Kokosmakronen

Außen knusprig, innen saftig, und in 25 Minuten fertig. Die schnellste Sorte im Beitrag und ideal, wenn nach den Zimtsternen noch Eiweiß übrig ist.

Eiweiß mit Salz steif schlagen, Erythrit einrieseln lassen und glänzend schlagen. Kokosraspel und Vanille vorsichtig unterheben. Mit zwei Teelöffeln walnussgroße Häufchen aufs Blech setzen und bei 150 °C Ober- und Unterhitze 15–18 Minuten backen, bis die Spitzen goldbraun sind. Ergibt etwa 30 Makronen.

5. Low Carb Schoko-Taler

Für alle, die zu Weihnachten vor allem Schokolade wollen. Ungesüßter Kakao gibt einen kräftigen, leicht herben Geschmack, der die Süße schön ausbalanciert.

Alles zu einem Teig verkneten und 30 Minuten kalt stellen. Walnussgroße Kugeln formen, mit einer Gabel flach drücken und bei 170 °C Ober- und Unterhitze 9–10 Minuten backen. Sie sehen dann noch weich aus, werden beim Abkühlen aber fest. Ergibt etwa 30 Taler. Für Mutige: Eine Messerspitze Chili im Teig macht die Schokolade wärmer und lässt die Mandeln noch röstiger schmecken. Eine Variante mit Vanille findest du bei unseren Low-Carb Vanille-Schokotalern.

6. Low Carb Gewürzplätzchen mit Spekulatius- oder Orangennote

Aus dem Grundteig von Rezept 1 werden mit Gewürzen ganz neue Plätzchen. Knete einfach eine der beiden Varianten unter, bevor der Teig in den Kühlschrank kommt.

  • Spekulatius-Taler: 1½ TL Spekulatiusgewürz. Es schmeckt warm-würzig und zimtbetont. Ein paar Mandelblättchen obendrauf drücken.
  • Orangenplätzchen: 1 TL getrocknete Orangenschale und 1 Prise gemahlener Kardamom. Frisch, blumig und ein bisschen anders als alles andere auf dem Plätzchenteller.
  • Lebkuchen-Plätzchen: 1 TL Lebkuchengewürz, das warm, würzig und leicht süßlich schmeckt.

Runde Gewürzplätzchen mit Mandelblättchen und Gewürzpulver

Welches Mehl für Low Carb Plätzchen?

Für Low Carb Plätzchen nimmst du am besten gemahlene Mandeln. Sie machen den Teig mürbe und geben einen feinen, nussigen Geschmack. Blanchierte, also gehäutete Mandeln ergeben helle Plätzchen, Mandeln mit Haut etwas dunklere und kräftigere.

Was ist der Unterschied zwischen Mandelmehl und gemahlenen Mandeln?

Mandelmehl ist entölt, gemahlene Mandeln sind es nicht. Beim Mandelmehl wurde ein Teil des Fetts herausgepresst. Es saugt deshalb deutlich mehr Flüssigkeit auf und lässt sich nicht 1:1 gegen gemahlene Mandeln tauschen. Alle Rezepte hier sind mit gemahlenen Mandeln gerechnet. Wenn du Mandelmehl nimmst, ersetze höchstens ein Viertel davon, sonst wird der Teig trocken.

Gemahlene Haselnüsse und Walnüsse gehen ebenfalls und schmecken kräftiger. Kokosmehl saugt noch stärker als Mandelmehl und eignet sich nur in kleinen Mengen als Zusatz.

Erythrit statt Zucker: so klappt es bei Plätzchen

Erythrit süßt etwas schwächer als Zucker. Etwa 125g Erythrit ersetzen 100g Zucker. Er schmeckt mild und neutral, sodass Butter, Mandeln und Gewürze im Vordergrund bleiben. Auf der Zunge hinterlässt er eine leicht kühle Frische, die besonders gut zu Zimt und Vanille passt.

  • Fein mahlen: Grobe Kristalle lösen sich im Teig schlecht und knirschen später. Mahl den Erythrit im Standmixer oder einer sauberen Kaffeemühle zu Puder. Ohne Mixer gehen die Kristalle im Butterteig auch, nur Eischnee und Glasur brauchen unbedingt Puder.
  • Kaum Bräunung: Erythrit karamellisiert nicht wie Zucker. Die Plätzchen bleiben heller. Back deshalb nach Zeit und Randfarbe, nicht bis sie „schön braun“ sind.
  • Glasur: Puder aus Erythrit kann nach ein paar Tagen wieder leicht körnig werden. Bestäube Kipferl deshalb lieber kurz vor dem Servieren noch einmal nach.

Warum zerbrechen Low Carb Plätzchen?

Low Carb Plätzchen zerbrechen, wenn sie warm vom Blech genommen werden. Ohne Weizenmehl fehlt das Klebereiweiß, das normale Plätzchen zusammenhält. Erst beim Abkühlen werden Butter und Mandeln fest. Lass sie deshalb immer ganz auf dem Blech auskühlen.

  • Teig kalt halten: Zwischendurch wieder in den Kühlschrank legen, wenn er beim Ausstechen weich wird.
  • Nicht zu dünn ausrollen: 4–5 mm statt der üblichen 3 mm.
  • Flohsamenschalen als Bindung: 1 TL gemahlene Flohsamenschalen auf 250g Mandeln. Sie quellen mit der Feuchtigkeit aus Ei und Butter und halten den Teig zusammen, ohne dass man sie schmeckt.
  • Kleine Formen wählen: Sterne und Herzen halten besser als filigrane Engel mit dünnen Flügeln.

Gewürze für Low Carb Weihnachtsplätzchen

Gewürze sind bei Low Carb Plätzchen besonders wichtig, denn sie machen den Geschmack runder, wo weniger Zucker im Spiel ist. Ein Plätzchen mit Zimt und Vanille wirkt süßer, als es ist.

  • Zimt: warm und süßlich, der Klassiker für Zimtsterne und Schoko-Taler.
  • Vanillepulver: gemahlene Vanilleschote ohne Zucker. Ideal für Low Carb, weil Vanillezucker eben Zucker enthält.
  • Kardamom: blumig-frisch, schon eine Prise verändert das ganze Plätzchen.
  • Orangenschale: fruchtig und weihnachtlich, auch ohne frische Orange im Haus.
  • Spekulatiusgewürz und Lebkuchengewürz: fertige Mischungen, wenn du nicht zehn Dosen öffnen willst.

Häufige Fragen zu Low Carb Plätzchen

Wie lange halten Low Carb Plätzchen?

In einer gut schließenden Blechdose halten Low Carb Plätzchen etwa 2 Wochen. Makronen und Zimtsterne bleiben in einer eigenen Dose saftig, Butterplätzchen getrennt davon knusprig.

Kann man Low Carb Plätzchen einfrieren?

Ja, gebackene Butterplätzchen, Kipferl und Schoko-Taler lassen sich gut 2 Monate einfrieren. Zimtsterne und Makronen frierst du besser nicht ein, ihre Glasur und Kruste werden beim Auftauen weich. Den rohen Grundteig kannst du ebenfalls in Folie einfrieren.

Gehen Plätzchen ohne Mehl und Zucker auch ohne Ei?

Ja, beim Grundteig ersetzt du das Ei durch 1 gehäuften TL gemahlene Flohsamenschalen, die du 5 Minuten in 3 EL Wasser quellen lässt. Die zusätzlichen Flohsamenschalen aus der Zutatenliste lässt du dann weg. Vanillekipferl brauchen nur ein Eigelb, das du einfach durch 1 EL weiche Butter ersetzt. Zimtsterne und Makronen leben dagegen vom Eischnee und gehen nicht ohne Ei.

Kann ich statt Erythrit normalen Zucker nehmen?

Ja, dann nimmst du etwa 20 Prozent weniger Zucker als Erythrit, also zum Beispiel 50g statt 60g. Mit Zucker werden die Plätzchen etwas brauner und knuspriger. Dann sind es natürlich keine Low Carb Plätzchen mehr, sondern einfach Mandelplätzchen ohne Mehl.

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Sitzt der Grundteig, wag beim nächsten Blech die Variante für Mutige: eine Messerspitze Chili in den Schokoteig. Die Schärfe merkt man kaum, aber die Schokolade schmeckt wärmer und die Mandeln röstiger. Leg ein paar Plätzchen ohne Chili daneben, für alle, die lieber vorsichtig probieren.

Zubereitungszeit: 00 H 43 M

Portionsanzahl: 25-35 Portionen

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