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Oregano verwenden – das Pizzakraut, das viel mehr kann als Pizza

Oregano verwenden Sie getrocknet vor allem für Pizza, Tomatensauce, Ofengemüse, Lamm, Hähnchen, Feta und Dressings. In Saucen und Schmorgerichte kommt getrockneter Oregano früh in den Topf, auf Pizza und Salat erst zum Schluss. Für 4 Portionen reicht etwa 1 Teelöffel, denn er schmeckt kräftig, würzig und leicht bitter.

Sie öffnen den Beutel, und schon riecht die Küche nach Pizzeria, nach warmem Stein und Sommer am Mittelmeer. Ein paar Krümel zwischen den Fingern, und der Duft wird noch stärker. Oregano ist eines der wenigen Kräuter, die getrocknet sogar kräftiger sind als frisch. Genau das macht ihn so einfach in der Küche.

Was ist Oregano?

Oregano ist ein mehrjähriges Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler, botanisch Origanum vulgare. Auf Deutsch heißt er auch Echter Dost oder Wilder Majoran, denn er ist ein enger Verwandter des Majorans. Verwendet werden die Blätter und die Blütenstände, meist getrocknet und gerebelt.

Was ist Oregano für ein Gewürz? Ein kräftiges Kraut der Mittelmeerküche, das vor allem in Italien, Griechenland, der Türkei und in Mexiko zu Hause ist. Deutscher Oregano, der wilde Dost von heimischen Wiesen, ist dieselbe Art, schmeckt aber meist milder. Im Englischen heißt das Kraut ebenfalls oregano.

Wie die Pflanze wächst, blüht und geerntet wird, lesen Sie auf der Seite Oregano Pflanze: Blüte, Ernte und Anbau.

Oregano als Gewürz: wofür?

Wofür nimmt man Oregano? Für alles, was nach Tomate, Olivenöl, Knoblauch und Sonne schmeckt. Oregano als Gewürz gehört an kräftige, herzhafte Gerichte, die seine Würze tragen:

  • Pizza und Pasta: Pizzabelag, Tomatensauce, Lasagne, Bolognese, Nudelauflauf.
  • Gemüse: Ofengemüse, Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomaten, Ratatouille und Bratkartoffeln.
  • Fleisch und Fisch: Lamm, Hähnchen, Schweinekotelett, Gyros, Souvlaki, gegrillter Fisch.
  • Käse und Eier: Feta aus dem Ofen, Tomate-Mozzarella, Omelett, Rührei.
  • Brot und Dressing: Kräuterbutter, Knoblauchbrot, Oregano-Parmesan-Baguette, Salatdressing, Marinaden.
  • Mexikanische Küche: Chili con Carne, Bohneneintopf, Tacos.

Zu feinen, süßen oder sehr milden Speisen wie Vanillepudding, heller Fischsauce oder Spargel passt Oregano kaum. Seine Würze würde dort alles übertönen.

Oregano: so verwenden Sie es in der Küche
Oregano von Azafran.

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Oregano verwenden in der Küche: wann ins Gericht?

Bei der Verwendung von Oregano in der Küche kommt es auf die Garzeit an. Getrockneter Oregano verträgt Hitze gut und darf in Saucen, Suppen und Schmorgerichten 15 bis 30 Minuten mitkochen. Dabei wird er weicher und runder, die Bitterkeit tritt zurück.

Vor oder nach dem Backen auf die Pizza? Beides geht, mit unterschiedlichem Ergebnis. Streuen Sie Oregano vor dem Backen auf die Tomatensauce, verbindet er sich mit dem Belag und schmeckt mild. Streuen Sie ihn nach dem Backen auf die heiße Pizza, duftet er kräftiger und frischer. In vielen Pizzerien kommt er erst zum Schluss.

Zerreiben Sie gerebelten Oregano kurz zwischen den Fingern, bevor er ins Gericht fällt. So öffnen sich die Blättchen und geben sofort mehr Duft ab. In Dressings und Marinaden braucht er Fett und etwas Zeit: Lassen Sie ihn mindestens 15 Minuten im Öl ziehen.

Wie viel Oregano?

Oregano ist kräftiger, als die kleinen Krümel vermuten lassen. Beginnen Sie mit wenig und würzen Sie nach, denn zu viel Oregano macht ein Gericht bitter und fast medizinisch im Geschmack. Die Mengen in der Tabelle gelten für getrockneten, gerebelten Oregano und 4 Portionen.

Gericht (4 Portionen)Oregano getrocknetwann zugeben
Tomatensauce, Bolognese (500ml)1 TLfrüh, 20–30 Minuten mitkochen
Pizza (1 Blech)1 TLvor oder direkt nach dem Backen
Ofengemüse, Ofenkartoffeln1 TLmit dem Öl vor dem Backen
Lamm, Hähnchen als Marinade1–2 TLmindestens 1 Stunde vorher
Feta aus dem Ofen (200g)½ TLvor dem Backen mit Olivenöl
Salatdressing (150ml)½ TL15 Minuten im Öl ziehen lassen

Oregano frisch oder getrocknet?

Für die meisten Gerichte ist getrockneter Oregano die bessere Wahl. Beim Trocknen konzentrieren sich die Aromen, und das Kraut schmeckt würziger als frisch. Darum ist Oregano eines der wenigen Kräuter, die Köche in Italien und Griechenland lieber getrocknet nehmen.

Frischer Oregano findet seine Verwendung eher in kalten Speisen: auf Tomatensalat, im Pesto oder als Blättchen über gegrilltem Gemüse. Er ist milder, grüner und etwas zitronig. Als Faustregel ersetzt 1 Teelöffel getrockneter Oregano etwa 1 Esslöffel frische Blätter.

Frischen Oregano trocknen Sie am besten in kleinen Sträußen, kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort. Nach ein bis zwei Wochen rascheln die Blätter und lassen sich abrebeln. Wann die Ernte am aromatischsten ist, steht auf der Seite zur Oregano Pflanze.

Wie schmeckt Oregano?

Oregano schmeckt würzig, warm und leicht bitter, mit einer harzigen, etwas pfeffrigen Schärfe auf der Zunge. Getrocknet ist er kräftiger und erdiger als frisch. Unser BIO-Oregano duftet beim Öffnen so kräftig, dass man sofort an Pizza und Tomatensauce denkt.

Schmeckt Oregano wie Majoran? Ähnlich, aber deutlich kräftiger. Majoran ist süßlicher, blumiger und milder, Oregano herber und schärfer. Wer nur Majoran kennt, sollte Oregano vorsichtig dosieren. Auch Thymian geht in die gleiche Richtung, ist aber trockener und erdiger.

Oregano und Majoran: Unterschied im Aussehen und in der Küche

Oregano und Majoran sind enge Verwandte aus derselben Gattung, sie unterscheiden sich aber gut. Im Aussehen hat Oregano etwas größere, spitz-eiförmige Blätter und lockere, rosa bis violette Blütenstände. Majoran hat kleinere, rundliche, graugrüne und leicht filzige Blätter mit knotigen Blütenköpfchen. Getrocknet ist Majoran heller und feiner, Oregano grüner und gröber.

In der Küche ist Majoran das Kraut für Kartoffelsuppe, Leberwurst, Bratkartoffeln und Erbsensuppe. Oregano gehört an Tomate, Pizza und Lamm. Bei Gulasch oder Kartoffelsuppe passen beide, Majoran bleibt dort aber der Klassiker. Majoran und Thymian unterscheiden sich vom Oregano vor allem in der Stärke: Thymian ist trockener und erdiger, Majoran süßer, Oregano am herbsten.

Türkischer, griechischer oder mexikanischer Oregano: Verwendung je Sorte

Türkischer Oregano stammt meist von Origanum onites, einer kräftigen, sehr aromatischen Art aus der Ägäis. Er schmeckt intensiv und leicht scharf und gehört dort an Köfte, Lammspieße, Bohnensalat und Hirtensalat. Griechischer Oregano, oft aus Wildsammlung in den Bergen, ist ähnlich kräftig und wird mit Blüten verkauft. Er ist der Oregano für Feta, Bauernsalat und Ofenkartoffeln.

Mexikanischer Oregano ist botanisch gar kein Oregano, sondern ein Eisenkrautgewächs. Er schmeckt zitroniger und erdiger und passt zu Chili con Carne, Bohnen und Salsa. Kubanischer Oregano hat dicke, fleischige Blätter und wird frisch verwendet, etwa in Eintöpfen und Füllungen.

Wilder Oregano ist Oregano, der nicht angebaut, sondern gesammelt wird. In der Verwendung gilt für ihn dasselbe wie für jeden kräftigen Oregano: früh in Saucen, sparsam auf Salat. Unser Oregano gerebelt ist Origanum vulgare, der klassische Küchenoregano für Pizza, Pasta und Ofengerichte.

Wozu passt Oregano?

Oregano passt zu Tomate, Olivenöl, Knoblauch, Zitrone, Feta, Mozzarella, Kapern, Ei, Lamm und Zucchini und zu Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Basilikum und Majoran. Seine Grundnote ist herb, warm und harzig. Gut passt, was diese Würze trägt oder ihr etwas entgegensetzt:

  • Säure: Tomate, Zitrone und Kapern holen die frische Seite des Oregano hervor und nehmen ihm die Strenge. Darum ist die Tomatensauce sein Zuhause.
  • Fett: Olivenöl, Feta, Mozzarella und Lammfett tragen sein Aroma und machen es rund. Oregano in Öl schmeckt immer stärker als trocken gestreut.
  • Würze aus dem gleichen Garten: Thymian, Rosmarin und Basilikum teilen seine kräuterige Art und bauen mit ihm die typische Mittelmeerwürze.
  • Schärfe und Wärme: Knoblauch, Chiliflocken und edelsüßer Paprika setzen seiner Herbe Wärme entgegen, gut für Grillfleisch und Bohnen.
  • Ein Geheimtipp ist Schwarzkümmel: Zusammen mit Oregano schmeckt er auf Fladenbrot und Feta würzig und tief.

Oregano Ersatz: was geht, was nicht

Der beste Ersatz für Oregano ist Majoran, er ist der nächste Verwandte. Er ist milder, deshalb nehmen Sie etwa die anderthalbfache Menge. Je nach Gericht funktionieren auch diese Ersatzgewürze:

  • Majoran: etwa 1½ Teelöffel je Teelöffel Oregano. Gut in Kartoffelgerichten, Suppen und Gulasch, für Pizza etwas zu süß.
  • Thymian: etwa die gleiche Menge, in Tomatensauce eher etwas weniger. Gut für Schmorgerichte, Lamm und Ofengemüse.
  • Italienische Kräuter: etwa die doppelte Menge. Gut für Pizza, Pasta und Tomatensauce, weil die Mischung mediterran und rund schmeckt.
  • Basilikum: nur in Tomatengerichten, etwa die gleiche Menge. Er ist süßer und frischer und ersetzt die herbe Note nicht.

Was nicht geht: Petersilie oder Schnittlauch. Sie bringen Farbe, aber nicht die würzige Tiefe, die ein Oregano-Gericht ausmacht.

Oregano Tee

Oregano Tee schmeckt kräftig, würzig und leicht scharf, mit einem Hauch Zitrus im Abgang. Geben Sie 1 Teelöffel getrockneten Oregano in eine Tasse, übergießen Sie ihn mit 250ml heißem Wasser und lassen Sie ihn 7 bis 10 Minuten ziehen. Ein Löffel Honig oder eine Scheibe Zitrone runden die Herbe ab.

Wer den Geschmack weicher mag, mischt Oregano mit etwas Pfefferminze oder einer Prise Zimt. Für die Kanne nehmen Sie entsprechend mehr, etwa 1 Esslöffel auf einen Liter.

Oregano gemahlen oder gerebelt? Gute Ware erkennen

Gerebelter Oregano ist die bessere Form für die Küche. Die grob zerkleinerten Blättchen behalten mehr Kräuterstruktur und Aroma als fein gemahlener Oregano und lassen sich gut dosieren. Gemahlenen Oregano brauchen Sie nur für glatte Saucen und Würzmischungen. Er verliert seinen Duft schneller.

Guten Oregano erkennen Sie beim Öffnen am kräftigen Kräuterduft. Die Farbe ist ein klares Graugrün bis Olivgrün, nicht braun oder ausgeblichen. Lagern Sie ihn kühl, trocken, dunkel und luftdicht, dann bleibt das Aroma lange stabil.

Unseren BIO-Oregano gerebelt füllen wir in wiederverschließbare, licht- und luftundurchlässige Aromaschutzbeutel, von 50g bis 1kg. Er stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009).

Häufige Fragen

Wofür verwendet man Oregano?

Für Pizza, Tomatensauce, Pasta, Ofengemüse, Lamm, Hähnchen, Feta, Eier, Dressings und Marinaden, dazu für Chili con Carne und Bohnengerichte.

Wie schmeckt Oregano?

Würzig, warm und leicht bitter, mit harziger, etwas pfeffriger Schärfe. Getrocknet ist er kräftiger und erdiger als frisch.

Wie viel Oregano nimmt man?

Für 4 Portionen etwa 1 Teelöffel getrockneten Oregano, für Dressing oder Feta einen halben. Lieber nachwürzen, denn zu viel schmeckt bitter.

Kommt Oregano vor oder nach dem Backen auf die Pizza?

Vor dem Backen schmeckt er milder und verbindet sich mit der Sauce, nach dem Backen duftet er frischer und kräftiger. Beides ist richtig.

Was ist der Unterschied zwischen Oregano und Majoran?

Oregano ist herber und schärfer, Majoran süßlicher und milder. Majoran hat kleinere, rundliche, graufilzige Blätter, Oregano größere, spitzere.

Was kann man statt Oregano nehmen?

Am besten Majoran in anderthalbfacher Menge, sonst Thymian in gleicher Menge oder Italienische Kräuter in doppelter Menge.

Ist Oregano wilder Majoran?

Ja, Wilder Majoran und Echter Dost sind deutsche Namen für Oregano. Er ist ein enger Verwandter des Majorans, aber eine eigene Art.

Wie macht man Oregano Tee?

1 Teelöffel getrockneten Oregano mit 250ml heißem Wasser übergießen und 7 bis 10 Minuten ziehen lassen, nach Geschmack mit Honig oder Zitrone.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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