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Grillmarinade selber machen – ein Glas Rub, ein ganzer Grillsommer

Eine Grillmarinade selber machen Sie in zwei Schritten: Zuerst mischen Sie ein trockenes Grillgewürz aus Paprika, Zucker, Salz, Knoblauch, Chili und Pfeffer. Für die Marinade verrühren Sie dann 1 bis 2 EL davon mit etwa 4 EL Öl, das reicht für 500g Fleisch. Wer nicht selbst mischen mag, nimmt unsere fertige Grillmarinade Magic Dust Art.

Samstagnachmittag, der Grill ist für sechs Uhr angesetzt, und im Schrank stehen Paprika, Zucker und ein halbes Dutzend Gewürzbeutel. Mehr braucht es nicht. In zehn Minuten haben Sie ein Glas Rub gemischt, das nach Rauch, Paprika und ein wenig Karamell duftet und für mehrere Grillabende reicht.

Grillmarinade selber machen: Rub oder flüssige Marinade?

Wer eine Grillmarinade selber machen will, hat zwei Wege. Der trockene Rub wird pur ins Grillgut massiert und bildet auf dem Rost eine dunkle, würzige Kruste. Die flüssige Marinade entsteht, wenn Sie denselben Rub mit Öl, Joghurt oder Bier anrühren.

Der Rub ist die Grundlage für beides. Deshalb lohnt es sich, ein gutes Grillgewürz auf Vorrat zu mischen und erst am Grilltag zu entscheiden, ob es trocken oder flüssig ans Fleisch kommt. Trocken wird die Kruste kräftiger, flüssig bleibt mageres Fleisch saftiger.

Was ein BBQ Rub ist und wie Sie ihn auf dem Grill einsetzen, steht ausführlich auf unserer Seite Was ist BBQ Rub? Grillmarinade richtig verwenden. Hier geht es ums Selbermischen.

Grillmarinade: selber machen oder fertig kaufen
Grillmarinade von Azafran.

Grillgewürz selber machen: das Grundrezept

Grillgewürz selber machen ist einfacher als jedes Rezept vermuten lässt. Die Grundregel lautet zwei Teile Paprika, ein Teil Zucker, ein Teil Salz. Dazu kommen Knoblauch, Schärfe und Würze nach Geschmack. Für ein Glas mit etwa 120g brauchen Sie:

Alles in eine Schüssel geben und mit einer Gabel gründlich vermischen, bis keine Zuckerklümpchen mehr zu sehen sind. Dann in ein trockenes Schraubglas füllen und beschriften. Fertig ist Ihr Grillgewürz selbst gemischt, das Rezept ergibt Würze für etwa 4kg Fleisch.

Diese Grill-Gewürzmischung selber machen heißt auch: Sie bestimmen Salz und Süße. Wer weniger Salz mag, halbiert es und salzt später am Tisch nach.

Lieber gleich grillen? Unsere fertige Grillmarinade Magic Dust Art, von 50g bis 1kg:

Alle Sorten und Größen: Grillmarinade

BBQ Rub selber machen: Magic Dust nach eigener Art

Einen BBQ Rub selber machen Sie mit diesem Grundrezept, denn der Klassiker Magic Dust folgt demselben Bauplan. Typisch für ihn sind viel Paprika, Zucker, Salz, Knoblauch, Chili, Kreuzkümmel, Pfeffer und Senf, dazu eine deutliche Rauchnote.

Wer Magic Dust Rub selber machen möchte, lässt das Zwiebelgranulat weg und nimmt die Hälfte des Paprikas geräuchert. So kommt der Rauch in die Mischung, auch wenn Sie auf dem Gasgrill grillen. Statt Kristallsalz passt auch dänisches Rauchsalz, dann wird es noch rauchiger.

Unsere Grillmarinade Magic Dust Art mischen wir nach hauseigener Rezeptur. Laut Zutatenliste stecken darin Paprika, Salz, Roh-Rohrzucker, Knoblauch, Chili, Kreuzkümmel, Pfeffer, Senf und Rauch. Selbstgemischt schmeckt jeder Rub etwas anders, und genau das macht den Reiz aus.

BBQ Gewürz selber machen: Varianten für jedes Grillgut

Ein BBQ Gewürz selber machen bedeutet, das Grundrezept an das Grillgut anzupassen. Diese vier Abwandlungen haben sich bewährt:

  • Für Hähnchen: Zucker halbieren, dafür 1 EL getrockneten Thymian und 1 TL Zitronenschale dazu. Kräuter und Zitrus passen zum milden Geflügel.
  • Für Schwein und Rippchen: beim Grundrezept bleiben, den Zucker gern auf 3 EL erhöhen. Das Fett von Nacken und Bauch trägt die Süße.
  • Für Rind und Steak: Zucker ganz weglassen, dafür grob gemahlenen Pfeffer und etwas Rosmarin. Zucker verbrennt bei der Hitze, die ein Steak braucht.
  • Scharf: 1 TL Chipotle statt Cayenne. Das bringt Rauch und Schärfe zugleich.

Was ist das beste Grillgewürz selber gemacht? Das, was zu Ihrem Grillgut passt. Für ein gutes Steak genügen oft grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer, für Rippchen darf es die volle Mischung sein. Ein gutes Barbecue-Gewürz selber machen heißt, mit dem Grundrezept anzufangen und es Abend für Abend nach eigenem Geschmack zu verschieben.

Grillfleisch Marinade selber machen

Eine Marinade für Grillfleisch selber machen Sie aus dem Rub in einer Minute. Verrühren Sie 1 bis 2 EL Grillgewürz mit etwa 4 EL Öl, das reicht für 500g Fleisch. Ein Spritzer Zitronensaft oder Apfelessig macht die Marinade frischer, ein Teelöffel Honig glänzender.

Das Fleisch kommt in eine Schale oder einen Gefrierbeutel, die Marinade darüber, einmal kräftig durchkneten. Zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen: Steaks und Hähnchen etwa eine Stunde, Nacken und Bauch gern über Nacht.

Für eine einfache Grillmarinade selber machen genügt diese Grundform. Abwandeln können Sie mit Joghurt statt Öl für Hähnchen, mit einem Schuss Bier für Schweinenacken oder mit Sojasauce und Ingwer für eine asiatische Note.

Kräutermarinade für Grillfleisch selber machen

Eine Kräutermarinade für Grillfleisch selber machen Sie fast ohne Rub. Mischen Sie 6 EL Olivenöl, 2 gepresste Knoblauchzehen, 1 TL Salz, ½ TL Pfeffer und je 1 TL getrockneten Rosmarin, Thymian und Oregano. Getrocknete Kräuter zuerst 10 Minuten im Öl ziehen lassen, dann geben sie ihr Aroma besser ab.

Mit frischen Kräutern nehmen Sie etwa die dreifache Menge, grob gehackt. Ein Spritzer Zitronensaft macht die grüne Grillmarinade frisch. Für Geflügel finden Sie eine ausführliche Variante in unserer Kräutermarinade für Geflügel, für schnelle Abende die schnelle Marinade für Hähnchen.

Grillmarinade selber machen für Schwein

Eine Grillmarinade selber machen für Schwein heißt vor allem: dem Fett Zeit geben. Schweinenacken, Bauch und Rippchen vertragen das volle Grundrezept und eine Nacht im Kühlschrank. Pro Kilo rechnen Sie 2 bis 3 EL Rub, trocken oder mit 4 EL Öl angerührt.

Bewährt hat sich ein dünner Film Senf als Kleber. Er hält den Rub am Fleisch und betont die Senfnote der Mischung. Magere Stücke wie Schweinefilet bekommen dagegen nur 1 EL Rub je 500g und 30 Minuten Ziehzeit. Wie Sie Rippchen am Stück garen, zeigt unser Rezept für klassische Spareribs.

Soßen zum Grillen selber machen

Soßen zum Grillen selber machen Sie am schnellsten mit dem Rub als Würzbasis. Die klassische BBQ-Sauce mit Ketchup, Apfelessig, Honig und Rub steht auf unserer Seite Grillmarinade verwenden. Hier drei weitere Grillsaucen zum Selbstmachen:

  • Grillsenf: 3 EL Senfmehl mit 3 EL kaltem Wasser glatt rühren und 10 Minuten quellen lassen. Dann 1 EL Honig, 1 EL Apfelessig und ½ TL Rub unterrühren. Hält im Glas im Kühlschrank etwa zwei Wochen.
  • Steak-Sauce zum Grillen: 1 Bund Petersilie fein hacken, mit 6 EL Olivenöl, 2 EL Rotweinessig, 1 Knoblauchzehe, 1 TL Oregano und einer Prise Chiliflocken verrühren. Das ist eine Chimichurri, wie man sie in Argentinien zum Steak isst.
  • Kräuterjoghurt: 200g Joghurt mit 1 TL Rub, etwas Zitronensaft und gehackten Kräutern verrühren. Passt zu Hähnchen, Gemüse und Kartoffeln.

Für die Steak-Sauce gibt es auch unsere fertige Mischung Chimichurri, die Sie nur noch mit Öl und Essig anrühren. Noch mehr Ideen finden Sie im Beitrag mit über 20 Grillsaucen.

Wie viel Rub für Fleisch und Gemüse?

Als Faustregel reichen 1 bis 2 EL Rub für 500g Fleisch, Gemüse braucht weniger. Das gilt für selbst gemischtes Grillgewürz genauso wie für unsere fertige Grillmarinade. Weil im Rub schon Salz steckt, salzen Sie nicht zusätzlich. Die Tabelle unten zeigt Mengen und Ziehzeiten im Überblick.

GrillgutRubals MarinadeZiehzeit
Steak oder Schweinefilet, 500g1 EL1 EL mit 2 EL Öl30 Minuten
Hähnchenteile, 500g1 bis 2 EL1 bis 2 EL mit 4 EL Öl oder Joghurt1 Stunde
Schweinenacken oder Bauch, 1kg2 bis 3 EL2 bis 3 EL mit 4 EL Ölüber Nacht
Spare Ribs, 1kg2 bis 3 ELSenf als Kleber, dann Rubüber Nacht
Gemüse, 500g1 TL1 TL mit 2 EL Öl15 Minuten

Typische Fehler beim Selbermischen

Die meisten selbstgemachten Grillgewürze scheitern an drei Dingen. Erstens zu viel Salz: Wer pur einreibt und lange ziehen lässt, bekommt schnell ein Pökelaroma. Bleiben Sie beim Verhältnis ein Teil Salz auf zwei Teile Paprika.

Zweitens zu viel Hitze. Zucker und Paprika verbrennen über direkter Glut schnell und werden bitter. Grillen Sie dicke, gewürzte Stücke deshalb indirekt oder bei mittlerer Hitze. Drittens altes Paprikapulver: Riecht es kaum noch und ist bräunlich statt leuchtend rot, schmeckt auch der Rub flach.

Selbstgemachtes Grillgewürz lagern und haltbar machen

Selbst gemischt hält Ihr Grillgewürz gut verschlossen, trocken und dunkel etwa ein halbes Jahr sein volles Aroma. Zucker und Salz ziehen Feuchtigkeit, deshalb gehört das Glas nicht neben den Grill oder über den Herd. Klumpen zerdrücken Sie einfach mit einer Gabel.

Angerührte Marinade mit Öl, Joghurt oder frischen Kräutern ist dagegen nicht zum Aufbewahren gedacht. Rühren Sie sie frisch an und verbrauchen Sie sie am selben Tag. Marinade, in der rohes Fleisch lag, kommt nicht mehr als Sauce auf den Tisch.

Selber mischen oder fertig kaufen?

Selber mischen lohnt sich, wenn Sie gern ausprobieren und die Gewürze ohnehin im Schrank haben. Wer lieber gleich grillt, greift zur fertigen Mischung. Unsere Grillmarinade Magic Dust Art kaufen Sie von 50g bis 1kg im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.

Für fast jedes Grillgut gibt es außerdem eine eigene Mischung. Da wäre der Chicken Rub mit Kräutern für Geflügel, der Spare Ribs Rub für Rippchen und die Grillmarinade HOT. Sie bringt deutliche Chili-Schärfe und Zitronenschale mit. Viele mischen beides: fertigen Rub als Basis, dazu eine eigene Prise Rauch oder Schärfe.

Häufige Fragen

Wie kann man eine Grillmarinade selber machen?

Mischen Sie zuerst ein Grillgewürz aus zwei Teilen Paprika, je einem Teil Zucker und Salz sowie Knoblauch, Chili und Pfeffer. Für die Marinade 1 bis 2 EL davon mit etwa 4 EL Öl verrühren, das reicht für 500g Fleisch.

Was kommt in ein selbstgemachtes Grillgewürz?

Paprikapulver, Zucker und Salz bilden die Grundlage. Dazu kommen Knoblauch- und Zwiebelgranulat, Kreuzkümmel, Pfeffer, Senfmehl und Chili oder Cayenne nach Geschmack.

Wie macht man Magic Dust Rub selber?

Mit dem Grundrezept aus Paprika, Zucker, Salz, Knoblauch, Chili, Kreuzkümmel, Pfeffer und Senfmehl. Die Hälfte des Paprikas geräuchert nehmen, dann bekommt der Rub seine typische Rauchnote.

Wie lange hält selbstgemachtes Grillgewürz?

Trocken, dunkel und gut verschlossen etwa ein halbes Jahr mit vollem Aroma. Angerührte Marinade mit Öl oder Joghurt dagegen frisch zubereiten und am selben Tag verbrauchen.

Wie lange sollte Fleisch in der Marinade ziehen?

Steaks und Hähnchen etwa 30 Minuten bis eine Stunde, Schweinenacken, Bauch und Rippchen am besten über Nacht im Kühlschrank. Gemüse braucht nur etwa 15 Minuten.

Wie macht man Grillsenf selber?

3 EL Senfmehl mit 3 EL kaltem Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen. Dann Honig, Apfelessig und eine Prise Rub unterrühren und im Kühlschrank aufbewahren.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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