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Minze pflanzen: die Nana-Minze vom Beet bis in die Teekanne

Minze pflanzen Sie am besten im Frühjahr als Jungpflanze oder Ableger, in feuchte, humusreiche Erde im Halbschatten. Weil Minze kräftige Ausläufer bildet, gehört sie in einen großen Topf oder hinter eine Wurzelsperre. Die Nana-Minze, auch Marokkanische Minze genannt, ist eine Form der Grünen Minze (Mentha spicata) und blüht im Hochsommer zartlila bis weiß. Getrocknet kennen Sie sie als BIO-Nanaminze für Tee.

Streifen Sie im Vorbeigehen mit der Hand über ein Minzbeet, und für einen Moment riecht der ganze Garten nach Sommer. Die Nana-Minze duftet dabei weicher und süßer als Pfefferminze, eher nach Kaugummi als nach Eisbonbon. Wer sie einmal gepflanzt hat, wird sie so schnell nicht wieder los. Das ist Segen und Aufgabe zugleich.

Pflanze Minze: was für eine Pflanze ist die Nana-Minze?

Minze ist eine mehrjährige Staude aus der Familie der Lippenblütler, zu der auch Melisse, Salbei und Thymian gehören. Typisch sind der vierkantige Stängel und die gegenständigen Blätter, die sich paarweise am Stängel gegenüberstehen. Zerreiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern, steigt sofort der Duft auf.

Die Nana-Minze ist eine Auslese der Grünen Minze, botanisch Mentha spicata. Ihre Blätter sind hellgrün, leicht gewellt, am Rand fein gesägt und etwas fester als bei der Pfefferminze. Die Pflanze wird meist 30 bis 60 Zentimeter hoch.

Im Winter zieht sie sich in den Boden zurück, die oberirdischen Triebe sterben ab. Im Frühjahr treibt sie aus ihren Ausläufern neu aus. Diese unterirdischen Triebe sind der Grund, warum Minze so stark wuchert. Sie kriechen flach unter der Erde und bilden alle paar Zentimeter eine neue Pflanze.

Nana Minze: von der Pflanze zum Gewürz
Nana Minze von Azafran.

Nana Minze pflanzen: Standort, Erde und Zeitpunkt

Nana Minze pflanzen Sie am besten zwischen April und Mai, wenn kein starker Frost mehr kommt. Ein zweiter guter Zeitpunkt ist der Spätsommer, dann wurzelt sie bis zum Winter gut ein. Sie mag einen hellen, halbschattigen Platz und Erde, die gleichmäßig feucht bleibt.

In praller Mittagssonne wird das Laub schnell hart und das Aroma flacher. Im tiefen Schatten wächst sie dünn und duftet wenig. Ideal ist ein Ort mit Morgen- oder Abendsonne und lockerer, humusreicher Erde.

  • Im Beet: eine Wurzelsperre etwa 30 Zentimeter tief eingraben, zum Beispiel einen alten Eimer ohne Boden. Sonst erobert die Minze in zwei Jahren das halbe Beet.
  • Im Topf: mindestens 25 Zentimeter Durchmesser, damit die Pflanze nicht ständig austrocknet. Ein Loch im Boden lässt überschüssiges Wasser ablaufen.
  • Abstand: etwa 30 bis 40 Zentimeter zu anderen Kräutern. Minze lieber getrennt von Pfefferminze setzen, damit sich die Sorten nicht vermischen.

Wer frische Minze pflanzen möchte, die er im Supermarkt gekauft hat, teilt den Topf vorsichtig in zwei oder drei Stücke. In diesen Töpfen stehen meist viele Pflanzen dicht an dicht. Einzeln in frische Erde gesetzt, wachsen sie deutlich kräftiger.

Wenn das Beet ruht: unsere geschnittene BIO-Nanaminze für Tee und Küche, im Aromaschutzbeutel:

Alle Sorten und Größen: Nana Minze

Minze selber anbauen: Ableger, Stecklinge und Teilung

Minze selber anbauen gelingt am leichtesten über Teile einer vorhandenen Pflanze. Dann bekommen Sie genau die Sorte, die Sie kennen und mögen. Es gibt drei einfache Wege.

Ausläufer abstechen: Graben Sie im Frühjahr ein Stück Ausläufer mit ein paar Wurzeln und einem jungen Trieb aus und setzen Sie es neu ein. Stecklinge: Schneiden Sie eine Triebspitze von etwa zehn Zentimetern ab und stellen Sie sie in ein Glas Wasser. Nach ein bis zwei Wochen zeigen sich weiße Wurzeln.

Teilung: Ältere Pflanzen verkahlen in der Mitte. Teilen Sie den Wurzelballen alle zwei bis drei Jahre mit dem Spaten und pflanzen Sie die kräftigen Randstücke wieder ein. So bleibt die Minze jung und aromatisch.

Minze selber pflanzen lohnt sich vor allem, wenn Sie frische Blätter für Salat, Joghurt oder Limonade möchten. Für den Wintertee reicht das kleine Beet selten, dann kommt die getrocknete Ware ins Spiel.

Minze Samen: Aussaat und warum Sorten nicht immer echt kommen

Minze Samen sind winzig, fast wie Staub. Minze ist ein Lichtkeimer, die Samen werden deshalb nur auf feuchte Anzuchterde gestreut und leicht angedrückt, nicht bedeckt. Bei etwa 18 bis 22 °C keimen sie nach zwei bis drei Wochen.

Bei Samen der Marokkanischen Minze gibt es eine Eigenheit. Minzen kreuzen sich untereinander leicht, und aus Samen wächst nicht immer genau die Sorte der Mutterpflanze. Duft, Blattform und Höhe können abweichen. Die Pfefferminze, eine Kreuzung aus Grüner Minze und Wasserminze, bildet sogar kaum keimfähige Samen.

Wer sicher die echte Nana-Minze haben möchte, kauft deshalb lieber eine Jungpflanze oder nimmt einen Ableger. Samen der Marokkanischen Minze sind ein schönes Experiment, wenn Sie Lust auf Überraschungen haben.

Minze Blüten: wann blüht die Minze und sind die Blüten essbar?

Minze blüht meist von Juli bis September. Die kleinen Lippenblüten sitzen dicht an dicht in schlanken Ähren an den Triebspitzen. Bei der Marokkanischen Minze ist die Blüte zartlila, rosa oder fast weiß, je nach Pflanze und Standort.

Wer eine Minze mit weißen Blüten im Garten hat, muss sich keine Sorgen machen. Viele Formen der Grünen Minze blühen sehr hell, manche Sorten auch rein weiß. Die Blüte der Minze ist essbar. Sie schmeckt mild minzig und leicht süßlich und macht sich gut auf Obstsalat, Desserts und Sommersalaten.

Für Blätter mit viel Aroma ist die Zeit kurz vor der Blüte am besten. Danach steckt die Pflanze ihre Kraft in die Blüten, die Blätter schmecken dann etwas herber. Schneiden Sie einen Teil der Triebe zurück, treibt die Minze neu aus und liefert bis in den Herbst frische Blätter. Die übrigen Blüten freuen Bienen und Schmetterlinge.

Marokkanische Minze Pflanze: Herkunft und Geschichte der Nana

Die Grüne Minze stammt aus dem Mittelmeerraum und Westasien und wird dort seit dem Altertum genutzt. Das Wort Nana ist der arabische Name für Minze. In Nordafrika und im Nahen Osten steht er bis heute für die Minze im Teeglas.

Zur Geschichte der Nana-Minze gehört vor allem der marokkanische Minztee. Grüner Tee kam der Überlieferung nach im 18. und 19. Jahrhundert über Handelsschiffe nach Marokko. Mit frischer Nana und viel Zucker wurde daraus das Getränk der Gastfreundschaft, das heute jeder Besucher kennt. Darum heißt die Pflanze bei uns oft einfach Marokkanische Minze.

Der Nana Minze Anbau ist heute in vielen Ländern mit mildem Klima verbreitet, vom Mittelmeer bis Nordafrika. Unsere BIO Nana Minze stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009).

Minze pflanzen: welche Sorten für welchen Zweck?

Bei den Sorten geht es bei Minze fast so bunt zu wie bei Tomaten. Die Unterschiede liegen vor allem in der Kühle und im Zweitaroma. Hier die wichtigsten auf einen Blick:

  • Nana-Minze, Marokkanische Minze: Grüne Minze, süßlich, weich, wenig kühl. Die Minze für Minztee und orientalische Küche.
  • Pfefferminze (Mentha × piperita): kühl, klar, kräftig. Mehr dazu auf unserer Seite Pfefferminze Pflanze.
  • Englische Minze: So heißt meist eine Pfefferminz-Auslese aus dem englischen Mitcham. Wer englische Minze pflanzen möchte, bekommt also eine besonders kühle Pfefferminze.
  • Japanische Minze: eine Form der Ackerminze mit sehr viel Menthol. Die japanische Minze Pflanze schmeckt noch kälter und schärfer als Pfefferminze.
  • Apfelminze, Zitronenminze, Erdbeerminze: Gartensorten mit fruchtigem Unterton, schön für Limonade und Bowle, im Tee eher zart.

Für Tee und Küche sind Nana-Minze und Pfefferminze die beiden Klassiker. Die anderen Sorten sind eher Spielerei für den Garten. Wie sich Nana und Pfefferminze im Tee unterscheiden, zeigt die Tabelle.

SorteBotanischAromaTypisch für
Nana-Minze (Marokkanische Minze)Mentha spicata, Auslese Nanasüßlich, weich, wenig kühlMinztee, Joghurt, Couscous
PfefferminzeMentha × piperitakühl, klar, kräftigKräutertee, Süßes, Schokolade
Englische Minze (Mitcham)Pfefferminz-Auslesesehr kühl, kräftigTee
Japanische MinzeForm der Ackerminzesehr kühl, scharfGarten, Duft
Apfel- und Zitronenminzeverschiedene Minzenmild, fruchtigLimonade, Bowle

Nana Minze Anbau: vom Feld zur getrockneten Minze

Im Feldanbau wird Minze mehrmals im Jahr geschnitten, meist kurz bevor sie blüht. Dann sitzt der meiste Duft in den Blättern. Die Triebe werden schonend und im Schatten oder mit warmer Luft getrocknet, bis die Blätter rascheln.

Danach werden Blätter und Stängel getrennt und die Blätter geschnitten. So entsteht die lose Ware, die Sie aus der Teedose kennen. Gute getrocknete Minze erkennen Sie an einem klaren, grünen Duft beim Öffnen und an sauber geschnittenen, grünen Blattstücken. Riecht sie dumpf oder staubig, war sie zu lange offen oder zu warm gelagert.

Unsere Nanaminze kommt geschnitten in 250g, 500g und 1kg im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel. Darin bleibt sie trocken, dunkel und luftdicht. Alle Größen finden Sie, wenn Sie Nana Minze kaufen möchten. Wie Sie Minze aus dem eigenen Garten trocknen, erklären wir auf der Seite Nana Minze Tee.

Vom Beet in Tasse und Küche

Nana-Minze schmeckt frisch-würzig und süßlich, mit weniger Kühle als Pfefferminze. Genau deshalb ist sie die Minze für marokkanischen Tee, für Joghurt-Dips, Couscous und Taboulé. Zubereitung, Ziehzeit und Mischungen stehen auf unserer Seite Nana Minze Tee.

Für die Küche finden Sie Ideen in unserem orientalischen Quinoa-Salat und im Gurken-Minz-Raita. Wenn das eigene Beet im Winter ruht, greifen Sie zur getrockneten Nanaminze aus BIO-Anbau.

Häufige Fragen

Wann sollte man Minze pflanzen?

Am besten zwischen April und Mai oder im Spätsommer. Dann wurzelt die Minze bis zum Winter gut ein.

Warum braucht Minze eine Wurzelsperre?

Minze bildet unterirdische Ausläufer und wuchert sonst durchs ganze Beet. Eine etwa 30 Zentimeter tiefe Sperre oder ein großer Topf hält sie zusammen.

Wann blüht Minze?

Meist von Juli bis September. Die Nana-Minze blüht zartlila, rosa oder fast weiß in schlanken Ähren.

Sind Minzblüten essbar?

Ja. Die Blüten schmecken mild minzig und leicht süßlich und eignen sich für Obstsalat, Desserts und Salate.

Kann man Minze aus Samen ziehen?

Ja, Minze keimt als Lichtkeimer bei etwa 18 bis 22 °C. Weil Minzen sich leicht kreuzen, wächst aus Samen aber nicht immer die gleiche Sorte.

Ist Nana-Minze und Marokkanische Minze die gleiche Pflanze?

Ja. Beide Namen meinen eine Auslese der Grünen Minze (Mentha spicata), die für marokkanischen Minztee verwendet wird.

Welche Minze pflanzt man für Tee?

Für milden, süßlichen Minztee die Nana-Minze, für kühlen, kräftigen Tee die Pfefferminze.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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