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Was ist Majoran? Das Wurstkraut, das nach Großmutters Kartoffelsuppe duftet

Majoran ist, was Kartoffelsuppe, Leberwurst und Bratkartoffeln ihren typischen Duft gibt: ein Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler, verwandt mit dem Oregano. Er schmeckt warm, leicht süßlich und würzig. Getrockneten, gerebelten Majoran geben Sie erst in den letzten Minuten ans Essen, für vier Portionen reicht etwa ein Teelöffel.

Ein Topf Kartoffelsuppe blubbert auf dem Herd, und irgendetwas fehlt. Sie reiben einen Teelöffel Majoran zwischen den Handflächen über dem Topf, und plötzlich riecht die Küche nach Großmutters Sonntag. Kaum ein Kraut steht so sehr für die deutsche Hausmannskost. Hier lesen Sie, was Majoran ist, wie er schmeckt und wofür Sie ihn brauchen.

Was ist Majoran für ein Gewürz?

Majoran ist ein Gewürzkraut, botanisch Origanum majorana. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ein enger Verwandter des Oreganos. Verwendet werden die getrockneten Blättchen, die man gerebelt kauft, also vom Stiel gestreift und grob zerkleinert.

Seine Heimat liegt im östlichen Mittelmeerraum. In Mitteleuropa wird er seit Jahrhunderten angebaut und ist hier so fest in der Küche verankert, dass er den Beinamen Wurstkraut trägt. Deutscher Majoran, etwa aus Sachsen-Anhalt, hat einen guten Ruf, angebaut wird das Kraut heute aber in vielen warmen Ländern.

Wenn Sie wissen wollen, was Majoran als Gewürz ausmacht, reiben Sie eine Prise zwischen den Fingern. Der warme, süßliche Duft, der dann aufsteigt, ist sein Erkennungszeichen. Unseren BIO-Majoran gibt es gerebelt vom 50g-Beutel bis zur 1kg-Großpackung.

Wie sieht Majoran aus?

Frischer Majoran wächst als buschige, etwa 30 bis 50 Zentimeter hohe Pflanze. Die Blätter sind klein, oval, graugrün und fühlen sich leicht filzig an. Im Sommer bilden sich an den Triebspitzen kleine, knotenartige Blütenstände mit weißen bis zartrosa Blüten.

Getrocknet und gerebelt sieht Majoran aus wie feine, graugrüne bis olivgrüne Blattstückchen. Mit dem Auge kann man ihn kaum vom getrockneten Oregano unterscheiden. Die Nase schafft es sofort: Majoran duftet weicher und süßer.

Majoran: so verwenden Sie es in der Küche
Majoran von Azafran.

Unser BIO-Majoran, gerebelt, vom 50g-Beutel bis zur 1kg-Großpackung:

Alle Sorten und Größen: Majoran

Wie schmeckt Majoran?

Majoran schmeckt warm, mild und leicht süßlich, kräuterig mit einer feinen, fast blumigen Note und einem Hauch Holz im Abgang. Getrocknet ist sein Geschmack intensiver als frisch. Bitter wird er nur, wenn er sehr lange mitkocht.

Schmeckt Majoran wie Oregano? Nein, auch wenn beide eng verwandt sind. Oregano ist kräftig, herb und leicht scharf, Majoran deutlich sanfter und süßer. Der Oregano klingt nach Pizza und Mittelmeer, der Majoran nach Kartoffelsuppe und Bratwurst. Den ausführlichen Vergleich lesen Sie unter Oregano oder Majoran.

Auch mit Thymian wird Majoran manchmal verwechselt. Thymian ist würziger und harziger, Majoran runder. In der Kartoffelsuppe gehen beide, sie schmeckt dann aber jeweils anders.

Majoran Verwendung: wofür braucht man Majoran?

Majoran brauchen Sie für deftige Hausmannskost, vor allem für Kartoffeln, Wurst, Leber und Hülsenfrüchte. Wofür Majoran in der Küche am häufigsten verwendet wird:

  • Kartoffelgerichte: Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, Kartoffelsalat
  • Wurst und Fleisch: Bratwurst, Leberwurst, Leberknödel, Frikadellen, Schweinebraten, Gänse- und Entenbraten
  • Eintöpfe: Erbsensuppe, Linseneintopf, Bohneneintopf, Gulasch
  • Gemüse und mehr: Pilzpfanne, Tomatensauce, Rührei, Kräuterquark, Bratensauce

Geben Sie getrockneten Majoran erst in den letzten zehn Minuten in den Topf. Sein feiner Duft verfliegt bei langem Kochen. Reiben Sie die Blättchen dabei zwischen den Handflächen, so werden die Aromen frei.

Laut Zutatenliste steckt Majoran auch in unserem Bratwurstgewürz Thüringer Art , im Bratkartoffelgewürz und in den Kartoffelsuppen-Kräutern. Für alles andere greifen Sie zu reinem Majoran gerebelt.

Majoran frisch oder getrocknet?

Getrockneter Majoran ist in der Küche meist die bessere Wahl. Beim Trocknen konzentrieren sich die Aromen, er schmeckt kräftiger und hält sich lange. Für Suppen, Eintöpfe und Wurst nehmen Sie deshalb fast immer getrockneten Majoran.

Frischen Majoran verwenden Sie dort, wo er roh bleibt oder nur kurz erhitzt wird: im Kräuterquark, im Salat, auf Tomaten oder in einem Pesto. Zupfen Sie die Blättchen vom Stiel und geben Sie sie erst zum Schluss dazu. Von frischem Majoran brauchen Sie etwa die dreifache Menge.

Majoran gemahlen gibt es selten zu kaufen, und das hat einen Grund. Als Pulver verliert er seinen Duft schnell. Brauchen Sie ihn fein, etwa für eine Wurstmasse, zerreiben Sie gerebelten Majoran kurz im Mörser oder zwischen den Fingern.

Wie viel Majoran?

Majoran ist milder als Oregano, verträgt also eine etwas großzügigere Hand. Trotzdem gilt: lieber mit wenig anfangen und am Ende nachwürzen. Die Mengen in der Tabelle unten gelten für getrockneten, gerebelten Majoran.

GerichtMajoranWann dazu
Kartoffelsuppe1 TLin den letzten 10 Minuten
Erbsen- oder Linseneintopf1 bis 1½ TLin den letzten 10 Minuten
Bratkartoffeln½ bis 1 TLkurz vor dem Servieren
Frikadellen (500g Hack)1 TLin den Teig
Leberknödel, Leber mit Zwiebeln½ TLzum Schluss
Kräuterquark (250g)½ TLunterrühren, 15 Minuten ziehen lassen
Majoran Tee (1 Tasse)1 TL5 bis 8 Minuten ziehen lassen

Dost, wilder Majoran: was ist das?

Dost, auch wilder Majoran genannt, ist der Oregano. Botanisch heißt er Origanum vulgare und wächst in Europa wild an sonnigen Wegrändern und Hängen. Der Name wilder Majoran stammt aus der Zeit, als man beide Pflanzen noch nicht so streng unterschied.

In der Küche verwenden Sie wilden Majoran wie Oregano: in Tomatensauce, auf Pizza, an Ofengemüse und Lamm. Er schmeckt herber und kräftiger als echter Majoran. Unseren BIO-Oregano bekommen Sie gerebelt. Was beide trennt, steht auf der Seite Unterschied Oregano und Majoran.

Majoran Tee: Menge und Geschmack

Für eine Tasse Majoran Tee übergießen Sie einen Teelöffel getrockneten Majoran mit 250ml kochendem Wasser. Fünf bis acht Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Mit frischem Majoran nehmen Sie zwei bis drei Zweige.

Im Tee schmeckt Majoran mild, warm und leicht süßlich, ein wenig wie ein sanfter Kräutertee aus dem Garten. Ein Löffel Honig oder eine Scheibe Zitrone passen gut dazu. Wer es frischer mag, mischt ihn mit etwas Pfefferminze.

Was ist ähnlich wie Majoran?

Ähnlich wie Majoran schmecken Oregano, Thymian und Bohnenkraut. Am nächsten kommt Oregano, der aber kräftiger ist, nehmen Sie etwa zwei Drittel der Menge. Thymian passt in Kartoffelsuppe und Eintopf, ist aber würziger. Bohnenkraut bringt eine pfeffrige Note und passt zu Bohnen und Linsen.

Ganz ersetzen lässt sich der süßliche Duft des Majorans nicht. In der Leberwurst oder in Leberknödeln merkt man den Tausch deshalb am deutlichsten.

Wozu passt Majoran?

Majoran passt zu Kartoffeln, Schweinefleisch, Wurst, Leber, Zwiebeln, Hülsenfrüchten und Ei und zu Gewürzen wie Thymian, Kümmel, Lorbeer und Pfeffer. Gut passt, was seine milde Süße trägt, und alles, was ihr mit Fett, Röstnoten oder Säure etwas entgegensetzt.

  • Thymian und Oregano: enge Verwandte. Thymian gibt Würze und Tiefe, Majoran die süßliche Wärme, zusammen tragen sie jeden Eintopf.
  • Kümmel: frisch und brotig. Mit Majoran ergibt das den klassischen Geschmack von Bratkartoffeln und Schweinebraten.
  • Lorbeer und Zwiebel: der Lorbeer bringt Herbe in lang gekochte Suppen, die Zwiebel eine süßlich-schwefelige Note, die mit Majoran besonders rund schmeckt.

Bei den Lebensmitteln sind Kartoffeln die natürlichen Partner. Ihre Stärke nimmt den weichen Duft des Majorans besonders gut auf. Schweinefleisch und Wurst halten ihn mit ihrem Fett fest, darum steckt Majoran in so vielen Bratwürsten. Leber mit Zwiebeln, Erbsen, Linsen und Pilze sind weitere Klassiker.

Auch Milchprodukte passen: Ein Hauch Majoran in Kräuterquark, Frischkäse oder Buttermilch-Dressing wirkt frisch und mild. Tomaten und Rührei vertragen ihn ebenfalls gut.

Majoran trocknen und lagern

Majoran trocknen Sie am besten kurz vor der Blüte, dann ist das Aroma am stärksten. Zweige zu kleinen Sträußen binden und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen. Im Dörrautomaten geht es bei höchstens 40 Grad in einigen Stunden. Wilder Majoran wird genauso getrocknet.

Lagern Sie getrockneten Majoran dunkel, trocken und gut verschlossen, nicht über dem Herd. So behält er etwa ein Jahr seinen vollen Duft. Riecht er beim Zerreiben kaum noch, ist er zu alt. Unseren Majoran kaufen Sie im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel, BIO, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.

Häufige Fragen

Was ist Majoran für ein Gewürz?

Ein Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler, eng verwandt mit Oregano. Verwendet werden die getrockneten, gerebelten Blättchen, vor allem für Kartoffeln, Wurst und Eintöpfe.

Wie schmeckt Majoran?

Warm, mild und leicht süßlich mit einer feinen, blumigen Note. Er ist deutlich sanfter als Oregano.

Wofür braucht man Majoran?

Für Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Bratwurst, Leberwurst, Leberknödel, Erbsensuppe und Linseneintopf. Er kommt erst in den letzten Minuten ans Essen.

Ist wilder Majoran dasselbe wie Oregano?

Ja. Wilder Majoran, auch Dost genannt, ist der Oregano (Origanum vulgare). Er schmeckt herber als echter Majoran.

Majoran frisch oder getrocknet?

Für Suppen, Eintöpfe und Wurst getrocknet, weil er dann kräftiger schmeckt. Frisch für Quark, Salat und Tomaten, in etwa der dreifachen Menge.

Wozu passt Majoran?

Zu Kartoffeln, Schweinefleisch, Wurst, Leber, Zwiebeln, Erbsen und Linsen und zu Thymian, Kümmel, Lorbeer und Pfeffer.

Wie macht man Majoran Tee?

Einen Teelöffel getrockneten Majoran mit 250ml kochendem Wasser übergießen und fünf bis acht Minuten ziehen lassen. Er schmeckt mild und leicht süßlich.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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