Gewürzpflanze Majoran: das Kraut mit den knotigen Blütenköpfchen
Die Gewürzpflanze Majoran (Origanum majorana) ist ein Lippenblütler aus dem östlichen Mittelmeerraum, eng verwandt mit Oregano und Thymian. Sie wächst als buschiges Kraut von 30 bis 50cm, hat graugrüne, weich behaarte Blätter und trägt im Sommer kleine weiße Blüten in knotigen Köpfchen. Geerntet wird kurz vor der Blüte, getrocknet und gerebelt kennen Sie ihn als Majoran aus dem Gewürzregal.
Reiben Sie ein Majoranblatt zwischen den Fingern, und es riecht sofort nach Kartoffelsuppe am Sonntag: warm, süßlich, ein bisschen nach Wald. Dabei sieht die Pflanze ganz unscheinbar aus, ein kleiner graugrüner Busch mit runden Blättchen. Erst im Sommer zeigt sie ihre Eigenheit, die knotigen Blütenköpfchen, denen der Majoran seinen alten Namen Knospenmajoran verdankt.
- Gewürzpflanze Majoran: was für eine Pflanze ist das?
- Gewürzpflanze Majoran mit 6 Buchstaben: Meiran
- Wie sieht die Majoran Pflanze aus?
- Majoran Blüten: wann blüht Majoran?
- Sind Majoran Blüten essbar?
- Wilder Majoran: die Gewürzpflanze Oregano
- Majoran Herkunft und Geschichte
- Majoran Anbau: vom Feld zum gerebelten Majoran
- Majoran pflanzen und selber anbauen
- Ernte Majoran: wann und wie Sie selbst ernten
- Vom Beet in den Topf: Majoran in der Küche
- Häufige Fragen
Gewürzpflanze Majoran: was für eine Pflanze ist das?
Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler, botanisch heißt er Origanum majorana. Zur selben Gattung zählt der Oregano, zur selben Familie gehören Thymian, Salbei, Rosmarin und Minze. Die Verwandtschaft erkennen Sie an den vierkantigen Stängeln und den gegenständigen Blättern.
In seiner Heimat ist Majoran ein ausdauernder Halbstrauch, dessen Triebe unten verholzen. Bei uns verträgt er keinen Frost und wird deshalb fast immer einjährig gezogen. Majoran ist nicht winterhart, ein Majoran Strauch über viele Jahre gelingt nur im Topf, der frostfrei überwintert.

Gewürzpflanze Majoran mit 6 Buchstaben: Meiran
Suchen Sie im Kreuzworträtsel die Gewürzpflanze Majoran mit 6 Buchstaben, lautet die Lösung meist Meiran. So hieß Majoran früher in vielen Gegenden, in Bayern und Österreich hört man das Wort bis heute.
Weitere alte Namen sind Wurstkraut, weil Majoran seit Jahrhunderten in Leberwurst und Blutwurst gehört, und Kuchelkraut, also Küchenkraut. Ist im Rätsel nach dem wilden Majoran mit 4 Buchstaben gefragt, heißt die Lösung Dost.
Wenn der Majoran im Beet nicht bis zum Winter reicht: unser BIO Majoran, schonend getrocknet und gerebelt:
Wie sieht die Majoran Pflanze aus?
Die Majoran Pflanze bildet einen dichten, buschigen Horst aus vielen dünnen, aufrechten Trieben. Die Blätter sind klein, eiförmig bis rundlich und an beiden Seiten fein behaart. Dadurch wirken sie graugrün und fühlen sich samtig an.
Auf Bildern der Majoran Pflanze fallen vor allem die Blütenstände auf. An den Triebspitzen sitzen kleine, kugelige Köpfchen aus dicht übereinanderliegenden Hochblättern, die wie grüne Knoten oder Knospen aussehen. Aus ihnen schauen später die winzigen Blüten heraus.
Majoran Blüten: wann blüht Majoran?
Majoran blüht von Juli bis September, je nachdem, wann er gesät wurde. Die Blüten sind sehr klein, weiß bis zartrosa und schauen nur ein Stück aus den grünen Köpfchen heraus. Von Weitem sieht eine blühende Pflanze darum kaum anders aus als eine knospende.
Blüht der Majoran, summt es um ihn herum. Bienen, Hummeln und Schwebfliegen lieben die Blüten. Für die Küche ist der Beginn der Blüte der wichtigste Zeitpunkt, denn kurz davor tragen die Blätter das meiste Aroma.
Sind Majoran Blüten essbar?
Ja, Majoran Blüten sind essbar und schmecken wie die Blätter, nur etwas milder und blumiger. Die knotigen Blütenköpfchen werden bei der Ernte ohnehin mitgeschnitten und mitgetrocknet.
Frische Blüten streuen Sie über Kartoffelsalat, Tomaten oder Butterbrot mit Salz. Zusammen mit den Blättern geben sie Kräuterbutter und Kräuterquark eine feine Würze. Getrocknet wandern sie mit in den gerebelten Majoran.
Wilder Majoran: die Gewürzpflanze Oregano
Die Gewürzpflanze wilder Majoran ist der Oregano, auf Deutsch auch Dost genannt, botanisch Origanum vulgare. Er ist winterhart, wird höher als Majoran und trägt rosa bis violette Blüten in lockeren Dolden. Seine Blätter sind größer, glatter und kräftiger grün.
In der Küche wirkt Majoran süßlicher und milder, Oregano herber und würziger. Den Oregano im Garten und auf dem Feld beschreibt unser Ratgeber Oregano Pflanze, den Vergleich in der Küche Oregano oder Majoran. Wie Sie unseren gerebelten BIO Majoran in der Küche einsetzen, steht auf der Kategorieseite. Die Tabelle zeigt die Unterschiede der drei verwandten Kräuter.
| Pflanze | Wuchs | Blätter | Blüte | Winterhart |
|---|---|---|---|---|
| Majoran (Origanum majorana) | buschig, 30 bis 50cm | klein, rundlich, graugrün behaart | weiß bis zartrosa in knotigen Köpfchen, Juli bis September | nein, bei uns meist einjährig |
| Oregano, wilder Majoran (Origanum vulgare) | aufrecht, 30 bis 60cm | größer, eiförmig, kräftig grün | rosa bis violett in lockeren Dolden, Juli bis September | ja |
| Thymian (Thymus vulgaris) | niedriger Halbstrauch, 10 bis 40cm | winzig, schmal, graugrün | weiß bis rosaviolett, Mai bis Juli | ja, mit Schutz |
Majoran Herkunft und Geschichte
Majoran stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum, aus Zypern, der Türkei und dem Nahen Osten. Schon im alten Ägypten und in Griechenland war er bekannt. Die Griechen flochten ihn der Überlieferung nach in Hochzeitskränze, als Zeichen für Glück.
Nach Mitteleuropa kam Majoran im Mittelalter, vor allem über die Klostergärten. Seit der frühen Neuzeit wird er hier auch auf Feldern angebaut, Thüringen und Sachsen-Anhalt waren lange Zentren. Daher stammt seine feste Rolle in deftiger deutscher Küche, von der Kartoffelsuppe bis zur Wurst.
Majoran Anbau: vom Feld zum gerebelten Majoran
Im Majoran Anbau für Gewürze wird im Frühjahr gesät oder vorgezogen und in Reihen gepflanzt. Geerntet wird, wenn die ersten Blütenköpfchen erscheinen. Die Triebe werden eine Handbreit über dem Boden geschnitten, danach treibt die Pflanze oft für eine zweite Ernte nach.
Das Kraut trocknet anschließend schonend. Dann werden Blätter und Blütenköpfchen von den harten Stängeln gestreift, das nennt man rebeln. Gerebelter Majoran behält mehr Blattstruktur als fein gemahlener und duftet beim Öffnen deutlich krautig-warm. Unseren Majoran gerebelt kaufen Sie aus kontrolliert biologischem Anbau in Ägypten, Kontrollstelle DE-ÖKO-009, von 50g bis 1kg im Aromaschutzbeutel.
Majoran pflanzen und selber anbauen
Majoran selber anbauen gelingt am besten mit Vorkultur. Er braucht Wärme zum Keimen und wächst anfangs langsam. So gehen Sie vor:
- Aussaat: ab Ende März auf der Fensterbank, die feinen Samen nur andrücken, denn Majoran keimt im Licht
- Keimen: bei etwa 20 °C und gleichmäßiger Feuchte nach ein bis zwei Wochen
- Auspflanzen: erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, mit etwa 20cm Abstand
- Standort: vollsonnig, warm und geschützt, mit lockerem, durchlässigem Boden
- Im Topf: gut möglich, mit Abzugsloch und sandiger Kräutererde, Staunässe vermeiden
Majoran pflanzen Sie gern neben Thymian, Salbei und andere Mittelmeerkräuter, die ebenfalls trockene Füße mögen. Gekaufte Jungpflanzen setzen Sie ab Mitte Mai direkt ins Beet oder in den Kübel.
Ernte Majoran: wann und wie Sie selbst ernten
Für den frischen Gebrauch zupfen Sie den ganzen Sommer über einzelne Triebspitzen. Für den Vorrat ist die Ernte von Majoran kurz vor oder zu Beginn der Blüte ideal, am besten an einem trockenen Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist.
Schneiden Sie die Triebe ab und binden Sie sie zu kleinen Sträußen. Kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort sind sie nach ein bis zwei Wochen rascheltrocken. Dann rebeln Sie Blätter und Blüten über einem Teller von den Stängeln und füllen sie in ein dunkles, dicht schließendes Glas.
Vom Beet in den Topf: Majoran in der Küche
Getrockneter Majoran würzt warm, krautig und leicht süßlich. Er gehört an Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Leberknödel, Gans und deftige Eintöpfe, am besten erst gegen Ende der Garzeit. Mengen, Geschmack und passende Partner stehen in Majoran Verwendung. Probieren Sie ihn in unserer Kartoffelsuppe oder an Bratkartoffeln. Für die Vorratsdose gibt es Majoran von 50g bis 1kg.
Häufige Fragen
Was für eine Pflanze ist Majoran?
Ein Lippenblütler (Origanum majorana) aus dem östlichen Mittelmeerraum, eng verwandt mit Oregano und Thymian. Bei uns wird er meist einjährig gezogen.
Wie heißt die Gewürzpflanze Majoran mit 6 Buchstaben?
Meiran, der alte Name für Majoran. Der wilde Majoran heißt mit 4 Buchstaben Dost.
Wann blüht Majoran?
Von Juli bis September, mit kleinen weißen bis zartrosa Blüten, die aus knotigen grünen Köpfchen schauen.
Sind Majoran Blüten essbar?
Ja. Sie schmecken wie die Blätter, nur etwas milder, und werden bei der Ernte mitgetrocknet.
Wann erntet man Majoran?
Für den Vorrat kurz vor oder zu Beginn der Blüte, an einem trockenen Vormittag. Frische Triebspitzen können Sie den ganzen Sommer zupfen.
Ist Majoran winterhart?
Nein. Majoran verträgt keinen Frost und wird bei uns meist einjährig gezogen. Im Topf kann er frostfrei überwintern.
Ist wilder Majoran dasselbe wie Oregano?
Ja, wilder Majoran ist ein alter Name für Oregano, auch Dost genannt. Er ist winterhart und schmeckt herber als Majoran.
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