logo

Leinsamen kochen oder roh essen – so holen Sie mehr aus den kleinen Samen

Leinsamen kochen Sie am einfachsten im Porridge mit, backen sie ins Brot oder rühren sie in Joghurt und Quark. Roh essen können Sie Leinsamen ebenfalls, am besten geschrotet oder frisch gemahlen in Joghurt, Müsli oder Smoothie. Als Küchenportion reichen 1 bis 2 Esslöffel pro Gericht. Ganze BIO-Leinsamen mahlen Sie am besten erst kurz vor dem Essen.

Ein Teller Porridge an einem grauen Morgen, darüber ein Löffel frisch geschroteter Leinsamen. Nach zwei Minuten ist der Brei sämiger, und bei jedem Bissen knistert es leise zwischen den Zähnen. Leinsamen machen kein großes Aufheben um sich. Sie schmecken mild nach Nuss, binden Flüssigkeit wie kaum eine andere Zutat und geben Brot, Müsli und Teig Halt.

Was sind Leinsamen?

Leinsamen sind die kleinen, glänzenden Samen des Flachses (Linum usitatissimum). Aus derselben Pflanze werden Leinenstoff und Leinöl gewonnen. Es gibt braune und goldgelbe Leinsamen, in der Küche verhalten sich beide sehr ähnlich. Im Englischen heißen sie flaxseed oder linseed, im Türkischen keten tohumu.

Wir führen braune Leinsamen ganz in BIO-Qualität aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Es gibt sie in Vorratspackungen von 1kg, 2kg und 5kg im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel. Ganze Samen halten ihr Aroma am längsten, gemahlen wird zu Hause.

Wie schmeckt Leinsamen?

Leinsamen schmecken mild, fein nussig und zurückhaltend. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund und ergänzen den Geschmack der anderen Zutaten. Ganz bringen sie vor allem Biss, geschrotet oder gemahlen werden sie nussiger und machen Speisen sämig. Kurz in der trockenen Pfanne geröstet duften sie deutlich kräftiger, fast wie Sesam.

Schmecken Leinsamen wie Chiasamen? Nicht ganz. Chia ist nahezu geschmacksneutral, Leinsamen haben eine erkennbare Nussnote. Beide quellen stark und binden Flüssigkeit. Schmecken Leinsamen bitter oder muffig, sind sie alt oder wurden zu lange gemahlen aufbewahrt.

Leinsamen: so verwenden Sie es in der Küche
Leinsamen von Azafran.

Unsere ganzen BIO-Leinsamen zum frischen Schroten, ab der 1kg-Packung:

Alle Sorten und Größen: Leinsamen

Leinsamen essen: ganz, geschrotet oder gemahlen?

Leinsamen essen Sie ganz, geschrotet oder gemahlen, und jede Form hat ihren eigenen Platz. Ganze Leinsamen bringen Struktur und Knusper, etwa auf Brötchen, in Crackern oder im Müsli. Geschrotete Leinsamen sind grob aufgebrochen, gemahlene fein wie Mehl. Beide verbinden sich stärker mit Flüssigkeit und eignen sich für Teige, Shakes und cremige Frühstücksschalen.

Wie essen Sie geschrotete Leinsamen? Am einfachsten über Joghurt, Quark, Porridge oder Salat gestreut, 2 bis 5 Minuten quellen lassen, fertig. Gemahlene Leinsamen ersetzen im Teig einen Teil des Mehls oder binden als Ei-Ersatz. Ganze Leinsamen essen Sie am besten dort, wo Sie den Biss wollen.

Leinsamen mahlen und schroten: so geht es

Leinsamen mahlen geht in einer elektrischen Kaffee- oder Gewürzmühle, im Mixer oder im Mörser. Mahlen Sie in kurzen Stößen, sonst wird das ölreiche Mehl schmierig. Getreidemühlen mit Steinmahlwerk setzen sich durch das Öl leicht zu, ein Stahlmahlwerk ist besser geeignet.

Gemahlene Leinsamen verlieren ihr frisches Aroma schnell. Mahlen Sie deshalb nur so viel, wie Sie in den nächsten Tagen brauchen, und bewahren Sie den Rest verschlossen im Kühlschrank auf. So schmecken Ihre selbst gemachten Leinsamen nussig statt muffig.

Leinsamen einweichen: muss das sein?

Leinsamen müssen Sie nicht einweichen, wenn das Gericht genug Flüssigkeit hat, etwa Joghurt, Porridge oder ein Smoothie. Dort quellen sie von selbst. Einweichen lohnt sich vor allem beim Backen. Dann ziehen die Samen dem Teig kein Wasser mehr ab, und das Brot bleibt saftig.

Ganze Leinsamen weichen Sie im Verhältnis 1 zu 2 bis 1 zu 3 in Wasser ein und lassen sie einige Stunden oder über Nacht stehen. Geschrotete Leinsamen einweichen geht schneller: 10 bis 15 Minuten reichen, für Smoothies auch 1 Esslöffel in 2 bis 3 Esslöffeln Flüssigkeit. Danach werden sie gelig, das ist gewollt.

Leinsamen kochen: im Porridge, Brot und Gebäck

Leinsamen kochen oder nicht? Beides geht. Im Porridge kochen Sie 1 bis 2 Esslöffel geschrotete Leinsamen einfach mit den Haferflocken mit, der Brei wird dadurch cremiger. In Suppen und Saucen binden gemahlene Leinsamen ähnlich wie Mehl, ohne zu klumpen.

Beim Backen mischen Sie 1 bis 2 Esslöffel ganze Leinsamen pro 500g Teig direkt mit den trockenen Zutaten. Wer mehr möchte, ersetzt je 500g Mehl etwa 25 bis 50g durch gemahlene Leinsamen und gibt pro 100g ersetztem Mehl 20 bis 40ml Flüssigkeit dazu. Ein Rezept für saftiges Leinsamenbrot finden Sie in unserem Blog.

VerwendungMengeForm und Tipp
Joghurt, Quark, Müsli1 bis 2 ELgeschrotet, 2 bis 5 Minuten quellen
Porridge1 bis 2 ELgeschrotet, mitkochen
Smoothie1 ELin 2 bis 3 EL Flüssigkeit vorquellen
Brot und Brötchen (500g Teig)1 bis 2 ELganz, mit den trockenen Zutaten mischen
Ei-Ersatz (1 Ei)1 ELgemahlen, mit 50ml heißem Wasser
Topping1 bis 2 TLganz oder geröstet

Kurzrezept: knusprige Leinsamen-Cracker

Diese Cracker sind die schönste Art, ganze Leinsamen zu essen. Für ein Backblech:

  • 100g ganze Leinsamen, 50g Sesam und 50g Kürbiskerne mit 200ml Wasser und ½ TL Salz verrühren.
  • 15 Minuten quellen lassen, bis eine gelige Masse entsteht.
  • Dünn auf ein Blech mit Backpapier streichen, nach Belieben mit Rosmarin oder Chiliflocken bestreuen.
  • Bei 160 °C Umluft 40 bis 50 Minuten backen, bis die Platte trocken und knusprig ist. Abkühlen lassen und in Stücke brechen.

Leinsamen als Ei-Ersatz

Leinsamen sind ein guter Ei-Ersatz, wenn ein Teig Bindung braucht. Verrühren Sie 1 Esslöffel frisch gemahlene Leinsamen mit etwa 50ml heißem Wasser und lassen Sie die Masse einige Minuten quellen. Das ersetzt ein Ei in Pancakes, Muffins, Bratlingen und einfachen Rührteigen.

Als Treibmittel taugt die Masse nicht. Für luftige Biskuits ist sie deshalb weniger geeignet, für saftige, kompakte Teige dafür umso mehr.

Leinsamenschleim herstellen: das Gel für die Küche

Leinsamenschleim stellen Sie her, indem Sie 2 Esslöffel ganze Leinsamen mit 250ml Wasser aufkochen und unter Rühren 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. Gießen Sie die Masse noch warm durch ein Sieb, abgekühlt wird sie zu einem klaren Gel. In der Küche bindet es vegane Teige und Bratlinge und gibt Brötchen vor dem Backen einen schönen Glanz.

Leinsamen trinken geht am einfachsten im Smoothie oder Shake. Lassen Sie 1 Esslöffel geschrotete Leinsamen vorher kurz in etwas Flüssigkeit quellen, dann wird der Drink cremig statt körnig.

Wie viel Leinsamen pro Tag?

In der Küche rechnen Sie mit 1 bis 2 Esslöffeln Leinsamen pro Portion, ob im Müsli am Morgen oder im Brot am Abend. Ein gehäufter Esslöffel wiegt etwa 10g. Weil Leinsamen stark quellen, braucht das Gericht genug Flüssigkeit, sonst wird es zäh.

Kann man Leinsamen roh essen? Ja, im Müsli, im Joghurt oder im Salat werden sie meist roh gegessen. Auch geschrotete Leinsamen können Sie roh essen. Geben Sie ihnen im Gericht nur genug Flüssigkeit zum Quellen.

Wozu passt Leinsamen?

Leinsamen passen zu Haferflocken, Joghurt, Quark, Äpfeln, Bananen, Beeren und Vollkornbrot und zu Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Brotgewürz. Man nimmt sie überall dort, wo ein Gericht etwas Biss oder Bindung braucht. Weil sie selbst mild sind, passt, was ihre leise Nussnote mit Süße, Wärme oder Säure hervorholt.

  • Zimt: Seine warme Süße und die nussigen Leinsamen sind im Porridge und im Apfel-Müsli ein eingespieltes Paar.
  • Chia Samen: der nächste Verwandte in der Küche. Zusammen binden beide Puddings und Overnight Oats besonders gut.
  • Sesam und Kürbiskerne: Sie verstärken die Röstnote. Typisch für Körnerbrot, Cracker und Granola.
  • Brotgewürz: Fenchel, Kümmel und Koriander geben dem Leinsamenbrot die herzhafte Würze, die die Samen allein nicht haben.
  • Kardamom: kühl und blumig. Eine Prise im Leinsamen-Porridge oder Smoothie macht ihn frischer.

Bei den Lebensmitteln sind Haferflocken, Joghurt und Quark die natürlichen Partner. Sie sind mild und cremig, die Leinsamen bringen Biss und Nussigkeit dazu. Äpfel, Bananen und Beeren setzen Süße und Säure dagegen, Honig rundet den Morgen ab.

Herzhaft passen Leinsamen in Vollkorn- und Roggenbrot, in Gemüsebratlinge, Salate und Kräuterquark. Mit Kartoffeln und Quark schmecken sie bodenständig, auf Ofengemüse knusprig.

Leinsamen Ersatz: was geht, was nicht

Der beste Ersatz für Leinsamen ist Chia in gleicher Menge. Chia bindet genauso gut, schmeckt aber neutraler. Für die Bindung im Teig gehen auch Flohsamenschalen, davon reicht etwa ein Drittel der Menge. Wollen Sie nur Biss und Nussigkeit, greifen Sie zu Sesam oder gehackten Kürbiskernen. Diese binden allerdings kaum.

Gute Leinsamen erkennen und lagern

Gute Leinsamen sind trocken, sauber, gleichmäßig und glänzen leicht. Sie riechen mild nussig. Viel Bruch, Staub oder ein muffiger Geruch sind ein Zeichen für schlechte Lagerung.

Ganze Leinsamen lagern Sie trocken, kühl und gut verschlossen, dann halten sie lange. Nach dem Öffnen den Beutel wieder fest schließen, damit keine Feuchtigkeit einzieht. Unsere Leinsamen kommen im licht- und luftdichten Aromaschutzbeutel. Für den Vorrat lohnt sich die große Packung, wenn Sie täglich mit Leinsamen frühstücken oder backen.

Häufige Fragen

Kann man Leinsamen roh essen?

Ja. Leinsamen werden meist roh gegessen, etwa in Müsli, Joghurt oder Salat, ganz, geschrotet oder gemahlen. Als Küchenportion reichen 1 bis 2 Esslöffel, mit genug Flüssigkeit im Gericht zum Quellen.

Wie viel Leinsamen pro Tag?

In der Küche rechnen Sie mit 1 bis 2 Esslöffeln pro Portion, etwa im Müsli oder im Brot, und genug Flüssigkeit im Gericht.

Muss man Leinsamen einweichen?

Nein, nicht in Gerichten mit viel Flüssigkeit wie Joghurt oder Porridge. Beim Backen lohnt es sich, damit die Samen dem Teig kein Wasser entziehen.

Kann man Leinsamen kochen?

Ja. Im Porridge kochen Sie geschrotete Leinsamen einfach mit, in Suppen binden gemahlene Leinsamen wie Mehl. Ganze Leinsamen backen Sie ins Brot.

Wie ersetzt man ein Ei durch Leinsamen?

1 Esslöffel gemahlene Leinsamen mit etwa 50ml heißem Wasser verrühren und einige Minuten quellen lassen. Das ersetzt ein Ei in Pancakes, Muffins und Bratlingen.

Weiterlesen

Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
Über uns

Zu unseren Premiumgewürzen!