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Wie schmeckt Koriander? Die Samen duften nach Orange, nicht nach Seife

Wie Koriander schmeckt, hängt vom Pflanzenteil ab: Die getrockneten Samen schmecken mild, warm und leicht süß, mit einem Duft nach Orangenschale und Blüten, geröstet auch nussig. Das frische Grün schmeckt dagegen zitronig-frisch und für manche Menschen nach Seife. Als Gewürz meint Koriander fast immer die Samen, ganz oder als Korianderpulver.

Zerdrücken Sie ein Korianderkorn zwischen den Fingern und riechen Sie daran. Statt Seife steigt Ihnen etwas ganz anderes in die Nase: Orangenschale, ein wenig Blüte, ein wenig Holz. Genau dieser Duft steckt im Lebkuchen, im Gewürzbrot und in fast jedem Curry, und kaum jemand erkennt ihn auf Anhieb.

Wie schmeckt Koriander?

Koriandersamen schmecken mild-würzig, warm und leicht süßlich, mit einer frischen Zitrusnote, die an Orangenschale erinnert. Dazu kommt ein feiner, blumiger Ton und im Abgang etwas Herbes. Der Geschmack von Koriander ist ruhig und rund, er drängt sich nicht vor, sondern verbindet andere Gewürze miteinander.

Röstet man die Samen kurz, werden sie nussiger und wärmer. Frisch gemahlen duften sie am stärksten, fertiges Pulver ist etwas sanfter. Ganze Samen geben ihr Aroma beim Mitkochen langsam und schrittweise ab.

Schmeckt Koriander nach Seife? Die Samen nicht. Diesen Ruf hat das frische Koriandergrün. Für einen Teil der Menschen riechen bestimmte Duftstoffe der Blätter nach Seife oder Wanzen, was zum Teil erblich ist. Wer frischen Koriander hasst, mag die Samen deshalb oft trotzdem.

Was ist Koriander für ein Gewürz?

Koriander (Coriandrum sativum) ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler, verwandt mit Kümmel, Fenchel und Kreuzkümmel. Als Gewürz verwendet man die reifen, getrockneten Früchte, die kleinen runden Samen. Sie sind hellbraun bis beige, etwa so groß wie ein Pfefferkorn und innen hohl. Im Englischen heißt er coriander, in den USA die frischen Blätter cilantro, im Türkischen kişniş.

Koriander als Gewürz gehört zu den ältesten Würzmitteln überhaupt. In Indien, im Orient und in Nordafrika steckt er in den meisten Mischungen, in Deutschland vor allem in Brot, Lebkuchen und Wurst. Unser BIO-Koriander stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.

Koriander: so verwenden Sie es in der Küche
Koriander von Azafran.

Unser BIO-Koriander, ganz zum Rösten und gemahlen zum Streuen, von 50g bis 1kg:

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Koriandersamen oder frischer Koriander: zwei verschiedene Zutaten

Koriandersamen und Koriandergrün kommen von derselben Pflanze, schmecken aber völlig verschieden. Ersetzen Sie das eine darum nie durch das andere. Steht im Rezept „frischer Koriander“ oder „ein Bund Koriander“, sind die Blätter gemeint. Steht dort „Koriander, gemahlen“ oder „Koriandersaat“, sind es die Samen.

Frischer Koriander passt zu Limette, Chili, Avocado, Kokosmilch, Tomate und Mango, wie in Guacamole, Thai-Currys oder dem chilenischen Tomatensalat Pebre. Er kommt zum Schluss über das Gericht, denn Hitze nimmt ihm sein Aroma. Die Samen dagegen gehören meist früh in den Topf oder werden vorher angeröstet.

Vietnamesischer Koriander gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie. Er ist ein eigenes Kraut mit ähnlichem, schärferem Duft.

Koriander gemahlen oder ganz?

Gemahlener Koriander ist praktisch für Teige, Currys, Saucen und Dips, weil er sich sofort verteilt. Ganze Koriandersamen halten ihr Aroma länger und schmecken frisch gemahlen deutlich intensiver. Beides hat seinen Platz.

Für das volle Aroma rösten Sie ganze Samen ein bis zwei Minuten in der trockenen Pfanne, bis sie duften und leicht knistern. Danach mahlen Sie sie im Mörser oder in der Gewürzmühle. Gemahlene Koriandersamen verlieren ihren Duft schneller, kaufen Sie Pulver deshalb lieber in Mengen, die Sie in einigen Monaten aufbrauchen.

Bei uns bekommen Sie Koriander ganz und gemahlen jeweils von 50g bis zur 1kg-Packung, im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.

Koriander Verwendung: wofür nimmt man Koriander?

Koriander verwendet man für Currys, Brot und Gebäck, zum Einlegen von Gemüse und für Fleisch, Wurst und Fisch. Wofür Koriander am besten passt, zeigen diese Klassiker:

In der türkischen Küche würzt Koriander Köfte, Marinaden für Lamm und eingelegtes Gemüse.

  • Indisch: Currys, Dal, Chutneys und Garam Masala. Gemahlener Koriander gibt den Saucen Körper, ganze Samen werden in Öl angeröstet.
  • Brot und Gebäck: Gewürzbrot, Roggenbrot, Lebkuchen und Spekulatius. Koriander ist ein klassisches Brotgewürz.
  • Einlegen: Gewürzgurken, Rote Bete, eingelegte Zwiebeln und Sauerkraut. Ganze Samen in den Sud geben.
  • Fleisch und Fisch: Bratwurst, Lamm, Hähnchen, Gyros, Fischsud und Marinaden.
  • Gemüse: Ofenkartoffeln, Möhren, Kürbis und Linsen. Geröstet und frisch gemahlen mit Olivenöl untermischen.
  • Dips: Joghurt mit geröstetem Koriander, Salz, Pfeffer und Zitrone.

Ein schneller Einstieg sind Ofenkartoffeln: Kartoffelspalten mit Olivenöl, 1 TL frisch gemahlenem Koriander, Salz und Pfeffer mischen und bei 200 Grad etwa 35 Minuten backen. Für Lebkuchen finden Sie bei uns ein Rezept für Lebkuchengewürz selbstgemacht.

Wie viel Koriander?

Koriander ist mild, trotzdem sollten Sie mit kleinen Mengen anfangen. Für ein Gericht mit vier Portionen oder einen Brotteig reicht meist etwa ein Teelöffel. Er verträgt mehr als Kreuzkümmel und wird selten aufdringlich, kann eine Speise aber blumig und etwas parfümiert wirken lassen. Die Mengen in der Tabelle unten haben sich bewährt.

Gerichtgemahlenganz
Curry oder Dal (4 Portionen)1 bis 2 TL1 TL, in Öl angeröstet
Brotteig (1kg Mehl)1 bis 2 TL1 bis 2 TL, leicht angestoßen
Lebkuchen (500g Mehl)1 TL–
Gewürzgurken (1 Glas)–1 TL
Ofenkartoffeln (1kg)1 TL, frisch gemahlen–
Joghurt-Dip (250g)½ TL–

Koriander als Tee

Koriandersamen lassen sich auch als Tee aufgießen. Nehmen Sie einen halben bis einen Teelöffel ganze Samen pro Tasse und stoßen Sie sie im Mörser leicht an. Mit heißem Wasser übergossen ziehen sie acht bis zehn Minuten. Der Tee schmeckt mild, leicht süßlich und zitrisch.

Gut passt er zusammen mit Fenchel oder etwas Orangenschale. In unserem Brotgewürz steht Koriander zusammen mit Kümmel, Fenchel und Anis.

Wozu passt Koriander?

Koriander passt zu Kreuzkümmel, Orangenschale, Zimt, Kardamom, Fenchel, Kümmel und Ingwer und zu Linsen, Möhren, Kürbis, Lamm, Hähnchen, Ziegenkäse und Roggenbrot. Er wirkt in vielen Mischungen wie eine Brücke: Seine blumig-zitrische Note verbindet erdige, scharfe und süße Gewürze.

  • Kreuzkümmel: die engste Verbindung. Kreuzkümmel bringt die erdige Tiefe, Koriander die frische Seite. Zusammen tragen sie die meisten Currys und orientalischen Gerichte.
  • Orangenschale: verstärkt genau den Zitrusduft, den Koriander schon mitbringt. Schön in Gebäck, Glühwein und zu Möhren.
  • Zimt und Kardamom: süße Wärme dazu. Das schmeckt nach Lebkuchen, Chai und indischen Reisgerichten.
  • Fenchel und Kümmel: die klassischen Brotgewürze. Koriander nimmt dem Kümmel die Schwere.
  • Ingwer: frische Schärfe, die zur Zitrusnote passt. Typisch für Currys und Marinaden.

Bei den Lebensmitteln lieben Hülsenfrüchte und Wurzelgemüse den Koriander. Linsen, Kichererbsen, Möhren und Kürbis bringen Süße und Erde, er legt Frische darüber. Fettes wie Lamm, Wurst und Ziegenkäse trägt seinen Duft besonders gut. Auch Erdbeeren, dunkle Schokolade und Kaffee vertragen eine Prise gerösteten Koriander.

Laut Zutatenliste steckt Koriander schon in unserem Garam Masala, Harissa, Brotgewürz, Einmachgewürz, Tandoori Masala und in Kreuzkümmel-Koriander-Muskat. Wer zur Mischung greift, braucht ihn meist nicht extra.

Koriander Ersatz: kurz gesagt

Als Ersatz für Koriandersamen funktionieren je nach Gericht Kreuzkümmel, Fenchel oder Kümmel in etwas kleinerer Menge, jeder mit eigener Note. Kreuzkümmel passt in Currys, Fenchel in Gebäck und zu Fisch, Kümmel in Brot. Frisches Koriandergrün lässt sich durch Samen nicht ersetzen, besser passt dann glatte Petersilie mit etwas Limettenschale.

Guten Koriander erkennen und lagern

Gute Koriandersamen sind rund, gleichmäßig hellbraun bis beige, trocken und kaum zerbrochen. Zerreiben Sie ein paar Körner: Es sollte sofort klar, süßlich und zitrisch duften. Gemahlener Koriander ist hell beige und rieselt locker, ohne Klumpen.

Lagern Sie Koriander dunkel, trocken und luftdicht, nicht über dem Herd. Ganze Samen halten ihr Aroma so ein bis zwei Jahre, Pulver lässt schneller nach. Unseren Koriander füllen wir dafür in licht- und luftundurchlässige Aromaschutzbeutel ab.

Häufige Fragen

Wie schmeckt Koriander?

Koriandersamen schmecken mild, warm und leicht süß, mit einem Duft nach Orangenschale und Blüten, geröstet nussig. Frisches Koriandergrün schmeckt dagegen zitronig-frisch und für manche Menschen nach Seife.

Was ist Koriander für ein Gewürz?

Koriander sind die reifen, getrockneten Samen eines Doldenblütlers, verwandt mit Kümmel und Fenchel. Er gehört zu den ältesten Würzmitteln und steckt in Brot, Lebkuchen, Currys und vielen Mischungen.

Was ist der Unterschied zwischen Koriandersamen und frischem Koriander?

Beides stammt von derselben Pflanze, schmeckt aber völlig anders. Die Samen sind ein warmes Gewürz zum Mitkochen, die Blätter ein frisches Kraut, das zum Schluss über das Gericht kommt.

Wofür verwendet man gemahlenen Koriander?

Für Currys, Dal, Chutneys, Brot, Lebkuchen, Marinaden, Ofengemüse und Joghurt-Dips. Für vier Portionen reicht meist etwa ein Teelöffel.

Wozu passt Koriander?

Zu Kreuzkümmel, Orangenschale, Zimt, Kardamom, Fenchel und Ingwer und zu Linsen, Möhren, Kürbis, Lamm, Hähnchen und Roggenbrot.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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