Dill Pflanze: das fedrige Kraut mit den gelben Dolden
Die Dill Pflanze (Anethum graveolens) ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler, verwandt mit Fenchel, Kümmel und Petersilie. Sie wird 60 bis 120cm hoch, hat blaugrüne, fadenfeine Blätter und trägt im Sommer gelbe Blütendolden. Geerntet werden die Blattspitzen vor der Blüte, getrocknet kennen Sie sie als Dillspitzen.
Streifen Sie im Sommer an einem Dillbeet vorbei, und der Duft kommt Ihnen entgegen, bevor Sie die Pflanze sehen: frisch, grün, mit einem Hauch Anis und Zitrone. Über den fedrigen Blättern schweben gelbe Schirme, auf denen sich Schwebfliegen sonnen. So sieht das Kraut aus, das in Ihrem Gurkensalat steckt.
- Dill Pflanze: was für eine Pflanze ist Dill?
- Wie sieht eine Dill Pflanze aus?
- Dill Pflanze Blüte: wann und wie blüht Dill?
- Ist die Dill Pflanze mehrjährig?
- Pflanze, die wie Dill aussieht: was ist es?
- Dill Herkunft und Geschichte
- Dill Anbau: so wächst Dill auf dem Feld
- Dill selber anbauen: wann und wie pflanzen?
- Dill mit was pflanzen? Gurken, Tomaten, Kartoffeln
- Dill ernten und trocknen: vom Beet zu den Dillspitzen
- Häufige Fragen
Dill Pflanze: was für eine Pflanze ist Dill?
Dill ist ein Doldenblütler, botanisch Anethum graveolens. Zur selben Familie gehören Fenchel, Kümmel, Koriander, Anis und Petersilie, aber auch Möhre und Sellerie. Die Verwandtschaft erkennen Sie an den schirmförmigen Blütenständen, den Dolden.
Dill ist ein Gewürz und eine Küchenpflanze zugleich. Verwendet werden die zarten Blattspitzen, die Blüten und die Samen. In Mitteleuropa ist er seit Jahrhunderten das Kraut für Gurken, Fisch und Kartoffeln.

Wie sieht eine Dill Pflanze aus?
Eine Dill Pflanze wächst aus einer dünnen Pfahlwurzel mit einem einzelnen, aufrechten Stängel. Er ist hohl, fein gerillt und blaugrün bis bläulich bereift. Ausgewachsen wird Dill 60 bis 120cm hoch und verzweigt sich im oberen Teil.
Typisch sind die Blätter: mehrfach gefiedert, fadenfein und weich, fast wie grüne Federn. Sie wirken eher blaugrün als sattgrün. Reiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es sofort frisch und würzig. Dieser Duft ist das sicherste Erkennungszeichen.
Wenn der Dill im Beet nicht reicht: unsere BIO Dillspitzen, getrocknet und fein geschnitten:
Dill Pflanze Blüte: wann und wie blüht Dill?
Dill blüht von Juni bis August, je nach Aussaat. Aus dem Stängel schieben sich flache, gelbe Doppeldolden mit bis zu 15cm Durchmesser. Jede Dolde besteht aus vielen kleinen Döldchen mit winzigen gelben Blüten.
Die Blüten ziehen Schwebfliegen, Wildbienen und Schlupfwespen an. Nach der Blüte bilden sich flache, ovale Samen mit hellem Rand, die sich bei Reife braun färben. In der Küche sind die Blütendolden begehrt zum Einlegen von Gurken, als Dillkrone im Glas. Fertig gemischt steckt Dill auch in unserem Einmachgewürz, zusammen mit Senf, Pfeffer, Koriander und Lorbeer.
Ist die Dill Pflanze mehrjährig?
Nein, Dill ist einjährig. Die Pflanze keimt im Frühjahr, blüht im Sommer, bildet Samen und stirbt im Herbst ab. Ein Dillbeet überwintert also nicht.
Trotzdem wirkt Dill im Garten oft mehrjährig. Lassen Sie einige Dolden ausreifen, fallen die Samen zu Boden und keimen im nächsten Frühjahr von selbst. So kommt der Dill jedes Jahr an derselben Stelle wieder, nur nicht aus derselben Wurzel.
Pflanze, die wie Dill aussieht: was ist es?
Eine Pflanze, die wie Dill aussieht, ist im Garten meistens Fenchel. Beide haben fadenfeine, fedrige Blätter und gelbe Dolden. Fenchel wird aber höher, oft bis zwei Meter, kommt jedes Jahr aus der Wurzel wieder und riecht deutlich nach Anis. Gemüsefenchel bildet zusätzlich eine dicke Knolle.
Ähnlich fedrig sind auch das Laub des Schmuckkörbchens (Cosmos), Spargelkraut und die Wilde Möhre. Der Duft verrät den Unterschied sofort, denn nur Dill riecht nach Dill. Die Tabelle unten zeigt die wichtigsten Doppelgänger.
Eine wichtige Grenze: In der freien Natur wachsen giftige Doldenblütler wie Gefleckter Schierling und Hundspetersilie, die Laien leicht verwechseln. Sammeln Sie deshalb keinen wilden Dill, sondern nehmen Sie Dill aus dem eigenen Beet oder aus dem Laden.
| Pflanze | Woran Sie sie erkennen | Duft |
|---|---|---|
| Dill | blaugrün, einjährig, 60 bis 120cm, gelbe Dolden | frisch, würzig, typisch Dill |
| Fenchel | bis 2m hoch, mehrjährig, oft mit Knolle | deutlich nach Anis |
| Bronzefenchel | fedriges, rotbraunes Laub | nach Anis |
| Schmuckkörbchen (Cosmos) | fedriges Laub, große Blüten in Rosa oder Weiß | kaum Duft |
| Spargelkraut | nadelfeine Zweige, rote Beeren im Herbst | kaum Duft |
| Wilde Möhre | behaarter Stängel, weiße Dolden mit dunklem Punkt | nach Möhre |
Dill Herkunft und Geschichte
Dill stammt ursprünglich aus Vorderasien und dem östlichen Mittelmeerraum. Schon im alten Ägypten war er bekannt, Griechen und Römer schätzten ihn als Küchenkraut und Duftpflanze. Mit den Römern und später den Klostergärten kam er nach Mitteleuropa.
Besonders tief verwurzelt ist Dill heute in den Küchen Skandinaviens, Osteuropas und des Baltikums. Dort gehört er zu Lachs, Kartoffeln, Roter Bete, Pilzen und eingelegten Gurken. Auch in der türkischen und persischen Küche hat er seinen festen Platz.
Dill Anbau: so wächst Dill auf dem Feld
Im Anbau von Dill für Gewürze wird er im Frühjahr direkt aufs Feld gesät, in Reihen und dicht genug, dass die Pflanzen sich gegenseitig stützen. Geerntet wird das Kraut, sobald die Pflanzen kräftig sind, aber noch keine Blüte angesetzt haben. Dann sind die Blätter am aromatischsten.
Das Kraut wird anschließend schonend getrocknet und geschnitten. Die feinen Blattteile kommen als Dillspitzen in den Handel, grobe Stängel werden ausgesiebt. Unsere BIO Dillspitzen stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009, und kommen im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.
Dill selber anbauen: wann und wie pflanzen?
Dill selber anbauen gelingt, wenn Sie ihn direkt dort säen, wo er wachsen soll. Wegen seiner Pfahlwurzel mag er kein Umpflanzen. Gekaufte Dillpflanzen im Topf bleiben deshalb oft kümmerlich und schießen schnell in die Blüte.
Dill pflanzen Sie am besten von April bis Juli, sobald der Boden etwa 10 °C warm ist. Säen Sie alle drei bis vier Wochen eine neue Reihe, dann haben Sie den ganzen Sommer junge Spitzen. So geht es Schritt für Schritt:
- Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt, lockerer und humoser Boden
- Aussaat: Dillsamen in Reihen mit 25cm Abstand säen und nur dünn mit Erde bedecken
- Keimen: gleichmäßig feucht halten, nach etwa zwei bis drei Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge
- Im Topf: ein Gefäß mit mindestens 20cm Tiefe wählen, damit die Pfahlwurzel Platz hat
- Pflege: bei Trockenheit gießen, Staunässe vermeiden, nicht düngen
Dill mit was pflanzen? Gurken, Tomaten, Kartoffeln
Dill ist ein guter Nachbar in der Mischkultur. Dill zu Gurken pflanzen ist der Klassiker, die beiden teilen das Beet und später das Einmachglas. Auch neben Möhren, Zwiebeln, Kohl, Salat und Roter Bete fühlt er sich wohl.
Kartoffeln und Dill pflanzen viele Gärtner ebenfalls zusammen, Dill wächst dann am Rand der Reihen. Bei Tomaten sind die Erfahrungen gemischt: Junger Dill stört sie kaum, große, blühende Pflanzen stehen besser mit etwas Abstand. Fenchel setzen viele Gärtner lieber nicht direkt neben Dill, weil sich die beiden nahen Verwandten im Beet gegenseitig bedrängen.
Dill ernten und trocknen: vom Beet zu den Dillspitzen
Dillspitzen ernten Sie laufend, sobald die Pflanze etwa 20cm hoch ist. Schneiden Sie die äußeren Triebe ab, dann wächst innen Neues nach. Am meisten Aroma haben die Blätter kurz vor der Blüte, am besten morgens nach dem Abtrocknen des Taus.
Blütendolden zum Einlegen schneiden Sie, wenn sie gerade aufgeblüht sind. Samen ernten Sie, wenn sie braun werden, und lassen sie in einer Papiertüte nachtrocknen.
Selbst getrocknet verliert Dill schnell Farbe und Duft, wenn es zu warm oder zu hell zugeht. Getrocknete Dillspitzen schmecken fein kräuterig, leicht süßlich und mit einem Hauch Zitrus. Sie gehören in kalte und warme Speisen erst gegen Ende, etwa in Gurkensalat mit Dill oder einen Käse-Dill-Aufstrich. Für den Vorrat gibt es Dillspitzen von 50g bis 1kg.
Häufige Fragen
Was für eine Pflanze ist Dill?
Ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler (Anethum graveolens), verwandt mit Fenchel, Kümmel, Koriander und Petersilie.
Ist Dill mehrjährig?
Nein, Dill ist einjährig und stirbt nach der Samenreife ab. Weil er sich selbst aussät, kommt er im Garten aber oft jedes Jahr an derselben Stelle wieder.
Wann blüht Dill?
Von Juni bis August, je nach Aussaat, mit flachen gelben Doppeldolden. Die Blüten eignen sich zum Einlegen von Gurken.
Welche Pflanze sieht aus wie Dill?
Meist Fenchel, der aber höher wird und nach Anis riecht. Ähnlich fedrig sind Bronzefenchel, Schmuckkörbchen, Spargelkraut und Wilde Möhre.
Wann pflanzt man Dill?
Von April bis Juli direkt ins Beet säen, sobald der Boden etwa 10 °C hat. Alle drei bis vier Wochen nachsäen, dann gibt es den ganzen Sommer frische Spitzen.
Was pflanzt man neben Dill?
Gurken, Möhren, Zwiebeln, Kohl, Salat, Rote Bete und Kartoffeln. Fenchel steht besser mit etwas Abstand.
Woher kommt Dill?
Ursprünglich aus Vorderasien und dem östlichen Mittelmeerraum. Ägypter, Griechen und Römer kannten ihn, nach Mitteleuropa kam er mit Römern und Klostergärten.
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