logo

Berberitzen Pflanze: der dornige Strauch mit den sauren Beeren

Die Berberitzen Pflanze ist ein dorniger, sommergrüner Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse, der meist ein bis drei Meter hoch wird. Im Frühjahr trägt sie hängende Trauben gelber Blüten, im Herbst längliche, leuchtend rote Beeren. Für die Küche zählt vor allem die Gewöhnliche Berberitze, deren getrocknete Früchte als Berberitzen in Reis, Müsli und Salat landen.

Streifen Sie im Spätsommer an einer Hecke entlang, und plötzlich hängen da Trauben aus kleinen roten Tropfen zwischen spitzen Dornen. Wer eine Beere probiert, verzieht das Gesicht: so sauer wie eine Zitrone. Genau diese Säure macht die Berberitze in der persischen Küche so beliebt.

Berberitzen Pflanze: was für ein Gewächs ist die Berberitze?

Die Berberitze ist eine Gattung von Sträuchern mit dem botanischen Namen Berberis. Weltweit gibt es mehrere hundert Arten, vor allem in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel und in Südamerika. Viele davon sind Ziersträucher für Gärten und Hecken.

Bekannt sind etwa die Thunberg-Berberitze aus Japan, deren rotlaubige Form Blutberberitze heißt, und immergrüne Arten wie die Warzen-Berberitze. Ihre Beeren sind klein, oft blauschwarz oder sehr hart und spielen in der Küche keine Rolle.

In der Küche geht es fast immer um die Gewöhnliche Berberitze, Berberis vulgaris. Im Volksmund heißt sie Sauerdorn oder Essigbeere, beides Hinweise auf ihren sauren Geschmack. Unsere BIO Berberitzen sind die getrockneten Früchte dieser Art.

Typisch für alle Berberitzen ist das leuchtend gelbe Holz. Schneiden Sie einen Zweig an, schimmert er innen gelb. Früher färbte man damit Wolle, Leder und Holz.

Berberitzen: von der Pflanze zum Gewürz
Berberitzen von Azafran.

Berberitze Strauch: Wuchs, Dornen und Blätter

Der Berberitze Strauch wächst aufrecht und dicht verzweigt, mit leicht überhängenden Trieben. Die Gewöhnliche Berberitze wird meist ein bis drei Meter hoch und ähnlich breit. Sie verliert im Herbst ihr Laub, das sich vorher gelb bis rot färbt.

An den Trieben sitzen Dornen, meist zu dritt. Botanisch sind es umgewandelte Blätter. In ihren Achseln wachsen kurze Seitentriebe mit Büscheln aus kleinen, verkehrt eiförmigen Blättern mit fein gesägtem Rand.

Wegen der Dornen ist der Berberitzen Strauch eine beliebte Heckenpflanze. Vögel nisten gern darin, weil Katzen und Marder kaum hineinkommen. Im Winter fressen sie die Beeren, die lange am Strauch hängen bleiben.

MerkmalGewöhnliche Berberitze
Botanischer NameBerberis vulgaris
FamilieBerberitzengewächse
Andere NamenSauerdorn, Essigbeere
Wuchssommergrüner, dorniger Strauch, ein bis drei Meter
BlüteApril bis Juni, gelbe hängende Trauben
Früchtelängliche rote Beeren, reif ab August
HeimatEuropa, Westasien, Nordafrika
Verwendet wirddie reife Beere, frisch oder getrocknet

Die Früchte der Berberitzen Pflanze, schonend getrocknet: unsere BIO Berberitzen in Rohkostqualität.

Alle Sorten und Größen: Berberitzen

Berberitze Baum oder Strauch?

Die Berberitze ist ein Strauch, kein Baum. Sie bildet mehrere Triebe aus dem Boden und keinen einzelnen Stamm. Manche Arten werden in alten Hecken oder an geschützten Standorten bis zu vier Meter hoch und wirken dann fast baumartig.

Im Garten wird ein Berberitzen Strauch gelegentlich als kleines Hochstämmchen gezogen. Das ist eine Schnittform. Von Natur aus wächst auch diese Pflanze als Busch.

Berberitze Blüten: gelbe Trauben im Frühjahr

Die Berberitze blüht von April bis Juni mit gelben Blüten. Sie hängen in kleinen Trauben unter den Zweigen, jede Blüte etwa so groß wie ein Fingernagel. Ihr Duft ist süßlich und lockt Bienen, Hummeln und andere Insekten an.

Die Berberitze gelbe Blüten haben eine Besonderheit. Berührt ein Insekt den Grund eines Staubblatts, klappt es blitzschnell nach innen zur Narbe. Dabei drückt es dem Besucher Pollen auf den Körper. Sie können das selbst sehen, wenn Sie vorsichtig mit einem Grashalm in eine offene Blüte tippen.

Ziersorten tragen manchmal orange oder rötliche Blüten, doch die Grundfarbe der Gattung ist Gelb.

Von der Blüte zur Beere: die Früchte der Berberitze

Aus den Blüten werden im Lauf des Sommers längliche Beeren, etwa einen Zentimeter lang. Ab August und September färben sie sich leuchtend rot. Sie hängen in Trauben und bleiben oft bis in den Winter am Strauch.

Die reifen Beeren schmecken frisch sehr sauer und leicht herb. In jeder Frucht sitzen wenige kleine Samen. Für die Küche werden nur die reifen Beeren verwendet, nicht Blätter, Rinde oder Wurzel.

Wie getrocknete Berberitzen aussehen und wie Sie sie in Reis, Joghurt und Salat einsetzen, lesen Sie auf unserer Seite Was sind Berberitzen?. Dort steht auch, wie ihr Geschmack Safranreis, Lamm oder Pistazien ergänzt. Kurz gesagt: Ihre klare Säure bringt Frische in süße und herzhafte Gerichte.

Berberitzen Herkunft: woher kommt die Berberitze?

Die Gewöhnliche Berberitze ist in Europa, Westasien und Nordafrika zu Hause. Sie wächst an sonnigen Waldrändern, in Hecken und auf kalkigen Böden. Auch in Deutschland kommt sie wild vor, ist aber vielerorts selten geworden.

Als Fruchtpflanze ist die Berberitze vor allem im Iran wichtig. Im Osten des Landes wird sie seit Jahrhunderten in Gärten angebaut. Dort gibt es Kulturformen mit fast kernlosen Beeren, die getrocknet in Reisgerichte kommen. Auch im Kaukasus und in Zentralasien gehören die Beeren in die Küche.

Unsere Berberitzen stammen aus kontrolliert biologischem Anbau im Nahen Osten, wo die Beeren unter warmem Klima reifen. Kontrollstelle ist DE-ÖKO-009. Hier können Sie Berberitzen kaufen.

Berberitzen Geschichte: Färberpflanze und Getreidefeind

Der Name Berberitze kommt über das mittelalterliche Latein „berberis“, vermutlich aus dem Arabischen. In Europa nutzte man die Beeren lange als Säuerungsmittel, bevor Zitronen erschwinglich wurden. Aus ihnen kochte man Gelee, Sirup und Einlegesud.

Im 18. und 19. Jahrhundert bekam die Berberitze einen schlechten Ruf. Bauern beobachteten, dass Getreide neben Berberitzenhecken häufiger vom Schwarzrost befallen wurde. Später zeigte sich, dass dieser Pilz die Berberitze als Zwischenwirt braucht.

Daraufhin wurden in Teilen Europas und Nordamerikas Berberitzen gezielt gerodet, teils sogar per Gesetz. Deshalb ist die wilde Berberitze in vielen Getreidegegenden heute selten.

Ernte und Trocknung: von der Pflanze zur getrockneten Berberitze

Geerntet wird im Herbst, wenn die Beeren tiefrot und prall sind. In den Anbaugebieten schneidet man oft ganze Fruchtzweige ab oder streift die Trauben von Hand. Die Dornen machen die Ernte mühsam, Handschuhe sind Pflicht.

Danach werden die Beeren getrocknet. Bei sanfter Wärme behalten sie ihre rubinrote Farbe und ihren hellen, fruchtigen Duft. Zu große Hitze macht sie braun und bitter. Zum Schluss werden Stiele und Blätter ausgelesen.

Unsere getrockneten Berberitzen haben Rohkostqualität durch schonende Trocknung bei niedrigen Temperaturen. Wir füllen sie in wiederverschließbare, licht- und luftundurchlässige Aromaschutzbeutel.

Berberitze Samen: die Pflanze selbst ziehen

Berberitzen lassen sich aus Samen ziehen, brauchen dafür aber Geduld. Die Samen sind Kaltkeimer. Sie keimen erst, nachdem sie einige Wochen Kälte erlebt haben, im Freien also über den Winter.

Dafür werden frische Samen aus reifen Beeren gelöst, gesäubert und im Herbst in Erde gesät. Im Frühjahr erscheinen die ersten Keimlinge. Bis ein Sämling Früchte trägt, vergehen einige Jahre.

Getrocknete Berberitzen aus der Küche eignen sich kaum zur Aussaat, weil Trocknung und Lagerung die Keimfähigkeit mindern. Schneller geht es mit Stecklingen oder einer jungen Pflanze aus der Baumschule.

Häufige Fragen

Was für eine Pflanze ist die Berberitze?

Ein dorniger Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse. Für die Küche wird die Gewöhnliche Berberitze genutzt, auch Sauerdorn genannt.

Ist die Berberitze ein Baum?

Nein, sie wächst als Strauch mit mehreren Trieben. Sie wird meist ein bis drei Meter hoch und kann an geschützten Stellen bis zu vier Meter erreichen.

Wann blüht die Berberitze?

Von April bis Juni. Die gelben Blüten hängen in kleinen Trauben und duften süßlich.

Woher kommt die Berberitze?

Die Gewöhnliche Berberitze stammt aus Europa, Westasien und Nordafrika. Als Fruchtpflanze ist sie vor allem im Iran, im Kaukasus und in Zentralasien verbreitet.

Wann sind Berberitzen reif?

Ab August und September, wenn die Beeren leuchtend rot sind. Geerntet wird meist im Herbst.

Kann man Berberitzen aus Samen ziehen?

Ja, mit frischen Samen, die über den Winter Kälte brauchen, bevor sie keimen. Bis zur ersten Ernte vergehen einige Jahre.

Weiterlesen

Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
Über uns

Zu unseren Premiumgewürzen!