Sultaninen oder Rosinen: der Unterschied, den Sie im Kuchen schmecken
Der Unterschied zwischen Sultaninen und Rosinen: Rosinen ist der Oberbegriff für alle getrockneten Weinbeeren, Sultaninen sind eine bestimmte Sorte davon. Sie stammen aus hellen, kernlosen Trauben der Sorte Sultana und sind meist heller, weicher und saftiger als klassische dunkle Rosinen. Im Rezept können Sie Rosinen fast immer 1:1 durch Sultaninen ersetzen.
Im Rezept für den Hefezopf steht Rosinen, im Vorratsschrank liegen Sultaninen, und daneben fragt jemand, ob das nicht ohnehin dasselbe sei. Fast. Beißen Sie einmal nacheinander in beide, und Sie merken es: die eine weich und honigsüß, die andere fester, dunkler, mit einem Hauch Karamell. Der Unterschied beginnt am Weinstock und endet im Kuchen.
- Was ist der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen?
- Sultaninen und Rosinen Unterschied auf einen Blick
- Warum sind Sultaninen hell und Rosinen dunkel?
- Und Korinthen?
- Wie schmeckt eine Sultanine, wie eine Rosine?
- Was ist besser: Rosinen oder Sultaninen?
- Kann man Rosinen durch Sultaninen ersetzen?
- Sultaninen einweichen: wie lange und worin?
- Gute Sultaninen und Rosinen erkennen und lagern
- Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen?
Rosinen ist im Deutschen der Sammelbegriff für getrocknete Weinbeeren. Jede Sultanine ist also eine Rosine, aber nicht jede Rosine eine Sultanine. Im engeren Sinn meint man mit Rosinen die dunklen, großen Beeren aus verschiedenen Rebsorten, manchmal noch mit Kernen.
Sultaninen kommen dagegen aus einer bestimmten hellen, kernlosen Traube, der Sultana. Sie sind kleiner als dunkle Rosinen, aber größer als Korinthen. Weil sie oft schneller und schonender getrocknet werden, bleiben sie weich, saftig und heller in der Farbe.
Der Name verrät viel. Rosine kommt über das Französische raisin, Traube, aus dem lateinischen racemus. Sultanine geht auf die Rebsorte Sultana zurück, deren Heimat man in Kleinasien oder Persien vermutet. Im Englischen heißen Sultaninen sultanas, in den USA oft golden raisins. In Süddeutschland und Österreich sagt man zu Rosinen auch Weinbeeren oder Zibeben.

Sultaninen und Rosinen Unterschied auf einen Blick
Wer Rosinen vs. Sultaninen vergleicht, achtet am besten auf vier Dinge: Traube, Farbe, Biss und Geschmack. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, dazu die Korinthen als dritte Verwandte.
| Sultaninen | Rosinen (dunkel) | Korinthen | |
|---|---|---|---|
| Traube | hell, kernlos, Sorte Sultana | verschiedene, oft dunkle Sorten, teils mit Kernen | klein, dunkel, kernlos |
| Größe | mittel | groß | klein |
| Farbe | goldgelb bis dunkelbraun, je nach Trocknung | dunkelbraun bis schwarz | schwarzviolett |
| Biss | weich, saftig | fester, fleischig | fest, klein |
| Geschmack | mild, honigsüß, fruchtig | kräftig, karamellig, leicht herb | intensiv, leicht säuerlich |
| Typisch für | Hefezopf, Müsli, Rührkuchen | Früchtebrot, Rumtopf, Bratapfel | Stollen, Scones, Früchtekuchen |
Unsere ungeschwefelten BIO-Sultaninen, weich und saftig, für Gebäck und Müsli:
Warum sind Sultaninen hell und Rosinen dunkel?
Die Farbe hängt an der Traube und an der Trocknung. Helle Trauben, die lange in der Sonne trocknen, werden nach und nach bernsteinfarben bis dunkelbraun. Dunkle Trauben werden fast schwarz.
Viele Sultaninen werden vor dem Trocknen kurz in eine Lösung aus Pottasche und Pflanzenöl getaucht. Das öffnet die wachsartige Haut, die Beeren trocknen schneller und bleiben heller. Gelbe oder goldene Sultaninen sind zusätzlich geschwefelt, damit sie ihre helle Farbe behalten.
Unsere BIO-Sultaninen sind ungeschwefelt. Deshalb tragen sie ihr natürliches Braun, das von Bernstein bis dunkel reicht. Sie stammen aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009), ein kleiner Anteil Sonnenblumenöl hält die Beeren locker.
Und Korinthen?
Korinthen sind die kleinsten und dunkelsten Verwandten. Sie stammen aus einer kleinen, dunklen, kernlosen Traube, die vor allem in Griechenland wächst. Ihr Name erinnert an die Hafenstadt Korinth, über die sie früher gehandelt wurden.
Korinthen schmecken kräftiger und säuerlicher als Sultaninen. In Stollen, Scones und englischem Früchtekuchen sind sie Tradition. Laut Zutatenliste stecken Korinthen und Sultaninen beide in unserem Früchtetee Beeren.
Wie schmeckt eine Sultanine, wie eine Rosine?
Sultaninen schmecken mild, fruchtig und honigsüß, ein wenig nach Most. Dunkle Rosinen sind kräftiger, mit Noten von Karamell, Pflaume und manchmal einer leichten Herbe. Wer beide verwechselt, merkt es vor allem am Biss: Die Sultanine gibt weich nach, die Rosine ist fester.
Beide passen zu warmen Gewürzen wie Zimt und Kardamom, zu Walnüssen und Mandeln, zu Haferflocken, Quark und Äpfeln. Herzhaft setzen sie in Couscous, Reis und Currys einen süßen Kontrapunkt.
Was ist besser: Rosinen oder Sultaninen?
Besser ist, was zu Ihrem Gericht passt. Sultaninen oder Rosinen sind keine Qualitätsstufen, sondern zwei Geschmacksrichtungen. Als Faustregel hilft diese Aufteilung:
- Sultaninen: für feines Hefegebäck, Hefezopf, Gugelhupf, Rührkuchen, Müsli, Porridge und Joghurt. Sie bleiben im Teig weich und setzen kleine saftige Inseln.
- Dunkle Rosinen: für Früchtebrot, Rumtopf, Bratapfelfüllung und herzhafte Schmorgerichte, wo ein kräftiger, karamelliger Ton gewünscht ist.
- Korinthen: für Stollen, Scones und Gebäck, in dem viele kleine, gleichmäßig verteilte Beeren sitzen sollen.
Zum Naschen pur und im Studentenfutter greifen die meisten zu Sultaninen, weil sie weicher sind. Eine Idee für den Sonntag ist unser Gugelhupf mit Sultaninen.
Kann man Rosinen durch Sultaninen ersetzen?
Ja, in fast jedem Rezept. Tauschen Sie Rosinen 1:1 gegen Sultaninen, das Gewicht bleibt gleich. Das Gebäck wird dadurch etwas milder und saftiger.
Umgekehrt funktioniert es genauso, nur schmeckt der Kuchen dann kräftiger. Korinthen können Sie ebenfalls 1:1 durch Sultaninen ersetzen. Weil Sultaninen größer sind, schneiden Sie sie für feines Gebäck einmal durch, dann verteilen sie sich wie Korinthen.
Wer im Rezept Rosinen liest und Sultaninen kaufen möchte, kann also beruhigt zugreifen.
Sultaninen einweichen: wie lange und worin?
Für Kuchen und Hefeteig lohnt es sich, Sultaninen und Rosinen kurz einzuweichen. Dann quellen sie auf und ziehen dem Teig keine Feuchtigkeit mehr ab.
Weichen Sie die Beeren bis zu 30 Minuten in warmem Wasser, Apfelsaft, Tee oder Milch ein. Für Rumrosinen legen Sie sie über Nacht in Rum. Danach trocken tupfen und in etwas Mehl wenden, so sinken sie im Teig nicht auf den Boden.
Als Richtwert passt auf 500g Mehl eine gute Handvoll bis eine Tasse Sultaninen. Für Müsli und Porridge streuen Sie sie direkt aus dem Beutel.
Gute Sultaninen und Rosinen erkennen und lagern
Gute Ware erkennen Sie mit Augen, Fingern und Nase. Achten Sie bei Sultaninen wie bei Rosinen auf diese Punkte:
- Intakte, gleichmäßig gefärbte Beeren, bei ungeschwefelten Sultaninen mittel- bis dunkelbraun.
- Eine weiche, saftige Konsistenz. Sehr harte, ausgetrocknete Beeren sind alt oder falsch gelagert.
- Ein fruchtiger, süßer Duft. Riecht die Ware muffig oder gärig, ist sie verdorben.
Weiße Pünktchen auf der Haut sind meist auskristallisierter Fruchtzucker, der sich zwischen den Fingern auflöst. Lagern Sie die Beeren kühl, trocken und dunkel und verschließen Sie den Beutel nach jedem Gebrauch. Kleben einzelne Beeren zusammen, lösen sie sich mit den Fingern leicht. Unsere Sultaninen gibt es von 250g bis zur 1kg-Packung im wiederverschließbaren Aromabeutel.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen?
Rosinen ist der Oberbegriff für getrocknete Weinbeeren. Sultaninen sind eine Sorte davon, aus hellen, kernlosen Sultana-Trauben, und meist heller, weicher und milder als dunkle Rosinen.
Was ist besser, Rosinen oder Sultaninen?
Keines ist besser, sie schmecken nur anders. Sultaninen sind mild und saftig, ideal für Hefegebäck und Müsli, dunkle Rosinen kräftiger, gut für Früchtebrot und herzhafte Gerichte.
Kann ich Rosinen durch Sultaninen ersetzen?
Ja, im Verhältnis 1:1. Das Gebäck wird etwas milder und saftiger.
Warum sind manche Sultaninen gelb?
Gelbe oder goldene Sultaninen sind meist geschwefelt, damit sie hell bleiben. Ungeschwefelte Sultaninen werden beim Trocknen bernsteinfarben bis dunkelbraun.
Was sind Korinthen?
Kleine, dunkle, getrocknete Beeren einer kernlosen Traube, vor allem aus Griechenland. Sie schmecken kräftig und leicht säuerlich.
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