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Kokosfett oder Kokosöl – eine Nuss, zwei Charaktere

Kokosfett oder Kokosöl stammen beide aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss, unterscheiden sich aber in der Herstellung. Natives Kokosöl wird mechanisch aus frischem Fruchtfleisch gepresst und schmeckt mild nach Kokos, Kokosfett ist meist raffiniert, desodoriert und geschmacksneutral. Für Curry, Granola und Gebäck mit Kokosnote ist natives Kokosöl die bessere Wahl, zum Frittieren und für neutrale Rezepte das raffinierte Kokosfett.

Im Supermarktregal liegt die weiße Platte Kokosfett neben dem Glas Kokosöl, und beide sehen bei Zimmertemperatur fast gleich aus. Erst wenn Sie den Deckel öffnen, merken Sie den Unterschied: Das eine duftet nach frischer Kokosnuss, das andere nach fast nichts. Welches Sie brauchen, hängt davon ab, was in Ihrer Pfanne oder Backform landen soll.

Kokosfett oder Kokosöl: der Unterschied auf einen Blick

Der Unterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl liegt weniger im Fett selbst als im Weg dorthin. Beide sind nahezu reines Fett aus der Kokosnuss, beide sind unter etwa 25 °C fest und darüber flüssig. Was sie trennt, sind Rohstoff, Verarbeitung, Duft und damit der Platz in der Küche.

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Punkte nebeneinander, dazu die Kokosmilch, die oft im selben Atemzug genannt wird.

Natives KokosölKokosfett (raffiniert)Kokosmilch
Rohstofffrisches Fruchtfleischmeist Kopra (getrocknetes Fruchtfleisch)Fruchtfleisch mit Wasser
Verarbeitungmechanisch gepresst, nicht raffiniertgereinigt, gebleicht, desodoriert, teils gehärtetpüriert und ausgepresst
Duft und Geschmackmild nach Kokos, leicht süßlichneutraldeutlich nach Kokos, sahnig
Konsistenzunter etwa 25 °C fest, darüber flüssigfest, oft als Plattecremig-flüssig
Hitzemittlere Hitzeauch hohe Hitze, Frittierenzum Köcheln
Typisch fürCurry, Granola, veganes BackenFrittieren, Kalter HundCurry, Suppen, Desserts
Kokosöl im Vergleich
Kokosöl von Azafran.

Ist Kokosfett das Gleiche wie Kokosöl?

Kokosfett und Kokosöl sind vom Fett her dasselbe, im Handel meinen die Namen aber meist zwei verschiedene Produkte. Sprachlich heißt ein Fett, das bei Zimmertemperatur fest ist, Fett, und ein flüssiges heißt Öl. Weil Kokosöl je nach Raumtemperatur mal fest, mal flüssig ist, passen beide Namen.

Im deutschen Laden hat sich eine Faustregel eingebürgert. Was als Kokosöl im Glas steht, ist meist nativ und duftet nach Kokos. Was als Kokosfett in Platte oder Becher verkauft wird, ist meist raffiniert und neutral. Verlassen Sie sich darauf aber nicht blind, sondern lesen Sie das Etikett.

Natives Kokosöl, kaltgepresst, im Vorratsglas:

Alle Sorten und Größen: Kokosöl

Was ist Kokosfett?

Kokosfett im Supermarktsinn ist raffiniertes Kokosöl. Grundlage ist oft Kopra, also das getrocknete Fruchtfleisch der Kokosnuss. Aus ihm wird das Fett gepresst oder herausgelöst und danach gereinigt: Schwebstoffe und Schleimstoffe werden entfernt, das Fett wird gebleicht und mit heißem Dampf desodoriert.

Am Ende steht ein schneeweißes, geruchloses Fett mit sehr neutralem Geschmack. Es verträgt hohe Temperaturen und eignet sich deshalb gut zum Frittieren. Manche Plattenfette sind zusätzlich gehärtet, damit sie auch im Sommer fest bleiben. Das muss dann auf der Zutatenliste stehen, etwa als „gehärtet“ oder „teilweise gehärtet“.

Was ist natives Kokosöl?

Natives Kokosöl wird aus frischem Fruchtfleisch rein mechanisch gewonnen und danach nicht raffiniert. Kaltgepresst heißt zusätzlich, dass beim Pressen keine Wärme von außen zugeführt wird. So bleibt der Duft der Kokosnuss im Öl, fest ist es weiß, flüssig glasklar.

Unser Kokosöl ist nativ und kaltgepresst, gewonnen aus frischem Kokosfleisch direkt nach der Ernte. Welche Qualitätsstufen es sonst noch gibt und woran Sie gutes Öl erkennen, lesen Sie auf unserer Seite zum besten Kokosöl.

Wie schmecken Kokosöl und Kokosfett?

Natives Kokosöl schmeckt mild nach Kokosnuss, leicht süßlich und rund. In der Pfanne tritt die Note etwas zurück, in Gebäck und Granola bleibt sie als feiner Hintergrund. Kokosfett dagegen schmeckt praktisch nach nichts, das ist sein Zweck.

Schmeckt Kokosfett nach Kokos? Nein, wenn es raffiniert und desodoriert ist. Wer in einem Rezept mit Kokosfett Kokosgeschmack erwartet, wird enttäuscht. Umgekehrt bringt natives Kokosöl immer einen Hauch Kokos mit, auch in Rezepten, wo er vielleicht nicht passt. Mehr zum Geschmack und zu passenden Gewürzen steht auf unserer Seite zur Kokosöl Verwendung.

Was ist besser: Kokosöl oder Kokosfett?

Was besser ist, Kokosöl oder Kokosfett, entscheidet das Gericht. Keines ist in jeder Lage überlegen. So teilen Sie die Aufgaben sinnvoll auf:

  • Natives Kokosöl: Currys, Dal, Wokgemüse, Reis, Granola, Bananenbrot, vegane Kuchen, Smoothies, Energiebällchen, überall, wo die Kokosnote mitspielen darf
  • Raffiniertes Kokosfett: Frittieren, scharfes Anbraten bei hoher Hitze, Kalter Hund und Schokoglasuren ohne Kokosgeschmack, herzhafte Rezepte, in denen Kokos stören würde
  • Beide: Einfetten von Backformen, Plätzchen, Pralinen, Popcorn

Für die meisten Haushalte lohnt sich ein gutes natives Kokosöl als Hauptfett für die asiatische und süße Küche. Zum Frittieren nehmen Sie ohnehin größere Mengen, dort spielt der Duft keine Rolle. Unser natives Kokosöl kaufen Sie im 1-Liter-Vorratsglas für 19,99 EUR (inkl. MwSt.).

Kokosfett durch Kokosöl ersetzen

Kokosfett lässt sich im Verhältnis eins zu eins durch Kokosöl ersetzen und umgekehrt. Beide sind nahezu reines Fett und verhalten sich beim Schmelzen und Festwerden gleich. Ein Rezept, das mit Kokosfett fest wird, wird es auch mit Kokosöl.

Der Unterschied liegt im Geschmack. Ein Kalter Hund mit nativem Kokosöl schmeckt leicht nach Kokos, eine Schokoglasur ebenso. Das passt zu Schokolade meist sehr gut. Bei herzhaften Gerichten wie Bratkartoffeln oder Schnitzel kann die Kokosnote dagegen fremd wirken.

Für Pralinen, Rohkostriegel und Energiebällchen ist natives Kokosöl die erste Wahl, weil es beim Abkühlen bindet und Geschmack mitbringt. Zum Frittieren ersetzt es raffiniertes Kokosfett nur bei mittlerer Hitze, bei hoher Hitze beginnt es früher zu rauchen.

Unterschied Kokosöl und Kokosmilch

Der Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosmilch ist größer als der zwischen Kokosöl und Kokosfett. Kokosmilch entsteht, wenn Fruchtfleisch mit Wasser püriert und ausgepresst wird. Sie ist eine cremige Emulsion aus Wasser, Fett, etwas Eiweiß und Zucker, mit etwa einem Fünftel Fett.

Kokosöl ist dagegen das reine Fett, ohne Wasser. Kokosmilch schmeckt deutlich kokosiger und sahniger, Kokosöl nur dezent. Lässt man Kokosmilch stehen, setzt sich oben eine feste Schicht ab, die Kokoscreme. Aus ihr lässt sich durch langes, sanftes Erhitzen Kokosöl gewinnen, das Prinzip zeigt unsere Seite zur Kokosöl Verwendung.

Kann man Kokosmilch durch Kokosöl ersetzen? Nur bedingt. Im Curry fehlt dann die Flüssigkeit und die cremige Bindung. Wer keine Kokosmilch hat, nimmt besser Sahne oder Joghurt und brät die Gewürze vorher in einem Löffel Kokosöl an. So kommt wenigstens die Kokosnote ins Gericht, etwa beim Kurkuma-Kokos-Curry.

Kokosöl oder Kokosfett im Laden erkennen

Die Zutatenliste und ein paar Begriffe verraten, was im Glas oder in der Packung steckt. Diese Wörter helfen beim Einkauf:

  • nativ, virgin, kaltgepresst: nicht raffiniert, mit Kokosduft
  • raffiniert, desodoriert, geschmacksneutral: gereinigt, ohne Eigengeschmack
  • gehärtet oder teilweise gehärtet: zusätzlich verfestigt, für Plattenfette
  • Kokosmilch, Kokoscreme: Emulsion mit Wasser, kein reines Fett

Ein schneller Test nach dem Öffnen: Riechen Sie daran. Duftet es klar nach Kokosnuss, ist es natives Öl. Riecht es nach nichts, ist es raffiniert. Ein ranziger, seifiger oder rauchiger Geruch spricht bei beiden für schlechte Ware oder falsche Lagerung.

Kokosöl und Kokosfett richtig lagern

Beide brauchen keinen Kühlschrank. Lagern Sie sie kühl, trocken und lichtgeschützt, mit gut verschlossenem Deckel. Natives Kokosöl hält so in der Regel etwa ein Jahr, raffiniertes Kokosfett oft etwas länger. Ob es gerade fest oder flüssig ist, sagt nichts über die Qualität. Unser Kokosöl im Vorratsglas gibt es auch als 2- und 5-Liter-Bundle.

Häufige Fragen

Ist Kokosfett das Gleiche wie Kokosöl?

Vom Fett her ja, im Handel meist nein. Kokosöl im Glas ist meist nativ und duftet nach Kokos, Kokosfett in der Platte ist meist raffiniert und geschmacksneutral.

Was ist besser, Kokosöl oder Kokosfett?

Für Curry, Granola und Gebäck mit Kokosnote natives Kokosöl. Zum Frittieren und für Rezepte, in denen Kokos stören würde, raffiniertes Kokosfett.

Kann ich Kokosfett durch Kokosöl ersetzen?

Ja, im Verhältnis eins zu eins. Das Gericht bekommt dann eine leichte Kokosnote. Zum Frittieren bei hoher Hitze ist raffiniertes Fett besser geeignet.

Schmeckt Kokosfett nach Kokos?

Raffiniertes, desodoriertes Kokosfett schmeckt praktisch neutral. Nach Kokos schmeckt nur natives, nicht raffiniertes Kokosöl.

Was ist der Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosmilch?

Kokosöl ist reines Fett. Kokosmilch ist eine cremige Mischung aus Fruchtfleisch und Wasser mit etwa einem Fünftel Fett, sie schmeckt deutlich kokosiger und sahniger.

Kann man Kokosmilch durch Kokosöl ersetzen?

Nur bedingt, weil Flüssigkeit und Cremigkeit fehlen. Besser Sahne oder Joghurt nehmen und die Gewürze vorher in etwas Kokosöl anbraten.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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