logo

Rosmarin Sorten – vom Säulenstrauch bis zum hängenden Polster

Rosmarin Sorten unterscheiden sich vor allem im Wuchs, in der Blütenfarbe, im Duft und in der Frosthärte. Botanisch gehören fast alle zu einer einzigen Art, dem echten Rosmarin (Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis). Für die Küche zählen weniger die Sortennamen als Duft, Nadelanteil und Trocknung. Unser getrockneter BIO-Rosmarin stammt aus Bio-Anbau in Spanien.

Im Frühjahr stehen in der Gärtnerei zehn Töpfe Rosmarin nebeneinander. Einer wächst kerzengerade, einer hängt über den Topfrand, einer blüht weiß. Auf den Etiketten stehen Namen wie Arp, Capri oder Majorca Pink. Hier erfahren Sie, was dahintersteckt und welcher Rosmarin in Ihre Küche gehört.

Welche Rosmarin Sorten gibt es?

Rosmarin Sorten gibt es in großer Zahl, Gärtnereien führen Dutzende Namen. Botanisch stammen sie fast alle vom echten Rosmarin ab, der wild am Mittelmeer wächst. Gezüchtet wurde vor allem auf Wuchsform, Blütenfarbe und Winterhärte.

Wer verschiedene Sorten vergleicht, ordnet sie am einfachsten in vier Gruppen. Die erste wächst aufrecht und buschig, die zweite kriecht oder hängt. Die dritte fällt durch weiße, rosa oder tiefblaue Blüten auf. Die vierte Gruppe sind Sorten, die mehr Frost vertragen als üblich.

Wie der Strauch wächst, blüht und gepflanzt wird, beschreibt unsere Seite Rosmarin Pflanze. Hier geht es um die Unterschiede zwischen den Sorten und darum, was gute Ware ausmacht.

Rosmarin: Sorten und Qualität
Rosmarin von Azafran.

Rosmarin Sorten Übersicht: die wichtigsten Gruppen

Diese Rosmarin Sorten begegnen Ihnen in Gärtnereien und Katalogen am häufigsten:

  • Aufrechter Rosmarin: der klassische Strauch mit steifen, nach oben strebenden Trieben. Bekannte Sorten sind Miss Jessopp's Upright und Tuscan Blue. Er liefert lange, kräftige Zweige zum Ernten.
  • Kriechender und hängender Rosmarin: flach wachsend oder über Mauern hängend, oft als Prostratus-Gruppe geführt. Capri und Boule sind typische Vertreter, gut für Ampeln und Trockenmauern.
  • Weiß blühender Rosmarin: etwa Albiflorus, mit hellen Blüten und dem gewohnten Duft.
  • Rosa blühender Rosmarin: etwa Majorca Pink oder Roseus, mit zartrosa Blüten.
  • Tiefblau blühende Sorten: etwa Severn Sea oder Benenden Blue, oft mit besonders intensiver Blütenfarbe.
  • Winterfeste Sorten: etwa Arp, Veitshöchheim oder Blue Winter, gezüchtet für kältere Lagen.

Die Tabelle weiter unten fasst die Gruppen mit Aroma und Verwendung zusammen. Viele Namen werden im Handel uneinheitlich vergeben, darum lohnt beim Kauf eines Topfes immer ein Blick auf Wuchs und Duft.

GruppeBeispieleWuchsAroma und Nutzen
AufrechtMiss Jessopp's Upright, Tuscan Bluesenkrechte Triebe, buschigkräftig harzig, ideal zum Ernten und Trocknen
Kriechend, hängendCapri, Boule, Prostratus-Gruppeflach oder überhängendwürzig, kürzere Zweige, schön in Ampeln
Weiß blühendAlbiflorusaufrechtklassischer Duft, helle Blüten
Rosa blühendMajorca Pink, Roseusaufrecht bis lockerklassischer Duft, zartrosa Blüten
Tiefblau blühendSevern Sea, Benenden Bluelocker, teils überhängendwürzig, auffällige Blüte
WinterfestArp, Veitshöchheim, Blue Winter, Hill Hardyaufrechtwürzig, für kühlere Lagen gezüchtet

Echter Rosmarin aus Bio-Anbau in Spanien, getrocknet und geschnitten, im Aromaschutzbeutel:

Alle Sorten und Größen: Rosmarin

Rosmarin Sorten Bilder: so erkennen Sie die Unterschiede

Auf Fotos sehen sich viele Rosmarin Sorten zum Verwechseln ähnlich. Verlässlicher sind vier Merkmale, die Sie am Topf selbst prüfen können.

Der Wuchs ist das deutlichste Zeichen. Aufrechte Sorten bilden senkrechte Triebe wie kleine Kerzen, hängende Sorten wachsen waagerecht und fallen über den Rand. Die Nadeln sind bei allen schmal und ledrig, oben dunkelgrün, unten weißlich-filzig. Manche Sorten haben breitere oder hellere Nadeln.

Die Blütenfarbe hilft nur während der Blüte, meist im Frühjahr. Der Duft hilft immer: Zerreiben Sie eine Nadel zwischen den Fingern. Harzig, kühl und kräftig spricht für eine gute Würzsorte, flacher oder süßlicher Duft für eine Ziersorte.

Echter Rosmarin: was der Name bedeutet

Echter Rosmarin ist der Name der Art, aus der praktisch alle Küchensorten stammen. Botaniker führen ihn heute als Salvia rosmarinus in der Gattung Salbei. Auf vielen Packungen steht noch der ältere Name Rosmarinus officinalis, gemeint ist dieselbe Pflanze.

Der Zusatz echt grenzt ihn von Namensvettern ab, die nur ähnlich aussehen. Rosmarinheide und Sumpfporst etwa tragen den Rosmarin im Namen, gehören aber zu ganz anderen Familien und nicht in die Küche. Getrockneter Küchenrosmarin im Handel ist immer echter Rosmarin.

Auch unser Rosmarin ist Rosmarinus officinalis, getrocknet und geschnitten, aus kontrolliert ökologischem Anbau in den Höhenlagen Spaniens.

Rosmarin winterfeste Sorten

Rosmarin stammt aus dem milden Mittelmeerraum, die meisten Sorten mögen keinen strengen Frost. Einige Züchtungen gelten als deutlich robuster. Dazu zählen Arp, Veitshöchheim, Blue Winter und Hill Hardy.

Winterfest heißt dabei nicht unverwüstlich. Wie gut eine Pflanze den Winter übersteht, hängt stark von Standort, Boden und Nässe ab. Wie Sie Rosmarin pflanzen und schützen, steht auf der Seite Rosmarin Pflanze.

Für die Küche spielt die Frosthärte keine Rolle. Das Aroma hängt stärker von Sonne und Standort ab als vom Sortennamen.

Welche Rosmarin Sorte ist die beste für die Küche?

Für die Küche sind aufrechte Sorten mit kräftigem, harzigem Duft die beste Wahl. Sie bilden lange Triebe mit vielen Nadeln und lassen sich gut ernten. Tuscan Blue und Miss Jessopp's Upright sind beliebte Küchensorten.

Hängende Sorten schmecken oft genauso gut, liefern aber kürzere, dünnere Zweige. Blütenfarbe sagt über das Aroma wenig. Entscheidend sind Sonne, magerer Boden und der richtige Erntezeitpunkt, denn sie machen die Nadeln würzig.

Für den Vorrat im Schrank ist getrockneter Rosmarin die einfachste Lösung. Wie Sie ihn einsetzen, wann er ins Gericht kommt und wie viel Sie nehmen, lesen Sie bei Rosmarin Verwendung. Kurz gesagt: Er braucht Hitze und Fett und gehört an Ofenkartoffeln, Lamm, Hähnchen und Focaccia.

Rosmarin Qualität: so erkennen Sie gute Ware

Guten getrockneten Rosmarin prüfen Sie mit Nase, Augen und Fingern. Diese Merkmale sagen viel über die Qualität:

  • Duft: Beim Öffnen riecht guter Rosmarin sofort harzig-frisch, mit einem Hauch Zitrus. Muffig oder staubig ist ein schlechtes Zeichen.
  • Farbe: Grünlich bis olivgrün. Viele braune, matte Nadeln deuten auf alte oder zu heiß getrocknete Ware.
  • Schnitt: Gleichmäßig geschnittene Nadeln verteilen sich gut im Gericht. Viel Pulver am Beutelboden zeigt grobe Behandlung.
  • Holz: Einzelne Stängelstücke sind normal. Ein hoher Holzanteil verdünnt das Aroma.
  • Trockenheit: Die Nadeln brechen leicht und kleben nicht. Klumpen zeigen Feuchtigkeit.

Der schnellste Test: Reiben Sie eine Prise zwischen den Handflächen. Steigt sofort der Duft von Pinienwald und Sommerhang auf, ist der Rosmarin gut. Unser BIO-Rosmarin ist bio-zertifiziert, Kontrollstelle DE-ÖKO-009, und kommt im licht- und luftdichten Aromaschutzbeutel.

Rosmarin Preis: was Rosmarin kostet und warum

Was Rosmarin kostet, hängt von vier Dingen ab. Erstens vom Anbau: Bio-Ware wächst in kontrolliert ökologischem Anbau und braucht mehr Handarbeit. Zweitens von der Ernte, denn junge Triebspitzen mit vielen Nadeln sind aromatischer als holzige Zweige.

Drittens zählt die Verarbeitung. Schonendes Trocknen, sauberes Schneiden und gründliches Sieben kosten Zeit, ergeben aber Ware mit viel Nadel und wenig Staub. Viertens spielt die Verpackung mit: Ein dichter Beutel hält das Aroma deutlich länger als eine dünne Tüte.

Frischer Rosmarin im Topf ist schnell verbraucht, getrockneter reicht für viele Gerichte, weil er intensiver würzt. Bei uns kostet der BIO-Rosmarin im 50g-Beutel 4,99 EUR (inkl. MwSt.). Größere Packungen bis 1kg finden Sie unter Rosmarin kaufen.

Frisch, getrocknet oder gemahlen: welche Form?

Frischer Rosmarin schmeckt grüner und saftiger, getrockneter harziger und konzentrierter. Geschnittene getrocknete Nadeln sind die gängigste Form im Gewürzregal, weil sie ihr Aroma lange halten.

Gemahlenen Rosmarin stellen Sie bei Bedarf selbst her, ein paar Sekunden im Mörser genügen. Mahlen Sie nur kleine Mengen, denn das Pulver verliert seinen Duft schneller. Wie Sie Rosmarin lagern, steht kurz gefasst bei Rosmarin Verwendung.

Häufige Fragen

Welche Rosmarin Sorten gibt es?

Aufrechte Sorten wie Tuscan Blue, hängende wie Capri, weiß, rosa oder tiefblau blühende Sorten und winterfeste Sorten wie Arp. Fast alle gehören zur Art echter Rosmarin.

Was ist echter Rosmarin?

Echter Rosmarin ist die Art Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis. Aus ihr stammen praktisch alle Küchensorten und jeder getrocknete Rosmarin im Handel.

Welcher Rosmarin ist am besten für die Küche?

Aufrechte Sorten mit kräftigem, harzigem Duft, etwa Tuscan Blue. Für den Vorrat ist getrockneter Rosmarin die einfachste Wahl.

Welche Rosmarin Sorten sind winterfest?

Als besonders robust gelten Arp, Veitshöchheim, Blue Winter und Hill Hardy. Wie gut sie überwintern, hängt stark von Standort und Nässe ab.

Woran erkenne ich guten getrockneten Rosmarin?

Am harzig-frischen Duft beim Öffnen, an grünlicher Farbe, gleichmäßigem Schnitt, wenig Holz und wenig Staub.

Was kostet Rosmarin?

Das hängt von Anbau, Nadelanteil, Verarbeitung und Verpackung ab. Unseren BIO-Rosmarin gibt es im 50g-Beutel und in größeren Packungen bis 1kg.

Weiterlesen

Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
Über uns

Zu unseren Premiumgewürzen!