Echtes Mädesüß – die Wiesenkönigin und was in einen guten Tee gehört
Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist eine hohe Staude feuchter Wiesen mit cremeweißen, nach Honig und Mandel duftenden Blütenrispen. Sie erkennen es an den gefiederten Blättern mit großem, gelapptem Endblatt und an den rötlichen, kantigen Stängeln. Für Tee nimmt man die Blüten allein oder Blüten mit Kraut, geschnitten und getrocknet. Unser BIO-Mädesüß Tee enthält Blüten und Krautteile.
Im Juli stehen an Gräben und Bachufern ganze Wolken aus cremeweißen Blüten, oft höher als ein Mensch. Wer daran vorbeigeht, riecht sie, bevor er sie sieht: süß, nach Honig, ein wenig nach Marzipan. Das ist Mädesüß, und derselbe Duft steigt später auch aus Ihrer Teetasse auf.
- Was ist echtes Mädesüß?
- Echtes Mädesüß erkennen: Blätter, Stängel und Blüte
- Echtes und Kleines Mädesüß: die zwei heimischen Arten
- Verwechslungen: Holunder, Geißbart und Spiersträucher
- Woher der Name Mädesüß kommt
- Mädesüß Tee Sorten: Blüten, Kraut und Schnitt
- Echtes Mädesüß Tee: so gießen Sie ihn auf
- Mädesüß Tee Qualität: woran Sie gute Ware erkennen
- Woher kommt unser Mädesüß?
- Mädesüß in der Küche und richtig lagern
- Häufige Fragen
Was ist echtes Mädesüß?
Echtes Mädesüß, botanisch Filipendula ulmaria, ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewächse. Sie wächst in Europa und Teilen Kleinasiens, am liebsten auf feuchten Wiesen, an Bachläufen und Gräben. Je nach Standort wird sie einen bis zwei Meter hoch.
Der Zusatz „echtes“ unterscheidet sie von ihrer kleineren Schwester, dem Kleinen oder Knolligen Mädesüß. Wenn im Handel einfach von Mädesüß oder Mädesüßtee die Rede ist, ist fast immer das Echte Mädesüß gemeint. So auch bei uns: Unser Mädesüß Tee stammt von Filipendula ulmaria.

Echtes Mädesüß erkennen: Blätter, Stängel und Blüte
Echtes Mädesüß erkennen Sie an mehreren Merkmalen zugleich. Keines allein reicht, zusammen sind sie eindeutig:
- Stängel: aufrecht, kantig und oft rötlich überlaufen.
- Blätter: unterbrochen gefiedert, zwischen großen Fiederblättchen sitzen kleine. Das Endblatt ist groß und drei- bis fünflappig.
- Blattunterseite: hell, oft weißlich filzig, die Oberseite dunkelgrün.
- Blüten: viele winzige, cremeweiße Einzelblüten in lockeren, schaumigen Rispen.
- Duft: Blüten süß nach Honig und Mandel, zerriebene Blätter riechen herber.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Danach bilden sich kleine, spiralig gedrehte Früchtchen, die wie winzige Schneckenhäuser aussehen. Auch daran lässt sich die Pflanze im Spätsommer noch bestimmen.
Für Ihre Tasse und für Desserts, unser BIO-Mädesüß lose aus Blüten und Kraut:
Echtes und Kleines Mädesüß: die zwei heimischen Arten
Neben dem Echten Mädesüß wächst bei uns das Kleine Mädesüß, auch Knolliges Mädesüß genannt, botanisch Filipendula vulgaris. Es ist in allem zierlicher und liebt das Gegenteil: trockene, magere Wiesen statt nasser Gräben.
Das Kleine Mädesüß wird nur etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch. Seine Blätter sind fein und fast farnartig gefiedert, mit vielen kleinen, gesägten Blättchen. Die Blüten sind etwas größer, weiß und außen oft rötlich angehaucht. An den Wurzeln bildet es kleine Knollen, daher der zweite Name.
Für Tee wird fast ausschließlich das Echte Mädesüß verwendet. Es wächst üppiger, blüht reicher und bringt den typischen Honigduft mit.
Verwechslungen: Holunder, Geißbart und Spiersträucher
Weiße Blütenstände im Sommer gibt es viele. Holunder blüht früher, im Mai und Juni, und zwar an einem Strauch mit flachen, tellerförmigen Dolden. Mädesüß ist eine krautige Staude, die jeden Winter oberirdisch abstirbt, und seine Blüten stehen in hohen, lockeren Rispen.
Der Wald-Geißbart trägt ebenfalls cremeweiße Rispen, wächst aber im Schatten von Wäldern und hat doppelt gefiederte Blätter ohne großes Endblatt. Spiersträucher aus dem Garten sind Gehölze. Der Name erinnert daran, dass Mädesüß früher selbst zur Gattung Spiraea gezählt wurde.
Wer Mädesüß nur als Tee nutzt, muss nichts bestimmen: Getrocknet und geschnitten aus dem Beutel ist die Sache klar. Wie man Holunderblüten in die Tasse bringt, zeigt unsere Seite Holunderblütentee.
Woher der Name Mädesüß kommt
Mit Mädchen hat der Name nichts zu tun. Er geht der Überlieferung nach auf den Met zurück, den alten Honigwein. Die duftenden Blüten wurden früher in Met und Bier gegeben, um sie zu aromatisieren. Aus der Met-Süße wurde mit der Zeit Mädesüß.
Die Pflanze hat viele Volksnamen. Wiesenkönigin beschreibt, wie sie im Sommer über die Gräser ragt. Daneben hört man Rüsterstaude, Spierstaude und Bienenkraut. Bienenkraut passt gut, denn an warmen Tagen summt es in den Blüten.
Mädesüß Tee Sorten: Blüten, Kraut und Schnitt
Bei Mädesüß Tee unterscheidet man vor allem nach dem Pflanzenteil. Mädesüßblüten sind die reinen, getrockneten Blütenrispen. Sie duften am stärksten nach Honig und ergeben einen hellen, sehr blumigen Aufguss.
Mädesüßkraut enthält Blüten zusammen mit Blättern und feinen Stängelteilen. Der Tee wird dadurch etwas kräftiger und grüner im Ton, die Süße bleibt. Unser BIO-Mädesüß ist so eine Mischung aus Blüten- und Krautteilen, locker geschnitten und gerebelt.
Nach der Form gibt es geschnittenen, losen Tee und fertige Teebeutel. Loser Tee lässt sich frei dosieren und mit anderen Kräutern mischen. Unseren Mädesüß Tee kaufen Sie lose mit 250g, 500g oder 1kg.
Echtes Mädesüß Tee: so gießen Sie ihn auf
Für eine Tasse echten Mädesüß Tee nehmen Sie ein bis zwei Esslöffel lose Ware auf 250 Milliliter Wasser. Gießen Sie mit frisch aufgekochtem Wasser auf und lassen Sie den Tee fünf bis sieben Minuten ziehen. Dann abseihen.
Im Geschmack ist Mädesüß Tee lieblich und blumig, mit Anklängen an Honig, Vanille und Mandel. Er schmeckt hell und weich, ganz ohne Schwere. Ein Spritzer Zitrone, ein paar Blätter Pfefferminze oder eine Scheibe Ingwer setzen frische Akzente.
Für Eistee brühen Sie den Tee heiß und etwas kräftiger auf, lassen ihn abkühlen und stellen ihn kalt. Eiswürfel und Früchte mildern das Aroma, deshalb darf der Aufguss stärker sein. Die Tabelle zeigt bewährte Mengen.
| Zubereitung | Menge | Wasser | Ziehzeit |
|---|---|---|---|
| Tasse (250ml) | 1 bis 2 EL | frisch aufgekocht | 5 bis 7 Min. |
| Kanne (1 Liter) | 4 bis 6 EL | frisch aufgekocht | 5 bis 7 Min. |
| Eistee (1 Liter) | 6 bis 8 EL | heiß aufbrühen, dann kalt stellen | 7 Min. |
| Milch für Dessert (500ml) | 1 bis 2 EL | warm, nicht kochend | 15 bis 20 Min. |
Mädesüß Tee Qualität: woran Sie gute Ware erkennen
Gute Mädesüß Tee Qualität erkennen Sie mit Augen und Nase. Öffnen Sie den Beutel und riechen Sie hinein: Der Duft soll klar, blumig und süßlich sein. Dumpfe, muffige oder feuchte Noten sind ein Warnzeichen.
Schauen Sie dann auf die Ware selbst. Die Blüten- und Krautteile wirken locker, trocken und nicht staubig. Helle, cremefarbene Blütenreste und grüne Blattstücke sprechen für schonende Trocknung. Viel brauner Staub oder grobe, holzige Stängel zeigen das Gegenteil.
Auch der Aufguss verrät viel. Ein guter Mädesüß Tee ist goldgelb bis hell bernsteinfarben und duftet in der Tasse nach Wiese und Honig. Schmeckt er flach oder heuartig, war die Ware zu alt oder zu feucht gelagert.
Woher kommt unser Mädesüß?
Unser BIO-Mädesüß stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau in Polen, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Mädesüß wird üblicherweise zur Blütezeit im Sommer geerntet, wenn die Rispen voll geöffnet sind und am stärksten duften.
Nach der Ernte wird das Kraut schonend getrocknet, damit Farbe und Duft erhalten bleiben. Danach wird es gerebelt und geschnitten. Wir füllen es in wiederverschließbare, licht- und luftundurchlässige Aromaschutzbeutel.
Mädesüß in der Küche und richtig lagern
Mädesüß schmeckt nicht nur in der Tasse. In warmer Milch, Sahne oder Pflanzendrink gezogen, gibt es Milchreis, Pudding und Vanillesauce einen weichen Duft nach Blüten und Mandel. Geben Sie dafür einen Esslöffel in ein Tee-Ei, lassen Sie es in der warmen Milch ziehen und nehmen Sie es dann heraus. Dazu passen Apfel, Birne, Beeren und eine Prise Zimt.
Lagern Sie Mädesüß trocken, dunkel und luftdicht. Drücken Sie den Beutel nach jeder Entnahme fest zu, damit der Honigduft nicht verfliegt. So bleibt der Tee lange aromatisch.
Andere blumige Kräutertees aus unserem Sortiment sind Kamillentee und Melissentee. Beide lassen sich gut mit Mädesüß mischen.
Häufige Fragen
Was ist echtes Mädesüß?
Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist eine bis zwei Meter hohe Staude feuchter Wiesen aus der Familie der Rosengewächse. Sie trägt im Sommer cremeweiße, nach Honig duftende Blütenrispen.
Woran erkennt man echtes Mädesüß?
An rötlichen, kantigen Stängeln, unterbrochen gefiederten Blättern mit großem, gelapptem Endblatt, heller Blattunterseite und cremeweißen Blütenrispen mit Honigduft.
Was ist der Unterschied zwischen Echtem und Kleinem Mädesüß?
Das Kleine Mädesüß wird nur 30 bis 60 Zentimeter hoch, wächst auf trockenen Wiesen und hat farnartige Blätter und Wurzelknollen. Das Echte Mädesüß ist größer und wächst an feuchten Standorten.
Welche Teile von Mädesüß nimmt man für Tee?
Die Blüten allein oder Blüten mit Kraut. Unser BIO-Mädesüß Tee enthält Blüten- und Krautteile, locker geschnitten.
Woran erkennt man guten Mädesüß Tee?
Am klaren, blumig-süßen Duft beim Öffnen, an lockerer, trockener Ware mit hellen Blütenresten und an einem goldgelben Aufguss. Muffiger Geruch oder viel Staub sprechen gegen die Qualität.
Woher kommt der Name Mädesüß?
Der Überlieferung nach vom Met: Die Blüten wurden früher in Honigwein und Bier gegeben. Aus der Met-Süße wurde Mädesüß.
Weiterlesen

Über uns






