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Hagebutte Pflanze: was aus der Rosenblüte im Herbst wird

Die Hagebutte Pflanze ist eine Rose: Hagebutten sind die Früchte von Wildrosen, bei uns vor allem der Hundsrose (Rosa canina). Sie wächst als stacheliger Strauch von ein bis drei Metern Höhe, blüht im Frühsommer zartrosa bis weiß und trägt ab September die roten Früchte. Aus getrockneten Hagebutten entsteht unser fein gemahlenes Hagebuttenpulver.

Im Juni duftet der Waldrand nach Rosen, und kaum jemand bleibt stehen. Im Oktober leuchten an denselben Zweigen kleine rote Laternen, und plötzlich greifen alle zu. Die Hagebutte ist die zweite Hälfte einer Geschichte, die mit einer schlichten Rosenblüte beginnt.

Hagebutte Pflanze: welche Rose trägt Hagebutten?

Jede Rose, die nach der Blüte Früchte ansetzt, bildet Hagebutten. Am bekanntesten ist die Hundsrose, die bei uns an Waldrändern, Feldwegen und in Hecken wächst. Auch Kartoffelrose, Apfelrose, Bibernellrose und Weinrose tragen Hagebutten, jede in eigener Form und Farbe.

Welche Wildrosen welche Früchte liefern, haben wir bei Hagebutte Sorten zusammengestellt. Hier geht es um die Pflanze selbst: wie sie wächst, blüht und ihre Früchte bildet.

Gartenrosen mit dicht gefüllten Blüten setzen dagegen kaum Hagebutten an. Bei ihnen sind die Staubblätter zu zusätzlichen Blütenblättern umgezüchtet, es gibt wenig Pollen und kaum Früchte. Wer einen Hagebutten-Rosenstrauch im Garten möchte, wählt deshalb eine Wildrose oder eine Strauchrose mit einfachen, ungefüllten Blüten.

Hagebutte: von der Pflanze zum Gewürz
Hagebutte von Azafran.

Hagebutte Strauch: Wuchs, Stacheln und Blätter

Der Hagebutte Strauch der Hundsrose wird meist ein bis drei Meter hoch und ebenso breit. Seine Triebe wachsen lang und bogig überhängend, an Bäumen klettert er auch höher hinaus. Die Zweige tragen kräftige, hakig gebogene Stacheln, mit denen er sich festhält.

Botanisch sind es Stacheln und keine Dornen, denn sie sitzen nur auf der Rinde und lassen sich abbrechen. Die Blätter sind gefiedert, meist mit fünf bis sieben gesägten Blättchen. Im Herbst wirft der Strauch sein Laub ab, die roten Früchte bleiben oft bis in den Winter hängen. Dann sind sie ein beliebtes Vogelfutter.

Wildrosen sind anspruchslos und sehr robust. Sie wachsen auf mageren, trockenen Böden ebenso wie am Feldrand und bilden mit ihren Ausläufern mit der Zeit dichte Hecken.

Unser BIO-Hagebuttenpulver, fein gemahlen aus getrockneten Hagebutten:

Alle Sorten und Größen: Hagebutte

Hagebutte Baum: gibt es Hagebutten am Baum?

Einen echten Hagebutte Baum gibt es nicht, alle Rosen wachsen als Sträucher oder Kletterer. Rankt eine Hundsrose in einen Baum hinein, sieht es allerdings so aus, als hingen die Hagebutten in der Krone. Auch Rosen, die als Hochstämmchen gezogen werden, wirken wie kleine Bäume.

Baum mit hagebuttenähnlichen Früchten: Verwechslungen

Rote Früchte im Herbst tragen viele Gehölze. Diese Pflanzen ähneln der Hagebutte am ehesten:

  • Weißdorn: Strauch oder kleiner Baum mit kleinen, runden, dunkelroten Früchten in Büscheln. Er hat Dornen und gelappte Blätter.
  • Eberesche, auch Vogelbeere: ein Baum mit großen Dolden aus kleinen, orangeroten Beeren und gefiederten Blättern.
  • Zierapfel: kleine Bäume mit runden, roten oder gelben Miniäpfeln an langen Stielen.
  • Kornelkirsche: längliche, glänzend rote Steinfrüchte, aber ohne Stacheln und schon im Spätsommer reif.
  • Feuerdorn: dorniger Strauch mit dichten Büscheln kleiner, orangeroter Beeren.
  • Berberitze: Strauch mit länglichen, leuchtend roten Beeren in hängenden Trauben.

Die Hagebutte erkennen Sie am sichersten an zwei Merkmalen: Oben an der Frucht sitzen die vertrockneten Kelchblätter wie ein kleiner Stern, und innen liegen viele behaarte Nüsschen. Sammeln Sie nur, was Sie sicher bestimmen können.

Die säuerlichen Berberitzen bekommen Sie bei uns getrocknet, für Müsli, Joghurt und Reisgerichte.

Hagebutte Blüte: wann und wie blüht die Hundsrose?

Die Hagebutte Blüte erscheint von Ende Mai bis Juli, je nach Art und Lage. Die Blüten der Hundsrose sind einfach, also mit nur fünf Blütenblättern, zartrosa bis fast weiß und etwa vier bis fünf Zentimeter breit. In der Mitte sitzt ein Kranz gelber Staubblätter.

Sie duften zart und werden von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen besucht. Jede einzelne Blüte hält nur wenige Tage, der Strauch blüht aber über mehrere Wochen. Die Kartoffelrose blüht kräftig pink und oft bis in den Herbst. Bei ihr hängen Blüten und Hagebutten gleichzeitig am Strauch.

Von der Blüte der Hagebutte zur Frucht

Nach der Bestäubung fallen die Blütenblätter ab, und der Blütenbecher unter der Blüte wächst zu einer krugförmigen Hülle heran. Sie färbt sich im Lauf des Sommers von Grün über Orange zu Rot. Diese fleischige Hülle ist das, was wir als Hagebutte kennen.

Innen sitzen die eigentlichen Früchte: viele kleine, harte Nüsschen, umgeben von feinen Härchen. Botanisch ist die Hagebutte deshalb eine Sammelnussfrucht. Die Früchte reifen ab September und sind im Oktober und November am weichsten, besonders nach dem ersten Frost.

Hagebutte Pflanze essbar: welche Teile nutzt man?

Von der Pflanze nutzt man in der Küche vor allem die rote Fruchthülle. Die Hagebutten der Wildrosen gelten allgemein als essbar. Nüsschen und Härchen entfernt man vorher, denn sie kratzen und jucken. Kinder kennen sie als Juckpulver.

Aus der Hülle werden Mus, Marmelade, Sirup und Tee, getrocknet und gemahlen das Hagebuttenpulver. Sie schmeckt fruchtig-säuerlich mit milder Süße und erinnert an Aprikose und rote Beeren. Wie Sie das Pulver in Joghurt, Tee und Gebäck einsetzen, lesen Sie bei Hagebuttenpulver Verwendung.

Auch die Blütenblätter von Wildrosen lassen sich verwenden, etwa für Sirup oder als Dekoration auf Desserts.

Hagebutte pflanzen und einpflanzen

Hagebutte pflanzen Sie am besten im Herbst von Oktober bis November oder im zeitigen Frühjahr. Wildrosen gibt es in Baumschulen oft als wurzelnackte Heckenpflanzen, die günstig sind und gut anwachsen. Der Platz sollte sonnig bis halbschattig sein, der Boden darf ruhig mager sein.

Zum Einpflanzen heben Sie ein Loch aus, das doppelt so breit ist wie der Wurzelballen. Die Pflanze kommt so tief hinein wie zuvor, dann gut angießen. Für eine Hecke setzen Sie etwa ein bis zwei Pflanzen je Meter.

Die Hundsrose braucht viel Platz. Für kleine Gärten und große Kübel eignen sich niedrigere Arten wie die Bibernellrose, die oft unter einem Meter bleibt und kleine, dunkle Hagebutten trägt.

Hagebuttensamen pflanzen: Geduld gefragt

Hagebuttensamen pflanzen ist möglich, braucht aber Zeit. Die Nüsschen sind Kaltkeimer: Sie keimen erst, nachdem sie einen Winter mit Kälte und Feuchtigkeit erlebt haben. Oft liegen sie sogar zwei Winter in der Erde, bevor sie austreiben.

So gehen Sie vor: Nüsschen aus reifen Früchten lösen, säubern und im Herbst in Töpfe mit einem Gemisch aus Sand und Erde säen. Die Töpfe bleiben den Winter über draußen an einem geschützten Platz. Bis ein Sämling blüht und Früchte trägt, vergehen mehrere Jahre.

Hagebutte Anbau: Wildsammlung, Ernte und Trocknung

Ein Hagebutte Anbau auf großen Plantagen ist selten. Viele Hagebutten für Tee und Pulver stammen aus Wildsammlung: Sammler pflücken die Früchte von Hand an wild wachsenden Sträuchern. Das ist mühsame Arbeit, denn die Sträucher sind stachelig und jede Frucht ist klein.

Nach der Ernte werden die Früchte getrocknet, aufgebrochen und von Nüsschen und Härchen getrennt. Übrig bleiben die Schalen, wie in unseren BIO-Hagebuttenschalen für Tee. Fein vermahlen wird daraus Hagebuttenpulver, je nach Verarbeitung auch mit einem Teil der Kerne.

Unser BIO-Hagebuttenpulver kaufen Sie in der Regel aus Wildsammlung, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Wir füllen es in Deutschland in den wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel. Gutes Pulver leuchtet rot-orange und riecht fruchtig-säuerlich.

Wer selbst sammelt, erntet Hagebutten, wenn sie tiefrot und leicht weich sind. Wie Sie daraus Pulver machen, steht bei Hagebuttenpulver Verwendung.

Häufige Fragen

An welcher Pflanze wachsen Hagebutten?

An Rosen, vor allem an Wildrosen wie der Hundsrose (Rosa canina). Hagebutten sind ihre Früchte.

Wie sieht der Hagebuttenstrauch aus?

Ein ein bis drei Meter hoher, bogig überhängender Strauch mit hakigen Stacheln, gefiederten Blättern und im Herbst roten Früchten.

Wann blüht die Hagebutte?

Von Ende Mai bis Juli, mit einfachen, zartrosa bis weißen Blüten. Die Früchte reifen ab September.

Gibt es Hagebutten am Baum?

Nein, Rosen wachsen als Sträucher oder Kletterer. Nur wenn eine Wildrose in einen Baum rankt, hängen die Früchte scheinbar in der Krone.

Welcher Baum hat ähnliche Früchte wie die Hagebutte?

Weißdorn, Eberesche, Zierapfel und Kornelkirsche tragen ähnliche rote Früchte. Die Hagebutte erkennen Sie am Kelchstern und an den behaarten Nüsschen innen.

Wann pflanzt man Hagebutten?

Im Herbst von Oktober bis November oder im zeitigen Frühjahr, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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