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Zitronengras Pflanze: ein Gras, das nach Zitrone duftet

Die Zitronengras Pflanze (Cymbopogon citratus) ist ein mehrjähriges Süßgras aus den Tropen, das in dichten Büscheln mit langen, schmalen Blättern wächst. Angebaut wird es in warmen Ländern auf Feldern, geerntet werden Stängel und Blätter mehrmals im Jahr. Bei uns gedeiht es im Topf und überwintert frostfrei im Haus. Unser BIO-Zitronengras kommt getrocknet und geschnitten aus kontrolliert ökologischem Anbau in Ägypten.

Reiben Sie ein Blatt Zitronengras zwischen den Fingern, und es riecht sofort nach frisch geriebener Zitronenschale. Dabei sieht die Pflanze aus wie ein ganz gewöhnliches Ziergras: lange, schmale Halme, die sich im Wind biegen. Erst der Duft verrät, dass hier ein Küchengewürz wächst.

Zitronengras Pflanze: Aussehen und Wuchs

Zitronengras gehört zur Familie der Süßgräser, wie Weizen, Mais und Bambus. Die Pflanze wächst in dichten Horsten, das sind Büschel aus vielen einzelnen Trieben. Jeder Trieb besteht unten aus einem festen, hellen Stängel, aus dem lange, schmale Blätter wachsen.

Die Blätter sind blaugrün, rau und an den Rändern scharf. Sie werden bis zu einem Meter lang und hängen oben bogig über. Der Stängel sieht aus wie eine schlanke Frühlingszwiebel und ist innen fest und faserig. Hier sitzt das meiste Aroma, darum verwendet man frisch vor allem die unteren 10 bis 15 Zentimeter.

Im Topf wird Zitronengras meist knapp einen Meter hoch, im tropischen Feld auch höher. Die Pflanze ist mehrjährig. Solange es warm ist, treibt sie aus dem Horst immer neue Stängel nach, und der Busch wird von Jahr zu Jahr breiter.

Zitronengras: von der Pflanze zum Gewürz
Zitronengras von Azafran.

Zitronengras Herkunft und Geschichte

Die genaue Herkunft von Zitronengras ist nicht sicher geklärt, denn die Pflanze ist nur aus dem Anbau bekannt. Als Heimat gilt das tropische Süd- und Südostasien, vermutlich die Gegend um Sri Lanka, Südindien und Malaysia. Von dort verbreitete es sich in alle warmen Länder.

In den Küchen Südostasiens ist Zitronengras seit Jahrhunderten zu Hause, etwa in thailändischen Suppen und Currypasten oder in vietnamesischen Marinaden. In Europa wurde es als Küchengewürz erst spät bekannt, vor allem mit der wachsenden Beliebtheit der Thai-Küche.

Heute wird Zitronengras in vielen tropischen und subtropischen Ländern angebaut, unter anderem in Indien, Thailand, Indonesien, Guatemala und Ägypten. Unser Zitronengras stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau in Ägypten, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.

Unser BIO-Zitronengras, getrocknet und geschnitten, für Tee, Suppe und Curry:

Alle Sorten und Größen: Zitronengras

Madagaskar Zitronengras, Java Zitronengras und andere Arten

Zur Gattung Cymbopogon gehören mehrere Dutzend Arten. Für Küche und Garten sind nur wenige wichtig, und ihre Namen gehen im Handel oft durcheinander:

  • Westindisches Zitronengras (Cymbopogon citratus): das klassische Küchen-Zitronengras mit dicken, fleischigen Stängeln. Es liegt frisch im Gemüseregal, wächst als Topfpflanze und kommt getrocknet in den Handel.
  • Ostindisches Zitronengras (Cymbopogon flexuosus): schlanker, mit feineren Stängeln und sehr ähnlichem Duft. Es wird vor allem in Indien angebaut, oft für ätherisches Öl.
  • Java Zitronengras (Cymbopogon winterianus): eine Citronella-Art. Es duftet eher nach Citronella als nach Zitrone und wird für Duftöle angebaut, kaum für die Küche.
  • Palmarosa (Cymbopogon martinii): ein Verwandter mit rosenartigem Duft, ebenfalls eine Ölpflanze.

Madagaskar Zitronengras ist kein botanischer Name, sondern eine Handelsbezeichnung für Topfpflanzen. Dahinter steckt meist das westindische Küchen-Zitronengras, manchmal auch die ostindische Art. Eine Madagaskar Zitronengras Pflanze oder Topfpflanze pflegen und ernten Sie wie unten beschrieben.

Wer Java Zitronengras pflanzen möchte, behandelt es im Topf ebenso. Es ist eine schöne Duftpflanze für Balkon und Terrasse, für Tee und Curry nehmen Sie aber besser echtes Zitronengras.

Zitronengras Blüte: blüht die Pflanze?

Zitronengras blüht im Anbau nur selten, im Topf in Mitteleuropa fast nie. In den Tropen erscheinen gelegentlich lange, lockere Rispen mit rötlich-braunen Ährchen hoch über den Blättern. Für die Küche spielt die Blüte keine Rolle, geerntet werden Stängel und Blätter.

Dass das Küchen-Zitronengras so selten blüht und kaum keimfähige Samen bildet, hat Folgen für den Anbau. Es wird fast nur über Teilung vermehrt. Die Pflanzen auf den Feldern sind meist Ableger von Ablegern.

Zitronengras Samen: Anbau aus der Saat

Zitronengras Samen bekommen Sie bei Saatgutversendern und in Gartencentern. Meist stammt die Saat vom ostindischen Zitronengras, weil die westindische Art kaum Samen bildet. Die Pflanzen duften ähnlich und lassen sich in der Küche genauso verwenden. So gelingt die Aussaat:

  • Zeit: Februar bis April auf einer hellen, warmen Fensterbank.
  • Erde: Anzuchterde in kleine Töpfe füllen, die Samen nur leicht andrücken. Zitronengras keimt bei Licht.
  • Wärme: 20 bis 25 Grad, die Erde gleichmäßig feucht halten, am besten unter einer Folie.
  • Keimzeit: etwa zwei bis vier Wochen, oft unregelmäßig.
  • Pikieren: Sind die Sämlinge fingerlang, setzen Sie sie einzeln in eigene Töpfe.

Aus Samen dauert es bis zur ersten nennenswerten Ernte meist ein gutes Jahr. Schneller geht es mit Stängeln.

Zitronengras selber anbauen aus Stängeln

Zitronengras selbst anbauen klappt am einfachsten mit frischen Stängeln aus dem Gemüseregal. Wählen Sie feste, pralle Stängel, an denen unten noch der Wurzelansatz sitzt. Getrocknetes Zitronengras aus der Tüte treibt nicht mehr aus, es ist zum Kochen gedacht.

  • Die Blätter oben einkürzen und die äußere, trockene Hülle abziehen.
  • Die Stängel zwei bis drei Zentimeter tief in ein Glas Wasser stellen, hell und warm.
  • Das Wasser alle zwei Tage wechseln.
  • Nach etwa zwei bis drei Wochen zeigen sich Wurzeln. Sind sie einige Zentimeter lang, setzen Sie die Stängel in Erde.

Zitronengras selber anbauen lohnt sich vor allem, wenn Sie oft frisch damit kochen. Für Tee, Brühe und Currys das ganze Jahr über ist getrocknete Ware bequemer: Zitronengras kaufen Sie bei uns geschnitten im Aromaschutzbeutel, von 250g bis 1kg.

Zitronengras pflanzen und einpflanzen im Topf

Zitronengras pflanzen Sie ins Freie erst ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Zum Einpflanzen eignet sich ein Topf mit mindestens 25 Zentimetern Durchmesser und lockerer Kübelpflanzen- oder Gemüseerde. Eine Schicht Blähton am Boden lässt überschüssiges Wasser ablaufen.

Der Platz sollte sonnig, warm und etwas windgeschützt sein. Im Sommer braucht Zitronengras reichlich Wasser, verträgt aber keine Staunässe. Wer es im Beet anbauen möchte, setzt es im Mai aus und gräbt es im Herbst wieder aus.

Zitronengras ist nicht winterhart. Vor dem ersten Frost kommt der Topf ins Haus, an ein helles Fenster bei etwa 10 bis 15 Grad. Dort wird nur wenig gegossen. Im Frühjahr können Sie den Horst teilen und so neue Pflanzen gewinnen.

Zitronengras Anbau in den Tropen: vom Feld zur getrockneten Ware

Auf den Feldern setzen die Bauern geteilte Horste in Reihen. Nach etwa vier bis acht Monaten ist die erste Ernte möglich, danach wird mehrmals im Jahr geschnitten. Ein Feld trägt mehrere Jahre, bevor es neu angelegt wird.

Für getrocknetes Zitronengras werden Blätter und Stängel geschnitten, gesäubert und getrocknet. Dabei verliert die Ware den größten Teil ihres Wassers, der Duft bleibt in den Fasern. Danach wird sie auf eine gleichmäßige Größe geschnitten.

Gute Ware ist grünlich bis hellstrohig, trocken im Schnitt und riecht beim Öffnen klar nach Zitrone. So kommt unser BIO-Zitronengras geschnitten zu Ihnen, im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel, der Licht und Luft draußen hält.

Zitronengras ernten: wann und wie?

Zitronengras ernten Sie, sobald die Stängel etwa bleistift- bis daumendick sind. Im Topf ist das meist ab dem Hochsommer der Fall. Wann ernten? Am besten nach und nach von Juli bis Oktober, immer die dicksten äußeren Stängel zuerst.

Schneiden Sie den Stängel knapp über der Erde ab oder drehen Sie ihn vorsichtig aus dem Horst. Die Pflanze treibt aus der Mitte nach. Auch die Blätter können Sie laufend abschneiden, sie geben einen guten Tee. Tragen Sie dabei Handschuhe, denn die Blattränder sind scharf.

Frisch geerntete Stängel halten sich im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch gewickelt, etwa eine Woche. Größere Mengen schneiden Sie in Stücke und trocknen sie an einem luftigen, schattigen Ort oder frieren sie ein.

Frisch aus dem Topf oder getrocknet?

Frisches Zitronengras schmeckt etwas grüner und saftiger, getrocknetes ist weicher und ruhiger im Duft. In Suppen, Currys und Tee leisten beide dasselbe: Sie ziehen in der heißen Flüssigkeit mit und kommen vor dem Essen wieder heraus. Der Geschmack ist hell und zitronig, aber kaum sauer.

Wie Sie Zitronengras in der Küche einsetzen, wie lange es kocht, wie viel Sie nehmen und welche Gewürze dazu passen, lesen Sie ausführlich bei Zitronengras Verwendung.

Häufige Fragen

Wie sieht die Zitronengras Pflanze aus?

Wie ein dichter Grasbusch mit langen, schmalen, blaugrünen Blättern. Unten sitzen feste, helle Stängel, die an eine schlanke Frühlingszwiebel erinnern.

Woher kommt Zitronengras?

Vermutlich aus dem tropischen Süd- und Südostasien. Heute wird es in vielen warmen Ländern angebaut, unser BIO-Zitronengras in Ägypten.

Blüht Zitronengras?

Nur selten. In den Tropen bildet es manchmal lange Rispen, im Topf bei uns blüht es fast nie.

Kann man Zitronengras aus Samen ziehen?

Ja, von Februar bis April bei 20 bis 25 Grad auf der Fensterbank. Schneller geht es mit frischen Stängeln, die im Wasserglas Wurzeln bilden.

Wann erntet man Zitronengras?

Im Topf meist von Juli bis Oktober, sobald die Stängel bleistift- bis daumendick sind. Die äußeren, dicksten Stängel zuerst.

Ist Zitronengras winterhart?

Nein. Es überwintert hell im Haus bei etwa 10 bis 15 Grad und kommt erst nach den letzten Frösten wieder ins Freie.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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