Weidenröschen Blüte – rosa Kerzen am Waldrand
Die Weidenröschen Blüte zeigt sich meist von Juli bis August, oft schon ab Ende Juni und bis in den September. Beim Schmalblättrigen Weidenröschen stehen die rosa bis purpurnen Blüten in langen Trauben, die von unten nach oben aufblühen. Nach dem Verblühen öffnen sich schmale Kapseln und entlassen Samen mit weißem Haarschopf. Für Tee werden Blätter und Blüten geerntet, wie in unserem BIO-Weidenröschen.
Ein Kahlschlag im Hochsommer, und plötzlich steht da ein rosa Meer, hüfthoch und summend vor Hummeln. Wenige Wochen später ziehen weiße Flocken über die Lichtung, als hätte jemand ein Kissen ausgeschüttelt. Beides ist dieselbe Pflanze, nur in zwei Kapiteln ihres Jahres.
- Weidenröschen Pflanze: der Steckbrief
- Weidenröschen Blütezeit: wann blüht das Weidenröschen?
- So sieht die Weidenröschen Blüte aus
- Weidenröschen verblüht: Kapseln und Samenwolle
- Weidenröschen Samen und Weidenröschen pflanzen
- Wo wachsen Weidenröschen?
- Kleinblütiges Weidenröschen: Blüte, Blütezeit und Standort
- Weidenröschen Arten an der Blüte erkennen
- Weidenröschen Herkunft und Geschichte
- Weidenröschen ernten: die Erntezeit für Tee
- Häufige Fragen
Weidenröschen Pflanze: der Steckbrief
Das Schmalblättrige Weidenröschen heißt botanisch Epilobium angustifolium, in neueren Büchern auch Chamaenerion angustifolium. Es gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse und wird oft Stauden-Feuerkraut genannt. Diese Art steckt in unserem Weidenröschen für Tee.
Die Pflanze ist eine ausdauernde Staude. Sie wird meist 50 bis 150 Zentimeter hoch, an guten Plätzen bis zu zwei Meter. Der Stängel steht aufrecht und ist kaum verzweigt, die schmalen, lanzettlichen Blätter sitzen wechselständig und spiralig daran.
Unter der Erde breitet sich das Weidenröschen mit Ausläufern aus. So entstehen die großen, dichten Bestände, die Sie an Waldrändern sehen. Im Frühjahr, meist ab April, treiben die roten Sprosse aus dem Boden.

Weidenröschen Blütezeit: wann blüht das Weidenröschen?
Das Weidenröschen blüht in Mitteleuropa meist von Juli bis August. In warmen Lagen beginnt die Blütezeit schon Ende Juni, im Gebirge und im Norden reicht sie bis in den September.
Die Traube blüht von unten nach oben auf. Darum sehen Sie an einem Stängel oft alles gleichzeitig: oben noch geschlossene Knospen, in der Mitte offene Blüten und unten schon schmale, rötliche Samenkapseln. Eine einzelne Pflanze blüht so über mehrere Wochen.
Blätter und Blüten, schonend getrocknet und geschnitten: unser BIO-Weidenröschen für Tee:
So sieht die Weidenröschen Blüte aus
Die Weidenröschen Blüte des Schmalblättrigen Weidenröschens ist zwei bis drei Zentimeter groß. Sie hat vier rosa bis purpurne Kronblätter, die leicht ungleich stehen, und vier schmale, dunklere Kelchblätter dazwischen. In der Mitte sitzen acht Staubblätter und ein Griffel, der sich nach unten biegt.
Am Ende des Griffels teilt sich die Narbe in vier kleine, nach außen gerollte Arme. Dieses Kreuz ist ein gutes Merkmal, um Weidenröschen-Arten zu unterscheiden. Die Blüten geben reichlich Nektar und sind darum bei Bienen und Hummeln beliebt.
Selten finden Sie auch weiß blühende Pflanzen. Sie sind eine natürliche Farbvariante derselben Art.
Weidenröschen verblüht: Kapseln und Samenwolle
Ist das Weidenröschen verblüht, wachsen aus den Fruchtknoten schmale Kapseln von vier bis acht Zentimetern. Sie färben sich rötlich, trocknen und springen in vier Längsklappen auf. Heraus quellen winzige Samen, jeder mit einem Schopf feiner, seidiger Haare.
Im Spätsommer wirken ganze Bestände dann weiß und wollig. Der Wind trägt die Samen weit, darum taucht die Pflanze so schnell auf frischen Lichtungen auf. Im Herbst färben sich Blätter und Stängel oft leuchtend rot, bevor die oberirdischen Teile absterben.
Steht ein Weidenröschen im Garten und soll sich nicht aussäen, schneiden Sie die Blütenstände ab, bevor die Kapseln aufspringen. Die Pflanze treibt im nächsten Frühjahr trotzdem wieder aus der Wurzel aus.
Weidenröschen Samen und Weidenröschen pflanzen
Weidenröschen Samen sind Lichtkeimer. Streuen Sie sie im Frühjahr auf feuchte Erde und drücken Sie sie nur leicht an, ohne sie mit Erde zu bedecken. Bei gleichmäßiger Feuchte keimen sie nach wenigen Wochen.
Schneller geht es, wenn Sie ein Stück Wurzelausläufer im Frühjahr oder Herbst teilen und neu setzen. Das Weidenröschen mag einen sonnigen bis halbschattigen Platz und frischen, nährstoffreichen Boden.
Bedenken Sie beim Pflanzen den Ausbreitungsdrang. In einem kleinen Beet hält eine Wurzelsperre oder ein großer Kübel die Ausläufer in Schach.
Wo wachsen Weidenröschen?
Weidenröschen wachsen dort, wo Licht auf offenen Boden fällt: an Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen, an Böschungen, Bahndämmen und Wegrändern. Das Schmalblättrige Weidenröschen ist in fast der ganzen Nordhalbkugel zu Hause, von der Ebene bis hoch ins Gebirge.
Es ist eine typische Pionierpflanze und besiedelt Flächen nach Bränden oder Rodungen als eine der ersten. Daher kommt der Name Feuerkraut. Der Überlieferung nach blühte es nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf den Trümmerflächen vieler zerbombter Städte.
Kleinblütiges Weidenröschen: Blüte, Blütezeit und Standort
Das Kleinblütige Weidenröschen heißt mit botanischem Namen Epilobium parviflorum. Es ist eine eigene Art und mit 30 bis 80 Zentimetern deutlich kleiner als das Schmalblättrige. Stängel und Blätter sind dicht und weich behaart.
Die Blüte des Kleinblütigen Weidenröschens ist nur fünf bis zehn Millimeter groß und blassrosa. Sie sitzt einzeln in den oberen Blattachseln, nicht in einer langen Traube. Die Narbe ist wie beim großen Verwandten in vier Arme geteilt. Blütezeit ist von Juni oder Juli bis in den September.
Wo wächst das Kleinblütige Weidenröschen? An feuchten Plätzen: in Gräben, an Bach- und Seeufern, auf nassen Wiesen und an feuchten Wegrändern. Wie sich Tee aus beiden Arten unterscheidet, lesen Sie unter Weidenröschen Tee.
Weidenröschen Arten an der Blüte erkennen
In Mitteleuropa wachsen gut ein Dutzend Weidenröschen-Arten. Die meisten haben kleine Blüten, die einzeln in den Blattachseln stehen. Wer sie sicher unterscheiden will, schaut zuerst auf die Narbe: vierteilig wie ein Kreuz oder ungeteilt wie eine kleine Keule.
Das Vierkantige Weidenröschen (Epilobium tetragonum) trägt kleine, blasslila Blüten mit keulenförmiger Narbe. Seinen Namen hat es von den Längsleisten am Stängel, die ihn kantig wirken lassen. Das Drüsige Weidenröschen (Epilobium ciliatum) stammt aus Nordamerika und hat kleine weißliche bis rosa Blüten, ebenfalls mit Keulennarbe.
Das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum) fällt dagegen auf: Seine purpurrosa Blüten werden bis zu zweieinhalb Zentimeter groß, die Narbe ist vierteilig. Es steht gern an Ufern und wird fast so hoch wie das Schmalblättrige. Die Tabelle fasst die Merkmale zusammen.
| Art | Blüte | Narbe | Blütezeit | Standort |
|---|---|---|---|---|
| Schmalblättriges (E. angustifolium) | 2 bis 3 cm, rosa bis purpur, lange Traube | vierteilig | Juli bis August | Lichtungen, Waldränder, Böschungen |
| Kleinblütiges (E. parviflorum) | 5 bis 10 mm, blassrosa, einzeln | vierteilig | Juni/Juli bis September | Gräben, Ufer, nasse Wiesen |
| Zottiges (E. hirsutum) | bis 2,5 cm, purpurrosa | vierteilig | Juli bis September | Ufer, feuchte Hochstauden |
| Vierkantiges (E. tetragonum) | klein, blasslila | keulenförmig | Juni bis August | Wegränder, Äcker, Gräben |
| Drüsiges (E. ciliatum) | klein, weißlich bis rosa | keulenförmig | Juni bis September | Gärten, Ufer, Ruderalflächen |
Weidenröschen Herkunft und Geschichte
Das Weidenröschen ist in Europa, Asien und Nordamerika heimisch und gehört zu den am weitesten verbreiteten Stauden des Nordens. Im kanadischen Yukon ist es sogar das offizielle Blumenwappen.
Seinen deutschen Namen verdankt es den schmalen, weidenähnlichen Blättern. In Russland trinkt man die fermentierten Blätter seit Jahrhunderten als Iwan-Tee. Wie dieser Tee entsteht, steht auf unserer Seite Weidenröschen Tee.
Weidenröschen ernten: die Erntezeit für Tee
Die beste Erntezeit für Weidenröschen Tee ist die Blüte von Juni bis August. Dann schneiden Sie die oberen Triebe mit Blättern und Blüten an einem trockenen Vormittag ab. Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie sicher erkennen, und nur an sauberen Plätzen abseits von Straßen und Feldern.
Zum Trocknen breiten Sie die Triebe locker im Schatten aus, an einem warmen, luftigen Ort. Nach einigen Tagen rascheln die Blätter. Dann zupfen Sie sie ab, schneiden sie grob und füllen sie in ein dunkles, dicht schließendes Glas.
Unser BIO-Weidenröschen stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau in der Slowakei, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Blätter und Blüten werden schonend getrocknet, geschnitten und im Aromaschutzbeutel geliefert. Im Aufguss schmeckt es mild, grün und leicht blumig, mit einer zarten Süße. Mengen, Ziehzeit und Mischungen finden Sie unter Weidenröschen Tee Zubereitung.
Häufige Fragen
Wann blüht das Weidenröschen?
Meist von Juli bis August, in warmen Lagen ab Ende Juni und im Gebirge bis in den September.
Wie sieht die Weidenröschen Blüte aus?
Sie ist zwei bis drei Zentimeter groß und hat vier rosa bis purpurne Kronblätter. Die Blüten stehen in langen Trauben, die Narbe ist in vier Arme geteilt.
Was passiert, wenn das Weidenröschen verblüht ist?
Es bildet schmale Kapseln, die in vier Klappen aufspringen. Die Samen mit ihrem weißen Haarschopf fliegen mit dem Wind davon.
Wie heißt das Kleinblütige Weidenröschen botanisch?
Epilobium parviflorum. Das Schmalblättrige Weidenröschen heißt Epilobium angustifolium.
Wo wächst das Kleinblütige Weidenröschen?
An feuchten Plätzen wie Gräben, Bach- und Seeufern, nassen Wiesen und feuchten Wegrändern.
Wann erntet man Weidenröschen für Tee?
Zur Blütezeit von Juni bis August. Man schneidet die oberen Triebe mit Blättern und Blüten und trocknet sie im Schatten.
Weiterlesen

Über uns






