Sternanis Pflanze – ein Baum, an dem Sterne wachsen
Die Sternanis Pflanze (Illicium verum) ist ein immergrüner Baum aus Südchina und Nordvietnam, der mehrere Meter hoch wird. Seine sternförmigen Früchte mit meist acht Zacken werden grün gepflückt und in der Sonne rotbraun getrocknet. Genau diese ganzen Sterne kennen Sie als Gewürz, zum Beispiel als Sternanis ganz aus unserem Shop.
Legen Sie einen Sternanis auf die Handfläche: acht holzige Zacken, jede aufgeplatzt, in jeder ein glänzender brauner Samen. So ordentlich gebaut ist kaum ein anderes Gewürz. Gewachsen ist dieser kleine Stern an einem Baum mit ledrigen Blättern, in den feuchten Hügeln Südchinas oder Vietnams.
- Was ist die Sternanis Pflanze?
- Wie sieht die Sternanis Pflanze aus?
- Wo wächst Sternanis?
- Wie wächst Sternanis? Von der Blüte zum Stern
- Sternanis Anbau und Ernte
- Sternanis Samen: was im Stern steckt
- Sternanis pflanzen: geht das bei uns?
- Sternanis Samen pflanzen
- Echter Sternanis und Japanischer Sternanis
- Sternanis Herkunft und Geschichte
- Vom Baum in die Küche
- Häufige Fragen
Was ist die Sternanis Pflanze?
Die Sternanis Pflanze ist ein Baum. Botanisch heißt sie Illicium verum und gehört zur Familie der Sternanisgewächse, die heute meist zu den Schisandragewächsen gezählt wird. Der Gattungsname wird vom lateinischen illicere abgeleitet, anlocken, ein Hinweis auf den Duft.
Mit Anis ist Sternanis nicht verwandt. Anissamen stammen von Pimpinella anisum, einem einjährigen Doldenblütler wie Fenchel und Kümmel. Dass beide nach Lakritz duften, liegt an einem gemeinsamen Hauptduftstoff, nicht an der Verwandtschaft. Alles zu den beiden Gewürzen im direkten Vergleich lesen Sie unter Unterschied Anis Sternanis.

Wie sieht die Sternanis Pflanze aus?
Der Sternanisbaum hat einen schlanken Stamm mit glatter, grauer Rinde und eine dichte, kegelförmige Krone. Seine Blätter sind länglich-elliptisch, ledrig und glänzend dunkelgrün. Zerreiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es bereits deutlich nach Anis.
Die Blüten sitzen einzeln in den Blattachseln. Sie haben viele schmale Blütenblätter in Cremeweiß bis Rosarot und erinnern an kleine Magnolienblüten. Auf Fotos der Sternanis Pflanze erkennen Sie den Baum am schnellsten an den grünen Sternen zwischen dem Laub, die erst beim Trocknen braun werden.
| Merkmal | Sternanis (Illicium verum) |
|---|---|
| Familie | Sternanisgewächse, heute meist zu den Schisandragewächsen gezählt |
| Wuchs | immergrüner Baum, mehrere Meter hoch, kegelförmige Krone |
| Blätter | länglich-elliptisch, ledrig, glänzend dunkelgrün, duften nach Anis |
| Blüte | einzeln, cremeweiß bis rosarot, magnolienähnlich |
| Frucht | Sammelfrucht aus meist 8 Zacken, je ein brauner Samen |
| Heimat | Südchina und Nordvietnam |
| Ernte | grün gepflückt, sonnengetrocknet, dabei rotbraun |
| Winterhart | nein, bei uns nur als Kübelpflanze |
| Nicht verwechseln mit | Japanischem Sternanis (Illicium anisatum) |
Ganze Sterne mit wenig Bruch, frisch aus dem Aromaschutzbeutel in Ihren Topf:
Wo wächst Sternanis?
Sternanis wächst wild in den subtropischen Bergwäldern Südchinas und im Norden Vietnams. Er mag es warm, feucht und eher schattig, mit viel Regen und ohne Frost. Bis heute kommt fast der gesamte Welthandel aus diesen beiden Ländern, vor allem aus der chinesischen Provinz Guangxi und den angrenzenden Provinzen Nordvietnams.
Versuche, Sternanis in anderen Tropenländern anzubauen, spielen im Handel kaum eine Rolle. Unser Sternanis aus dem Shop kommt aus diesen traditionellen Anbaugebieten Südost- und Ostasiens.
Wie wächst Sternanis? Von der Blüte zum Stern
Aus jeder Blüte entsteht eine Sammelfrucht. Sie besteht aus meist acht, manchmal sechs bis elf einzelnen Fruchtblättern, die sternförmig um eine Mitte stehen. Jedes dieser Bälgchen enthält einen einzigen, glatten, glänzend braunen Samen.
Ein junger Baum braucht einige Jahre, bis er die ersten Früchte trägt. Danach liefert er über Jahrzehnte, ein Baum kann sehr alt werden. Weil er immergrün ist und im warmen Klima mehrmals im Jahr blüht, hängen oft Blüten und Früchte gleichzeitig am Baum.
Sternanis Anbau und Ernte
Im Anbau stehen die Bäume in Plantagen an Hängen, oft zwischen anderen Waldbäumen. Geerntet wird in vielen Anbaugebieten zweimal im Jahr, die Haupternte liegt im Herbst. Die Sterne werden gepflückt, solange sie noch grün und fest sind.
Danach trocknen sie einige Tage in der Sonne oder in Trockenhäusern. Dabei färben sie sich rotbraun, werden hart und springen an den Zacken auf. Zum Schluss wird sortiert: Ganze Sterne gehen als Spitzenware in den Handel, Bruchstücke werden meist gemahlen.
Darum zählt bei ganzem Sternanis der Anteil an Bruch. Unser Sternanis ganz kaufen bedeutet ganze Früchte mit wenig Bruch, grob gesiebt und im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel verpackt.
Sternanis Samen: was im Stern steckt
Die Sternanis Samen sitzen einzeln in den Zacken, glatt, oval und glänzend braun wie kleine Kastanien. Sie duften milder als die Hülle. Der größte Teil des Aromas steckt in der holzigen Fruchtwand, deshalb würzt man mit dem ganzen Stern und nicht mit den Samen allein.
Anissamen und Sternanis werden gern verwechselt, weil beide als Samen verkauft werden. Beim Anis ist das aber die ganze kleine Frucht. Beim Sternanis ist der Samen nur der kleinste Teil des Gewürzes.
Sternanis pflanzen: geht das bei uns?
Sternanis pflanzen klappt in Deutschland nur als Kübelpflanze. Der Baum ist nicht winterhart und verträgt keinen Frost. Er braucht einen hellen Platz ohne pralle Mittagssonne, gleichmäßige Feuchtigkeit und eher saure, durchlässige Erde.
Im Winter steht er hell und frostfrei, etwa in einem kühlen Wintergarten. Im Kübel wächst er langsam und bleibt deutlich kleiner als in seiner Heimat. Früchte trägt er bei uns nur selten, als duftende, immergrüne Pflanze lohnt er sich trotzdem.
Sternanis Samen pflanzen
Sternanis Samen pflanzen gelingt mit Samen aus dem Gewürzregal kaum. Die Früchte wurden getrocknet, und die Samen verlieren dabei schnell ihre Keimfähigkeit. Besser sind frische Samen oder eine junge Pflanze aus einer Gärtnerei für exotische Gehölze.
Frische Samen legen Sie flach in feuchte Anzuchterde und halten sie warm. Die Keimung kann mehrere Wochen dauern, Geduld gehört dazu. Bis zur ersten Blüte vergehen Jahre.
Echter Sternanis und Japanischer Sternanis
Echter Sternanis ist allein Illicium verum. Sein naher Verwandter, der Japanische Sternanis (Illicium anisatum), wächst in Japan und Korea und wird dort als Tempelbaum gepflanzt. Er ist nicht zum Würzen geeignet und gilt als nicht essbar.
Seine Früchte sind kleiner und unregelmäßiger, die Zacken oft schmal und nach oben gebogen. Sie riechen eher harzig als nach Anis. Im Gewürzhandel wird ausschließlich echter Sternanis verkauft, so auch bei uns.
Sternanis Herkunft und Geschichte
In China würzt Sternanis seit sehr langer Zeit Brühen und geschmorte Gerichte. Er ist einer der Grundpfeiler des Fünf-Gewürze-Pulvers, das wir als 5 Gewürze mit Pfeffer, Zimt, Fenchel und Nelken führen.
Nach Europa kam Sternanis über die Handelswege nach Westen. Der Überlieferung nach brachte ihn der englische Seefahrer Thomas Cavendish Ende des 16. Jahrhunderts mit. Ein alter deutscher Name ist Badian, entlehnt aus dem Persischen. Heute gehört er hier vor allem in Weihnachtsgebäck und in den Glühwein.
Vom Baum in die Küche
In der Küche zeigt der getrocknete Stern, was der Baum angelegt hat: eine warme, kräftige Anisnote mit Lakritz und einem Hauch Holz. Ganz mitgekocht gibt er sein Aroma langsam ab, ein bis drei Sterne reichen für ein Gericht mit vier Portionen.
Er zieht in Schmorgerichten, Brühen, Rotkohl, Pflaumenmus und Punsch mit und kommt vor dem Servieren wieder heraus. Ideen für Pflaumen finden Sie in unseren Pflaumen-Rezepten, fürs Backen im Lebkuchengewürz selbstgemacht. Mengen, Geschmack und Partner stehen ausführlich bei der Sternanis Verwendung. Den Vorrat dafür bekommen Sie als Sternanis im Aromaschutzbeutel.
Häufige Fragen
Wie sieht die Sternanis Pflanze aus?
Ein immergrüner Baum mit grauer Rinde, ledrigen, glänzenden Blättern und cremeweißen bis rosaroten Blüten. Die Früchte sind grüne Sterne, die beim Trocknen rotbraun werden.
Wo wächst Sternanis?
In den subtropischen Bergwäldern Südchinas und Nordvietnams. Aus diesen beiden Ländern kommt fast der gesamte Sternanis im Handel.
Wie wächst Sternanis?
Als Baum, der nach einigen Jahren Früchte trägt. Aus jeder Blüte entsteht ein Stern aus meist acht Zacken mit je einem Samen.
Kann man Sternanis in Deutschland pflanzen?
Nur im Kübel. Der Baum ist nicht winterhart und muss hell und frostfrei überwintern. Früchte trägt er bei uns selten.
Kann man Sternanis Samen aus dem Gewürz pflanzen?
Kaum. Durch das Trocknen verlieren die Samen schnell ihre Keimfähigkeit. Frische Samen oder eine junge Pflanze aus der Gärtnerei sind der bessere Weg.
Ist Sternanis mit Anis verwandt?
Nein. Sternanis wächst an einem Baum, Anis ist ein einjähriger Doldenblütler. Den ähnlichen Duft verdanken beide einem gemeinsamen Hauptduftstoff.
Woher kommt Sternanis ursprünglich?
Aus Südchina und Nordvietnam. In China würzt er seit sehr langer Zeit Brühen und Schmorgerichte, nach Europa kam er der Überlieferung nach Ende des 16. Jahrhunderts.
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