Johanniskraut Verwendung: ein Sommertee, der nach Heu duftet
Johanniskraut findet Verwendung vor allem als Teekraut: pur als Kräutertee oder in eigenen Mischungen mit Melisse, Minze oder Kamille. Für eine Tasse übergießen Sie 1 bis 2 TL geschnittenes Johanniskraut mit heißem Wasser und lassen es 5 bis 10 Minuten ziehen. Der Tee schmeckt mild krautig und leicht herb.
Ende Juni, um den Johannistag, leuchten an Wegrändern und auf trockenen Wiesen kleine goldgelbe Sterne. Getrocknet riechen sie nach Heu und warmer Sommerwiese. Gießen Sie heißes Wasser darüber, färbt sich die Tasse goldgelb. Hier lesen Sie, wie Sie Johanniskraut in Tee und Teemischungen verwenden und wie er schmeckt.
- Johanniskraut für was? Verwendung von Johanniskraut
- Johanniskraut Tee zubereiten
- Johanniskraut Dosierung für den Tee
- Wie schmeckt Johanniskraut?
- Wozu passt Johanniskraut? Tee mit Johanniskraut mischen
- Johanniskraut Tee selber machen: sammeln und trocknen
- Wie sieht Johanniskraut aus?
- Duftloses Johanniskraut und Johanniskraut als Bodendecker
- Alternative zu Johanniskraut im Tee
- Gutes Johanniskraut erkennen und lagern
- Häufige Fragen
Johanniskraut für was? Verwendung von Johanniskraut
In der Küche ist Johanniskraut ein Teekraut. Sie trinken es pur oder mischen es mit anderen Kräutern zu einem eigenen Hausrezept. Dafür verwenden Sie das getrocknete, geschnittene Kraut mit Blättern und Blütenteilen. Im Englischen heißt es St. John's wort, im Türkischen sarı kantaron.
Traditionell setzt man das Kraut außerdem in Öl an, das sich dabei rot färbt und deshalb Rotöl heißt.
Wir führen Johanniskraut als Lebensmittel, und alle Mengen hier beziehen sich auf den Geschmack einer Tasse Tee.
Johanniskraut Tee zubereiten
Für Johanniskraut Tee nehmen Sie 1 bis 2 TL geschnittenes Kraut pro Tasse mit etwa 250ml. Übergießen Sie es mit heißem Wasser, decken Sie die Tasse ab und lassen Sie den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen. Dann seihen Sie ab.
Die Ziehzeit bestimmt den Geschmack. Nach fünf Minuten ist der Tee hell und mild, nach zehn Minuten kräftiger und herber. Bitter wird gutes Johanniskraut auch bei längerer Ziehzeit kaum.
Für eine Kanne mischen Sie das Kraut am besten vorher trocken mit den anderen Kräutern. So verteilt sich alles gleichmäßig, und jede Tasse schmeckt gleich. Ein Teesieb, ein Papierfilter oder ein leerer Teebeutel genügen.

Unser BIO-Johanniskraut, geschnitten für Tee und eigene Mischungen:
Johanniskraut Dosierung für den Tee
Die Dosierung von Johanniskraut für den Tee richtet sich nach Ihrem Geschmack. Beginnen Sie mit 1 TL pro Tasse und steigern Sie beim nächsten Aufguss, wenn Sie es kräftiger mögen. Die Werte in der Tabelle sind Richtwerte aus der Teeküche.
| Zubereitung | Johanniskraut | Wasser und Ziehzeit |
|---|---|---|
| Tasse, mild | 1 TL | 250ml heißes Wasser, 5 Minuten |
| Tasse, kräftig | 2 TL | 250ml heißes Wasser, 10 Minuten |
| Kanne | 4 bis 6 TL | 1 Liter heißes Wasser, 5 bis 10 Minuten |
| Mischung mit Melisse (Tasse) | 1 TL Johanniskraut + 1 TL Melisse | 250ml, 7 Minuten |
| Kalter Tee | 6 TL | 1 Liter heiß aufgießen, 10 Minuten, abkühlen lassen, mit Zitrone |
Wie schmeckt Johanniskraut?
Johanniskraut schmeckt mild krautig und fein herb, mit einem Duft nach Heu und trockener Sommerwiese. Der Aufguss ist klar und goldgelb bis bernsteinfarben. Im Mund bleibt er ruhig und ausgewogen, ohne dominante Würze.
Schmeckt Johanniskraut wie Kamille? Nein. Kamille ist süßlich und blumig, Johanniskraut dagegen herber und eher heuartig. Mit Pfefferminze hat es ebenfalls wenig gemeinsam, ihm fehlt jede kühle Frische.
Gerade diese Zurückhaltung macht Johanniskraut beliebt für Mischungen. Es bringt Körper und eine leichte Herbe in die Tasse und lässt anderen Kräutern den Vortritt.
Wozu passt Johanniskraut? Tee mit Johanniskraut mischen
Johanniskraut passt zu Melisse, Minze, Kamille, Lavendel, Hagebutte und Orangenschale, dazu zu Honig, Zitrone und Apfel. Gut passt alles, was seiner krautigen Herbe Süße, Frische oder etwas Säure gegenüberstellt.
Für einen Tee mit Johanniskraut haben sich diese Partner aus unserem Sortiment bewährt:
- Melisse: der Klassiker. Melisse bringt einen zitronigen Duft, der die Herbe des Johanniskrauts aufhellt. Mischen Sie beide etwa zu gleichen Teilen.
- Minze: Pfefferminze oder Nana-Minze setzt Frische dagegen. Schon ein Drittel Minze verändert die Tasse deutlich.
- Kamille und Lavendel: Kamille macht die Mischung weich und süßlich. Eine Prise Lavendel legt eine blumige Note darüber, mehr als eine Prise sollte es nicht sein.
- Hagebutte und Orangenschale: Hagebutte bringt fruchtige Säure und eine rötliche Farbe, Orangenschale eine Spur Bitterorange.
Bei den Lebensmitteln ist Honig der beste Freund. Seine Süße gibt der herben Note ein Gegenüber, ein Löffel genügt. Eine Scheibe Zitrone macht den Tee frischer, ein Schuss naturtrüber Apfelsaft passt gut zu kaltem Johanniskraut-Tee.
Baldrian mit Johanniskraut lässt sich ebenfalls mischen. Baldrianwurzel riecht allerdings sehr streng und erdig. Nehmen Sie davon deutlich weniger als vom Johanniskraut, sonst überdeckt sie alles.
Johanniskraut Tee selber machen: sammeln und trocknen
Johanniskraut Tee selber machen können Sie, wenn Sie die Pflanze sicher erkennen. Gesammelt werden die blühenden Triebspitzen von Ende Juni bis August, am besten an einem trockenen, sonnigen Vormittag. Schneiden Sie nur das obere Drittel mit Blüten und Knospen ab und sammeln Sie nur dort, wo es erlaubt ist.
Zum Trocknen binden Sie kleine Sträuße und hängen sie kopfüber an einen schattigen, luftigen Ort. Nach ein bis zwei Wochen rascheln die Blätter. Dann streifen Sie Blätter und Blüten ab, schneiden sie grob und füllen sie in eine dichte Dose.
Wer nicht sammeln möchte oder größere Mengen braucht, nimmt fertig getrocknetes Kraut. Unser BIO-Johanniskraut stammt aus kontrolliert biologischem Anbau in Polen und wird in Deutschland abgefüllt, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.
Wie sieht Johanniskraut aus?
Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird 30 bis 80cm hoch. Es hat goldgelbe Blüten mit fünf Blütenblättern, an deren Rand oft feine schwarze Pünktchen sitzen. Halten Sie ein Blatt gegen das Licht, sehen Sie viele helle Punkte, als wäre es durchlöchert. Daher kommt der Name perforatum. Zerreiben Sie eine Knospe, färben sich die Finger rot.
Eine Verwechslung mit falschem Johanniskraut passiert vor allem beim Jakobskreuzkraut. Der Unterschied zwischen Jakobskreuzkraut und Johanniskraut ist deutlich: Jakobskreuzkraut ist ein Korbblütler mit vielen kleinen Blütenköpfchen und tief gefiederten Blättern. Ihm fehlen die durchscheinenden Punkte. In den Tee gehört es nicht, darum sollten Sammler beide sicher auseinanderhalten.
Duftloses Johanniskraut und Johanniskraut als Bodendecker
Im Garten begegnen Ihnen Verwandte, die mit dem Teekraut wenig zu tun haben. Duftloses Johanniskraut (Hypericum x inodorum) ist ein Zierstrauch, dessen rote und braune Beeren gern in Blumensträuße kommen. Als Johanniskraut-Bodendecker wird meist das Großblütige Johanniskraut (Hypericum calycinum) gepflanzt, mit großen gelben Blüten und immergrünen Blättern. Für Tee ist beides nicht gedacht, dafür nimmt man das Echte Johanniskraut.
Alternative zu Johanniskraut im Tee
Wenn Sie eine Alternative zu Johanniskraut für Ihre Teemischung suchen, kommt es auf den Geschmack an. Ähnlich mild und krautig sind Melisse und Kamille, beide etwas süßer. Wer die heuartige Note mag, findet sie auch im Griechischen Bergtee, der allerdings blumiger und würziger schmeckt. Ganz gleich schmeckt keines davon, als Basis einer milden Kräutertasse taugen aber alle.
Gutes Johanniskraut erkennen und lagern
Gutes geschnittenes Johanniskraut ist grün bis olivgrün und bräunlich, dazwischen sitzen die gelben Stückchen der Blüten. Es riecht mild nach Heu, ist trocken und rieselt locker. Muffiger Geruch oder starke Klumpen sprechen für Feuchtigkeit, dann passt es nicht mehr in einen klaren Aufguss.
Lagern Sie Johanniskraut trocken, kühl, dunkel und luftdicht. Für den Alltag füllen Sie eine kleine Menge in eine Teedose mit dichtem Deckel, der Vorrat bleibt im verschlossenen Beutel. Unser Johanniskraut gibt es in 250g, 500g und als 1kg-Packung im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.
Häufige Fragen
Wofür verwendet man Johanniskraut in der Küche?
Als Teekraut: pur als Kräutertee oder in Mischungen mit Melisse, Minze und Kamille. Traditionell wird es außerdem in Öl angesetzt.
Wie bereitet man Johanniskraut Tee zu?
1 bis 2 TL geschnittenes Kraut pro Tasse mit heißem Wasser übergießen, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Nach fünf Minuten ist der Tee mild, nach zehn kräftiger.
Wie schmeckt Johanniskraut?
Mild krautig und fein herb, mit einem Duft nach Heu und Sommerwiese. Der Tee ist klar und goldgelb.
Wozu passt Johanniskraut?
Zu Melisse, Minze, Kamille, einer Prise Lavendel, Hagebutte und Orangenschale, dazu zu Honig, Zitrone und Apfel.
Wie sieht Johanniskraut aus?
Goldgelbe Blüten mit fünf Blütenblättern, Blätter mit durchscheinenden Punkten gegen das Licht, 30 bis 80cm hoch. Zerriebene Knospen färben die Finger rot.
Weiterlesen

Über uns






