Sonnenhut Pflanze Echinacea: der Igelkopf, der den Spätsommer färbt
Die Sonnenhut Pflanze Echinacea ist eine mehrjährige Staude aus der Familie der Korbblütler und stammt aus den Prärien Nordamerikas. Am bekanntesten ist der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea): 60 bis 120cm hoch, mit rosa-purpurnen Blütenblättern um einen stacheligen, orangebraunen Kegel. Er blüht von Juli bis September. Unser BIO-Echinacea ist sein getrocknetes, geschnittenes Kraut.
Im August stehen sie in vielen Gärten wie kleine Sonnenschirme mit hängenden Rändern: rosa Blütenblätter, darüber ein glänzender Kegel in Kupfer und Orange. Hummeln kriechen darauf herum, als hätten sie dort Feierabend. Wer mit der Hand über die Mitte streicht, spürt sofort, warum die Pflanze nach dem Igel benannt ist.
- Sonnenhut Pflanze: was ist Echinacea?
- Echinacea Herkunft: aus der Prärie Nordamerikas
- Echinacea Blüte: Aufbau, Farbe und Besucher
- Echinacea Blütezeit: wann blüht der Sonnenhut?
- Sonnenhut Pflanze mehrjährig, groß oder klein: der Wuchs
- Gelber, weißer, roter Sonnenhut: die Farben
- Sonnenhut-ähnliche Pflanzen
- Echinacea Samen gewinnen und aus Samen ziehen
- Wann Echinacea pflanzen?
- Echinacea verblüht: was dann?
- Vom Sonnenhut zum Kraut: Ernte und Trocknung
- Häufige Fragen
Sonnenhut Pflanze: was ist Echinacea?
Sonnenhut heißen im Deutschen zwei verwandte Gattungen aus der Familie der Korbblütler: Echinacea und Rudbeckia. Ist von der Echinacea Pflanze die Rede, meint man fast immer den Purpur-Sonnenhut, Echinacea purpurea. Er ist eine Staude, die im Winter oberirdisch einzieht und im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu austreibt.
Der Name kommt vom griechischen Wort echinos für Igel. Wer einmal über den Blütenkegel gestrichen hat, versteht ihn sofort, denn die Mitte ist hart und stachelig wie ein kleiner Igelrücken.
Zur Gattung Echinacea gehören rund zehn Arten, alle aus Nordamerika. Neben dem Purpur-Sonnenhut sind vor allem der Schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia) und der Blasse Sonnenhut (Echinacea pallida) bekannt.
| Merkmal | Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) |
|---|---|
| Familie | Korbblütler |
| Herkunft | Osten und Mitte der USA, Prärien und Waldränder |
| Wuchs | mehrjährige Staude, meist 60 bis 120cm |
| Blätter | lanzettlich, rau behaart, dunkelgrün |
| Blüte | rosa bis purpurrot, Kegel orangebraun und stachelig |
| Blütezeit | Juli bis September, bei mildem Wetter länger |
| Standort | sonnig, durchlässiger Boden |
| Samenreife | September bis Oktober |
| Genutzt als Kraut | Stängel, Blätter und Blüten, getrocknet und geschnitten |

Echinacea Herkunft: aus der Prärie Nordamerikas
Der Purpur-Sonnenhut stammt aus dem Osten und der Mitte der USA. Dort wächst er wild in offenen Prärien, an Waldrändern und auf trockenen Wiesen, mit viel Sonne und durchlässigem Boden. Nach Europa kam er als Zierpflanze und hat sich in Bauerngärten und Staudenbeeten längst einen festen Platz erobert.
Unser Echinacea-Kraut stammt aus kontrolliert biologischem Anbau in Deutschland. Die Pflanze ist zwar Amerikanerin, fühlt sich in unserem Klima aber wohl, denn sie ist winterhart und mag warme Sommer.
Unser BIO-Echinacea, das geschnittene Kraut des Purpur-Sonnenhuts:
Echinacea Blüte: Aufbau, Farbe und Besucher
Die Echinacea Blüte ist eigentlich ein ganzer Blütenstand. In der Mitte sitzen Hunderte kleiner Röhrenblüten auf einem gewölbten Kegel, die sich vom Rand nach innen öffnen. Außen stehen die Zungenblüten, die man für Blütenblätter hält. Beim Purpur-Sonnenhut sind sie rosa bis purpurrot und hängen leicht nach unten.
Die Echinacea Blüten sitzen einzeln auf kräftigen, rauen Stielen und messen etwa 8 bis 12cm. Sie halten lange, oft mehrere Wochen. Verblasst die Farbe, bleibt der Kegel stehen und wird dunkel, fast schwarz.
Die offenen Röhrenblüten sind leicht erreichbar, deshalb gilt der Sonnenhut als bienenfreundliche Pflanze. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge besuchen ihn den ganzen Spätsommer, im Winter picken Vögel die Samen aus den Köpfen.
Echinacea Blütezeit: wann blüht der Sonnenhut?
Die Echinacea Blütezeit reicht von Juli bis September, bei mildem Wetter bis in den Oktober. Der Purpur-Sonnenhut gehört damit zu den Stauden, die den Spätsommer tragen, wenn viele Frühsommerblüher schon fertig sind.
Im ersten Jahr nach der Aussaat blüht Echinacea oft nur spärlich. Ab dem zweiten Jahr erscheinen die Blüten zuverlässig, und ein kräftiger Horst bringt Dutzende Köpfe gleichzeitig.
Sonnenhut Pflanze mehrjährig, groß oder klein: der Wuchs
Die Sonnenhut Pflanze ist mehrjährig. Sie bildet einen Horst, der Jahr für Jahr etwas breiter wird, und kommt viele Jahre am selben Platz wieder. Ihre Blätter sind lanzettlich, rau behaart und dunkelgrün, die Stängel kräftig und aufrecht.
Der Purpur-Sonnenhut wird meist 60 bis 120cm hoch. Gezüchtete Zwergsorten bleiben unter 50cm und passen als kleiner Sonnenhut in Kübel und an den Beetrand. Wer einen Riesen-Sonnenhut sucht, landet bei der verwandten Rudbeckia maxima mit blaugrünen Blättern und Blüten auf Stielen von bis zu zwei Metern.
Gelber, weißer, roter Sonnenhut: die Farben
Gelber Sonnenhut ist meist eine Rudbeckia, mit goldgelben Zungenblüten und dunkler, fast schwarzer Mitte. Bei Echinacea gibt es nur eine von Natur aus gelb blühende Art, Echinacea paradoxa. Die meisten gelben Echinacea-Sorten sind Züchtungen.
Weißer Sonnenhut ist eine helle Form des Purpur-Sonnenhuts mit cremeweißen Zungenblüten und grünlich-orangem Kegel. Rosa bis purpurrot blüht die Wildform. Roter Sonnenhut und orange Töne stammen aus Kreuzungen mit anderen Arten. Einen blauen Sonnenhut gibt es in der Natur nicht, gemeint ist meist der violett schimmernde Purpur-Sonnenhut.
Für unser Echinacea-Kraut in Bio-Qualität wird der Purpur-Sonnenhut angebaut. Wie sich die Gattungen unterscheiden, erklären wir auf der Seite Unterschied Echinacea und Rudbeckia, die einzelnen Arten auf Echinacea Sorten.
Sonnenhut-ähnliche Pflanzen
Dem Sonnenhut ähnlich sehen mehrere Korbblütler. Rudbeckia ist der engste Verwandte. Das Sonnenauge (Heliopsis) blüht gelb mit gelber Mitte, die Kokardenblume (Gaillardia) rot-gelb mit braunem Kern. Auch das Mädchenauge (Coreopsis) wird gern für einen kleinen gelben Sonnenhut gehalten. Die echte Echinacea erkennen Sie am harten, stacheligen Kegel.
Echinacea Samen gewinnen und aus Samen ziehen
Echinacea Samen sitzen im Blütenkegel zwischen harten Spreublättern. Sie sind klein, kantig und graubraun. Zum Samen gewinnen lassen Sie einige Köpfe an der Pflanze ausreifen, bis sie dunkel und trocken sind, meist im September oder Oktober.
Dann schneiden Sie die Köpfe ab, lassen sie in einer Papiertüte nachtrocknen und reiben die Samen über einem Teller heraus. Die Spreublätter stechen, Handschuhe helfen. Trocken, kühl und dunkel gelagert keimen die Samen auch im nächsten Frühjahr.
Echinacea aus Samen ziehen gelingt am besten nach einer Kältephase. Die Samen liegen dafür einige Wochen feucht im Kühlschrank, oder Sie säen sie schon im Herbst aus. Im Frühjahr keimen sie bei Zimmertemperatur in zwei bis drei Wochen, nur dünn mit Erde bedeckt.
Wann Echinacea pflanzen?
Echinacea pflanzen Sie am besten im Frühjahr, wenn kein starker Frost mehr kommt, oder im frühen Herbst. Sie braucht einen sonnigen Platz und durchlässigen Boden, auf dem keine Nässe steht. Beim Einpflanzen setzen Sie den Wurzelballen so tief, wie er im Topf stand, und gießen gut an.
Knollen bildet der Sonnenhut keine. Er wächst aus einem kräftigen Wurzelstock mit vielen feinen Wurzeln, der mit den Jahren größer wird.
Echinacea verblüht: was dann?
Ist die Echinacea verblüht, haben Sie zwei Möglichkeiten. Schneiden Sie die welken Köpfe bis zum nächsten Blattpaar ab, treibt die Pflanze oft neue Knospen und blüht länger. Lassen Sie die Köpfe stehen, reifen die Samen, und die dunklen Kegel schmücken das Beet bis in den Winter.
Viele machen beides: Sie schneiden im Sommer ab und lassen ab September stehen. Die ganze Pflanze wird erst im späten Winter zurückgeschnitten, kurz bevor der neue Austrieb kommt.
Vom Sonnenhut zum Kraut: Ernte und Trocknung
Für Echinacea-Kraut erntet man die oberirdischen Teile der Pflanze, Stängel, Blätter und Blüten, meist zur Blütezeit. Das Kraut wird schonend getrocknet und anschließend geschnitten. Gutes Kraut erkennen Sie an gleichmäßigem Schnitt, wenig Staub und einem klaren, krautigen Duft. Riecht es muffig oder kaum noch, ist es alt oder zu feucht gelagert.
Unser BIO-Echinacea kaufen Sie als fein geschnittenes Kraut in hellem, leicht gedecktem Grün mit beigen bis bräunlichen Tönen. Wir füllen es in Deutschland in wiederverschließbare Aromaschutzbeutel, von 250g bis zur 1kg-Packung. Kontrollstelle DE-ÖKO-009.
Getrocknet schmeckt Echinacea herb, krautig und ein wenig erdig, der Geschmack kommt langsam und bleibt. Meist wird das Kraut als Tee aufgegossen, allein oder in Kräutermischungen. Wie Sie es zubereiten und womit es sich verträgt, lesen Sie auf der Seite Echinacea Verwendung.
Häufige Fragen
Was ist die Sonnenhut Pflanze?
Eine mehrjährige Staude aus der Familie der Korbblütler. Meist ist der Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea gemeint, mit rosa Blütenblättern um einen stacheligen, orangebraunen Kegel.
Wann blüht Echinacea?
Von Juli bis September, bei mildem Wetter bis in den Oktober. Im ersten Jahr nach der Aussaat blüht sie oft nur spärlich.
Ist Sonnenhut mehrjährig?
Ja. Der Sonnenhut ist eine winterharte Staude, die im Herbst einzieht und im Frühjahr aus dem Wurzelstock wieder austreibt.
Ist gelber Sonnenhut eine Echinacea?
Meist nicht. Gelber Sonnenhut ist in der Regel eine Rudbeckia. Bei Echinacea blüht nur die Art Echinacea paradoxa von Natur aus gelb, dazu kommen gelbe Züchtungen.
Wie gewinnt man Echinacea Samen?
Blütenköpfe an der Pflanze ausreifen lassen, bis sie dunkel und trocken sind, abschneiden, nachtrocknen und die Samen über einem Teller herausreiben.
Wann pflanzt man Echinacea?
Im Frühjahr nach den starken Frösten oder im frühen Herbst, an einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden.
Woher kommt Echinacea?
Aus Nordamerika, vor allem aus den Prärien im Osten und in der Mitte der USA. Unser Echinacea-Kraut stammt aus biologischem Anbau in Deutschland.
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