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Ashwagandha Pflanze: die Winterkirsche mit der roten Beere im Lampion

Die Ashwagandha Pflanze ist ein kleiner, graufilziger Strauch aus der Gattung Withania und der Familie der Nachtschattengewächse. Sie wird etwa 30 bis 150 Zentimeter hoch und trägt orangerote Beeren in einer papierartigen Hülle. Angebaut wird sie vor allem in Indien, und zu Ashwagandha Pulver wird ihre getrocknete, gemahlene Wurzel.

Auf einem Feld im trockenen Nordwesten Indiens stehen im Winter Reihen kniehoher, silbrig-grüner Büsche. Zwischen den samtigen Blättern leuchten kleine rote Beeren, jede in einer hellen Hülle wie ein Lampion. Was später zu Pulver wird, sieht man nicht: Es steckt als blasse, fingerdicke Wurzel in der Erde.

Ashwagandha Pflanze: Botanik auf einen Blick

Die Ashwagandha Pflanze gehört zur Gattung Withania in der Familie der Nachtschattengewächse. Damit ist sie mit Tomate, Kartoffel, Aubergine und Paprika verwandt. Am nächsten steht ihr optisch die Physalis, deren Früchte ebenfalls in einer Hülle reifen.

Auf Deutsch heißt sie auch Winterkirsche oder Indischer Ginseng. Mit dem echten Ginseng ist sie botanisch nicht verwandt, der gehört zu den Araliengewächsen. Den Vergleich verdankt sie nur ihrer Wurzel, die ebenfalls getrocknet und gemahlen wird.

Der Name Ashwagandha stammt aus dem Sanskrit. Woher er kommt und was er über den Geruch der frischen Wurzel verrät, lesen Sie unter Was ist Ashwagandha Pulver?.

Ashwagandha: von der Pflanze zum Gewürz
Ashwagandha von Azafran.

Wie sieht die Ashwagandha Pflanze aus?

Ashwagandha wächst als aufrechter, buschiger Halbstrauch mit vielen Seitentrieben. Stängel und Blätter sind mit feinen, sternförmigen Härchen bedeckt und wirken dadurch graugrün und samtig. Die Blätter sind eiförmig, ganzrandig und bis zu zehn Zentimeter lang.

Die Blüten sind unscheinbar: klein, glockenförmig und grünlich-gelb. Sie sitzen in kleinen Büscheln in den Blattachseln. Nach der Blüte wächst der Kelch zu einer hellen, papierartigen Hülle heran.

In dieser Hülle reift eine runde, orangerote Beere von knapp einem Zentimeter Durchmesser. Sie enthält viele kleine, flache, gelbliche Samen. Unter der Erde bildet die Pflanze eine kräftige, fleischige Pfahlwurzel, außen hellbraun und innen fast weiß.

MerkmalAshwagandha
GattungWithania
FamilieNachtschattengewächse
Andere NamenWinterkirsche, Indischer Ginseng
Wuchsbuschiger Halbstrauch, 30 bis 150 Zentimeter, graufilzig
Blüteklein, glockenförmig, grünlich-gelb
Fruchtorangerote Beere in papierartiger Hülle
HeimatIndien, Naher Osten, Nordafrika, Mittelmeerraum
Verwendet wirddie getrocknete Wurzel

Aus der Wurzel der Ashwagandha Pflanze, fein gemahlen: unser BIO Ashwagandha Pulver aus Indien.

Alle Sorten und Größen: Ashwagandha

Ashwagandha oder Physalis? Verwechslung mit Lampionpflanzen

Wer eine Ashwagandha Pflanze zum ersten Mal sieht, denkt oft an Physalis oder die Lampionblume aus dem Bauerngarten. Alle drei sind Nachtschattengewächse, und bei allen reift die Beere in einer Hülle aus dem vergrößerten Kelch.

Die Unterschiede liegen im Detail. Die Hülle der Lampionblume leuchtet im Herbst kräftig orange und ist deutlich größer. Die Andenbeere, die Physalis aus dem Obstregal, trägt goldgelbe, süßsäuerliche Früchte in einer dünnen, beigen Hülle. Bei Ashwagandha ist die Hülle klein, hell und eng an die rote Beere gelegt.

Auch die Blätter helfen beim Unterscheiden. Ashwagandha hat graufilzige, eiförmige Blätter mit glattem Rand. Die Lampionblume trägt kräftig grüne, kaum behaarte Blätter, die Andenbeere herzförmige, gezähnte. Und nur bei Ashwagandha ist die Wurzel das, worum es geht.

Wo wächst Ashwagandha?

Ashwagandha wächst wild in trockenen, warmen Gebieten von Indien über den Nahen Osten bis nach Nordafrika. Auch im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln kommt sie vor. Sie liebt Sonne, Wärme und sandige, gut durchlässige Böden. In Indien gedeiht sie im Flachland ebenso wie in Hügellagen bis etwa 1.500 Meter Höhe.

Staunässe verträgt die Pflanze schlecht, längere Trockenzeiten dagegen gut. Deshalb findet man sie oft an Wegrändern, auf Brachland und in Steppen. Frost erträgt sie nicht, in kalten Gegenden überlebt sie den Winter im Freien nicht.

Ashwagandha Anbau in Indien

Der Ashwagandha Anbau hat seinen Schwerpunkt in Indien. Wichtige Anbaugebiete liegen in Madhya Pradesh und Rajasthan, wo die Pflanze auf trockenen Feldern gedeiht. Kleinere Flächen gibt es in weiteren indischen Bundesstaaten.

Gesät wird meist gegen Ende der Monsunzeit im Spätsommer. Die Pflanzen wachsen dann in der Restfeuchte des Bodens und brauchen kaum zusätzliches Wasser. Nach etwa fünf bis sechs Monaten, im Winter, sind die Wurzeln erntereif.

Unser BIO Ashwagandha Pulver stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau in Indien, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Es besteht nur aus getrockneter, fein gemahlener Wurzel.

Ernte und Verarbeitung: von der Wurzel zum Pulver

Zur Ernte werden die ganzen Pflanzen aus dem Boden gezogen oder ausgegraben. Die Wurzeln werden vom Kraut getrennt und gründlich gewaschen. Die Beeren und Samen sammelt man für die nächste Aussaat.

Danach werden die Wurzeln in kurze Stücke geschnitten und an der Luft getrocknet, bis sie hart und brüchig sind. Je nach Wetter dauert das einige Tage, im Schatten etwas länger als in der Sonne. Gute Wurzeln sind fest, hell und brechen glatt. Zum Schluss werden sie sortiert und für das Pulver fein vermahlen.

So entsteht ein beiges bis hellbraunes Pulver mit herbem, erdigem Geschmack und dezenten Bittertönen. Wie Sie es in Goldene Milch, Kakao oder Smoothies rühren und womit es geschmacklich harmoniert, steht ausführlich auf Ashwagandha in Küche und Getränk. Kurz: Honig, Kakao und warme Gewürze gleichen die Herbe der Wurzel gut aus.

Ashwagandha Samen: so keimt die Pflanze

Ashwagandha Samen sind klein, flach und nierenförmig. Sie stammen aus den reifen orangeroten Beeren und werden nach dem Trocknen herausgelöst. Frische Samen keimen deutlich besser als alte.

Die Samen brauchen Wärme zum Keimen, am besten 20 bis 25 Grad. Dann zeigen sich die ersten Keimlinge nach ein bis drei Wochen. Bei kühlen Temperaturen dauert es länger, oder die Samen keimen gar nicht.

Säen Sie die Samen nur dünn mit Erde bedeckt aus und halten Sie die Erde gleichmäßig leicht feucht. Zu viel Nässe lässt Keimlinge faulen, das ist der häufigste Fehler.

Ashwagandha selbst anbauen: geht das in Deutschland?

Ashwagandha selbst anbauen klappt in Deutschland, allerdings als einjährige Pflanze oder im Kübel. Ziehen Sie die Samen ab Februar oder März auf der warmen Fensterbank vor. Nach den letzten Frösten im Mai dürfen die Jungpflanzen nach draußen.

Ein sonniger, warmer Platz und sandige, durchlässige Erde sind wichtiger als Dünger. Gießen Sie sparsam und lassen Sie die Oberfläche zwischendurch abtrocknen. Im Kübel können Sie die Pflanze hell und kühl, aber frostfrei überwintern.

Für eine Wurzelernte braucht es eine lange, warme Saison. Im mitteleuropäischen Klima bleiben die Wurzeln meist dünner als im indischen Anbau. Für Ihre Küche ist das gekaufte Ashwagandha Pulver deshalb der einfachere Weg.

Ashwagandha Pflanze, Wurzel und Beere: was wird verwendet?

Für Ashwagandha Pulver wird die Wurzel verwendet. Sie gibt den typischen erdig-herben Geschmack. Manche Pulver im Handel enthalten neben der Wurzel auch Blätter, achten Sie deshalb auf die Angabe Wurzelpulver.

Die Beeren werden in den Anbauländern vor allem als Saatgut genutzt. In der Küche spielen Beeren und Blätter keine Rolle. Gute Wurzelware erkennen Sie an einem feinen, trockenen, gleichmäßig beigen Pulver mit warmem, erdigem Duft.

Häufige Fragen

Was für eine Pflanze ist Ashwagandha?

Ein kleiner, graufilziger Strauch aus der Gattung Withania und der Familie der Nachtschattengewächse. Er ist mit Tomate und Physalis verwandt.

Wie sieht die Ashwagandha Pflanze aus?

Sie wächst buschig, hat samtige, eiförmige Blätter, kleine grünlich-gelbe Blüten und orangerote Beeren in einer papierartigen Hülle.

Wo wird Ashwagandha angebaut?

Vor allem in Indien, etwa in Madhya Pradesh und Rajasthan. Wild wächst sie auch im Nahen Osten, in Nordafrika und im Mittelmeerraum.

Welcher Teil der Ashwagandha Pflanze wird verwendet?

Die Wurzel. Sie wird gewaschen, geschnitten, getrocknet und zu Pulver gemahlen.

Kann man Ashwagandha selbst anbauen?

Ja, aus Samen auf der warmen Fensterbank, ab Mai im Freien oder im Kübel. Frost verträgt die Pflanze nicht.

Ist Ashwagandha mit Ginseng verwandt?

Nein. Ashwagandha gehört zu den Nachtschattengewächsen, Ginseng zu den Araliengewächsen. Der Name Indischer Ginseng bezieht sich nur auf die genutzte Wurzel.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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