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Safran, die Pflanze / Botanik (Crocus Sativus)
Aus botanischer Sicht ist Safran (Crocus Sativus) eine höchst interessante Pflanze! Safran, wie wir es als Gewürz kennen - das sind nur die orangeroten Stempelfäden im Inneren der violetten Blüte einer Krokusart! Es handelt sich um den "Crocus sativus"
Viele Menschen denken, es handele sich beim Safran-Krokus um eine Zwiebelpflanze! Doch ganz falsch: Safran ist eine mehrjährige Knollenpflanze. Safran entstammt der Familie der Schwertliliengewächse. Anders als unsere einheimischen Arten von Krokussen treibt die Safranknolle erst im Herbst und hält den Rest des Jahres im Boden Ruhe. Der Safran-Krokus ist eine Mutation des auf Kreta sowie den ägäischen Inseln vorkommenden "Crocus cartwrightianus". Aufgrund ihres dreifachen Chromosomensatzes ist die mutierte Art nicht fruchtbar - sie kann lediglich durch eine Knollenteilung vegetativ vermehrt werden. Im Gegensatz zum "Crocus cartwrightianus" hat der Safran längere Stempelfäden - doch auch die der Stammform sind aromatisch.
Der Safran-Krokus riecht leicht nach Terpentinöl - wenn auch wesentlich leichter und angenehmer. Das liegt an den Inhaltsstoffen des ätherischen Öls. Dort wurden einige sogenannte Terpenaldehyde und Terpenketone nachgewiesen. In der Hauptsache liegt der Menge nach dabei das Safranal vorne, etwa 50% oder sogar mehr macht es aus. Auch andere ähnliche solcher Verbindungen wurden für den Duft des Safran als charakteristisch empfunden. Auch Terpene, wie zum Beispiel Pinene und Cineol wurden gefunden. Die Safran-Fäden enthalten viele carotinoide Farbstoffe, die für das gelbe Ausfärben beim Einweichen sorgen.
Weitere Informationen zum Anbau, der Geschichte, der Herstellung oder den Arten von Safran finden Sie unter den entsprechenden Seiten.